Frage von Tygak, 163

Wie kann ich mich motivieren von Heroin wegzukommen?

Hallo Leute. Ich hab ein echtes Problem.. Seit gut 1,5 Jahren nehme ich phasenweise H. Anfangs hatte ich schlimme Phasen, richtig höllische Entzüge dann in und nach der Abizeit war es einige Monate ruhig. Jetzt hab ich einen schlimmen Rückfall. Ich weiß, dass es schrecklich ist, das zu nehmen, doch ich kann mich nicht dazu motivieren es nicht mehr anzufassen. Was kann man tun um dafür Motivation zu bekommen? Ich will aufhören, aber wenn ich auch nur 5 Minuten darüber nachdenke darauf zu verzichten wird mir sehr unwohl und ich bekomm Zustände.. Was tun? LG

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Antwort
von zolling, 51

Hallo "user"! Zuerst scheint mir wichtig, dass Du nicht wie oben angeraten, einfach mit Subutex(Bup.) o. Temgesic oder Naloxon körperlich entziehst. Subutex kann seinerseits zur Abhängigkeit führen. Es wird in der Szene wie andere Gifte gehandelt. Sei besonders vorsichtig mit Naloxon, das zbsp. in Tilidin o. Valoron zur Suchtvermeidung enthalten ist, Das kann Dir ein Riesenproblem machen. Während einer laufenden Heroinsucht kann Naloxon zu höchst unangenehmsten Entzugserscheinungen führen! .Das geht hin bis zur Lebensgefahr! Also konsultiere für den ersten Schritt, den körperl. Entzug einen erfahrenen Arzt. Beachte das unbedingt! Was die Motivation betrifft....da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Das Erhalten Deiner Gesundheit ist Motiv Nr. 1. Nur hilft es nicht, das zu wissen. Millionen Raucher rauchen trotz toxischer Konsequenzen. Das funktioniert nur ganz individuell. Hast Du Sex? Ist dieser Verlust für Dich relevant? Ist die soziale Vereinsamung ein Grund zum Aufhöhren? Ein Blick in die Zukunft MIT Heroin kann Dich womöglich abschrecken. Früher o. später wirst Du wahrscheinlich kriminell . Leider! Wäre es legal, Heroin zu nehmen wäre viel Unheil vermeidbar. Die abschreckenden Gedanken einer Sucht helfen meist nichts. Besser funktioniert es mit POSITIVEM Ersatz Einfach nur aufhören wird nicht belastbar sein. Ein vielleicht langweiliger Rat ist eine Langzeittherapie. Da wirst Du herausfinden, was Dir wichtiger als die Droge ist und womit Du Dich glücklich fühlst. Versuch das und wie gesagt: Sei bloß vorsichtig mit Medikamenten. Ein Schritt von vielen könnte Polamidon, Methadon sein, weil es Dich von der Strasse holt und damit systematisch einfacher zu entwöhnen ist. (zbsp.: der "chinesische Topf") Ich wünsch Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen!! grüße, uwe zolling

Antwort
von Glueckspilzler, 94

Ich fände es auf deiner Seite interessant dir mal diesen Artikel durchzulesen. Vielleicht ist das was für dich :) http://www.heroindetoxeurope.com/deu/drogenentgiftung/ibogain-entzug-therapie

Antwort
von Chillersun03, 73

Ein paar Möglichkeiten:

1. Gehe in die Substitution. Buprenorphin ist ziemlich gut, weil es die Wirkung vom Heroin antagonisiert. Solltest du also auf die Idee kommen unter Buprenorphin noch Heroin zu nehmen - es wirkt nicht. Und Buprenorphin antagonisiert auch ziemlich lange für mehr als 48-72 Stunden.

2. Naltrexon-Therapie. Naltrexon ist ebenfalls ein Antagonist und blockiert die Wirkung von Opioiden wie Heroin. Es wirkt ca. 72 Stunden. Du kannst Heroin nehmen, aber du spürst nichts. Absolut nichts. Naltrexon hat den Vor/Nachteil (je nach Auffassung), dass es selbst KEINE opioide Wirkung hat. Du spürst von der Einnahme nichts, es ist nicht missbrauchbar. Du kannst die Behandlung daher auch bei jedem Hausarzt sofort beginnen, sobald du ein paar Tage clean bist und keinen Entzug mehr hast.

3. Lebensumstellung, Beschäftigung, Wechsel deinen Freundeskreis, suche dir eine Beschäftigung. Und vor allem, suche dir einen Ersatz für Heroin, bsp. ein Hobby oder Sport.

Gruß Chillersun

Kommentar von tony5689 ,

Sicher das die zeiten stimmen? Kenne mich das betreffend ausnahmsweise nicht so gut aus, aber mir fällt da spontan der rebound effekt ein...

Kommentar von Chillersun03 ,

Welche Zeiten genau? Sowohl Naltrexon als auch Buprenorphin dürfen erst gegeben werden, wenn man clean ist - also keinen anderen Stoff mehr im Körper hat und vorzugsweise auch keine Entzugserscheinungen mehr hat (obwohl das theoretisch optional ist). Einen Rebound-Effekt hat man dann nicht zu erwarten.

Bsp. die Umstellung von Methadon auf Buprenorphin gelingt in 7-14 Tagen, nachdem man 48-72 Stunden kein Methadon mehr genommen hat bekommt man schon Buprenorphin.

Wenn man Opioide und einen Antagonisten wie Naloxon, Naltrexon oder Buprenorphin gleichzeitig nimmt, muss man mit starken rebound effekten rechnen.

Kommentar von zolling ,

Hallo Kommentator! Du solltest vielleicht vorsichtig sein, mit medizinischen Ratschlägen: Subutex und Valoron oder Tilidin (Naloxon) kann in einer aktuellen akuten Heroinsucht bis hin zur Lebensgefahr schädlich sein. Früher wurde mal UNTER NARKOSE mit Naloxon entzogen. Das hat sich aber auch als zu gefährlich erwiesen! Nix für ungut. tschüss, uwe zolling

Kommentar von Chillersun03 ,

Buprenorphin, Naloxon und Naltrexon werden und dürfen natürlich nur gegeben werden wenn man keine Opioide mehr im Körper hat. Alles andere ist ziemlich unangenehm und gefährlich da hast du Recht.

Kommentar von tony5689 ,

Achja, so war das, die gleichzeitige einnahme löst den rebound effekt aus... Naja, man lernt nie aus^^

Antwort
von Sidartha, 69

Gehe in einen Entzug und danach in eine starionäre Therapie.
Aber eines kann ich dir sagen, solange du es nicht wirklich willst, wird alles bichts bringen.

Antwort
von aXXLJ, 40

1. Du solltest Dir gegenüber ehrlich sein, ob Du vom Heroin weg willst oder ob es eher Zwänge sind (Geld, elterlicher Druck, Probleme mit der Justiz), die Dich zum aufhören nötigen.

2. Willst Du (freiwillig) weg davon, ist das sicherste Mittel ein brachialer, dauerhafter Ortswechsel.

3. Hältst Du Dich für zu labil, um einen Ortwechsel (Umzug, neuen Arbeitsplatz, ggfs. neue Schule etc) anzuleiern, wende Dich an eine Drogenberatungsstelle.

4. Entzug und möglichst eine Therapie sollten Bestandteil des Ortswechsels sein.

5. Vom H runterkommen ist möglich. Google "Böckem Heroin"

Antwort
von Twitcheese, 71

Guck die Serie Breaking Bad

Antwort
von thxii, 41

Lass dich zwangseinweisen und mach einen Drogenentzug mit Methadon..

Viel Glück.

Kommentar von aXXLJ ,

Wieso zwangseinweisen? Hast Du denn vom Thema wirklich überhaupt keinen Schimmer?

Kommentar von mairse ,

Damit er dann auf Methadon, dessen Entzug für viele noch schwieriger ist, hängenbleibt?

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