Frage von Schagalaga11, 97

Wie kann ich meine mama dazu überreden einen hund ins haus zu holen?

Hi Ich wünsche mir schon 2 jahre einen goldenretriver welpen..ich bekomme aber bis jetzt keinen.Ich hab da so meinen Plan:Also ich forsche und lese die ganze zeit im Internet und mache Rechnungen wie viel ein hund kosten würde und im April "hau ich alles auf einen Tisch "So dass sie merkt ich hab mich informiert und hab genug Verantwortung für einen hund.Aber funktioniert dieser plan? Könnt ihr mir vielleicht noch andere Tips geben?Bitte (übrigens bin ich12 jahre alt😉)

Antwort
von HARUMIN, 32

Ich finde es gut, das du recherchierst und dich da reinhängst - nichtsdestotrotz würde alle Verantwortung, alle Kosten usw. an deiner Mama hängen bleiben.
Und da kannst du auch nichts dran ändern. Ein Kind kann weder einen Hund kaufen, noch für ihn sorgen.
Ein Hund kostet:
• Geld
• Zeit
• Geduld

Welche Kosten auf euch/deine Mama zu kommen würden:
• Welpe an sich (von einem seriösen Züchter - worauf man Wert legen sollte - teilweise nicht unter 1000,-)
• Zubehör wie Bettchen, Leine, Halsband, Brustgeschirr etc.
• Futter (was ziemlich viel wird - so etwas unterschätzt man leicht - mit bsp. 100,- im Monat kommt man für Futter nicht weit)
• Steuer
• Versicherung
• TA-Kosten (wird schnell sehr hoch)
• usw.

Und mit einem Mal ist das alles nicht bezahlt und fertig - ein Hund kostet viel (auch monatlich). Das sollte man immer im Kopf behalten.

Also: Könnt ihr euch einen Hund leisten? Das klingt zwar doof, aber ein Hund ist echt nicht billig.

Und mit/für einen Hund muss man auch seine Prioritäten neu setzen:
• statt Kino/shoppen/zocken/gemütlich Fern schauen heißt es Hund beschäftigen, Gassi gehen (egal ob Hitze, Dauerregen o.ä. - Hund will raus) Hundeschule, Hund erziehen usw.
• neue Wohnungen/Häuser oder auch Ferienwohnungen /-häuser sind schwerer zu finden, da nicht viele Hunde dulden
• man kann hauptsächlich nicht mal eben spontan etwas machen - da ist jetzt noch ein Hund, der umsorgt werden will
• usw.

Deine Hobbies werden stark unter einem Hund/Welpen leiden - vorausgesetzt du schiebst nicht alles auf deine Mama ab.
Und den Hund kann man mal eben auch nicht in eine Ecke stellen, wenn man gerade keine Lust mehr auf ihn hat.

Überleg dir, ob du/ihr dem Hund das bieten könnt, was er brauch.
Das wäre u.a.:
• Aufmerksamkeit (auch wenn es einem mal nicht so gut geht/gestresst oder genervt ist)
• Anwesenheit (d.h. den Hund keine 8-10 Stunden täglich alleine lassen)
• Gassi gehen (3x täglich für mind. eine Stunde // ein Welpe sollte alle 2-3 Stunden kurz raus)
• man muss alle Kosten stemmen - eine Hundeleben lang

Von "überreden" halte ich im Übrigen überhaupt nichts - es gibt zig solcher "Wie überrede ich meine Eltern einen Hund zu kaufen?" Fragen und wenn die Eltern tatsächlich nachgeben, endet das zu 99% schlecht für den Hund.
Bestes Beispiel: http://www.gutefrage.net/frage/hund-behalten-oder-weggeben?foundIn=unknown_listi...

Eltern überredet man nicht. Schon gar nicht, wenn es um ein Lebewesen geht.
Wenn beide oder auch nur ein Elternteil "Nein" zu einem Haustier (in dem Fall zu einem Hund) sagt, bleibt das dabei und die Kinder sollten nicht an den Eltern rumschrauben, bis sie evtl. sogar die Meinung ändern. Das endet, wie gesagt, zu 99% schlecht - für den Hund. (Sei es aussetzen, abgeben (Tierheim) oder behalten aber bsp. nie wieder mit ihm raus gehen o.ä.)

Die anderen Fragen wären:

• Was sagt überhaupt euer Vermieter? Sind Tiere/Hunde erlaubt?
Damit steht und fällt eh alles.

• Hat jemand in deinem Haushalt eine Allergie gegen Hunde? Falls "keine Ahnung": Ab zum Arzt und testen lassen. Gab schon Fälle das sich jemand einen Hund kauft und nach drei Wochen bemerkt das sie gegen Hunde allergisch ist.

• Wie lange wäre der Hund alleine, wenn deine Mama arbeiten ist und du in der Schule bist?
Oder (im Falle des Welpen) könnt ihr sicherstellen, das er die erste Zeit NIE alleine ist?

• Wie viel Zeit habt ihr allgemein für den Hund? Hundeschule, mal am Wochenende einen kleinen Ausflug machen, den Hund geistig und körperlich fordern und fördern etc.

• Wie sieht es in deiner Zukunft aus?Du bist, laut dir, 12 Jahre alt - deine Schulzeiten werden länger, deine Hausaufgaben mehr. Was, wenn du mal ein Austauschjahr machst? Oder du selber dann in der Ausbildung bist und nicht vor 18-19 Uhr nach Hause kommst?

Und es gibt noch weitere wichtige Fragen - aber, die so ziemlich wichtigste aller Fragen:

• Sind alle im Haushalt mit dem neuen Familienmitglied einverstanden?

Also: Natürlich kannst du deiner Mama von deinem Traum Hund erzählen. Dann wirst du auch sehen, wie sie reagiert.
Sollte sie "Nein" sagen, bitte versuch da nichts rumzureißen (zu deinen Gunsten). Das wäre egoistisch und, ich kann mich nur wiederholen: Das endet zu 99% schlecht für den Hund, sollte deine Mama doch nachgeben. Und selbst wenn nicht: Was glaubst du macht das für einen Eindruck auf sie, wenn da ihr Kind rumquängelt weil es einen Hund haben will?
Sieht das irgendwie verantwortungsbewusst aus?

Hol dir dann lieber einen Hund, wenn alles in deinem Leben passt. Auch wenn das heißt, das es noch paar Jahre dauern wird.
Auch "warten" bzw. "geduldig sein" heißt Tierliebe.

LG

Antwort
von Kjarkur, 27

Also, ich habe tatsächlich ähnliche Erfahrungen wie du. Ich wollte einen Welpen seit ich 7 war und habe immer fleissig im Haushalt geholfen (ist blöd, ich weiss) und hab meine Eltern angefleht. Ich denke es geht deinen eltern nicht ums Geld, sondern um die Pflege deines/eures Hundes. Und ihre Sorgen sind berechtigt, denn so toll wie es klingt, mit dem Hund über Wiesen zu rennen und Spaß zu haben wie in der Pedigree Werbung, ist es leider nicht. Ich habe mein ,,Felli'' dann mit 10 bekommen und war natürlich am Anfang total begeistert und motiviert es ihr so schön wie möglich zu machen, aber ehrlich gesagt habe ich jetzt nach 5 Jahren oft eher wenig Lust bei wirklich jedem Wetter mit dem Hund zu gehen. Du musst in dieser Hinsicht einfach langfristig denken, denn auch wenn jetzt der Hund alles ist , was du haben willst, so werden dich deine Interessen einfach auch ändern und es wird irgendwann einfach erstmal wichtiger für dich werden, dich mit Freunden zu treffen, in die Stadt zu gehen... als dich um deinen Hund zu kümmern (so böse das auch klingt, war bei mir einfach so).

Hätte mir das jemand vor 5 Jahren gesagt, hätte ich ihm auch nicht geglaubt, aber bitte nimm das Ernst, denn ein Hund ist einfach ein Lebewesen, das genauso Gefühle und Bedürfnisse hat wie du. Natürlich bereue ich auf keinen Fall, meinen Hund zu haben, aber dir muss einfach bewuust sein was auf dich zukommt. Und so blöd es auch klingt, bitte probier es erstmal probehalber, wie es ist für ein Tier verantwortlich zu sein. (Und damit meine ich nicht, 1mal im Tierheim spazieren gehen, sondern längerfristig einen Hund, beispielsweise in der Nachbarschaft wirklich 2-3 mal täglich auszuführen.) Und bitte denk einfach längerfristig. Was passiert zum beispiel in 7-8 Jahren mit dem Hund, wenn du wahrscheinlich von zu Hause weggehst? Diese Dinge musst du erstmal mit dir selber und dann natürlich auch mit deinen Eltern klären und wenn du ihnen deinen Wunsch klar argumentiert vorträgst, dann wird die Wahrscheinlichkeit, einen Hund zu bekommen sehr viel höher sein, als wenn du einfach ein bisschen Geld auf den Tisch knallst und sagst: Ich will einen Hund!

Ich wünsch dir natürlich dann viel Erfolg und Glück mit deinem Hund und hoffe natürlich mit dir mit.

P.S: Wenn du dann einen Welpen kriegst, würde ich auf jeden Fall in die Welpenschule und dann in die Hundeschule gehen. (Aber darüber kannst du dich ja dann informieren wenn es tatsächlich soweut ist.)

Kommentar von brandon ,

Gute Antwort.🌷

Kommentar von Kjarkur ,

Dankööö ;)))

Antwort
von beglo1705, 45

Deine Mama wird wissen, dass mehr dazu gehört als der Anschaffungspreis, um einem Hund gerecht zu werden. Wer kümmert sich um deinen Golden, wenn du in der Schule bist? Was machst du, wenn du dein Studium oder eine Ausbildung beginnst? Wer kümmert sich um den Hund wenn er krank ist?

Bin mir sicher, dass sich deine Mama schon ihre Gedanken darüber gemacht hat.

Antwort
von Hannibu, 41

Der Hund bleibt nicht immer ein Welpe und du hast nicht immer so viel Freizeit wie jetzt. Außerdem weiß ich nicht, ob ihr euch einen Hund überhaupt leisten könnt.
Arbeitet deine Mutter Vollzeit? Wenn ja, wie soll das mit dem Hund denn dann gehen, wenn du später lange Schule hast und eventuell noch Sport/Musik oder andere soziale Verpflichtungen. Hast du andere Familienmitglieder, die sich während der Zeit um den Hund kümmern könnten und mit ihm raus gehen. Was ist, wenn du mit 18 ausziehen willst? Wo soll der Hund dann hin, eine Wohnung, in der man einen Hund halten kann und darf ist nicht leicht zu finden. Hast du vielleicht sogar vor ein Auslandsjahr zu machen?
Wie sieht es platzmäßig bei euch aus? Habt ihr einen Garten, oder wäre der Hund immer drinnen? Falls ihr einen Garten habt, wohnt ihr in der Nähe einer befahrenen Straße? Wie möchtest du den Hund davon abhalten auf die Straße zu rennen? Dürftet ihr (manchmal gibt es Nachbarschaftsordnungen dazu) euer Grundstück einzäunen?
Fahrt ihr oft in den Urlaub? Wenn ja, wer soll den Hund dann nehmen?

Wenn du für all diese Probleme Lösungen hast, dann solltest du deine Mutter umstimmen können.

Antwort
von Sarahmausz, 11

Habe mir auch schon lange einen gewünscht und meine Mum war immer dagegen, weil wir neue Möbel haben. Seit einen halben Jahr haben wir jetzt einen Labradorwelpen. Es ist eine große Aufgabe ihr alles zu lernen. Man braucht viel Geduld, seeehr viel Zeit und ein paar Bücher über Hunde lesen wäre auch nicht schlecht.
Sind sehr glücklich mit der kleinen.
Aber hast du dich auch gefragt was der Hund macht, wenn du in der Schule und deine Eltern arbeiten sind macht?

Antwort
von MrnMwg, 35

Eine Möglichkeit wäre außerdem, wenn ihr Bekannte habt diese einen Hund haben, den für zwei Wochen (wenn nicht sogar mehr) "auszuleihen". Wäre natürlich passend, wenn die Bekannten z.B. in den Urlaub möchten. So kannst du und deine Mutter mal sehen, wie das mit einem Hund in eurer Familie funktioniert. Außerdem kannst du für dich sehen, ob du den täglichen Spaziergängen gewachsen bist. Der Hund braucht zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter seinen Auslauf. Darüber musst du dir Gedanken machen. Dazu kommt auch die Erziehung und die aufzuwendene Zeit. Alles Faktoren, die du dann mal für dich selbst testen kannst.

Hoffe ich konnte helfen, viel Glück! :-)

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 18

mit 12 jahren kannst du keine verantwortung fuer einen hund uebernehmen, der immerhin 10-15 jahre lebt.

ich denke du hast auch keine ahnung ueber das ausmass der zeit und die kosten, die ein hund braucht.

wenn deine eltern einen hund haben wollten haettet ihr schon einen.

es sit notwendig , dass ein hund von der ganzen familie erwuenscht wird!

Antwort
von pipepipepip, 28

Dieser Plan funktioniert nicht. Das habe ich oft genug erfahren müssen, bis ich eingesehen habe dass ein Hund aus Zeitmangel nicht in unsere Familie passt. Beim Hundekauf muss die ganze Familie miteinbezogen werden und einverstanden sein, sonst gibt es hinterher nur Probleme

Antwort
von UlrikeLasserre, 34

Deine Aktion mit der I-net Recherche finde ich sehr gut.

Aber dann informiere Dich auch über das Wesen eines Goldies. Da Du erst 12 bist, darft Du nicht allein mit dem Hund raus, wer übernimmt die Gassigänge? Wohin mit dem Hund bei Urlaub und Krankheit?

Da gehört noch einiges mehr dazu. Über alles solltes Du Dir Gedanken machen und es auch schriftlich festhalten und  dann kannst Du ja mal mit Mutti diskutieren. Du mußt aber auch akzeptieren wenn sie nein sagt.

Antwort
von xXSauerstoneXx, 9

Du warst wie ich😂!!! Ich wollte immer eine Katze und ich hab auch andauernd im Internet gegoogelt und bei mir hat es nie was gebracht😒. Aber vieleicht klappt es ja bei dir ! Ich wünsche dir viel Glück!!!
LG Marvin 😉

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