Frage von fangoo2015, 126

Wie kann ich meine Mutter zu einem Helix Piercing überreden?

Also folgende Situation: ich werde in ein paar Wochen 16 und wünsche mir schon seit langem einen Helix Piercing. Allerdings ist meine Mutter strikt dagegen und übertreibt maßlos weil sie sagt das ist Verunstaltung blablabla... Hallo es ist nur ein normales Ohrloch halt nicht Unten am Ohrläppchen sondern oben am Knorpel. Immer wenn ich mit ihr vernünftig drüber reden wollte bzw ihr es einfach zeigen auf Fotos etc hat sie mich sofort angebrüllt dass sie von diesem sch** nichts hören will. Finde das sehr ignorant. Schließlich kann man es sich zumindest anhören und nicht von vornherein aus Prinzip nein sagen und rumschreien. Dazu muss ich noch sagen dass ich bis heute noch kein einziges Ohrloch habe. Nicht mal die normalen unten. :/ sorry für den Text und danke schonmal für eure Ratschläge :)

Antwort
von justliina, 56

Ich habe meine Mutter damals mit einer Powerpoint überreden können. Und dieser Artikel war auch recht hilfreich. Viel Erfolg dir :) 

Den Wunsch nach einem Piercing nicht aus Prinzip verneinen:

Auch wenn sie so viel einfacher erscheinen, Erlaubnisverweigerungen wie: „Wenn Du 18 bist, kannst Du machen, was Du willst, aber vorher nicht!“ oder „Nein, und darüber diskutiere ich auch nicht!“ helfen Heranwachsenden nicht gerade, sich selbst zu finden, und vor allem nicht dabei, die eigenen Interessen und Wünsche zu argumentieren und auch mal durchzusetzen. Entsprechend sollte der Wunsch nach einem Piercing von den Eltern immer ernst genommen werden, auch und vielleicht sogar insbesondere dann, wenn dieser nicht dem eigenen Geschmack entspricht. Das heißt noch lange nicht, dass dem Wunsch stattgegeben werden muss, aber zumindest sollten Sie sich die Zeit nehmen, um herauszufinden, warum Ihrem Kind das Piercing so wichtig ist. Denn NEIN sagen, können Sie dann immer noch – zumindest, wenn Ihr Kind nicht die überzeugenderen Argumente hat.

Lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären, warum ihm das Piercing so wichtig ist. Geht es dabei beispielsweise um das Unterstreichen der eigenen Persönlichkeit, was positiv von Ihnen zu bewerten wäre, oder vielleicht nur um die Imitation von Freunden, Vorbildern oder Stars, was Ihnen – sehr zum Leidwesen Ihres Kindes – zahlreiche Gegenargumente liefern würde? Denn Sie wissen ja: Jeder Mensch wird als Original geboren, doch die meisten sterben als Kopie.
Finden Sie heraus, welche Art von Piercing Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter vorschwebt, wo es gestochen oder gebohrt werden soll und welche Art von Schmuckstück es hinterher darin tragen möchte. Denn je klarer Ihr Kind seine Vorstellungen definieren kann, umso besser werden Sie beurteilen können, ob es sich dabei nur um eine spontane Idee handelt, die noch nicht wirklich durchdacht wurde, oder ob der Wunsch schon länger besteht und sich Ihr Kind damit bereits intensiv auseinander gesetzt hat.
Versuchen Sie ebenfalls herauszufinden, ob Ihr Kind auch über Risiken und Nachteile des Piercings informiert ist. Beispielsweise, wenn sich die durchbohrte oder durchstochene Körperstelle schmerzhaft entzündet, wenn es versehentlich damit irgendwo hängen bleibt und das Schmuckstück dabei herausreißt oder auch in Situationen, in denen es auf keinen Fall mit einem sichtbaren Piercing auftreten sollte wie üblicherweise in Vorstellungsgesprächen etc.
Dem Wunsch nach einem Piercing mit Kompromissen begegnen

Zeigt das Gespräch, dass Ihr Kind nicht nur aus einer Laune heraus handelt, sondern wirklich ein Piercing haben und es auch langfristig tragen möchte, sollten Sie über einen Kompromiss nachdenken, der beiden Seiten gerecht wird. Denn gerade im Kompromiss sehen Experten den richtigen Weg, um die Heranwachsenden in ihrer Entwicklung zum Erwachsenen-Sein zu unterstützen und gleichzeitig die elterliche Fürsorgerolle weiterhin verantwortungsbewusst wahrnehmen zu können. Zu den möglichen Kompromissen zählen:

Das gewünschte Piercing erst einmal nicht stechen oder bohren, sondern nur anklammern zu lassen. Zwar funktioniert dies nicht an allen Körperstellen, aber beispielsweise als Alternative zum endgültigen Ohren-, Nasen oder Intim-Piercing. Entsprechende Clips, die vom Prinzip her wie Ohrclips funktionieren, gibt es beispielsweise in vielen modernen Schmuck-Boutiquen und vor allem in vielen Ausführungen. So hat nicht nur Ihr Kind die Möglichkeit, sein Wunsch-Piercing ausgiebig Probe zu tragen, nach Lust und Laune zu wechseln und sich daran zu gewöhnen, sondern auch Sie. Wenn beim ersten Verlust des Schmuckstücks, weil es im Laufe des Tages oder während der vielen “Was-ziehe-ich-heute-an-Modenschauen“ vorm Spiegel irgendwie verloren gegangen ist, die Trauer darüber nicht allzu groß ist, entspricht auch das in etwa der Intensität des eigentlichen Piercing-Wunsches.
Lässt sich der Wunsch Ihres Kindes nicht mit einer anklammerbaren Version des Piercing-Schmucks umsetzen, ist trotzdem noch nicht alles verloren. Sie können beispielsweise vereinbaren, dass, wenn sich beispielsweise innerhalb eines Jahres die gewünschte Positionierung des Piercings nicht ändert, Sie Ihre Erlaubnis dazu erteilen. Allerdings müssen Sie zum vereinbarten Zeitpunkt zu Ihrem Wort stehen, wenn auch Ihr Kind konsequent an seinen Vorstellungen festgehalten hat.
Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter hingegen eine unauffälligere Art des Piercings vorzuschlagen, ist sehr gefährlich. Beispielsweise, wenn es sich ein Zungen-Piercing wünscht, Sie jedoch mit einem Bauchnabel-Piercing einverstanden wären, da es jederzeit durch Kleidung bedeckt werden könnte, in Ihren Augen ästhetischer wirkt und allgemein als ungefährlicher gilt. Denn, Ihr Kind könnte nach dem Prinzip entscheiden: „Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach!“. Für den Moment wäre die Piercing-Frage damit vielleicht gelöst, auf Dauer jedoch können Sie sich auf weitere Diskussionen gefasst machen, die entweder so lange anhalten, bis Ihr Kind wirklich volljährig ist, oder bis Sie auch endlich Ihre Erlaubnis zum Zungen-Piercing erteilen, womit Ihr Kind vielleicht schon bald dann zweifach gepierct und nicht mehr weit von einem Nadelkissen entfernt ist.
Wie auch immer Sie sich entscheiden, versäumen Sie es nicht, Ihrem Kind zu zeigen, dass Sie sich ernsthaft mit seinen Interessen auseinandersetzen. Am ehrlichsten und – zugegebenerweise – eindrucksvollsten zeigen Sie dies, wenn Sie mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zusammen verschiedene Piercing-Studios aufsuchen, um sich vorab GEMEINSAM zu informieren: Welche Möglichkeiten gibt es? Mit welcher Methode wird das Piercing gesetzt? Welche Gefahren bestehen dabei? Wie hoch ist die Zahl der bisher beobachteten negativen Folgen etc.? Denn nicht nur jedes Studio arbeitet anders, sondern auch jedes Piercing ist anders und hat seine eigenen Herausforderungen. Diese Besuche sollen weder abschrecken noch überzeugen, sie sollen nur Sie und Ihr Kind auf einen einheitlichen Wissenstand bringen.

Auszug aus "Piercings bei Minderjährigen: Erlauben oder verbieten?" von Muetterberatung . de

(Links gehen ja irgendwie leider nicht :(

Antwort
von Calioniel, 33

Ich kann mir vorstellen, dass sie es nicht möchte, wegen arbeiten, Bewerbungen etc. Aber es ist nur das Ohr und es sind eigentlich sowieso die Haare drüber. Wenn du es raus nimmst, sieht man nichts. Das Stechen tut nicht weh und es ist nicht gefährlich, auch wenn es sich am Knorpel so schlimm anhört. Du könntest sagen, dass du es selbst bezahlst und nicht meckerst wenn es mal weh tut. Würdest du wahrscheinlich eh nur "Ich habs dir gleich gesagt" hören. :)

Kommentar von fangoo2015 ,

Ich habe ihr das schon alles so gesagt aber sie sagt dass sie es nicht will und dass sie es hässlich findet und basta. Ich komm gar nicht richtig an sie ran :(

Kommentar von Calioniel ,

Das ist aber nicht okay. Sie kann dir doch nichts verbieten, nur weil sie es nicht schön findet.

Antwort
von SunshineHorse, 40

Hey !
Meine Schwester lässt sich in einigen Tagen ein Piercing am Knorpel stechen lassen . Meine Mutter hat nichts dagegen . Aber warum ist deine Mutter negativ überzeugt ? Spielt dass Geld eine tolle ?
Ansonsten erklär ihr doch das es deine Schmerzen sind und du es schön findest .

Antwort
von cookie999999, 23

Ich würde einmal um normale ohrlöcher fragen, erlaubt sie das auch nicht oder hat sie selber keine.

Kommentar von fangoo2015 ,

Sie hat selbst schon welche und würde die normalen auch erlauben aber ich will die eig gar nicht :/

Antwort
von CalvinSchneider, 35

Sry aber ich muss deine mom unterstützen aber lies dir den Rest bitte durch. Meine Schwester hatte die Ehre so ein piercing zu bekommen und hatte dann ein halbes Jahr lang leichte schmerzen eine schöne Entzündung und nachdem sich das beruhigt hat, hat sie einen kleinen "Wulst" am Loch und der Kanal sitzt schräg. Nun ist es wieder zugewachsen und das Geld und das ganze Gedöns war für die Katz.

Das Studio ist nicht schlecht gewesen sie hatte halt Pech aber das Risiko sollte man nicht kleinreden.

Ich persönlich finde Piercings eh wie viele andere nicht schön.

Kommentar von blaulolich ,

Meine Güte, das war bei deiner Schwester vielleicht so, aber nicht jedem ergeht es so wie ihr! -.-
Gibt viel mehr Menschen bei denen alles gut gegangen ist.

Kommentar von CalvinSchneider ,

Ich habe nichts widersprüchliches zu deinem Kommentar gesagt. Ich habe mich nur dafür eingesetzt dass das Risiko nicht nur als "könnte passieren" gesehen wird sondern dass man sich auch mal klarmacht was für Konsequenzen es im Fall der Fälle mit sich bringt wenn man mal das Problem and der Backe bzw. am Ohr hat.

 "Meine güte" man muss ja nicht gleich so hysterisch werden.

Antwort
von Schocileo, 24

Ist es wirklich so schwer die Entscheidung der Eltern zu akzeptieren?
Warte doch einfach noch 2 Jahre, es wird dich nicht killen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community