Frage von Spielwiesen, 26

Wie kann ich meinen Mieter rechtlich wirksam zum Ausroden wilder Bäumchen und Efeu bringen?

Unser Mieter im Hochparterre hat ein kleines privates Gärtchen, das in 2 m Höhe oben auf der Mauer thront, mit drei Stufen von seiner noch etwas höher gelegenen 'Hoch-Terrasse' gelegen. Man kann sich das Gärtchen wie einen großen Pflanzkübel (ca. 3x3 m, umgeben von der dicken Sandsteinmauer, die nahtlos vom Haus um die Ecke bis zur Straße führt) vorstellen.

In diesem Gärtchen stehen neben schönen, gewollten Hortensien auch mehrere Ableger von Akazien, deren Samen von irgendwoher angeflogen kamen und nun schon immer größer werden. Einmal vor drei Jahren hat der Mieter auf meine mündliche Aufforderung (wurde nicht von mir dokumentiert) hin die Bäume am Boden abgeschnitten, aber nicht vollständig ausgerodet. Inzwischen sind sie nachgewachsen und ich weiß, dass die Wurzeln eine Gefahr für das Mauerwerk des Hauses und der Mauer darstellen. Unser Haus ist ein imposantes altes Backsteinhaus und stammt von 1887.

Zweimal schon habe ich ihn dieses Jahr mündlich gebeten, die Bäume komplett wegzumachen, aber außer 'jaja' kommt nichts. Er stellt sich taub, und ich glaube, der Intelligenteste ist er auch nicht. Ich muss dazu sagen, dass er schon als kleiner Junge vor gefühlt 60 Jahren mit seinen Eltern eingezogen ist und immer noch hier wohnt. (Wie) Kann ich ihn mt Fristsetzung verpflichten, den wilden Aufwuchs von einer Firma wirkungsvoll beseitigen zu lassen? Eine Abmahnung kostet ihn sicher ein Lächeln -. bei 60 Jahren Mietdauer riskiert er doch gar nichts - die Rechtsprechung ist sowieso immer aufseiten der Mieter.

Neu dazu kommt jetzt Efeu: Gestern fiel mir an einem Fenster meiner Wohnung im 1. Stock hochwachsender Efeu auf, dessen Saugwurzeln schon unter die Dichtung greifen. Bei Schallschutzfenstern besteht da ja die Gefahr, dass das Vakuum verloren geht. Sofort habe ich sie beseitigt (es stecken noch Reste unter der Dichtung auf 1,5 m Länge -wir haben Fenster vom Kaliber von Terrassentüren- und dabei entdeckt, dass die ganze Wand schon mit Efeu zugewachsen ist, alles ausgehend von dem kleinen Gärtchen des Mieters unter mir. Diese Art Efeu gibt es nicht wild, es muss sich um eine gekaufte Art handeln. Zum Teil ähnelt der Efeu bei nicht genauerem Hinsehen unserem wilden Wein, der dort auch an Balkon und Terrasse hochrankt.

Laut Mietvertrag muss der Mieter Schäden am Mietobjekt vorbeugen und sie beseitigen, wobei es sich hier um einen Allmählichkeitsschaden (kenne ich aus dem Sanitärbereich, gibts das so auch?) handeln könnte. Hier droht außerdem noch der Bausubstanz Gefahr, die außerhalb seiner vertraglich genutzten Wohnung besteht. Sein Gärtchen gehört zu der Wohnung, ist also in seiner Zuständigkeit. Ich kann und will da als Eigentümer auch nicht tätig werden.

1000 Dank für Eure Hilfe. Hat jemand bitte einen möglichst rechtssicheren Rat, wie ich vorgehen kann?

Antwort
von Mignon4, 12

Wenn du im Grundeigentümerverein Mitglied bist, kannst du für einen verhältnismäßig geringen Jahresbeitrag dort solche Fragen stellen.

Kommentar von Spielwiesen ,

Ja, das sind wir - danke. Das wäre dann der nächste Schritt.

Antwort
von lupoklick, 6

Vielleicht solltest DU Dich mal "zusammenreißen" .. !!!

.. und in einem     freundlichen      Gespräch mit dem Mieter über eine Bepflanzung reden, die das Mauerwerk  nicht beschädigt-

Ein Anwalt kann keinen freundlichen Gärtner ersetzen,,,,,

Die Zeit für Klagefragen kann man posituver verwenden,,,,

Kommentar von Spielwiesen ,

Naja, du kennst DEN Mieter nicht...

Antwort
von Strolchi2014, 20

Ein Anwalt könnte dir da sicher helfen.

Kommentar von Spielwiesen ,

Danke - das wäre dann der übernächste Schritt.

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