Frage von annakbr, 51

Wie kann ich meinem Vater helfen,Krebs?

Hey, ich bin 13. Mein Vater wurde vor ca. 1/2 Jahren auf Magenkrebs diagnosiert. Er war ab und zu immer in einer Klinik. Bevor ich meine Frage stelle: Er raucht(nicht viel) Er ist 42 (Dezember 43) falls noch Fragen aufkommen, einfach fragen. Meine Frage ist, wie kann ich ihn heilen? Evtl. auch seine Schmerzen geringen? Man sagt es soll nicht heilbar sein, manche sagen doch. Was denn nun? Habe schon im Internet gestöbert aber bin mir unsicher. Natürlich ist es klar dass er Medikamte nimmt. Mittlerweile sind auch schon Metastasen aufgekommen. Die sind jetzt auch schon auf die Leber gegangen. Ich bitte um Hilfe! Ich habe ihm gesagt ich versuche ihm zu heilen! Ich bitte sehr um Hilfe! Danke..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tanzistleben, 10

Hallo Anna,

heilen kannst du deinen Vater leider nicht, das musst du, wenn es möglich ist, schon den Ärzten überlassen. Aber du kannst für ihn da sein, ihm zeigen, dass du ihn liebst, viel Geduld und Verständnis haben und ihm so enorm viel helfen.

Die größte Hilfe ist es für deinen Vater zu spüren, dass seine Familie jederzeit für ihn da ist und ihm Liebe und Geborgenheit gibt. So blöd das jetzt vielleicht auch klingt, aber für deinen Vater ist es jetzt besonders wichtig, dass du gut in der Schule bist und gute Noten hast. Damit reduzierst du seine Ängste vor der Zukunft. Natürlich macht er sich viele Gedanken, wie es mit seiner Familie weitergehen wird, wenn er vielleicht nicht mehr da ist. Daher beruhigt es ihn jetzt, wenn er sieht, dass du Schule und Ausbildung ernst nimmst und fleißig arbeitest. Wenn es ihm entsprechend gut geht, erzähle ihm, was du in der Schule erlebst, welche Fächer dich interessieren und über welche Berufe du nachdenkst. Egal, ob du das später auch machst oder nicht, aber es hilft deinem Vater, sich weniger Sorgen machen zu müssen.

Unterstütze deine Mutter, wann immer es deine Zeit erlaubt, in der Küche und im Haushalt. Ich weiß nicht, was dein Vater noch essen kann, oder ob er künstlich bzw. mit "Astronautennahrung" ernährt wird. Wenn er noch essen darf und kann, ist deine Mutter sicher für jeden Handgriff, den du ihr abnimmst, dankbar, denn das Kochen kann sehr aufwändig sein. Auch sonst freut sie sich bestimmt über jede Hilfe, die sie bekommen kann.

Es ist für deinen Vater auch sehr wichtig und beruhigend, wenn er sieht und erlebt, dass ihr euch in der Familie gut versteht. Hast du Geschwister? Wenn ja, dann akzeptiere bitte, wenn sie sich eventuell anders verhalten als du. Jeder Mensch geht anders mit Kummer, Angst und Trauer um, und das ist auch ganz in Ordnung so.

Wenn ihr Unterstützung als Familie braucht, fragt bitte im Krankenhaus nach, ob ihr Hilfe vom Psychosozialen Team auf der Onkologischen Station, wo dein Vater betreut wird, bekommen könnt. Da kannst auch du dir allein schon Hilfe holen, wenn du einmal außerhalb der Familie mit jemandem sprechen möchtest.

Solltet ihr Hilfe bei organisatorischen Problemen brauchen (Beschaffung von Hilfsmitteln, Pflegehilfe, Zuschüsse, etc.), gibt es immer auch Sozialarbeiter im Krankenhaus, die besonders für Onkologische Fälle ausgebildet sind und schnell helfen können. Habt bitte nur keine Scheu, sie anzusprechen, denn sie sind genauso für euch da, wie die Ärzte für deinen Vater.

Als letzten Rat noch etwas sehr Persönliches: Bitte sei niemals böse oder beleidigt, wenn dein Vater allein sein möchte und dich hin und wieder einmal wegschickt oder anschnauzt. Er hat dich deshalb nicht weniger lieb, aber es ist nunmal manchmal so, dass schwerkranke Menschen ein bisschen allein sein möchten. Das muss man akzeptieren und dem Patienten auch die gewünschte Ruhe geben. Es hat nichts mit Undankbarkeit oder gar Lieblosigkeit zu tun! Später oder am nächsten Tag, wird dein Vater wieder sehr glücklich sein, wenn du dich zu ihm setzt, mit ihm plauderst und ihm zeigst, wie sehr du ihn liebst.

Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen ganz viel Kraft und deinem Vater Genesung.

Alles Gute und liebe Grüße 

Lilly 

P.S.: Mein Vater ist an Kehlkopfkrebs verstorben, als ich 9 Jahre alt war, und ich habe später, viel später, 10 Jahre an einer Kinderkrebsklinik gearbeitet. Ich laber also nicht nur dummes Zeug, sondern weiß, wovon ich rede!

Kommentar von Tanzistleben ,

Vielen Dank für das Sternchen, Anna! Ich wünschte, ich könnte dir und deinem Vater noch mehr und besser helfen. Du kannst mir jederzeit schreiben, wenn du reden möchtest oder Fragen hast, die ich beantworten kann. Ganz viel Kraft dir und deiner Familie!

Antwort
von Nightlover70, 21

Verbringe viel Zeit mit Deinem Vater.
Du hast jetzt eine schlimme Zeit deshalb versuche stark zu sein.

Ich wünsche Euch alles Gute und viel Glück.🍀

Antwort
von Strawberry185, 16

Du kannst nur für ihn da sein. Heilen kannst du ihn nicht, eventuell nur die Ärzte. 

Antwort
von Mimir99, 19

Du kannst ihn unterstützen, aber nicht heilen. Hilf ihm, indem du für ihn da bist.

Antwort
von Lustmolch4u, 19

Du selber kannst ihn nicht heilen, das können nur die Ärzte

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