Fontainebleau am 05.09.2008 um 22:05 Uhr
habe seit kindertagen eine liebe bekannte.in ihrem leben lief alles rund,bis sie nacheinander alle 3 söhne durch auto- und motorradunfälle verlor.seit auch noch ihr mann vertorben ist,erkenne ich sie nicht wieder.sie ist in tiefer trauer und schmerz versunken und leidet unter schweren depressionen.geht nur noch,wenn sie unbedingt muß,aus dem haus und pflegt sich und ihre wohnung überhaupt nicht mehr.zum arzt weigert sie sich vehement zu gehen.auch habe ich bei meinem letzten treffen - rein zufällig in der bank - festgestellt, daß sie richtig verfallen ist und stark nach alkohol roch.darauf angesprochen,rannte sie fluchtartig davon.bei meinem anruf legte sie wortlos auf.wie kann ich helf en?

Frag beim Gesundheitsamt mal nach einem Sozialpsychiatrischen Dienst. Das sind Psychologen, die zu den Leuten nach Hause kommen, mit ihnen reden und ggf. zusammen mit den Betroffenen helfende Schritte einleiten.

Gar nicht. Sie hat alles was ihr lieb war verloren. Wenn Du eine gute Freundin für sie bist musst Du viel Geduld mit ihr haben, damit ihr geholfen werden kann. Das kann allerdings nur ein Seelendoktor!
Raimund1 am 5. September 2008 22:16 Es kann auch eine gute Freundin helfen, aber du schreibst vollkommen richtig: Geduld haben...
... immer wieder zu erkenne geben, du bist mir wichtig!

Wenn sie keine professionelle Hilfe haben möchte, wird man ihr nicht helfen können. Irgendwie versteh ich sie.
Fontainebleau am 5. September 2008 22:41 ja, sie ist an ihrem schweren leben zerbrochen. leider.

Eigentlich gar nicht da sie Deine Hilfe ja ablehnt.
Fontainebleau am 5. September 2008 22:40 das ist ja die crux: sie lehnt jede hilfe, auch von langjährigen vertrauten, vehement ab. muß ich wirklich zusehen, wie sie vor die hunde geht?
regideur am 6. September 2008 08:43 Solange sie jede Hilfe ablehnt wirst Du ihr nicht helfen können. Hilfe anbieten kannst Du ihr aber immer wieder. Sag ihr das Du weist wie es um sie steht und welche Zukunft Du für sie siehst wenn sie sich nicht helfen lässt und welche sie mit Hilfe haben könnte.

Manchmal frage ich mich, wieviel Schmerz kann ein Mensch ertragen. Das sie sich und ihre Wohnung nicht mehr pflegt, ist bei derartig schweren Depressionen nicht ungewöhnlich. Die Frage ist allerdings, wie kann man ihr helfen, wenn sie im Moment nicht dazu bereit ist, sich helfen zu lassen. Ich denke, als Freund für sie da sein, ohne zu reden (sie wird es nicht können) - einfach nur da sein, bis sie von selbst redet. Damit meine ich natürlich nicht, sie 24 h am Tag zu überwachen, sondern ihr einfach zeigen, ich bin für dich da, auf mich kannst du immer zählen.
ferdl am 5. September 2008 22:45 Wenn Sie aufgrund von laienhaftem Geschwätz "schwere Depressionen" diagnostizieren, dann ist das wohl das Letzte.
Fontainebleau am 5. September 2008 22:57 nein, so ist das nicht! die schweren depressionen sind von einem neurologen diagnostiziert worden! dies nur zur info von ferdi. außerdem ist es auch für laien offensichtlich. es gibt listen, wieviele schicksalsschläge ein mensch in welcher zeit verkraften kann und wann er "kippt". da ist sie weit drüber. logisch, bei diesem lebenslauf.
ich kann sie verstehen, schlimmer gehts schon fast garnicht mehr. sei für sie da wenn sie deine hilfe möchte, aber dräng dich nicht auf. vielleicht möchte sie irgendwann von selbst eine therapie machen. versuche dein leben weiterzuleben und mach dich nicht fertig damit ist weder ihr noch dir geholfen. wünsche euch alles gute
Fontainebleau am 5. September 2008 23:10 vielen dank!

Vielleicht kann man da nicht mehr helfen, vielleicht will sie nicht mehr leben, hat sie denn noch ein Ziel, mein Gott, alle Kinder tot und auch noch der Mann, da verläßt einen doch aller Lebenswille
Fontainebleau am 5. September 2008 22:44 wie recht du hast! ich hab sie so gerne. sie war so ein lieber mensch. und so fröhlich. und jetzt dieser verfall. tut mir in der seele weh. sie ist 66 jahre alt. heute doch kein alter mehr...

Manchmal kann das Schicksal echt hart sein. Verständlich, dass deine Bekannte in so eine Situation geraten ist. Da wüsste man selbst nicht, ob man mit all dem fertig wird. Zurzeit ist es echt schwierig, an deine Bekannte heran zu kommen. Sie muss alles, was geschehen ist, verarbeiten - schafft es aber nicht. Alkohol beruhigt und lässt den Kummer für eine Weile erträglicher werden, ist aber natürlich keine Lösung, weil dadurch alles nur noch schlimmer wird. Bleib dran und zeig ihr, dass sie dir wichtig ist und du für sie da bist, egal was ist. Vielleicht fasst sie mit der Zeit Vertrauen zu dir. Ihr kennt euch zwar schon lange, aber sie ist zurzeit in einer Situation, in der man am liebsten niemanden an sich heran lässt. Vielleicht schämt sie sich auch, so "tief gesunken zu sein", obwohl das ja mehr als verständlich ist. Sei einfach da, biete ihr deine Hilfe an, rede mit ihr, hör ihr zu. Wenn sie dich nicht in ihre Wohnung lassen will, geht spazieren. Eigentlich wäre hier professionelle Hilfe erforderlich, aber die muss deine Bekannte erst mal annehmen können. Vielleicht hilft eine passende Selbsthilfegruppe. Ich finde es gut, dass du deiner Bekannten helfen willst. Ich wünsche dir alles Gute und viel Geduld.

Du hast sie in der Bank, in aller Öffentlichkeit auf den Alkohol angesprochen? Das war nicht grad sehr taktvoll...
Es gibt Therapeuten, die auf Trauer spezialisiert sind. Sowas wie die Notfallseelsorger. Frag da mal nach, die können bestimmt weiterhelfen.
Raimund1 am 5. September 2008 22:15 ja, gute Antwort. Ich glaube bei solchen Schicksalsschlägen sind wir hier fast alle überfordert
Fontainebleau am 5. September 2008 22:42 nein! ich habe sie draußen abgepasst und unter 4 augen mit ihr gesprochen. es war niemand in der nähe. sie ist fluchtartig weggelaufen.
waggerla am 5. September 2008 22:52 ach so, dann ist es ja gut. Hatte mich schon gefragt, wieso jemand so am Schlauch stehen kann.
Wenn Menschen in eine solche Depression verfallen, dann brauchen sie professionelle Hilfe. Sprich mal mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst, wie EfaStein geraten hat. LG und viel Erfolg!

wende dich an den sozialpsychiatrischen dienst deines wohnortes und erkunde, wie deiner bekannten geholfen werden kann. auf keinen fall darf druck in irgend einer art auf die frau ausgeübt werden. sie muß durch langsames annähern überzeugt werden, daß sie hilfe braucht. ich weiß aus erfahrung, wie schwierig es ist, einem menschen, der so gebeutelt wurde vom schicksal, zu vermitteln, daß man ihn nicht verurteilt, sondern ihm wirklich helfen will. da du mein freund bist, werde ich dir direkt gute ratschläge zukommen lassen. bitte nicht verzweifeln! es gibt hilfe! lg
Fontainebleau am 6. September 2008 13:31 ich glaube, ich kann diese frage als abgeschlossen betrachten und danke allen, die mir so gute und einfühlsame ratschläge gegeben haben! es ist schön, zu sehen, wie engagiert und hilfsbereit die gf-community ist. habt ganz herzlichen dank! eure antworten haben mich ein gutes stück weiter gebracht.
Nichts gegen ihren Willen,dass würde das Leid nur vergrößern. Wenn sie nicht will machst du besser gar nichts! Mach es dir nicht zu einfach,sei ihre stütze und nicht eine zusätzliche last !!!
Fontainebleau am 5. September 2008 23:15 wenn ich nichts unternehme - sie hat sonst niemanden mehr, dem was an ihr liegt - wird sie bald sterben. kann sein, daß sie das will, um ihrem schmerz zu entgehen. ich habe hier viele gute ratschläge bekommen und werde sie überdenken und danach eine entscheidung treffen. ich danke allen für ihre hilfe!

um über so ein ereignis hinweg zukommen brauch man zeit aber wen man sich zurück zieht und nicht darüber spricht. nach so einem ereignis weiss man meist nicht was man nun machen soll und so flüchtet man in alkohol und der gleichen...
am sinfollsten is erstmal darübereden und ihr sselber kla amchen wie die situation ist und das das so ja nicht weiter gehehen kann und das alles natürlich in einem ton der angehnem ist ... und gemeinsamm eine lösung finden und mehr als reden kann man dda eben nicht sie wird nicht auf anhib mit machen oder sich edern aber man darf nicht die hoffnung verliren und aufhören ... ja ich habe keine ahnung ob das werklich hilf was ich da jetzt geschrieben habe abber ich hoffe das es hiolfreich ist und wen nicht dan eben einfach ignoriren...
Fontainebleau am 5. September 2008 23:11 doch, es tröstet mich! danke dir!
Ach ja,deine Frage 3 std. zuvor lässt ja auf dein "Besorgnis" schließen...
Fontainebleau am 5. September 2008 23:16 du meinst, weil ich gleich kommentiert habe? ja, ich bin sehr in sorge! und habe auf gute antworten gewartet und gehofft. daanke allen!

Ich frage mich, was schlimmer ist. Die Söhne zu verlieren oder eine solche "Freundin" zu haben. Ausser den üblen Nachreden oder Verleumdungen fällt Dir wohl nichts besseres ein. Lass sie gefälligst in Ruhe. Vielleicht hat sie auch echte Freunde.
teardrop1109 am 5. September 2008 22:38 D.R.
Fontainebleau am 5. September 2008 23:03 auf deine unqualifizierten und herzlosen kommentare kann ich gut verzichten! bitte enthalte dich künftig! allerhand...
Fontainebleau am 5. September 2008 23:12 ich meine ferdi! melde dich hier nicht mehr zu wort, sonst beanstande ich es!

Schreckliches Schicksal. Vielleicht nimmst du mal Kontakt auf mit der zuständigen Kirchengemeinde? Evt. gibt es jemanden bei der Nachbarschaftshilfe.
Fontainebleau am 6. September 2008 13:07 guter rat! leider glaubt sie nach den ganzen katastrophen nicht mehr an einen gott und will deshalb von kirche und religiösen dingen gar nichts mehr wissen.
DH, scheint der einzig richtige Hilfe zu sein. Auch wenn sie ablehnend ist, muß man ihr helfen.
DH, der sozialpsychiatrische Dienst ist eine gute Sache, ich kenne einige Fälle. Geh am besten mal dort vorbei und sprich mit einem Mitarbeiter. Er oder sie wird dann einen Hausbesuch machen und eventuell auch einen Klinikaufenthalt veranlassen, falls das für nötig erachtet wird. Auch andere Betreung kann veranlasst werden. Vielleicht kannst du deine Bekannte überreden, dass sie Hilfe annimmt, denn das könnte schwierig werden.
Blödsinn,der Mensch entscheidet selbst was er möchte und was nicht! Kein Mensch kann den anderen vorschreiben was er zu tun hat! Der Mensch Lebt nicht das man für ihn bestimmt. Jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Wer ist der jenige der einen solchen Menschen noch etwas vorschreiben will?
sysiphus, manche Menschen brauchen Hilfe, weil sie es nicht selber verlangen können
Ferdl DH
Ja die Klapsmüller von GF haben wieder einmal Blut geleckt. So nicht, solange es auch vernünftige Leute gibt. Vielen Dank. DH
liebe chinatsu! ich danke dir für deinen rat. ich werde darüber ernsthaft nachdenken. daaanke!
Ich wollte etwas anderes schreiben, aber der Rat ist Gold wert! Das wäre die einfachste und vernünftigste Lösung. Deine Bekannte hat so viel menschliches Leid mitgemacht, daran zerbricht jeder Mensch. Und die vom sozial-psychiatrischen Dienst haben sicher die besten Hilfemöglichkeiten. Gehe bitte dorthin und spreche da vor! Sonst geht Deine Bekannte auch noch vor die "Hunde"!
sie macht aber niemandem, auch mir nicht, auf. sie schämt sich für ihre schmutzige unaufgeräumte wohnung und gerät richtig in panik.
Wenn Du sie unbedingt in der Klapsmühle haben willst, dann müsst ihr wohl die Wohnung stürmen.