Frage von xXxJulian, 67

Wie kann ich meinen Eltern erklären das ich länger spielen ann und nicht so viel im Haushalt machen will?

Hey Leute, ich will meine Eltern überzeugen das ich mich um meine Katze kümmern kann und ich auch lernen kann nur will ich länger spielen können ... Meine Frage 1: wie kann ich meine Eltern überzeugen das ich lerne obwohl ich auch mal länger spielen will und ich mich auf um meine Katze kümmere (mache ich jetzt auch schon ist ja mein Hasutier ) 2: findet ihr das in Ordnung ? Ich bin 13 Jahre und würde mich über antworten freuen LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hertajess, 16

Mit 13 Jahren darfst Du verstehen lernen dass erst die Arbeit kommt und dann das Vergnügen. 

Anders ausgedrückt: 

Arbeiten im Wirtschaftsunternehmen Haushalt bereiten Dich auf das Leben als Erwachsene vor. Reine Spielereien sind das anschließende Vergnügen. Es mag welche geben - ich weiß dass es welche gibt - die auch auf das Leben vorbereiten. Davon schreibst Du aber nicht. Du schreibst dass Du nur Deinem Vergnügen nachgehen willst. 

Ich kann Dir schreiben Was am Ende dabei heraus kommt: 

Selbst wenn Du die besten Noten hast wird es Dir mit einiger Sicherheit an Ausbildungsreife mangeln womöglich an sozialer Komptenz. Beide Themen sind Grund warum aktuell zehntausende Ausbildungsstellen unbesetzt sind, warum Merkel junge Menschen aus dem arabischen Raum zu uns eingeladen hat. Sie hat sie eingeladen weil die deutsche Jugend es vorzieht zu spielen anstatt ihr eigenes Leben in die Hand nehmen zu wollen. 

Ja. Es ist manchmal ätzend in Deinem Alter. Ich kann mich durchaus sehr gut erinnern. Heute bin ich 60 und sehr dankbar dass ich in dieser scheinbar ätzenden Zeit gut auf das Leben vorbereitet wurde. Denn wenn ich mich mit anderen Erwachsenen so vergleiche so erlebe ich ständig wie sehr ich davon profitiere dass es in meiner Pubertät wenig um meine Vorstellungen ging.

Naja gut, magst Du denken: Ihr hattet auch noch keine digitalen Geräte. Keine Bange: Wir hatten dafür eigene Moden die auch gerne reichlich sinnfrei waren. Als Erwachsene können wir dann erleben Was wobei heraus gekommen ist. 

Doch. Deine Vorstellung kam mir auch mal in den Sinn. So ist es nicht. Aber ich bin unter Erwachsenen groß geworden die sich in Gegenwart von uns Kindern über den Werdegang der verschiedensten Menschen unterhielten. 

Beispiel gefällig?

"Du glaubst es nicht!! Jetzt ist die doch schon seit einer geschlagenen Stunde an dem bisschen Fenster dran!" - "Und sicher sind sie dann doch nicht sauber. Aber jammern wie viel sie zu tun hat." Und dann folgten gerne Geschichten aus dem Nähkästchen die besagten dass sie als junger Mensch sich weigerte zu lernen effektiv Hausarbeit erledigen zu können. 

Denke mal in Ruhe drüber nach. Es geht unter dem Strich um Deine Zukunft. 

Ach, ich lese gerade noch dass Du zwei kleine Brüder hast um die Du Dich hier und da mit kümmerst. Jo. So wird soziale Kompetenz erlangt. Ohne bekommst Du heutzutage im Berufsleben kein Bein mehr auf den Boden. Es ist also Nichts weiter als eine - früher durchaus selbstverständliche - Vorbereitung auf das Leben. 

Kommentar von xXxJulian ,

okey Danke dir :) Aber ich habe ja schon den Herd sauber gemacht Fenster Bad Katzenklappe Staub gesaugt und und und das kann ich ja alles aber Danke :)

Kommentar von Hopsfrosch ,

@hertajess: Super geschrieben! Wollt ich auch gerade. Kann ich mir die lange Version jetzt sparen...:-) LG

Kommentar von hertajess ,

Julian, das Wesentliche im Leben ist der Unterschied zwischen Können und als Routine beherrschen. Erlernt ist eine Tätigkeit schnell. Relativ hier und da. Zu einer Routine über die nicht mehr nachgedacht werden kann wird eine Tätigkeit erst dadurch dass sie regelmäßig ausgeübt wird. 

Ein Beispiel aus meinem Nähkästchen:

Ich war in der Umschuldung. Abgesehen davon dass ich mir noch einen Nebenjob gekrallt hatte als Ausgleich - Umschulung sitzend, Nebenjob körperlich fordernd - ging ich wirklich jeden abend noch in einen Verein und war deshalb zusätzlich mindestens 3,5 Stunden außer Haus. 

Eines abends gab es auf der Hühnerleiter - also unter dem Dämchen - reichlich Gegaggere  Aufregung. .Es wurde wichtig getan, sich gegenseitig bestätigt  Ich ging hin und hörte wie sie sich gegenseitig erklärten welcher Aufwand nötig sei um den Haushalt sauber zu halten Da war die Rede davon dass ja auch mal Fenster geputzt werden müssten Staub unter dem Bett entfernt gehörte. Eine von diesen Hühner sagte sie haben mindestens drei Monate für solche Aufgaben keine Zeit gehabt . Und immer wieder fielen wütende Blicke auf mich Einige der Dämchen benahmen sich als wollten sie behaupten bei mir türme sich der Dreck. 

Ich bin nicht darauf eingegangen denn ich wohne nicht auf einer Hühnerleiter. Aber zuhause angekommen sah ich meine sauberen Fenster. Ich konnte sicher sein dass unter dem Bett kein Staub war. Allerdings musste ich lange nachdenken und mich selbst genau beobachten um festzustellen warum:

Wenn ich nachhause komme laufen bei mir Routinen ab: Über diese denke ich nicht nach. Es ist mein Ritus um anzukommen. Er beinhaltet notwendige Putz- und Aufräumarbeiten im Wirtschaftsunternehmen Haushalt.

Ich muss mir also keinen Kopf drum machen. Deshalb nehme ich diese Selbstverständlichkeiten nicht als Arbeit wahr sondern als Entspannung. Und während ich diese Routinen lebe kann ich den Tag in Ruhe planen. 

Als ich mit meinen Überlegungen fertig war musste ich feststellen dass das Essen für den nächsten Tag fertig war und die Getränke die ich mit zur Schule nehmen wollte. Meine Schultasche war gepackt. Um gründlicher nachdenken zu können hatte ich noch schnell den Keller gründlich geputzt.

All solche Aufgaben laufen bei mir wie bei anderen Menschen die Atmung 

Laut Statistik wirst Du noch 70 Jahre leben können. Sei versichert dass es durchaus einen bedeutsamen Unterschied macht ob Routinen ablaufen oder nach einem bewusst festgelegten Plan gelebt wird. Ein gewaltiger Unterschied der sich auf die ganze Lebensqualität auswirkt 

Genau in der Pubertät wird der Unterschied festgelegt  Und zwar sehr leicht .Später ist es auch noch möglich sich solche Routinen anzueignen. Aber dann braucht es sehr viel mehr Mühe. 

Antwort
von Hopsfrosch, 10

Lieber Julian,

so funktioniert das Leben aber! Zuerst kommt die Arbeit (Schularbeiten, ein wenig Mithilfe im Haushalt) und dann das Vergnügen (mit der Katze spielen).

Die altersgerechte, geringfügige Mithilfe im Haushalt ist keine Kinderarbeit, sondern dient dazu, dich allmählich an Verantwortung und das Bewältigen eines Haushaltes heranzuführen. Du willst ja sicherlich in 4 - 5 Jahren ausziehen. Nämlich dann, wenn deine Eltern "noch schwieriger" werden. Dann reicht es nicht, mal die Katzenklappe abzuwischen oder zu wissen, wie man Fenster putzt. Zu einem Haushalt gehört viiiiiiel mehr!

Es sind ja nicht nur Tätigkeiten wie Wäschewaschen usw., die erlernt werden müssen. Das Allerwichstigste ist ja eben die Erkenntnis, dass der Tag kurz ist und man jeden Tag etwas im Haushalt machen muss, damit die Wohnung nicht komplett verklebt und vermüllt. Diese Verantwortung und die Überwindung dazu muss man erst lernen, und das fällt am Anfang eben schwer.

Du bist aber kein Kleinkind mehr, das den ganzen Tag nur spielen darf. Du wirst allmählich groß und irgendwann erwachsen. Die "Entwöhnung" vom ständigen Spielen gehört da mit dazu. Genau wie das Entwöhnen vom Schnuller. Die Erledigung solch einfacher Tätigkeiten, wie mal eben 10 Minuten staubzusaugen, gehören jetzt dazu. Deine Eltern haben als Erwachsene fast überhaupt keine Zeit "zum Spielen" mehr - also für Hobbies. Die meisten Erwachsenen dürfen in der ganzen Woche nur noch etwa 1 Stunde lang "spielen", also einem Hobby nachgehen wie z.B. Verabredungen oder Sport. Frag mal deine Mutter!

Mein Tipp: Zuerst die Schularbeiten, dann täglich deine eine, kleine Aufgabe im Haushalt erledigen. (10 Fenster wären allerdings zuviel...) Je weniger Zeit du mit Diskutieren verschwendest, desto mehr Zeit bleibt dir zum Spielen mit deiner Katze. Wenn du schlecht in der Schule bist und langsam im Staubsaugen, hast du eben keine Zeit mehr für ein Tier. So einfach ist das!!!

Aber zum Aufpassen auf deine kleinen Brüder: Da muss ich dir Recht geben. Von dir als Kind dürfen deine Eltern nicht verlangen, dass du "täglich mindestens eine Stunde" lang auf sie aufpasst. (Miteinander auf den Spielplatz gehen ist aber nicht aufpassen, da du ja selber mitspielst. ) In deiner Freizeit hast du ein Recht auf kindgerechte Betätigung. Auf kleine Kinder aufpassen gehört in diesem Ausmaß nicht dazu! Das grenzt schon an Kindeswohlgefährdung, weil Aufsicht führen Aufgabe von Erwachsenen ist. DIESE Zeit solltest du dann nämlich für deine Katze haben!

LG

Kommentar von xXxJulian ,

Ich apiele gerne mit meinen Brüdern aber ich muss dann auch noch was im Haushalt machen das nervt mich ja danke :)

Kommentar von Hopsfrosch ,

Na ja, dann musst du dich eben entscheiden, ob du gerade lieber mit deinen Brüdern oder mit deiner Katze spielen willst... Klar nervt einen das mit 13, wenn man was im Haushalt machen soll. Aber da müssen wir alle durch... ;-) LG

Kommentar von xXxJulian ,

okey Danke dir ^^

Kommentar von Hopsfrosch ,

Bitte, bitte... :-)

Antwort
von xXxJulian, 38

Mein Cousin der Spielt solange er will ... Aber meine Eltwen Begränzen mich die ganze Zeit das nervt mich ... 

Kommentar von jeffreycolt ,

wenn sie dich 'begränzen', dann ist das wohl auch gut so! Ich spiele selbst viel & gerne und bin auch kein Oldie, aber ich kann beherrsche wenigstens die Rechtschreibung!

Kommentar von xXxJulian ,

Ich kann am Handy nicht gut schreiben und kuckst auch nicht nach ob ich einen Fehler im Wort habe. ..

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