Pflaster am 05.08.2008 um 2:15 Uhr
Ich bin ziemlich fertig und mobbing ist auch dabei. Seit Monaten krieg ich nichts mehr auf die Reihe und fühle mich durch meinen AG überfordert. Gespräche haben nichts gebracht. Nun muss ich das Zepter selbst in die Hand nehmen um am Leben zu bleiben. Ich würde mich schriftlich von meiner jetzigen Tätigkeit entbinden lassen. Soll sowas wie ein Wink mit dem Zaunspfahl sein, denn selbst kündigen kann ich nicht wegen der Sperre. Was muss ich dabei beachten? Danke LG
Wenn Mobbing vorliegt, ist der AG zum Schadensersatz oder sogar, wenn er dagegen nicht vorgegangen ist, strafrechtlich zu Belangen. Den Kopf in den Sand stecken ist falsch. Mobbing muss natürlich nachgewiesen werden. Stichwort Mobbing Tagebuch. Anders ist es, wenn Du Mobbing empfindest weil Du fachlich überfordert bist, Dich mit der Arbeit überhoben hast und Dein AG von Dir zu Recht die geschuldete Arbeitsleistung einfordert. Wenn aber Willkür, Schikane oder keine Hilfestellungen des AG vorliegen, ist mit dem AG zu besprechen wie das AN-Verhältnis zu beenden ist weil es keinem was bringt das fortzusetzen.
Informiere dich am Arbeitsamt, sag dass du dich gemobbt fühlst. Ich habe vor 5 Jahren auch selbst gekündigt , weil mich Arbeitgeber ausgenützt hat. Hab mich am Arbeitsamt erkundigt und die habe mir geholfen. Ich bekam KEINE sperre.
Dem AG muss vom Mobbing erstmal berichtet werden, am besten mit dem Betriebsrat, wenn vorhanden. Erst wenn er davon weiss, kann und muss er handeln. AG hat die Fürsorgepflicht für alle AN. Die Gerichte sprechen heute vorwiegend für den AN, wenn Mobbing nachgewiesen ist.
Dem 2. Teil von opderberg's Beitrag ist nichts hinzuzufügen.
Ich hatte die Frage so verstanden, dass nicht unbedingt Mobbing vorliegt. Es scheint der Beschreibung nach nur eine Angelegenheit zwischen AN und AG zu sein. Entscheidend ist, ob Willkür der Ausgang des Problems ist.