Frage von heikeMarx2112, 72

wie kann ich meiner tochter vertrauen wenn ich immer wieder sachen zu hören bekomme die mir die tränen in die augen treiben, alkohol/ schule freundeskreis?

Antwort
von MonicasFly, 7

Hallo,

darf ich ehrlich zu dir sein, ich erinnere mich gerade zurück als ich 16 war, du kannst ihr momentan nicht vertrauen. Denn sie mach ihr Ding. Je mehr man als Elternteil dagegen arbeitet, desto eher wird sie das Gegenteil machen.

Dieses Vertrauen kommt erst wieder wenn sie älter wird, und du siehst wie ihre Entscheidungen reifer werden.

Deine Tochter ist bald 17, also in einem Jahr Volljährig. Sie darf Alkohol trinken. Sie darf bestimmen ob Schule etwas für sie ist, oder nicht. Und sie darf selbst entscheiden wer Ihre Freunde sind.

Meine Mutter war sehr streng. Sie wollte eben all das unterbinden, dann bin ich einfach gegangen. Wir kommen nicht aus schwierigen Verhältnissen, meine Eltern sind nicht getrennt, wir haben ein Haus am Land, keine Geldsorgen, eine gute Erziehung und einen lieben Familienhund. Trotzdem hat all das nichts daran geändert, dass ich für mich entschieden habe, wie ich mein Leben lebe. Naiv gesagt, ich habe auf "mein Herz" gehört.

Ich mochte das wilde Leben. Habe mich damit identifiziert. Alkohol war da noch das kleinste Problem ;) Habe nur schlechte Noten geschrieben, blieb sitzen. Dann hab ich die Schule abgebrochen. Ohne Matura (Abi). Das System hat mich einfach nur angewidert. Lehrer, die einen von oben herab behandeln, als wäre man ein kleines Kind. Lehrer, die einen sexistisch behandelt haben, Lehrer, die immer am längeren Ast sitzen, egal wer im Recht war.

Man ist im Kopf schon weiter, aber wird von niemanden richtig ernst genommen. Manche Teens lassen diese Situation über sich ergehen, andere rebellieren.

Und wenn ich mir denke, wo Andere in meinem Alter stehen, und wo ich nun stehe, bereue ich keine Sekunde. Ich bin froh, dass ich mich nicht gefügt habe. Denn jetzt, mit 23 bin ich richtig glücklich.

Ich habe einen, mit Auszeichnung,  abgeschlossenen Beruf. Verdiene mehr als meine Eltern je verdient haben, habe eine sehr große Wohnung mit meinem Freund zusammen. Lebe in einem wunderschönen Ort, und habe zu meinen Eltern ein sehr gutes Verhältnis. Wir sehen uns jeden Tag zum Kaffee trinken & quatschen.

Was ich sagen will, erst als ich Frei war, konnte ich wieder freiwillig nach Hause kommen. Erst als ich endlich mein Leben selbst gestalten durfte, wollte ich wieder ein gutes Verhältnis mit meiner Familie haben. Die Regeln und Vorschriften, haben mich persönlich so stark eingeschränkt, dass ich mich nicht zu der Person entwickeln konnte, die ich sein muss.

 

 


 

Antwort
von PoisonArrow, 17

Das ist leider echt schwierig.

Vom Bekannten die Tochter ist völlig abgedriftet, war bereits mit 14 mehrfach stockbesoffen und absolut nicht mehr zugänglich.

Ordentliche Familie, mehrere Kinder, alle sind ok + "normal" nur die eine Tochter hat echt den Vogel abgeschossen.

Grausame Vorstellung...

Was Du tun kannst:
Regelmäßig mit Deiner Tochter sprechen. Über alles mögliche. Freunde, Schule, Ängste, Sorgen, Liebe ... allles. Somit erfährst Du mehr als bei den "Und wie war´s in der Schule?" - Gesprächen.
Gut, wenn Du bei diesen Gesprächen Deine Tochter "ganz für Dich" hast. Das kann man natürlich steuern und das Gespräch z.B. in ein Restaurant verlegen. 1 x im Monat essen gehen, ein festes Ritual und gleichzeitig Ausquatschrunde.

Dann: Die Freude sichten.
Wollen meine Kinder bei xy übernachten, dann nur, wenn ich xy kenne und am besten auch die Eltern.

Kinder gehen nirgend wohin, feiern, übernachten etc., wenn ich nicht vorher mit den Eltern dort gesprochen habe und auch deren Telefonnummern habe.

Das ist nicht der Superlativ des Misstrauens - ich weiß nur, dass Jugendliche durchaus erfinderisch sein können, wenn es um halblegale Events geht und die Zustimmung mit "gebeugter" Wahrheit eher zu bekommen ist.

Freunde, mit denen die Kinder abhängen, will ich kennenlernen. Wenn die Kinder sie mit nach Hause schleppen und einige Eltern schon eher die Tür ZUhalten, bitte ich alle herein, biete was zu trinken an und schaue mir die Jungs / Mädels mal an.

Interessant. Einige sehen völlig schräg aus, haben einen super Charakter und eigentlich "beste Wahl" in Sachen Freunde. Da kann man sich vertun.

Bis jetzt wurde ich nicht enttäuscht und musste noch nie den einen oder anderen Kontakt untersagen. Das bekräftigt mich im Glauben, dass meine Kinder von alleine die richtige Wahl treffen und nicht mit dem erstbesten Deppen mitlaufen und Dinge konsumieren, die nicht gut wären.

Also: enger und permanenter Kontakt zur Tochter, miteinander reden, sich informieren, Leute kennenlernen... dann bist Du noch immer nicht 100 % sicher, dass immer alles gut geht, aber doch einen ganzen Schritt weiter.

Grüße, ----->


Antwort
von amdros, 27

......würde ich sicher auch nicht können!?

Wie alt ist sie, hast du dich mit ihr darüber schon unterhalten? Dir deine Sorgen und Nöte aufgezeigt?

Wenn sie in der Pubertät sein sollte, könnte es eine momentane Situation sein denn in dem Alter wissen sie mitunter nicht, ob sie  Männlein oder Weiblein sind.

Sollte natürlich keine Entschuldigung sein und du solltest ganz in Ruhe mit ihr darüber reden. Argumente, wie und wodurch sie sich ihr künftiges Leben dadurch ruinieren könnte, solltest du auf der Hand haben!

Alles Gute ..versuch es!

Kommentar von heikeMarx2112 ,

sie ist 16 fast 17. hat seid 4 Monaten eine freund. habe gehört das er sie wie luft behandelt wenn seine freunde dabei sind. in der stufe soll auch keiner mehr zu ihr halten alles wegen IHM.

Kommentar von amdros ,

Irgendwann wird sie wach werden!!

Ich würde auch nur 1 x mit ihr inständig darüber reden, anschließend sie in Ruhe lassen, denn ewige Nörgelei könnte absolut in die Gegenrichtung gehen und das, was du erreichen möchtest auch ins Gegenteil umschlagen.

Sie würde sich mißverstanden fühlen und glaub mir, diese Phase, gerade mit einer Tochter, das erleben sehr viele Mütter. Ich nehme mich da auch nicht aus, habe es aber schon seit zig Jahren überstanden und meine Tochter ist mittlerweile eine rechtschaffene Frau und Mutter!

Kommentar von heikeMarx2112 ,

Ich rede eigentlich wenig darüber. vielleicht Zuwenig sodas manchmal der anschluss fehlt

Kommentar von amdros ,

Das könnte natürlich auch ausschlaggebend sein. Rede ihr ins Gewissen aber nicht vorwurfsvoll, sondern eher sachlich und zeige ihr auf, weshalb sie sich evtl. auch teilweise durch ihr Verhalten ihre Zukunft verbauen könnte!! Sagen würde ich aber auch, daß dein Vertrauen zu ihr ins wanken geraten ist.

Meine Tochter mußte auch selbst zu der Erkenntnis kommen, relativ spät zwar, aber heute sagt sie mittlerweile weiß sie, daß an vielem sie die Schuld trägt warum es so gelaufen ist, wie es nunmal so war.

Antwort
von AntwortMarkus, 28

Deine Tochter muss sich das Vertrauen erst wieder erarbeiten und zeigen, dass sie wieder in der Spur ist.

Kommentar von heikeMarx2112 ,

wenn das so einfach wäre. sie ist sehr verschlossen und erzählt sehr wenig von ihrem leben, was ich sehr schade finde da wir ihr eigentlich immer vertraut haben

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ihr seid geschieden?

Kommentar von heikeMarx2112 ,

nein alles bestens

Kommentar von AntwortMarkus ,

Oft haben Väter einen besseren Draht zu ihren Töchtern in einem gewissen Alter.

Kommentar von heikeMarx2112 ,

eigentlich bin ich derjenige der eher ein auge zu drückt und ihr mehr erlaube. deswegen kommt sie immer erst zu mir wenn was ist

Kommentar von AntwortMarkus ,

Man sollte sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Da wird man schnell zum Spielball.

Kommentar von heikeMarx2112 ,

oh ja aber eigentlich haben wir beide die gleiche meinung

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