Frage von DerDiego, 23

Wie kann ich mit meinem Vater reden?

Hallo. Ich bin Diego, 19 Jahre alt und brauche dringend Rat zur folgenden Ausgangslage: Mein Vater kann ganz okay sein aber meistens eben halt nicht, warum? Im Grunde will er ja nur gutes aber was er mir und meiner Mam all die Jahre angetan hat, hat nun ein Ende. Er hat meine Mutter Psychisch "geschlagen" mit Worten und taten die er nicht bereut und sich auch nie dafür entschuldigt hat. Er ist ein Nervenbündel, welches jeden Moment in die Luft gehen kann. Er ist egoistisch, schmutzig ( braucht 3 Unterhosen in 2 Wochen ), Wachstuch ist manchmal mit gelb braunen Flecken versehen... da kommt mir das kalte Kotzen und viele weitere negative Eigenschaften, die leider die positiven unterdrücken oder klein machen. Versuche jedoch immer das beste in ihm zu sehen, was mir aber jedesmal schwierig fällt wenn ich ihn ansehe... JETZT ABER: Da ich und meine Mam genug von seiner Tyrannei haben ( das praktisch schon seit meinem 3ten Lebensjahr, will sie wegziehen also sich für eine unbestimmte Zeit von im trennen. Ich unterstütze sie voll und ganz dabei. Weiss aber nicht wie ich das meinem Vater sagen will!!! Wie kann ich meinem Vater ( 60 Jahre alt, ja ich weiss er ist älter als der Durchschnitt kann nichts dafür ) erklären dass wir seinetwegen wegziehen werden und die einzige Chance dass wir zurückkommen darin besteht dass er sich von Grund auf verändert?!?! Und nein; JEDER MENSCH KANN SICH ÄNDERN WENN ER ES WILL! wiederhole: wenn er es WILL! Ich bitte euch Leute da draussen um Rat und bin euch wirklich sehr dankbar!!!

Antwort
von loema, 6

Meine Meinung:

Ihr beiden habt euch Ruhe verdient. Psychischen Frieden.
Ein Auszug ist schon lange überfällig.
Ich würde mich darauf konzentrieren. Auf eine entspannte neue Zeit.
Eine schöne Zukunft.

Sucht eine geeignete Wohnung.
Veranlasst alles nötige. Bestellt einen Umzugswagen und viele Helfer, so dass ihr nicht länger als einen Tag braucht.
Vorher sollte deine Mutter ein eigenes Konto beantragen und alle Dinge, die für ein Leben ohne ihn benötigt werden einleiten.
Gegebenenfalls ist eine Beratung notwendig, welchen Unterhalt sie beanspruchen kann, damit sie ihr eigenes Leben am Anfang finanzieren kann.
Hier am besten vorab einen Anwaltstermin machen.

Und dann erst geht es um deinen Vater.
Er kann maximal am Tag vor den Umzug darüber informiert werden, weil ansonsten die Zeit bis zum Auszug die Hölle ist.
Das darf man sich ersparen.
Eine Trennung und Auszug ist ja nicht verboten.
Kommunikation kann angeboten werden aber nur schriftlich und auf die Sache bezogen.
Alles andere sollte unbeantwortet bleiben.
Klare Bedingungen sollten aufgezählt werden, falls er möchte, dass Mutter zurückkommt.
Klare Beweise für Veränderungen sollten nur schriftlich angenommen werden.
Die Telefonnummer würde ich ihm nicht mitteilen.
Als neue Anschrift würde ich den Anwalt benennen.

Ihr beide könnt davon Ausgehen, dass wie ihr es auch macht, dein Vater nicht nett und einsichtig reagieren wird.
Also macht vorher Bedingungen fest, wie ihr eure Zukunft am wenigsten durch seine Ausraster belasten lasst.
Schützt euch,denn es wird nicht konstruktiv sein, zumindest am Anfang.
Bis er ernsthaftestes Bemühung zeigt, was auch glaubwürdig ist und langfristig.

Ansonsten wird er die Regeln bestimmen und in euer neues Leben seine Beleidigungen speihen und Kontakt auf allen Kanälen dann einfordern, wann ihm danach ist.
So ist er es gewohnt und glaubt durch Druck deine Mutter wieder an ihren alten Platz zu bekommen.

Kommentar von DerDiego ,

Herzlichsten Dank! Ich konnte mich derweil beruhigen. Ich habe das gefühl du sprichst aus eigener Erfahrung. Wie gesagt danke, wir werden uns jetz ums Planen und das weitere geschehen kümmern (bzw. meine Mam).

Wie du sagtest es ist schon längst überfällig... wir brauchen Ruhe.

Liebe Grüsse Diego

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