Frage von Silvermask, 43

Wie kann ich mich überwinden, damit ich endlich zu mir stehe?

Guten Abend :) Ich habe ein Problem... Seit ich ein Kleinkind bin habe ich neben dem Bauchnabel ein kleines Muttermal. Es ist wirklich nicht groß, aber irgendwie dachte ich als Kind immer, man würde mich deswegen auslachen. Und deswegen habe ich angefangen, meinen Bauch zu verstecken. Ich zeige ihn NIEMANDEM, nicht einmal meiner Mutter, die sich Sorgen macht, es könnte gefährlich sein. Ich war jahrelang nicht beim Arzt, aus Angst, mich bis auf die Unterwäsche ausziehen zu müssen. Ich trage unter Oberteilen IMMER ein dünnes Top, weil ich befürchte, etwas könnte verrutschen und man kann meinen Bauch sehen. Seit ca. 2 Jahren verzichte ich aufs Schwimmen, weil ich keine schönen Badeanzüge finde. Außerdem muss ich mich dann vor allen rechtfertigen, warum ich keinen Bikini trage, denn eigentlich habe ich eine gute Figur. Ich kann nicht mal über das Thema Muttermal reden; es ist wie eine Blockade. Mittlerweile weiß ich zwar, dass ich mich gar nicht dafür schämen müsste, aber weil ich es mir jahrelang so eingeredet habe, kann ich diese Blockade nicht überwinden. Hat jemand von euch Tipps wie ich das schaffe? Vielen Dank schonmal an alle die sich die Zeit nehmen, mir zu helfen :)

Antwort
von Naevi72, 6

Hallo Silvermask, ich kann mich meinen vorigen Schreibern nur anfügen! Ich weiß, dass es am Anfang nicht einfach ist. Was soll ich da erst sagen: ich habe hunderte von Leberflecken und Muttermalen, viele davon größer und auffällig, gerade auch am Bauch und auch ein großes neben meinem Nabel (kann man auch auf meinem Avatar erkennen!). Und ja, ich habe mich früher auch oft geschämt deswegen, gerade wenn ich mich bei Ärzten und Untersuchungen ausziehen musste, und habe dauernd diese verstohlenen Blicke, Grinsen, Geflüster und auch offen ständige Fragen und blöde Kommentare gehört (v.a. in der Schule früher). Je mehr ich mich dann versteckt habe, desto schlimmer wurde es, bis mir irgendwann mal aufgefallen ist dass ich bei weitem nicht der einzige mit (vielen und/oder auffälligen) Muttermalen bin. Ich habe gemerkt dass es das Falscheste überhaupt ist sich zu "verstecken", weil dann gleich alle auch noch gemerkt haben wie ich mich geschämt habe! Ich habe mir dann einfach gesagt "wer lästert ist kindisch und blöd" und "wer mich nicht akzeptiert wie ich aussehe muss halt wegschauen"! Mir hat es am meisten geholfen wie ich mal beginnen habe darauf zu achten wieviele und wo andere Muttermale haben?! Und selbst die die gelästert haben hatten welche! Lass Dich deswegen nicht unterkriegen, zeige auch bewusst das Muttermal neben deinem Nabel; ich bin mir sicher du wirst weit mehr positive Reaktionen bekommen als negative und schau mal auf andere (mit Muttermale), Du wirst das Gefühl bekommen dass es völlig normal ist und einfach zu dir gehört! Alles Gute!

Kommentar von Silvermask ,

Vielen Dank für die nette Antwort :)

Antwort
von svenbtw, 19

Denk mal nach, ob es Erlebnisse oder Situationen gibt, bestimmt schon in früher Kindheit, die dich zu dieser Blockade brachten. Es muss ja was eindrucksvoll Unangenehmes gewesen sein. Vielleicht auch "nur" Bemerkungen über Muttermale bei anderen, also eher indirekt und du hast es dir dann angenommen. Wie siehst du denn Muttermale bei anderen? Ich war auch sehr lange in der Pubertät verklemmt wegen meiner vielen Muttermale, habe auch große im Gesicht,

Wie wäre es, wenn du mal schwimmen gehst, wo dich keiner kennt. Kauf dir nen schönen Bikini und relaxe. Du wirst sehen, dass du deinen Bauch, deine gute Figur auch mit Muttermal selbstbewusst zeigen kannst. Übrigens finden nicht wenige Leute Muttermale interessant und reizvoll. Das musste ich selbst erst erleben, um es zu glauben... Alles Gute Sven

I

Kommentar von Silvermask ,

Vielen Dank :) Die Idee ist gut, das werde ich mal ausprobieren. An anderen Leuten finde ich Muttermale nicht schlimm. Es ist mir zwar unangenehm, wenn andere ganz offen darüber reden, aber bei anderen denke ich eher dass Muttermale ja ganz normal sind.

Kommentar von svenbtw ,

Klaro, es wird eine Weile dauern. Aber ein kleiner Anstoss kann viel bringen und ich denk nicht, dass du ne Therapie brauchst. ;-)

Antwort
von onomant, 21

Tut mir leid, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du ohne therapeutische Hilfe da wieder raus kommst. Dafür hast du das Problem schon zu lange und es hat zu sehr dein bisheriges Leben beeinflusst.

Wende dich vertrauensvoll an deinen Hausarzt, der wird dich weiterleiten.

Alles Gute!

Kommentar von Silvermask ,

Danke :)

Antwort
von 762002, 29

Meiner Meinung nach machen Muttermale uns einzigartig. Außerdem sind sie ganz normal! Am Strand habe ich eine Frau gesehen, die um die 25 Muttermale um ihren Bauchnabel hatte (Das sage ich nicht nur so, es war wirklich so). Die hat sich kein bisschen darum geschert was andere denken.

Keiner wird darauf achten, glaub mir. Ich selbst habe ca. 20 Stück um den Hals herum, und mich hat noch nie ein Mensch dort angeguckt oder darauf angesprochen. Es gibt wichtigere Sachen!

Antwort
von Hulagurl16, 21

Ich hatte auch, als ich jünger war, ein problem, mit einem muttermal, dass ich am bein hatte. Es kam mir damals sooo riesig und hässlich vor und ich hatte das Gefühl, dass mich Leute deswegen auslachen. Irgendwann dachte ich mir "Sxxeiß drauf" und dann kam mir das Muttermal auch nicht mehr so groß vor.

Ein ähnliches Problem hatte auch mein Ex-Freund. Er schämte sich für seine behaarte Brust. Ich habe ihm sehr oft gesagt, dass er sich dafür nicht schämen muss und das es mich absolut nicht stört und irgendwann als ich ihm dann mal sein Unterhemdchen hoch gerissen habe (gegen seinen Willen) merkte er langsam, dass ich gar nicht so reagiere, wie er es sich vorgestellt hat. Ein paar male dannach musste er sich zwar noch überwinden, aber er hatte deutlich weniger Angst davor "oben ohne" zu sein :D irgendwann hat er dann mit großem Selbstvertrauen sein Unterhemdchen ausgezogen :D :D :D :D

ich hoffe mein Punkt wird durch meine 2 Stories etwas klar :D

Kommentar von Silvermask ,

Ja ich verstehe was du mir damit sagen willst und ich finde dass du Recht hast ^^ toll von dir, dass du deinen Ex-Freund gezeigt hast dass er sich nicht schämen muss ;)

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