Frage von 6kitty9, 112

Wie kann ich meine langjährige Freigänger Katze zur Hauskatze ungewönen?

Hallo zusammen, ich weiß zu diesem Thema gibt es schon ein paar Fragen aber ich wollte meinen Fall speziell beschreiben...ich hoffe mir kann jemand helfen... also ich bin vor ca. einem Jahr zuhause ausgezogen und mein sieben jährigen Freigänger Kater ist bei meiner Mutter und ihrem damaligen Freund geblieben, weil wir ihn eben nicht von seiner gewohnten Umgebung trennen wollten. Er hatte noch eine weibliche Mitkatze, die er sehr geliebt hat. Mein süßes Kätzchen ist allerdings kurz bevor ich ausgezogen bin von einem Auto angefahren worden und gestorben:(((...mein Kater war wirklich sehr traurig damals...er hat sie immer überall in der Wohnung gesucht ...soviel zur Vorgeschichte.
Jetzt sieht es so aus, dass meine Mutter sich von ihrem Freund getrennt hat und jetzt mit ihrem aktuellen Freund in einer neuen Wohnung lebt. Meinen Kater hat sie "zurückgelassen" im Haus von Ihrem Ex. Das Problem ist jetzt, dass Ihr Ex eine neue Freundin hat und die hat einen Hund!! Mein armer Kater ist jetzt total verstört und fühlt sich bestimmt von allen verlassen:( Ich konnte ihn bis jetzt nicht zu mir nehmen weil ich in einer Stadtwohnung wohne, er müsste also hier zur Hauskatze werden wenn ich ihn zu mir nehmen würde...ich traue mich nämlich nicht ihn hier rauszulassen, weil das Haus direkt an der Straße liegt und ich könnte es nicht ertragen wenn er angefahren werden würde:((... ich denke, dass das sehr schwer für ihn werden könnte, weil er eben seit sechs Jahren Freigänger ist...hat vielleicht jemand gute Tipps für mich wie ich es ihm erleichtern kann? Ich will ihn einfach nicht dort lassen wo er jetzt ist..ich will dass er sich wieder geliebt, sicher und zuhause fühlen kann. Er ist ein dicker, gemütlicher und etwas ängstlicher aber sehr, sehr lieber Kater. Bitte um Hilfe! Danke:)

Expertenantwort
von NaniW, Community-Experte für Katze & Katzen, 64

Hallo6kitty9,

du kannst einen Freigänger NIEMALS zur reinen Wohnungskatze umerziehen.

Einmal Freigang IMMER Freigang !! Es wäre für das Tier dir reinste Qual, nicht mehr raus zu dürfen.

Das einzige was ich dir Raten kann, das du ihm schnell ein gutes, neues zu Hause suchst. Such ihm eine nette Familie, wo er auch in den Freigang kann. Den, in der Tat, wird er mit der jetzigen Situation arg zu kämpfen haben. Tu dem Kater nicht auch noch den Knast an. Es wäre was anderes, wenn er nie den Freigang kennen gelernt hätte.

Außerdem kannst du davon ausgehen, wenn du einem Kater der seit 7 Jahren im Freigang ist, diesen verweigerst, wird er Verhaltensauffällig. Er würde, höchst Wahrscheinlisch, unsauber werden, in der Wohnung randalieren, so wie an Tapeten, Möbel und andere Gegenstände kratzen. Er könnte sogar sein Futter verweigern, was bei Katzen ab 36 Stunden gefährlich werden kann. Und so weiter.

Ja, es gibt im Netz einige Seiten die behaupten, das es geht aber mit viellll Stress verbunden sei. Aha, Stress ? Muss man ein Tier denn derart Stressen, bis es sich fügt ? NEIN ! Das ist einfach Tierquälerei ! Such ihm ein neues zu Hause mit Freigang.

Alles Gute

LG



Antwort
von portobella, 46

Diese Situation habe ich auch schon mit meiner 7 Jahre alten Bijou erlebt, sie war auch Freigängerin und dann sind wir in den 2. Stock gezogen. Ich habe den Balkon mit einem Netz gesichert und sie ist von Anfang an sehr gut damit zurechtgekommen, obwohl ich auch meine Zweifel hatte. Meine Katze war aber auch sehr auf mich fixiert und sehr anhänglich und so konnte ich mit vielen Streicheleinheiten und Zuwendung den fehlenden Freigang ausgleichen.! Leider ist sie mit 13 Jahren in den Katzenhimmel gekommen. Dein Kater hätte ja sogar einen Garten und ich glaube, dass er damit klar kommt. An deiner Stelle würde ich es ausprobieren, denn wenn du ihn weg gibst muss er sich an neue Menschen und eine neue Umgebung gewöhnen. jede Katze ist anders und deshalb kann man auch nicht generell sagen, das man aus einem Freigänger keine Hauskatze machen kann, außerdem ist ja in deinem Fall der Freigang im Garten möglich.!! Ich würde es auf alle Fälle versuchen .

 

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze & Katzen, 44

Du kannst es nur probieren ob er es akzeptiert. Die Reaktionen sind sehr verschieden. Viele akzeptieren Wohnungshaltung niemals. Hättest du für den Fall der Fälle nem Plan B für ihn?


Wichtig als erstes: gestattet dein Vermieter Katzenhaltung und ist deine Wohnung groß genug?


Wichtig wäre wieder ne zweite Katze. Das Leben als Wohnungskatze ist vergleichsweise langweilig, das Leben als wohnungseinzelkatze ist sterbenslangweilig und einsam und je unzufriedener er ist desto unwahrscheinlicher ist es dass er Wohnungshaltung akzeptiert

Helfen kann auch ein vernetzter Balkon, quasi als Minifreigang

Das Katzenklo kennt und benutzt er?

Kommentar von 6kitty9 ,

Hallo, ja das mit der zweiten Katze hatte ich mir auch überlegt. Aber vielleicht erst wenn er sich ein bisschen eingewöhnt hat und die neue Wohnung als Revier akzeptiert hat, sonst ist er sicherlich überfordert, mit einem Umzug und dann auch noch gleich eine andere Katze... Ja er benutzt das Katzenklo ab und zu noch, aber meistens geht er draußen. Meine Wohnung ist ca. 82 Quadratmeter groß und meine Vermieterin erlaubt die Tierhaltung (ist bereits abgeklärt). Wir haben außerdem einen hoch eingezäunten Garten, indem ich ihm gesicherten Freigang ermöglichen könnte...ich denke ich werde es einfach mal versuchen und dann schauen, wie es ihm geht und wie er reagiert. Wenn er wirklich sehr unzufrieden mit der neuen Situation sein sollte, muss ich ihn wohl doch an einen anderen Besitzer abgeben, bei dem er Freigang haben kann...aber die Hauptsache ist, dass er erstmal da raus kommt!

Danke dir palusa:)

Kommentar von palusa ,

Hm.. Oft ist es sinnvoll die zweite Katze zeitnah dazu setzen. Dann hast du nämlich noch keine Katze mit revieranspruch die meint ihr Zuhause verteidigen zu müssen. Lange damit warten würde ich nicht

Mit nem gesicherten Garten als Ersatz für richtigen Freigang haben die meisten Katzen kein Problem. Wenn das geht wäre das super. Auch hier wäre die zweite Katze aber sinnvoll weil er, anders als im offenen Freigang, in deinem Garten niemandem begegnet..

Antwort
von Lilly11Y, 27

Das würde schwierig bis unmöglich. 

Die Wahrscheinlichkeit, daß er auf Dauer mit dem Hund in seiner gewohnten Umgebung zurecht kommt und dort zufrieden lebt ist da noch größer und auch die bessere Lösung.

L. G. Lilly

Antwort
von kloogshizer, 60

Wenn der Kater mit dem Hund zurecht kommt, dann würde ich ihn dort lassen. Katzen gewöhnen sich an ihre Umgebung, und genießen ihre Freiheit, gerade männliche Katzen haben oft ein Revier über mehrere quadratkilometer. Sperr' ihn jetzt nicht  in eine kleine Wohnung. 

Auch wenn du den Kater sicher vermisst, so wird er dich eher nicht in dem Maße vermissen.

Kommentar von 6kitty9 ,

Nein er kommt nicht mit dem Hund zurecht...er hat total angst und (laut Berichten von meiner Mutter/ ihrem ex) kommt er zur Zeit tagelang nicht nach hause. ..deshalb überlege ich ja ob ich ihn zu mir nehme...ich weiß dass es nicht toll ist Einen Kater in einer Wohnung zu halten...aber ich mache mir eben ehrlich sorgen um ihn...und außerdem kümmert sich der ex von meiner Mutter nicht um ihn...weil es ja nicht sein Kater ist!( des ist weil er es meiner Mutter übel nimmt dass sie ihn verlassen hat)

Antwort
von elfriedeboe, 28

Ich würde es auch probieren, da das Leben bei dir sicher stress freier ist als dort!

100% prozentige Sicherheit wirds leider nicht geben !

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