Frage von SaraWarHier, 15

Wie kann ich mir die Tatsache, dass ich in Bildern denke, beim Lernen zunutze machen?

Hallo!

Wie oben schon steht, denke ich meist in Bildern und merke mir auch Dinge so - ein photographisches Gedächtnis habe ich leider nicht ^^ Jedenfalls kann ich bspw sagen, an welcher Stelle im Buch die Vokabel xy steht oder welche Farbe der Balken mit der Beschriftung abc hatte usw. Auch bei Fließtexten kann ich nach kurzem Durchlesen sagen, wo was stand, natürlich nicht Wort für Wort. Der einzige offensichtliche Vorteil: Ich kann Inhaltsangaben ohne Text schreiben und bei mündlichen Schulaufgaben den Text aufsagen, der im Buch steht. Dazu kommt, dass ich mich zwar in Worten ausdrücken kann, aber eigentlich lieber in Bildern denke und deshalb manchmal nicht das richtige Wort finde, obwohl ich es "vor mir sehe".

Aber jetzt denke ich mir: Irgendwie muss ich das doch nutzen können, oder nicht? Ich bin beispielsweise grottenschlecht in Mathe, weil ich das eben einfach nicht kapiere (und ehrlich gesagt auch kein Interesse daran habe, mich näher damit auseinanderzusetzen...GROßER FEHLER).

Wie kann ich also versuchen, mir das Ganze beim Lernen zunutze zu machen? Leider bringen es knallbunte Merkkarten o.ä auch nicht so wirklich... "Denkt" jemand ähnlich wie ich? Wie macht ihr das?

Danke für Antworten!

LG :)

Antwort
von Nickname42, 3

Die Schwierigkeit sich Zahlen und Formeln zu merken (@"Ich bin schlecht in Mathe") kann man sehr gut mit der Fähigkeit "in Bildern zu denken" kompensieren und zwar mit der sogenannten "Forum Romanum Methode". Das ist eine Mnemonik-Technik (Gedächnistrainig), die sich aber generell gut aufs Lernen von allem Möglichen übertragen lässt und für die eine gute bildliche Vorstellungskraft Voraussetzung ist. Google einfach mal nach Forum-Romanum-Methode, dann solltest du viel dazu finden.

Im Groben geht es darum, dass du den Dingen die du dir merken willst ein Bild von einer Sache zuordnest - bei Zahlen zB 1=Einrad 2=Teufel (zwei Hörner) 3=Poseidon (weil der einen Dreizack hat) 4=Tisch (weil vier Beine) 5=Hand (weil fünf Finger)

usw... natürlich ist es wichtig, dass nicht einfach jemandes anderen "Codes" übernimmst, sondern dir selbst welche ausdenkst, denn eigene Assoziationen kann man sich viel besser Merken.

Im nächsten Schritt stellst du dir bildlich eine bestimmte Route vor, die du häufig gehst/fährst und setzt an der bestimmte Routenpunkte. Wenn du zB den Weg von dir zu Hause zur Schule nimmst könntest du solche Routenpunkte nehmen: 1. Die Türschwelle zu Hause 2. Der Laternenmast an der Straße vor deinem Haus 3. Die nächste Straßenecke 4. Die Bushaltestelle, an der du immer einsteigst 5. Im Bus .... x. Vor der Eingangstür zu dener Schule.

Wenn du dir nun zum Beispiel die Zahl 1234 merken sollst (ist natürlich auch so einfach, aber das Prinzip ist das selbe bei langen und komplizierten Zahlen) stellst du dir das Bild zur 1 (das Einrad) am ersten Routenpunkt vor, einen Teufel am zweiten Routenpunkt, Poseidon am Dritten usw.

So musst du dir am Ende nur lauter Bilder merken und kannst die dann leicht wieder "zurückübersetzen" in Zahlen. Oder eben Formeln... oder andere Fakten. Das geht mit allem, das man sich merken will. Man codiert es in ein Bild das man damit assoziiert und setzt es gedanklich an einer bekannten Route entlang ab. Will man sich später dran erinnern geht man im Kopf diese Route ab und schaut sich welches Bild man an welchem Routenpunkt vorfindet.

Das nur in aller Kürze, man findet online Unmengen an Infos zur Forum-Romanum-Methode. Die ist sehr gut geeignet für Menschen die in Bildern denken und erleichtert einem das Lernen.

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