Frage von novemberluft, 85

wie kann ich meinem depressiven freund helfen?

mein freund ist depressiv, er musste schon durch 2 depressionen und ist gerade wieder auf dem weg in eine 3. er bricht sooft in meinem arm zusammen. wie kann ich ihm helfen? was kann ich machen? eine therapie will er, nur engagiert sich niemand dafür..

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von TheTrueSherlock, 21

Naja, man hat nicht wirklich Depressionen. Man hat Depression und verschiedene Phasen. Mal scheint alles okay zu sein und dann kommen die depressiven Phasen. Man kann auch augenscheinlich gesund wieder sein, allerdings kann man immer wieder zurückfallen.

Er muss sich um eine Therapie kümmern. Leider ist das die traurige Wahrheit.. sonst macht es niemand. Ich bin zu meinem Hausarzt deswegen gegangen, habe ihm die Symptome geschildert (wusste eh schon, dass ich Depression habe) und er hat mich zu einem Psychotherapeuten überwiesen. Er soll das ähnlich machen. Die erste Anlaufstelle zu einem Arzt, ist insofern gut, weil dieser körperliche Ursachen ausschließen kann :)

Was du machen kannst:
- Sei für ihn da, höre ihm zu, wenn er reden will oder schweige einfach, wenn er nicht reden will. Nimm ihn in den Arm, wenn er will.
- Löcher ihn nicht mit Fragen oder stresse ihn zu sehr.
- Schaut vielleicht gemeinsam nach guten Psychotherapeuten in eurer Nähe.
- Unterstütze ihn bei seiner Therapie.

- Gehe mit ihm raus und unternimmt eine Kleinigkeit. Bei Depression ist es wichtig, sich nicht komplett zurückzuziehen und nichts zu machen. Gerade dann fällt die Decke einem erst recht auf den Kopf! Deshalb gehe etwas mit ihm spazieren. Je nachdem wie sehr er sich schon zurückzieht, könnt ihr euch erstmal 15 Minuten Spaziergang vornehmen und das steigern. Oft hat man keine Kraft bei Depressionen, aber oftmals muss man auch einfach nur anfangen :) Motiviere ihn dafür.

- Mir helfen auch aufmunternde Sprüche :) "Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!"

- Inwiefern kennst du dich mit Depression aus? Eventuell könnt ihr zusammen euch darüber informieren und YouTube-Videos von Betroffenen anschauen. Ich empfehle dir den Kanal AndreTeilzeit. Dabei kann er dann immer sagen, ob er auch so fühlt und wie das bei ihm ist. Das hilft ungemein, ihn besser zu verstehen und besser auf ihn einzugehen!

LG :)

Kommentar von novemberluft ,

wow danke, das ist eine tolle antwort. ich werde mir auf jedenfall deine tipps zu herzen nehmen. danke vielmals. ich hoffe bei dir wird es besser oder bleibt es gut. ganz viel kraft und viele liebe grüße

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Auch dir danke für deinen lieben Kommentar :)
Ja, momentan ist es im Bereich Depression alles gut, habe eher anderweitig noch große Probleme ^^
Dir auch ganz viel Kraft, damit du deinen Freund bestmöglichst unterstützen kannst!

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Danke für den Stern! :)

Antwort
von Heldinnen, 22

Es ist so, dass du in einer depressiven Episode nur sehr schwer einen klaren Gedanken fassen kannst. Heisst soviel wie, dass er so sehr mit seinen Gedanken beschäftigt ist,  dass er überhaupt nicht in der Lage ist sich selbst um eine Therapie zu kümmern.  Also müsstest du dich darum kümmern,  ihn zum Hausarzt zu bringen. Er wird ihn dann an einen Psychologen überweise. Dein Freund hat dann 5 Therapiestunden,  wo er entscheiden kann ob das der richtige Psychologe ist oder ob ihr lieber nach einem anderen guckt. Wenn er mit dem Psychologen klar kommt wird ein Antrag bei der Krankenkasse für eine Kurz - oder Langzeittherapie beantragt.  Das entscheidet dann aber der Psychologe. 

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. 

Antwort
von XiShAk, 44

Er muss sich selber engagieren. Leider ist es so. Er muss zum Hausarzt gehen, welcher ihn zu einem Psychologen schickt. Dies müsste dann von der Krankenversicherung übernommen werden. Wenn er wirklich den Willen hat, was zu machen, dann ist das das 1. das er tun sollte.
Viel Glück.

Antwort
von bersebell, 46

Wenn er eine Therapie machen will, dann ist er doch schon mal auf einem guten Weg. Wenn sich laut Dir niemand dafür engagiert, dann setz du dich dafür ein? Ruf in Kliniken oder Einrichtungen an und informiere dich, wenn man selber in solch einer Krise steckt, kann man nur sehr schwer über seinen eigenen Schatten springen und benötigt von außen einen kleinen Anschubser..

Antwort
von DinoMath, 27

Was für ein Engagement ist denn nötig?

er muss doch nur bei nem psychologen nen Termin für eine Voruntersuchung machen und die bescheinigen dann, dass eine Therapie sinnvoll ist und beantragen bei der Krankenkasse ne gewisse Anzahl an Sitzungen.

Dann einfach machen...

Sonst was dich angeht: für ihn da sein aber nicht zu viel erwarten.
Das was er am wenigsten gebrauchen kann in der Situation ist dass es dir auch schlecht geht. Akzeptiere ihn wie er ist - auch mit dieser Krankheit, stehe ihm bei, sei einfach für ihn da.

Klingt zwar komisch, aber der erste Schritt ein psyschiches Problem zu lösen ist immer es erstmal zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Danach kann man viel gelassener dran gehen es zu ändern.

Kommentar von Stadewaeldchen ,

er muss doch nur bei nem psychologen nen Termin für eine Voruntersuchung machen

"Nur" ist gut, denn zum einen bedeutet das für jemanden in einer depressiven Phase eine enorme Herausforderung, zum anderen sind die Wartezeiten auf einen Termin beim Psychiater bei etwa 3-6 Monaten.  Da gehst du nicht einfach mal so hin, wie zum Hausarzt.

und die bescheinigen dann, dass eine Therapie sinnvoll ist und beantragen bei der Krankenkasse ne gewisse Anzahl an Sitzungen.

Und hier liegen die Wartezeiten noch mal bei 6-24 Monaten, je nach Region.  Was macht man deiner Meinung nach in der Zwischenzeit?

Kommentar von DinoMath ,

ich habe das alles hinter mir, aber so ist es nunmal.

Hatte Glück, dass ich ein Therapiezentrum gefunden habe wo das schneller ging.

Gibt aber keine Alternative, von daher habe ich für die zwei einfach mal angefangen hinzunehmen, dass es nicht optimal ist, aber das ist nunmal der Weg der zu gehen ist, was Therapie angeht.

Sonst: miteinander reden und die Gedanken aufdecken die einen runterziehen und für diese dann Alternativen suchen, die einen nicht so runter ziehen, oder sogar helfen.
Das war zumindest im Grunde genommen das, was ich bei meiner Therapie gemacht habe.
Wobei sie dann diejenige wäre die sich meldet wenn man etwas auch anders sehen kann und er sich dann überlegen darf, wie es wohl besser wäre.

So gewöhnt man sich dann eine Einstellung an die einem hilft.
Leider wirkt die Depression dagegen, also jenachdem wie schwerwiegend es ist kann man da ohne Medikamente keine Heilung herbeiführen, aber man kann vielleicht den Prozess verlangsamen. Was bleibt einem sonst übrig?

wichtig ist, dass sie sich nicht für sein Wohl verantwortlich machen lässt, denn schlimmer als ein Depressiver sind zwei Depressive. Also am besten garnicht versuchen ihn zu überzeugen oder zu retten. Man kann Hilfe anbieten, aber man sollte nicht zu viel davon erwarten was man erreichen kann bzw sich das Problem nicht zu eigen machen.

Kommentar von Stadewaeldchen ,

Gerade wenn du das hinter dir hast, solltest du wissen, dass das nicht mal eben so erledigt ist, oder? Ich mein, ich geh morgen zum Ohrenarzt, lass mir die Ohren durchspülen und nach 2, 3 Stunden, je nach dem wie voll es ist, bin ich wieder draussen und alles ist gut. Bei psychischen Erkrankungen geht das leider nicht so einfach.

Klar, das ist der einzige weg, da hast du recht, aber "einfach so" ist das leider nicht, dazu muss man verhältnismässig viel Energie aufbringen.

Kommentar von DinoMath ,

Ja, ich weiss es.

aber was meinste macht es ihm leichter sich da anzumelden und die Wartezeit zu beginnen? wenn ich sage wie schlimm es ist, oder wenn ichs locker nehme?

Ich habe zumindest nicht gehört, dass sein Leben bedroht wäre, sonst gäbe es ja auch noch ganz andere Möglichkeiten. Gibt so was wie psychologischen Notdienst...

Achja: für die Wartezeit könnte es auch helfen eine Telefonseelsorge in Anspruch zu nehmen. ist quasi das selbe nur dass die Leute da nicht so gut ausgebildet sind. Ist aber auch schon besser als das was die Freundin für ihn tun kann bzw es ergänzt sich gut.

Antwort
von Felyne, 27

Kannte auch mal Jemandem, der stark under seinen Depressionen gelitten hat.
Ich denke man muss sich damit abfinden, dass man ihnen nicht so leicht helfen kann. Mir hat damals diese Seite etwas weitergeholfen. Es steht zwar nur was man nicht darf... aber auch das hilft enorm.

http://www.zeitzuleben.de/wie-du-damit-umgehen-kannst-wenn-jemand-deprimiert-ist...

Kommentar von DinoMath ,

weil man eher was falsch machen kann, als richtig machen.

Vor allem weil alles was man tut um den Umstand zu ändern irgendwo auch das Gefühl gibt, dass er falsch ist wie er ist und das kann ein depressiver echt nicht gebrauchen.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Wenn du schon mit falsch und richtig um dich schlägst:
Der Zustand ist nicht falsch, man darf so fühlen und es ist okay, wie man fühlt! Dafür gibt es Ursache. Falsch ist eher das, wenn man sich nicht helfen lässt und keine Hilfe sich sucht :)
Das ist ein großer Unterschied.

Antwort
von brido, 40

Schwer depressive haben keine Hoffnung auf Heilung und gehen nicht in Behandlung, versuche ihn dazu zu bringen. 

Kommentar von Wonnepoppen ,

bitte lesen!

Will er doch!

Antwort
von Sib1234, 21

Zieh dich nicht zurück und greif ihm unter die arme falls er wieder einen Zusammenbruch erleidet.

Kommentar von novemberluft ,

das werde ich, danke

Kommentar von Wonnepoppen ,

und du denkst, davon geht die 3.Depression weg?

Antwort
von nettermensch, 24

und was ist mit dir, nimm dein freund und geht bitte zum Psychiater.dein freund braucht dringend hilfe.

Kommentar von novemberluft ,

wie was ist mit mir? ich bin seit 8 monaten seine freundin. ich unterstütze ihn bei ALLEM, ich gehe gerade MIT ihm durch die hölle. ich engagiere mich natürlich dafür.

Antwort
von Wonnepoppen, 31

Wer "engagiert" nicht nicht dafür?

bitte etwas deutlicher erklären!

Kommentar von novemberluft ,

naja, das es mal dazu kommt. denn momentan lebt er quasi von medikamenten.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Ich denke er will eine machen?

dann muß er sich selber engagieren, nicht nur denken, daß es mit den Tabletten getan ist?

von wem hat er die Medikamente, wer hat überhaupt die Diagnose "Depression" gestellt?

Antwort
von quinann, 16

Geh du mit ihm zum Arzt und helf ihm "auf dem Weg, bis er einen Psychologen hat".

Antwort
von LittleMistery, 11

Wer hat die Diagnose gestellt?

Kommentar von novemberluft ,

ein arzt???

Kommentar von LittleMistery ,

Wo liegt dann das Problem sich eine Überweisung zu holen, um eine Therapie zu machen und noch eine richtige Diagnose stellen zu lassen?

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