Frage von AmalySu, 44

Wie kann ich meiner Freundin helfen die Depressionen hat ?

Guten Tag,

Meine Freundin leidet Unter Depressionen, Sie will sich jedoch nicht helfen lassen und ich weiß nicht was ich machen soll. Wenn ich mit ihr draußen bin versuche ich so oft es geht sie abzulenken, dass sie auch mal Lachen kann und ihre Sorgen für ein Kurzen Moment vergisst. Sie ist mir auch immer sehr Dankbar dafür und man merkt das es ihr gut tut. Die Ursache für Ihre Depressionen weiß ich leider nicht, da es für sie ein Unangenehmes Thema ist. Jedoch habe ich mich schon versucht da ran zu tasten und habe ihr gesagt: Das sie nicht alleine ist, dass ich für Sie immer da bin und ich Sie nicht aufgebe bzw. los lasse.

Ich kenne mich eigentlich Null mit dem Thema aus bzw. habe mich damit noch nicht wirklich auseinander gesetzt (habe mich etwas darüber belesen). Mich macht das Persönlich fertig, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Eine Therapie will Sie nicht NOCHMAL machen.

Ich weiß auch nicht wie ich antworten soll wenn sie schreibt das ihr momentan alles egal ist. Ich frage immer ob wir uns dann heute sehen, damit ich sie ablenken kann, wenn ich mich dann mal mit ihr Treffe sieht man ihr an das sie übel Fertig ist.

Meine Bitte wäre kann mir Jemand einen Rat geben ? Oder hatte jemand von euch so ein ähnlichen Fall in der Familie gehabt ? Ich weiß auch nicht ob es so gut ist Sie die ganze Zeit zu bemitleiden wie gesagt ich weiß momentan nicht viel über diese Krankheit.

Ich habe das jetzt hier auch nur geschrieben weil ich als Freund nicht mehr weiter weiß.

LG

Antwort
von Kathyli88, 20

Depression wird ja immer als eine eigenständige Krankheit bezeichnet. Die zahl von depressionen steigt stetig an. Ich stell jetzt einfach mal meine überlegung auf. Ich meine, dass depressionen nur ein resultat aus unglücklichen unfreien umständen sind, mit denen man nicht glücklich ist, aber die situation an sich nicht ändern kann. Das kann alles mögliche sein, manche mobbing, probleme mit den lehrern, probleme mit den eltern, grade in der jugend kommen die meisten depressionen vor. Leute die sich ritzen usw. Ich denke da liegt sehr viel an den eltern. Eigentlich hat man schon eine eigene meinung und einen eigenen willen, möchte selbst über sich entscheiden, aber man ist noch abhängig von den eltern. Meistens wird man viel lockerer und besser gelaunter, wenn man freier ist. Wenn man selbst entscheidet wann man aufräumt, die wäsche macht, wenn man seine ruhe möchte auch ruhe hat. Ich kann mich auch jetzt als erwachsene noch gut daran erinnern, ständig nach der pfeife von jemand anderem leben zu müssen. Auch mittlerweile selbst als mutter, können familienbesuche wirklich nervenaufreibend sein. Ich für meinen teil bekomme dümmliche ratschläge, ich solle meinem kind die flasche wegnehmen, damit es schreit um essen zu bekommen. Ich lehne ratschläge die ich als dümmlich erachte ab, mit einem einfachen nein. Ich habe mein kind lieber glücklich und zufrieden anstatt schreiend. Und in dieser situation fiel mir wieder ein, dass sie schon immer so inkompetent waren. Dass wir in der jugend auch unter depressionen litten, einmal der, nächste woche wieder ein anderer. Es liegt meines erachtens nicht einmal ausschließlich an der rebellierenden pubertären zeit, sondern daran, dass sie wirklich in vielen situationen falsch handelten. Später im berufsleben kann das auch auftreten, durch ein schlechtes arbeitsklima oder schlechte vorhesetzte auf die verschiedensten weisen. Ich will das nicht zu sehr vertiefen und keine konkreten beispiele nennen, weil das sonst zu lange wird. Kurz gesagt, durch äußere umstände die einen unglücklich machen wird man depressiv. Durch zu viel stress, ärger und sorgen. Auch in finanzieller hinsicht. Würde man einer person 20 millionen geben, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese depressiv wäre. Denn sie könnte sich unabhängig machen, der furchtbare job...vergangenheit. Kreditsorgen, vergangenheit. Irgendwo hinfliegen und ein luxuriöses leben leben, einkaufen ohne im hinterkopf die finanzen zu haben, das wäre doch toll. Da kann man eigentlich gar nicht mehr unglücklich sein. Außer es geht um die gesundheit welche man mit 20 millionen auch nicht richten kann. Aber es würde andere sorgen nehmen. Deshalb glaube ich gar nicht mal unbedingt, dass ein psychologe des rätsels lösung ist, sondern die unglücklich machenden lebensumstände, welche auch immer es sein mögen, zu verändern. Sofern das möglich ist. 

Antwort
von leichtverdacht, 26

Eigentlich kannst du da nicht viel machen... versuche sie einfach viel zu unterstützen in dem was sie liebt. Viel mit ihr zu unternehmen, aber sie auch mal alleine lassen, wenn sie das gerade möchte. Einfach nicht zurückweisen. Ihr so gut wie es geht zeigen wie sehr du sie magst. Behandle sie einfach ganz normal. Bemittleide sie auf keinen Fall. Wenn sie mit dir über etwas reden will, dann wird sie das auch. Kann dir die Videos von dem Youtuber Andre Teilzeit empfehlen - der gibt echt gute Tipps! Wünsche dir und ihr noch alles Gute für die Zukunft!

Antwort
von PollyMay, 15

Hallo, ich hatte damals mit meiner besten Freundin das gleiche Problem. Es ging ihr unglaublich schlecht, dass ich mir echt Sorgen um sie gemacht habe und selber mit der Situation total überfordert war.
Ich hatte mich dann telefonisch mit einer Dame aus einer Psychosozialen Einrichtung in der Nähe in Verbindung gesetzt, die mir sehr geholfen hat.
Schau mal im Internet, ob es in deiner Gegend eine soziale Einrichtung gibt, mit der du in Kontakt treten kannst.
Da fühlt man sich nicht so alleine mit der Situation und die haben meistens mehr Ahnung von sowas als man selber.

Antwort
von DerTroll, 24

Es ist ihre Entscheidung. Wenn sie sich nicht helfen lassen will, akzeptier es einfach. Du kannst sie nicht zu ihrem Glück zwingen.

Antwort
von Shiftclick, 13

Es hört sich so an, als ob sie sich ganz bequem in ihrem Zustand eingerichtet hat und dich dafür benutzt, ihr ständig deine volle Aufmerksamkeit zu widmen. Das ist leider oft das 'Geschäftsmodell' so einer Depression. Wenn sie sich nicht helfen lassen möchte, solltest du dich nicht so von ihr vereinnahmen lassen. Auf diese Weise wird es niemals besser und du gehst über kurz oder lang daran kaputt. Am besten fragst du selber mal einen Therapeuten, was er von dir und deiner Rolle dabei hält und ob er dir wirklich rät, das Spiel weiterzuspielen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten