Frage von JulieHasii, 46

Wie kann ich Menschen meiner Umgebung unterstützen?

Hallo leute. Ich bin 18 jahre und bin seit letztem jahr an einer anderen schule. In der klasse bin ich fast zwei jahre älter als die meisten (bin durchgefallen...hatte aber andere Gründe als faulheit). Seitdem habe ich angefangen irgendwie die mutterrolle zu übernehmen. Alle kommen zu mir wenn sie Hilfe brauchen. Wegen Hausaufgaben....gemeinsames lernen...zum essen einladen usw. Jedoch fällt mir auf dass ich mich gern in gedanken bemitleide..."die andren habens besser als du...die schummeln sich durchs leben während du brav lernen und schuften musst nur um den anderen zu helfen" solche gedanken halt. Das soll aufhören. Selbst wenn ich fast meine ganze energie dabei verliere anderen zu helfen...ich mach das gerne und versuch auch immer die Handlungen anderer zu verstehen ohne zu vorurteilen. Wie kann ich mich völlig auf das helfen konzentrieren und diese selbstbemitleidenden gedanken ausschalten? Ich will mich auf das wohlergehen meiner klasse konzentrieren und nicht auf mich selbst. Somit war ich eigentlich immer von vielen gemocht und die erste Ansprechperson für die meisten. Das soll so bleiben. Ich hab angst dass sich diese wut in mir, da die anderen sich nicht um mich kümmern (was mir hoffentlich bald egal sein wird) zu stark Ausprägt und ich früher oder später explodiere. Oft kommt es auch vor dass vor allem jungs fies zu mir sind. Dann muss ich mich wirklich arg zusammenreisen dass ich ruhig bleibe und lächle. Ich helfe ihnen trotzdem. Egal wie sie mit mir umgehen. Ich will anderen nicht meine verwundbare seite zeigen, sondern will stark sein für andere. Wie kann ich eine starke person sein ohne in die luft zu gehen wenn mir alles zuviel wird? Ich hoffe das war nicht zu verwirrend...

Antwort
von ErsterSchnee, 16

Es ist jetzt nicht so, daß du dadurch mehr gemocht wirst, wenn du anderen hilfst. Und Dankbarkeit solltest du auch nicht erwarten.

Was ist in deinem Leben passiert, das du dich für so "unwürdig" hälst?

Kommentar von JulieHasii ,

wenn ich eines im leben gelernt hab dann das. ich hab lang aufgehört darauf zu warten das andere meinen Fleiß sehen. ich mache das weil ich mich dadurch gut fühle und die anderen jemanden haben auf den sie sich verlassen können

Antwort
von Finda, 19

Es ist nicht verwirrend. Aber deine Strategie, helfen um gemocht zu werden, helfen und nett sein egal, wie fies andere sind ist nicht gut durchdacht.
Wenn du nur hilfst, nur nett bist, dich nicht gegen Angriffe zur Wehr setzt, dann fehlt dir menschlich eine wichtige Seite. Du hilfst dir dann selbst nicht.
Und das ist ein sehr großer Fehler.
Genauso wie du dich für andere einsetzt musst du dich für dich selbst einsetzten weil sonst alle merken, dass etwas nicht mit dir stimmt.
Dann kippt die Stimmung und alle finden dich komisch.
Weil du nicht adäquat reagierst bei Angriffen.
Dann nimmt dich keiner mehr ernst. Dann lässt sich auch keiner mehr von dir helfen.
Also: Strategie nochmal ernsthaft überdenken! So kippt bald die Stimmung und du verlierst deine Stellung.

Kommentar von JulieHasii ,

mir wurde immer gesagt wie erwachsen und vornehmlich ich bei solchen situationen reagiere

Kommentar von Finda ,

ja das ist ja auch so . Aber wer möchte mit einem befreundet sein, den Erwachsene als Vorbild ausloben?
Wie würdest du einen Menschen empfinden, der sich gegen Angriffe nicht wehrt, gleichzeitig aber innerlich kocht?

Antwort
von Maboh84, 21

denk immer dran: wer gutes tut, bekommt irgendwann auch gutes zurück! 

Antwort
von Herpor, 10

Kümmere dich jetzt erst mal um dein eigenes Wohlergehen.

Auch in der Bibel heißte es "Liebe deinen Nächsten WIE dich selbst!" und nicht MEHR als dich selbst.

Und dann solltest du anderen nicht deine Hilfe aufdrängen.

Wer sie braucht und darum bittet, kriegt sie.

Nachgetragene Hilfe ist keine Hilfe.

Kommentar von JulieHasii ,

ich dränge keinem meine Hilfe auf. sie kommen gern zu mir das merk ich an ihrer Verzweiflung

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