Wie kann ich mit dem Tod von meinem Opa umgehen, wie mit der anderen Sache?

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6 Antworten

Mein herzliches Beileid.

Tod und Geburt bilden immer eine Einheit. Leben kommt, Leben geht.

Für dich, die du einen lieben Menschen verloren hast, ist es natürlich momentan schwer, Freude zu empfinden. Ich denke, die Familie deines Freundes kann und wird es also verstehen, wenn du das neue Erdenwunder noch nicht freudig begrüßen kannst.

Lasse der Schwester ausrichten oder sag es ihr selbst am Telefon, dass du dich für sie und alle freust, aber zu Besuchen nicht aufgelegt bist. Es läuft aber auch nicht davon. Das Baby ist auch in einigen Tagen oder Wochen noch da.

Lasse deine Trauer und Gefühle richtig zu, rede viel oder schweige gemeinsam mit deiner Familie und erinnert euch gemeinsam an den Opa. Die schwere Zeit wird noch etwas andauern, weicht aber irgendwann auch der liebevollen und dankbaren Erinnerung.

Alles Gute für dich und deine Familie links und rechts.

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 13:59

Sie weiß dass mein opa gestern beerdigt worden ist. Aber ich kann mich im Moment überhaupt nicht freuen..... Ich empfinde momentan nur Trauer...

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 14:09

Denkst du das wird die schwester von meinem Freund auch verstehen??

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Hallo Bille94,

das tut mir wirklich sehr leid! Ich kann Deinen Schmerz einigermaßen nachempfinden, da ich vor wenigen Jahren in kurzen Abständen meinen Vater, meine Mutter und meine älteste Schwester verloren habe. Der Tod eines lieben Angehörigen oder Freundes gehört mit zu den schlimmsten Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens machen muss.

Um die Trauer verarbeiten zu können, braucht man u.U. viel Zeit. Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über meine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Für den Trauernden ist es nämlich schon eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der verständnisvoll zuhört.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer. Es ist eben ihre Art zu trauern und dazu hat sie auch ein Recht.

Mir hilft auch ungemein die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." Diese wundervollen Aussichten, die die Bibel gibt, hat schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den ein Trauernder empfindet enorm lindern!

Ich kann von mir jedenfalls sagen, dass mir diese Hoffnung sehr hilft, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

LG Philipp

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Du solltest dir Zeit für die Trauer nehmen. Dein Opa war wichtig für dich, er hat dich und du hast ihn geliebt.

Das Baby hätte jetzt nichts davon, eine traurige Bille kennen zu lernen, du kannst es später immer noch besuchen und wirst es lieb gewinnen.

Sieh es mal so: Das Leben von uns allen ist endlich, für deinen Opa wurde es Zeit zu gehen, dafür ist jetzt ein neuer Mensch auf der Erde. Wenn du genügend getrauert hast, wirst du bereit sein für diesen neuen Menschen.

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 13:57

Ja aber mein Gefühl sagt zu mir, dass das alles grad viel zu viel für mich ist. Und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, als werden von dem Kind reden und ich hin traurig... Wozu ich auch allen Grund habe... Verstehst du?

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 14:11

Was mache ich zum Beispiel wenn die die ganze zeit tolle laune haben, und sich freuen... Und auf mich garkeine Rücksicht nehmen?

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 15:00

Ja aber ignorieren können die mich ja auch nicht?

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Mein Beileid.

Trauer ist angemessen. Und du solltest sie auch zulassen. Allerdings möchte ich dich davor warnen, zu sehr in deiner Trauer zu verharren.

Für deinen Opa war es sicher eine Erlösung. Er war schwer krank. Und das Lebensende war bereits absehbar.

Und er hätte auch garantiert nicht gewollt, dass du ewig um ihn trauerst. Sei in Gedanken bei ihm. Aber auch in Gedanken bei deinem eigenen Leben.

Als meine Tochter gestorben ist, kamen auch viele Leute zu Kondolenzbesuchen. Das war teilweise belastend. Weil ich ja selbst so voller Trauer war. Aber ich kann mich an den Besuch eines ehemaligen Kollegen erinnern, der dann von seinen Kindern erzählte. Das munterte mich auf. Und war gar nicht so schlimm.

Die Schwester von deinem Freund wird sicher Verständnis dafür haben, dass du nicht himmelhochjauchzend bist. Aber sie will dir auch Gutes tun und dich ablenken.

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Ich weiss  wie du dich fühlst vor 2 Jahren als ich 10 Jahre alt War ist meine Mama an einem Auto umfall gestorben. ...glaub mir es ist besser wenn du sagst dass du noch sehr darunter leidest wegen deinen opa:(..glaub mir dass hilft zu weinen und einen ganzen Tag für sich alleine zu sein...

Tut mir leid dass mit deinem Opa. .Kopf hoch:) wird schon alles wieder

LG MIGUEL

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 13:58

Ja aber es wird sich dann alles um seine Schwester und ihr Kind drehen und ich sitz dann traurig & weinend da.... Und des sollten die auch verstehen

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 15:00

Okay. Danke.

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Schreib ihr doch einfach eine nette Sms in der du ihr schreibst was gerade in die vorgeht. Also das es dir zu viel ist und das du dich aber trotzdem für sie freust etc.
Du kommst sie wenn du alles überstanden hast auf jeden Fall besuchen :)

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Kommentar von Bille94
29.06.2016, 13:52

Sie weis, dass mein Opa gestern beerdigt worden ist. Sie denkt bestimmt auch, dass ich mich für sie freue. Aber ihr jetzt ne SMS zu schicken und das ganze drum herum mit dem Kind ist mir ehrlich gesagt viel zu viel.. Ich weis ehrlich nicht wie ich mit all dem umgehen soll...

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