Frage von SusanneV, 172

Wie kann ich meinen Hund dazu bringen, dass er Katzen in ruhe läßt?

Meine Dobermannhündin hasst Katzen. Ich muß dazusagen, dass sie gut ausgebildet ist und ich mit ihr Schutzdienst mache. Sie läßt sich also abrufen. Bei uns in der Straße gibt es sehr viele Katzen. Ich fahre mittlerweile mit ihr mit dem Auto zum Spazierengehen, weil sie komplett austickt, wenn sie eine Katze sieht. Sie reißt dann so an der Leine rum, dass ich sie fast nimmer halten kann. Lucy ist unheimlich flink. Letztes war eine Katze bei uns im Garten, die hatte sie schon im Mund. Gut, dass ich es gesehen und sie gleich angeschrien hab, denn sonst gäbe es die Katze nicht mehr. Als ich letzte Woche beim Tierarzt war, sass eine Katze, die ziemlich krank war, bei ihrer Besitzerin auf dem Schoß. Seltsamer Weise hat sich Lucy für das kranke Tier nicht im geringsten interessiert. Ich denke, viele von Euch werden das Problem kennen. Vielleicht habt ihr ein paar gute Tipps für mich.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Naninja, Community-Experte für Hund, 39

Dass ein Hund mit starkem Jagdtrieb so auf Katzen reagiert, ist normal und nachvollziehbar.

Der Hund reagiert auf den Bewegungsreiz. Bei der ersten Begegnung sieht er die Katze, wird neugierig, will hin (und jault u.U.), die Katze rennt weg. Das wiederholt sich mehrfach und sehr zügig verknüpft der Hund die Katze mit dieser Reaktion und die Sicherungen knallen durch. Weil der Hund ortsbezogen lernt, reagiert er draußen auf Katzen, im Wartezimmer des Tierarztes (in dem die Katze nicht wegrennen kann) nicht. Ihn interessiert (s.o.) nicht die Katze, sondern der Bewegungsreiz.

Du kannst dem Hund den Jagdtrieb nicht abtrainieren. Aber Du kannst den Jagdtrieb kontrollieren. Das ist viel Arbeit, aber machbar. Besorgt Dir das Buch von Pia Gröning (Anti- Jagd Training) und arbeite mit Deinem Hund danach. Wichtig ist, dass Du

a) lernst, wie eine Jagdsequenz abläuft und wie Du die einzelnen Stufen erkennst. Nur so kannst Du den Hund früh genug abrufen, bevor er Dich und seine Umgebung ausblendet

b) Alternativverhalten aufbaust und dem Hund vermittelst, dass Jagen keinen Erfolg bringt und die Kooperation mit Dir die für ihn deutlich spannendere Alternative ist

c) dem Hund die Chance gibst, seinen Jagdtrieb zusammen mit Dir in geordneten Bahnen auszuleben (was nicht bedeutet, dass er Katzen zerlegen darf) ;-)

All diese Punkte werden Dir in dem Buch vermittelt. Außerdem gibt es Tipps, um die Motivation des Hundes zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Die ist nämlich von Hund zu Hund unterschiedlich.

Viel Erfolg!

Kommentar von SusanneV ,

Danke für Deine detaillierte Ausführung . Ich werde mir das Buch gleich morgen bestellen.

Kommentar von Naninja ,

Gerne! :-)

Antwort
von Dahika, 21

Da kann ich leider auch nicht helfen.

Mein Hund jagt auch Katzen. Mit großer Begeisterung. Allerdings ist mein Hund auch nur mittelgroß - Spitzmix - und nicht aggressiv, aber leider mit enormem Jagdtrieb. Sie tut den Katzen nichts. Und wenn sie mal einer tapferen Katze begegnet, die einfach sitzen bleibt, dann backt sie kleine Brötchen. Ich muss mir also keine Sorgen machen, dass sie eine Katze verletzen würde.

Trotzdem hasse ich es, da ich Katzen sehr gerne mag und auch keinen Ärger mit Katzenbesitzern haben möchte. Darum bleibt mein Hund im Ort, wo sie Katzen begegnen könnte, konsequent an der Leine.

Antwort
von Jule59, 14

Ein Teil deines Problems ist leider hausgemacht: Ein Hund im Schutzdienst wird über den Beutetrieb gearbeitet und lernt systematisch, diese zu packen und festzuhalten.

In aller Regel werden Hunde dabei zunächst über den Lederlappen, dann über die Beißwurst und schließlich über den Hetzarm motiviert. All das geschieht immer aus der Bewegung, so dass der Hund das sich bewegende Beuteobjekt als Auslösereiz wahrnimmt.

Er lernt also: Wenn es sich vor deiner Nase bewegt, renn los, pack es und halte es fest, bis jemand "Aus" sagt. Dann lass es wieder los. Wenn keiner "Aus" sagt, ist es deines und du kannst es abschütteln und wegtragen.

Um den Hund richtig triebig zu kriegen, wird er dabei oft lange festgehalten, während die Beute sich bewegt, um ausreichend drangvoll nach vorne zu gehen. 

So weit, so schlecht ;). Denn genau das macht dein Hund auch bei der Katze. Ist er angeleint, hängt er wie ein Irrer in der Leine, weil er ja gelernt hat, dass er los darf, wenn er sich ausreichend ins Zeug gehängt hat. Läuft er frei, agiert er selbstständig. Da die Katze beim Tierarzt sich nicht bewegt hat, hatte er auch keinen Grund, sie zu jagen.

Natürlich jagen Hunde auch ganz ohne Schutzdienstausbildung. Diese wirkt aber extrem Beutetrieb fördernd. 

Heißt: Du hast leider recht wenig Chancen, das Katzenjagen in den Griff zu kriegen, denn letzten Endes hast du es selbst konditioniert und verstärkst das Verhalten bei jedem Training. Ein Antijagd-Training stünde im krassen Gegensatz zu dem, was der Hund beim Schutzdienst macht.

Bleibt also, den Hund ausreichend zu sichern und in einer Katzenumgebung angeleint zu lassen. Oder das Schutzdiensttraining zu beenden und ein Antijagdtraining zu beginnen.

Dazu rate ich allerdings nicht. Die Aussicht auf Erfolg ist auch dann recht gering, und über das Training hat der Hund zumindest eine Möglichkeit, sich auch weiterhin auszupowern, wenn er Freilauf beschränkt werden muss.

Kommentar von SusanneV ,

Danke für Deine Antwort. Es ist tatsächlich so,dass sie schon auf Katzenjagd gehen wollte, bevor wir überhaupt mit der Ausbildung begonnen haben. Ich hab sie erst mit einem Jahr bekommen. Sie war total unterernährt, hatte ein schlechtes bzw. gar kein Fell und konnte gar nichts. Sie hat noch nicht mal auf ihren Namen reagiert. Aber obwohl sie schwach war, ist sofort der erstbesten Katze, die bei uns im Garten war, hinterhergelaufen.

Antwort
von dogmama, 48

meine Erfahrungen sind, dass Hunde und Katzen sich (meist) mit herzblut bekriegen wenn sie sich fremd sind! 

Meine Hunde und Katzen haben von klein an Kontakt zueinander und haben daher dieses Problem nicht! 

aber es ist ja eigentlich auch bekannt, dass Hunde und Katzen nicht immer gut Freund miteinander sind, dies drückt ja auch schon der Spruch "zwei wie Hund und Katz" aus!  

http://www.pfotenteam.com/?a=1&t=0&y=3001&r=0&n=246&c=25&...

Antwort
von BarbaraAndree, 80

Wenn Hund und Katze miteinander groß werden, so verstehen sie sich und beide haben auch später damit keine Probleme. Aber wenn nicht, dann kann man es nicht mehr anerziehen. Im Grunde genommen sprechen sie auch eine andere Sprache und deshalb klappt eine spätere Zusammenführung nicht, so ist das leider.

Kommentar von SusanneV ,

Ja, so schaut's wohl aus. Ich hab das natürlich schon mit dem Training und auch mit dem Trainer der Polizeihundestaffel besprochen. Die sagen auch , dass ich es ihr wohl nicht abgewöhnen kann. Ich dachte halt, dass mir eventuell jemand weiterhelfen kann.

Kommentar von spikecoco ,

dies stimmt so nicht, auch wenn Hunde und Katzen die zusammen leben  keine Probleme haben, heißt dies noch lange nicht, das Hunde fremde Katzen draussen nicht jagen würden.  Auch eine spätere Zusammenführung kann gelingen.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 54

Hi,

Vielleicht mal zusätzlich zum Schutzdienst noch andere Kurse besuchen wie Antijagdtraining und zB als Ausgleich Trailern oder sowas in der Art. Grad beim jagen muss man als Halter den kleinsten Ansatz erkennen um früh einzugreifen, du hast bislang anscheinend immer zu spät durch gegriffen, das Nein muss kommen sobald der Hund seine Beute anfängt zu suchen und spätestens wenn er beginnt diese mit seinen Blick zu fixieren. Jagen ist ja ein selbstbestätigendes Verhalten, um so häufiger er in den Genuss kommt um so schlimmer wird das. Das fiese ist auch wenn die in der Jagd drin sind, hilft kein Abbruchkommando, der Hund nimmt das da schon gar nicht mehr wahr. 

Wenn du ein Kurs suchst zum Antijagdtraining so achte darauf der Trainer auf eine gesunde Kanalsitation setzt und nicht nur auf Vermeidung und achte darauf das in erster Linie der Mensch da Hilfe braucht,dieTrainer sollten dir also schon anhand der Körpersprache des Hundes sagen ab wann der Hund anfängt zu jagen. Und bei einen so jagdlich motivierten Hund  fände ich Trailen besser, aber auch der Schutzdienst arbeitet mit Beute, das einzige was mir noch einfallen würde den Hund für den Platz zB ein Geschirr zu holen und für normale Gassigänge zB ein Halsband, manchen Hunden hilft es zu unterscheiden wann gearbeitet wird und wann nicht, denn auf den Platz darf er ja die Beute stellen und beim Gassi gehen halt nicht ;)

Und immer sehr vorteilhaft: Vorrausschauend laufen damit man selber jagdbares schneller erkennt und reagieren kann ;) da haben wir Menschen ja ein Vorteil, weil wir eine bessere Übersicht durch unseren aufrechten Gang haben, nutze diesen Vorteil für dich ;)

Kommentar von SusanneV ,

Ich wusste nicht, dass es ein Antijagdtraining gibt. Muss schauen, ob das bei uns angeboten wird. Ich geh nur mit dem Geschirr spazieren.

Kommentar von jww28 ,

Ja ein paar Schulen bieten das an ;) da muss man nur etwas aufpassen, der Hund soll ja die Jagd nicht komplett vermeiden,sonst bekommst Probleme beim Schutzdienst, weil er da dann evtl Hemmungen bekommt :\ hier ist ein ganz netter Artikel wie das aussehen kann :) 

http://www.stadthunde.com/magazin/erziehung/hunde-alltag/jagdhundecoachtraingmit...

Hab ihr für den Platz dann ein Halsband? Wenn nicht schau mal das du da eine ordentliche Trennung reinkriegst ;)

Kommentar von SusanneV ,

Ja, am Platz, in der Stadt oder wenn wir zum Essen gehen, dann hat sie ihr Halsband dran

Kommentar von jww28 ,

Dann nimmt das bitte nur noch für den Platz, am besten mit Geschirr hin fahren und sobald der Hund auf dem Platz ist das Halsband umziehen und loslegen, danach vor dem verlassen das wieder austauschen. Es hilft wirklich ;) wir trailen mit unseren Podenco und sobald er sein Geschirr um bekommt ist er wie ausgewechselt ;) dann geht die Nase hoch und das rennen beginnt :D ansonsten zieht er gar nicht beim Gassi gehen :) wo wir ihn bekommen haben war das schrecklich der junge hat mir bestimmt 5mal den Arm fast ausgerissen wenn er was jagdbares gesehen hat :) angenehm ist anders :D 

Kommentar von SusanneV ,

Danke für Deine Antwort. Mich Podencos soll es ja besonders schwer sein . Die haben fast immer was ind der Nase.

Kommentar von jww28 ,

Ja das erste Jahr war etwas anstrengend :) da war die Kontaktaufnahme draussen schon schwierig weil er nur Ausschau nach Kaninchen und Co gehalten hat. :) mittlerweile haben wir  eine Zusammenarbeit erreicht und er kann ohne Leine laufen, trotz Kaninchen :) also nie aufgeben, das schafft ihr auch :)

Antwort
von Trottingqueen, 63

Hatte einen Pflegedobi der hätte auch allen freilaufenden Katzen nachgestellt, auch wir dachten er wäre ein Katzenkiller. Da er immer angeleint war passierte da auch nichts. Dann hatte sich ein Bauernhof Katzenwelpe in seinen Garten verlaufen und auch der Besitzer traf ihn mit Katze im Maul an - aber die trug er nur Richtung Hundehütte. Es kann durchaus sein, dass er der Meinung ist jede Mietze muss auch sein Herrchen/ Frauchen dabei haben... Das paßt zu seinem Verhalten im Wartezimmer.

Kommentar von Jule59 ,

Nur dumm für die Katze, wenn du dich irrst ;)

Antwort
von dennybub, 86

Vor Jahren kannte ich einen älteren Herrn der früher mal Hundetrainer war. Er hatte von einem Paar einen alten Hund tagsüber in Pflege. Dieser Hund hat Katzen gejagt. Später sah ich den Herrn mit dem Hund immer ohne Leine.

Er hat mir erklärt dass er dem Hund das Jagen so abgewöhnt hat, dass er immer gesagt hat, die Katzte gehört mir. Leider lebt der Mann nicht mehr, sonst würde ich ihn genauer fragen können.

Kommentar von SusanneV ,

Danke! Schade, dass Du den Herrn nicht mehr fragen kannst.

Kommentar von dennybub ,

Ja, das ist wirklich schade. Aber an das "gehört mir" kann ich mich erinnern und der Hund war ein extremer Katzenjäger.

Kommentar von Jule59 ,

Da der Hund weder Wortsinn noch Besitzverhältnisse rational erfassen kann, ist die Ausbildungsmethode ziemlich klar:

Der Hund hat über einen negativen Reiz gelernt, alles in Ruhe zu lassen, was sein Mensch mit diesem Satz belegt hat.

Das Mittel der Wahl war dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit Schmerz - je nach Unterordnungsbereitschaft und Jagdveranlagung auch starker Schmerz.

Funktioniert häufig, ist aber tierschutzrelevant.

Kommentar von dennybub ,

Ich bin mir ganz sicher dass da nichts über Schmerz ging. 

Kommentar von dennybub ,

Liebevoller als dieser Mann, konnte man mit einem Hund nicht umgehen.

Antwort
von Unsinkable2, 47

Wie kann ich meinen Hund dazu bringen, dass er Katzen in ruhe läßt?

Keine Chance. Jedenfalls nix, was dauerhaft oder für alle Katzen funktioniert.

Sie läßt sich also abrufen.

Das ist der einzige Hebel. Trainiere ihn ausreichend, dass er auch wirklich sicher funktioniert. Wenn der Jagd-Instinkt sich durchsetzt, werden Hunde nahezu komplett blind und taub.

Ich fahre mittlerweile mit ihr mit dem Auto zum Spazierengehen, weil sie komplett austickt, wenn sie eine Katze sieht. 

Extrem geförderter Jagdtrieb. Oder falsches Verhalten in der Führung. 

Bleibe konsequent und vor allem eindeutig und unzweifelhaft. Verbiete ihr jede Jagd auf jede Katze schon im allerersten Ansatz. Keine Ausnahmen. Kein Übersehen. Arbeite vor allem an dir, dass du ihre Zeichen sicherer erkennen und folglich früher vorbeugen kannst. Hole sie lieber zwei Mal zu früh als einmal zu spät heraus. (Aufmerksamkeit ziehen, ablenken und Gehorsam einfordern; vor allem aber tiefen-entspannen und Ruhe bewahren, um ihr zu zeigen, dass jetzt nicht die richtige Zeit für die Jagd ist)

Du wirst sie nie ganz davon wegbekommen; aber du kannst es euch beiden leichter machen, wenn du sie so frühzeitig wie möglich rausholst.

Seltsamer Weise hat sich Lucy für das kranke Tier nicht im geringsten interessiert.

Andere (i.d.R. furchteinflößende) Umgebung und/oder Hinweis auf ausgeprägten Beute-Instinkt (meist beides).

Kommentar von SusanneV ,

Der Tierarztbesuch macht Lucy keine Angst. Da geht sie gerne hin. Du hast ansonsten mit allem recht. Das mit dem abgelenkt sein ist immer so ne Sache. Es passiert halt ganz schnell, dass wenn man mit dem Hund geht, die Gedanken abschweifen und der Kopf da ist, wo er zu diesem Zeitpunkt nicht hingehört.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Es ist ein Schutzhund, richtig? Also trainiert ihr auch ziemlich intensiv. Also entwickelst du auch ein "verlängertes Gefühl" für deinen Hund. 

Wenn du das (noch) nicht hast: Verschaffe es dir! Betrachte Lucy als ein Körperteil von dir. Lerne sie genau kennen. Und "genau" meint "genau". Studiere ihr Verhalten in den unterschiedlichsten Situationen. Lerne die Feinheiten - und vor allem die - zu unterscheiden. 

Dann "spürst" du irgendwann, dass ihr Verhalten sich verändert. Auch ohne hinzuschauen und aktiv zu beobachten. Es ist einfach ein Gefühl, so wie du einen Windhauch im Nacken bemerkst, ohne den Windzug (etwa anhand der Bewegung von Ästen) sehen zu müssen.

Kommentar von SusanneV ,

Wir machen Schutzdienst, weil es uns Spass macht. Ich bin da jetzt nicht überehrgeizig. Ob si nun wirklich schon ein Schutzhund ist, in dieser Situation waren wir zum Glück noch nicht. Eigentlich wollte ich nach der Bh Agility mit Lucy machen. Da hat sich nicht wirklich wohlgefühlt . Natürlich beobachte ich Lucys Verhalten ständig. Danke für Deine genauen Ausführungen

Kommentar von Unsinkable2 ,

Oh, okay. Ich hatte "Schutzhund" gelesen und an "Schutzhund samt Ausbildung" gedacht.

Mein Tipp: Gib den Gedanken an "Schutzhund" auf. @jww28 schlug ein "Anti-Jagd-Training" vor. DAS ist ein guter Gedanke, den du dringend verfolgen solltest. Denn der Grat zwischen Schutzhund und unerwünschtem Jagdtrieb ist extrem schmal und bedarf sehr viel Erfahrung und Übung. Das wird am Ende nur für euch beide eine ewige Qual.

Arbeite lieber daran, dass sie GAR NICHT jagt. Nichts. Niemanden. Das macht es euch beiden leichter, weil du nicht auf die mega-kleinen Feinheiten achten musst. Dann wirst du einen super-treuen und wunderbar lieben Begleiter in deiner Dobi-Lady finden. 

Und da die meisten Menschen sowieso vor Dobermännern ordentlichen Respekt haben, hast du trotzdem deinen "Schutzeffekt", selbst wenn sie die Leute eigentlich nur totknuddeln würde, sobald du sie loslässt.

Kommentar von SusanneV ,

Du hast das schon richtig verstanden. Die Ausbildung zum Schutzhund ist noch nicht abgeschlossen, aber sich macht sich da ganz toll. Ich wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass wir noch nie in einer Situation waren, in der sie mich hätte beschützen müssen. Ich kauf mir ein Buch über das Antijagdtraining und hab auf Google mal geschaut, wo es die nächste Schule gibt, die das anbietet. Ist halt leider 150km von mir weg. Danke!!

Antwort
von Fuchssprung, 59

Schalte mal deinen TV an und den Sender "Sixx" ein. Dort läuft gerade jetzt in diesen Minuten Cesar Millan und er behandelt gerade genau das Problem, welches du gerade beschreibst. Vielleicht kann er dir helfen.

Kommentar von SusanneV ,

Super, danke

Kommentar von Bitterkraut ,

Bitte geb Cesar Milan kein Publikum, der Typ hat keine Ahnung von hunden und er arbeitet nur mit Gewalt und Meideverhalten. Ganz schlechter Rat.

Undvon Antijagdtraining hat der schon 3x keine Ahnung. Der kann Hunde nur an der Leine handeln, würgen, treten.

Kommentar von Fuchssprung ,

@Bitterkraut Ich kann dich wirklich gut leiden. Denn bei allen anderen Themen gibst du wirklich gute Antworten. Aber bei Cesar Millan gehst du jedes Mal vollkommen über das Ziel hinaus. Du solltest dir wirklich mal seine Sendungen ansehen und nicht nur Polemik verbreiten.

Kommentar von Fuchssprung ,

Dein Fall liegt natürlich ganz anders. Dein Hund mag Katzen die vor ihm weg rennen, denn die kann er verfolgen und jagen. Eine Katze die krank herum liegt und sich kaum bewegen kann, interessiert ihn nicht. Sie rennt ja nicht weg und ist keine potenzielle Beute. Ich würde dem Hund Katzen präsentieren und ihn damit konfrontieren. Ähnlich wie es Cesar gerade gemacht hat. Aber er sollte auch korrigiert werden, wenn er ihnen hinterher jagen will. Dein Hund wird nicht lange brauchen, bis er begreift was du von ihm willst. Ich bin mir sicher dass du mit seiner Marotte fertig wirst. Ich würde an deiner Stelle auf die Signale des Hundes achten. Vermutlich siehst du die Katze vor deinem Hund. Achte von da an auf die Ohren. So bald sie nach vorn gehen und der Blick sich starr auf die Katze richtet, greifst du ein und korrigierst deinen Hund. Warte nicht, bis sie an der Leine reißt. Ich muss dir bestimmt nicht erklären wie wichtig Timing ist. Das weißt du ganz sicher selbst. 

Kommentar von Bitterkraut ,

Jagdverhalten ist keine Marotte, sondern Instinkt.

Klar, dem Hund Katzen präsentieren, die Katze freuts bestimmt. Am bsten ne kranke Katze, die nicht wegrennen kann, nicht wahr? Und wenns nicht klappt, packt de rHund die Katze. Deine Tipps werden immer schimmer.

Kommentar von Fuchssprung ,

kopfschüttel...

Kommentar von SusanneV ,

Das war natürlich jetzt auch mein erster Gedanke. Was ist wenn sie ausflippt.

Kommentar von Fuchssprung ,

Dann hast du zu spät eingegriffen. Wenn sie ausflippt, dann zeigt sie dir vorher deutliche Signale. Das kann bei deinem ausgebildeten Hund so sein, dass diese Signale nur eine Sekunde dauern. Zum Beispiel wenn die Ohren nach vorn gehen. In dieser Sekunde solltest du bereits eingreifen. Wenn du eingreifst, muss dein Hund sich auf zwei Sachen gleichzeitig konzentrieren. Sie will die Katze im Auge behalten und muss auf deine Signale achten. Ein Hundehirn funktioniert aber ähnlich wie das eines Mannes. Es kann sich immer nur auf eine Sache konzentrieren. Also muss sie sich entscheiden. Auf dich hören oder die Katze angreifen. Wenn du rechtzeitig eingreifst, gewinnt deine Korrektur. Bist du zu langsam, gewinnt der Jagdtrieb. Du kannst die Situation immer wieder herbei führen und mit deinem Hund üben. So lange bis sie verstanden hat.

Kommentar von SusanneV ,

Es ist halt leider immer wieder die Situation, da versage ich als Hundeführerin. Lucy ist gut angerichtet, aber sie ist keine Befehlsempfängerin. Wir sind ein Team und best friends. Leider hört sich bei einer Katze Lucys Freundschaft auf.

Kommentar von Fuchssprung ,

Das erklärt alles. Du bist ihr Kumpel, ihre Freundin. Das bedeutet für sie, dass sie auf dich hört, wenn du ihr auf dem Hundeplatz oder im Hundesport Befehle gibst. Denn das macht ihr Spaß und außerdem wird sie gelobt, wenn sie etwas richtig gemacht hat. 

Hier geht es aber nicht darum, dass sie deinem Befehl folgen und irgendetwas ausführen soll. Hier geht es um das richtige oder das falsche Verhalten. Dein Hund denkt, dass ihr Verhalten richtig ist, weil du ihr keine Grenzen gesetzt hast. Ähnlich wie ein Kind, dem man nie Grenzen setzt, auch dann nicht wenn es andere Kinder verletzt. Wenn dieses Kind erwachsen ist, landet es nicht selten im Gefängnis. Wenn dein Hund die Katze verletzt oder sie es nicht bei den Katzen belässt und irgendwann einem Menschen hinterher rennt um ihren Jagdtrieb auszuleben, dann kann das böse enden. 

Du stehst jetzt am Scheideweg. Entweder du setzt ihr Grenzen und steigst damit in ihrer Achtung. Oder sie übernimmt das Kommando in verschiedene Situationen und trifft für dich die Entscheidung, was richtig oder was falsch ist. Ich bin mir sicher dass du sie toll ausgebildet hast und dass du eine Menge Ahnung von Hunden hast. Allein deine Analyse des Problems und deine Reflektion über dein eigenes Verhaltens zeigt, dass du die Sache eigentlich schon verstanden hast. Du brauchst nicht wirklich Hilfe von der Community. Du musst dich nur entscheiden was du machen willst.

Kommentar von SusanneV ,

Jetzt hast Du es auf den Punkt gebracht. Danke, dass,Du mir das nochmals vor Augen geführt hast. Ich denke auch, dass ich Erfahrung in der Hundeerziehung hab. Lucy ist schon meine dritte Dobermannhündin. Du scheinst auch jede Menge Erfahrung zu haben!

Kommentar von Fuchssprung ,

Hin und wieder fahre ich zu Hundebesitzern die nicht mehr weiter wissen. Dann helfe ich. 

Antwort
von BeerKai, 84

http://www.hundeblogger.net/erziehung/hund-jagt-katze-abgewoehnen/ kannst ja mal Lesen :-)

Kommentar von SusanneV ,

Das hab ich alles schon versucht. Sie sieht die Katze vor mir und bis ich ein Kommando geben kann, ist mein Hund schon am ausflippen.

Kommentar von BeerKai ,

:-) hmm dann versuch es auf die Böse Art :-) und besorg die eine Halsband Spritze :-) wenn er falsch reagiert das du ihn dann Nass machen kannst per Fernbedienung denn dann weiss er ja nicht woher es kommt und ist Erschrocken und jedesmal wenn er los will Spritzt du und irgendwann merkt er, das ist nicht gut was ich da mache und lässt es. :-)

Kommentar von SusanneV ,

Ich hab an die Möglichkeit auch schon mal gedacht. Das ist ein Tele Tack nur ohne Strom. Allerdings denke ich , dass es bei Lucy,nicht viel bringt.Die ist auf ihr Beute so fixiert, dass sie eiskaltes Wasser nicht davon abhalten wird , zu jagen. Ich werde es aber ausprobieren. Vielleicht bringt es ja doch was.

Kommentar von BeerKai ,

mehr als Probieren kannst du es ja nicht .. sonst wüsst ich weiter kein Rat :-)

Kommentar von Bitterkraut ,

Toll, die böse Art. Böse Arten sind immer tolle Erziehungsmittel. Was für en Sch...Tipp.

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