Vor 3 Wochen ist etwas Schreckliches in unserer Familie passiert. Mein Ex-Frau, gute Freundin und Mutter meiner 3 erwachsenen Kinder ist ganz unerwartet gestorben. Die größten Sorgen macht mir mein Sohn. Er ist 28 und hat alle Formalitäten geregelt, aber gefühlsmäßig zieht er sich total zurück, er spricht nie darüber, wie es ihm geht, frisst alles in sich hinein und meidet im Moment den Kontakt mit uns allen. Ichweiss schon, dass jeder Trauer anders verarbeitet, aber ich kann nicht mit ansehen, wie apatisch er im Moment ist und ich denke, dass es ihm wirklich helfen würde über seine Gefühle zu sprechen. Ich habe Angst, dass er irgendwann völlig zusammenbricht. Was kann ich tun??

Erstmal mein herzliches Beileid!
Du kannst jetzt nur für Deinen Sohn da sein und ihm das auch signalisieren!
Schau Dir hier mal die Trauerphasen an, was Dein Sohn jetzt durchmacht ist mehr oder weniger "normal".

ohh das tut mir leid...herzliches beileid... geb deinem sohn die zeit die er braucht, sag ihm das du immer für ihn da bist und er immer mit dir reden kann, abr lass ihm dann seine zeit die er für sich braucht und wenn es soweit ist das er mit dir drüber reden möchte, dann biete ihm auch an das du auch mit ihm zusammen in ärztliche hilfe gehen würdest. denke wenn du das mit ihm zusammen machen würdest würde ihm das auch schon etwas helfen.. lg
Ja, das denke ich auch, aber er lehnt im Moment einfach alles ab, will nicht mal zu meiner Frau und mir zum Essen kommen. Na ja, ich bleibe einfach am Ball.
beautyfrog am 29. August 2008 16:59 ich denke das ist das beste was du machen kanns, und du darfs aufjeden fall nie die hoffnung aufgeben er wird iwann mit dir darüber reden wollen nur er braucht ersmal seine zeit...

In Ruhe lassen. Auch wenn es dir nicht gefällt. Wenn du für ihn da bist, solltest du ihm auch seinen Platz lassen. Wenn man nicht mit ansehen kann, wie jemand leidet, dann ist das so wie... Egoismus aus Liebe... was bei jedem Menschen normal ist! Nicht dass das angreifen gemeint ist!
Das tut mir sehr leid für euch. Biete Deinem Sohn an, dass Du immer für ihn da bist und auch mit ihm professionelle Hilfe suchst, wenn er das möchte. Mir fehlen da ansonsten leider die Worte. Ich wünsche ihm und euch viel Kraft und alles Gute.
Danke, das ist lieb!

Nicht viel, sag ihm das Du da bist wenn er reden will.

Versuch ihn zu provozieren, so das es mal aus ihm raus platz! Mich mußte auch mal jemand aus der Reserve locken!
Ja, ich denke das würde ihm so gut tun, sich einfach mal bei jemandem auszuweinen. Ich würde ihn so gerne mal ganz fest in den Arm nehmen, aber er kann solche Nähe im Moment nicht ertragen.
Mein Beileid! Sei einfach nur für dein Sohn da auch wenn er nicht redet, er spürt das du da bist und wenn er darüber sprechen will macht er es auch. Vielleicht spricht er mit einen Freund und du weiss es nicht. Gib ihn die Zeit, es kann zwei Monate dauern, aber auch Jahre. Mein Vater ist vor 9 Jahren gestorben. Wir waren alle da, alle haben ihre Gefühle gezeigt und geweint, ich auch,aber nie darüber gesprochen, zwei Jahre später habe ich über den Tod von meinen Vater gesprochen. Manche Menschen können nicht direkt darüber sprechen,weil der Schock zutief sitzt. Gib deinen Sohn Zeit irgendwann in zwei Jahren oder sogar früher wird er darüber reden können. Sei einfach nur da für Ihn und hab Verständnis

Ich will auch mein Beileid aussprechen ! Deine Situation ist schwer aber können deine zwei anderen Kinder dabei helfen dass der 28-jähriger mit denen sprechen konnte und allmählich ein Weg wieder zum Leben mit den anderen findet. Wenn die nicht helfen können kann ein professioneller Helfer das vielleicht tun. Meiner Meinung nach sollst du selbst möglichst normal und ruhig trotz allem bleiben so dass er auch bemerkt dass dein Sohn auch sieht dass das Leben nicht hier endet.
Danke! Ja, das ist eigentlich keine schlechte Idee, aber meine Töchter haben es selbst zu schwer um ihm helfen zu können. Er geht ihnen auch aus dem Weg, weil er es nicht ertragen kann darüber zu sprechen
Danke, das ist eine sehr interessante Seite. Ich erkenne viel von seinem Verhalten wieder, wie z.B. die Appetitlosigkeit. Ich glaube er hat in den letzten Wochen ziemlich rapide abgenommen.