Frage von Nicky100, 136

Wie kann ich meine Kinder vor Ego-Shooter Spielen schützen?

Hallo, liebe User, mein Sohn ist in der fünften Klasse und hat nun sein erstes eigenes Handy. Er sieht sich darauf gerne Youtube Videos, meistens mit Musikvideos, an. Zuletzt erzählte er mir, dass dort neuerdings immer Werbung für ein ziemlich brutales Videospiel, das sich battlefield one nennt, eingeblendet wird. Ich dachte, ich sehe nicht richtig, als ich mir den Trailor zu diesem Spiel ansah: dort bekommen die Kinder Belohnungen, also, zum Beispiel Punkte, wenn sie andere Menschen mit Feuerwerfern abfackeln oder auf andere Art, zum Beispiel mit Messern oder mit Maschinengewehren zerfleischen. Das ganze ist sehr, sehr realistisch, der Spieler ist quasi der Mörder. Kaum zu glauben, aber so eine Spiel ist bereits für sechzehnjährige Kinder freigegeben. Es gibt doch in Deutschland ein sogananntes Jugendschutzgesetz. Wie kann dann in Deutschland so was öffentlich für jedes Kind zu sehen sein? Wie kann ich meine Kinder vor so etwas schützen? Gibt es da Tricks? Oder kann ich irgendwie die Eintstellungen des Handys verändern, dass so etwas verhindert werden kann?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Unsinkable2, 47

Wie kann ich meine Kinder vor Ego-Shooter Spielen schützen?

Du willst dein Kind mit kurzfristigen Mitteln vor langfristigen Fehlern der Vergangenheit schützen? 

Nicht die "Ego-Shooter", sondern die gesellschaftliche Entwicklung, ist das Problem, auf das du in Wahrheit zeigst. Es ist "cool" jemanden umzubringen. Die Bundeswehr wirbt für den Job als Soldat, wie für einen Job als Metzger. Wer Kriege gewinnt, ist ein Held. Wer für die gerechte Sache - welche auch immer das ist - Kriege führt, ist bewundernswert...

HIER steckt das Problem, das du lösen willst. Und NUR HIER kannst du es auch lösen.

------------------------------------------------------

Hand aufs Herz: Welche Parteien hast du in der Vergangenheit gewählt? Jene, die Krieg grundsätzlich ablehnen? Oder jene, die Kriege befürworten, ja, begeistert zur Teilnahme daran aufrufen? Oder hast du es dem Selbstlauf überlassen und gar nicht gewählt, also die Befürworter von Kriegen im Glauben gelassen, dass sie es schon richtig machen, wenn sie Rüstungsgüter exportieren und Kriege unterstützen?

Und: Auf wie vielen Friedens-Demos warst du in deinem Leben? Wie sehr hast du dich für den Pazifismus eingesetzt?

--------------------------------------------------------

DAS IST DIE WELT; die du deinem Kind bereitet hast. Und nun drückt man dir den Löffel in die Hand und sagt: "Das hast du dir selbst eingebrockt. Dann löffle es auch aus!"

--------------------------------------------------------

Einige haben es schon vorgeschlagen. Und auch ich halte es für den einzigen Weg: Rede mit deinem Kind!

  • Erkläre ihm immer und immer wieder die Gräuel der Kriege. 
  • Zeige ihm das Elend, das Kriege verursacht. Nicht nur direkt, durch die Bomben. Sondern auch indirekt durch Flucht und Vertreibung. 
  • Gehe mit ihm in KZ-Gedenkstätten.
  • Rede mit ihm über aktuelle Kriege - vom Bürgerkrieg in der Ukraine bis zum Bürgerkrieg in Syrien. 
  • Gehe mit ihm die Liste der toten Bundeswehrsoldaten durch und zeige ihm, dass diese Toten auch für die Bundeswehr keine Namen, sondern nur statistische Zahlen sind ( https://goo.gl/V3kG1Y ); dass sich also NIEMAND für einen "gefallenen Helden" interessiert, sobald der Sarg in der Erde liegt.
  • Organisiere in der Schule ein Zeitzeugen-Treffen. Noch gibt es ein paar Leute, die den Zweiten Weltkrieg aus der Erfahrung kennen.
  • Gehe mit ihm zu einem Veteranen-Heim in den USA oder in Deutschland. Dort werden nicht nur physisch Beschädigte, sondern auch geistig Verstörte behandelt. Lass deinen Jungen mit diesen Leuten reden. Die können ihm aus erster Hand erzählen, was Krieg als Soldat bedeutet.
  • Gehe mit ihm zu syrischen oder afghanischen Flüchtlingen und lasse sie von ihren Erfahrungen über Flucht und Vertreibung erzählen.

Du wirst nichts daran ändern können, dass dein Junge sich für diese "Kriegs-Spiele" interessiert. Sein ganzes Umfeld findet es "cool". Aber du kannst ihm gesunden Menschenverstand mitgeben, zwischen Spiel und Realität unterscheiden zu können. Denn ja: Auch manche Pazifisten finden gelegentlich Kriegsspiele durchaus unterhaltsam und kurzweilig. Doch sie trennen scharf zwischen Computer-Spiel und Realität...

--------------------------------------------------------------------

Das - und NUR DAS - kannst du jetzt noch machen. 

... ach ja: Und über deine politische Einstellung nachdenken. Denn auch dein Kind wird irgendwann Kinder haben. Und es ist auch deine Entscheidung, an der gesamtgesellschaftlichen Einstellung zum Krieg mitzuwirken.

Kommentar von Nicky100 ,

Hallo, unsinkable, vielen Dank, dass du dir mit deiner Antwort so viel Mühe gegeben hast. Du sprichst mir mit deiner Antwort sehr aus dem Herzen. Du hast recht, man kann vielleicht  gegen diese schlimmen gesellschaftlichen Entwicklungen wenig ausrichten. Ich habe auch schon öfter mit Jugendlichen darüber gesprochen, dass ich es erschreckend finde, dass nicht einmal der Hauch eines Protestes da war, als Deutschland kürzlich nach vielen Jahrzehnten erstmals wieder an Kriegen teilnahm. Mit Hilfe sozialer Netzwerke hätte man da doch ganz andere Möglichkeiten gehabt als die Jugendlichen früher, für die es Ehrensache war, zu Demos zu gehen. Die Jugendlichen heute scheinen nur noch mit Selfies und Shoppen bechäftigt zu sein. Es gibt Ausnahmen, aber das ist der Trend.Wir sind, und so ist es noch heute, in der Schule, mit dem Thema "Nationalsozialismus" schon fast traktiert worden, das wurde immer und immer wieder durch genommen.  Es hieß immer: Damit so etwas nie wieder geschieht". Aber trotzdem haben die Menschen nichts gelernt, werden immer unkritischer, was politische Dinge angeht. Und wenn dann so etwas wieder geschieht, fällt es den meisten nicht einmal auf. Dieses Unterscheiden -Können zwischen Realität und Fiktion wird für Kinder sicher schwierig sein, zumal sich bei Kindern das Gehirn noch in der Entwicklungsphase befindet. Das können Erwachsene oft nicht mal. Als früher regelmäßig "die Schwarzwaldklinik"im Fernsehen lief, gab es viele Erwachsene, die, wenn sie krank waren, in die Schwarzwaldklinik zu Professor Brinkmann eingeliefert wollten. Wie sollen Kinder da groß zwischen Realität und Fiktion unterscheiden? Mich wundert immer wieder, dass es nicht noch mehr Amokläufer unter Jugendlichen gibt, bei den vielen brutalen Spielen, die den Kindern aufgedrängt werden. Das zeigt, wie gut Kinder von Natur aus sind. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Es ist beruhigend, dass es doch noch einige Menschen wie dich gibt, die sich kritische Gedanken zu unserer Gesellschaft machen, auch wenn das eindeutig zu wenige sind. ich werde deinen Rat annehmen und mit meinem Sohn noch einmal ausführlich über die Auswirkungen von Ego-Shooter- Spielen reden.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Dieses Unterscheiden -Können zwischen Realität und Fiktion wird für Kinder sicher schwierig sein, zumal sich bei Kindern das Gehirn noch in der Entwicklungsphase befindet.

Wenn es völlig unreflektiert geschieht? Ja. Doch du hast die Möglichkeit, es eben NICHT unreflektiert ablaufen zu lassen. 

Wie sollen Kinder da groß zwischen Realität und Fiktion unterscheiden?

Indem sie mit der Realität konfrontiert werden. Ich nannte dir bereits Beispiele. 

Mich wundert immer wieder, dass es nicht noch mehr Amokläufer unter Jugendlichen gibt, bei den vielen brutalen Spielen, die den Kindern aufgedrängt werden.

Stop! Es sind NICHT die "brutalen Spiele", die aus Kindern Amok-Läufer machen. Es ist ihre Dissozialisierung durch die Gesellschaft und die Familie. (Das ist nicht meine Argumentation, sondern wurde in zahlreichen Studien bestätigt.)

Das zeigt, wie gut Kinder von Natur aus sind.

Zweifellos. Kinder sind von Natur aus Pazifisten und Altruisten. Zumindest die meisten. Doch es reicht, eine Handvoll "Versager" zu haben, wenn der Rest sich nicht dagegen wehrt...

ich werde deinen Rat annehmen und mit meinem Sohn noch einmal ausführlich über die Auswirkungen von Ego-Shooter- Spielen reden.

Das allein wird nicht reichen. Sein Umfeld drängt ihn dazu, "mitzuzocken". Zwinge ihn also nicht, sich zwischen dir und seinen Freunden entscheiden zu müssen.

Aber hilf ihm, es richtig einordnen zu können: In der Realität gibt es kein "Savegame", das man laden kann, wenn man erschossen wurde. Und da gibt's auch keine "automatische Heilung", wenn man angeschossen wurde. ... Da ist man tot. Und NIEMANDEN interessiert's anschließend. Man ist also auch kein "Held" und schon gar nicht fällt man "für Deutschland", sondern IMMER NUR FÜR DIE REICHEN UND MÄCHTIGEN...

Antwort
von Jonnymur, 41

Mit einem Adblock für Android oder iOS. Es gibt da entsprechende App-Angebote.

Darüber hinaus wird er das Spiel voraussichtlich nur besitzen können, wenn du es ihm kaufst. In diesem Sinne besteht da keine Gefahr.

Battlefield 1 ist ab 16, da es schwerwiegende Antikriegselemente beinhaltet, den Ersten Weltkrieg hinsichtlich Graumsamkeit und Sinnlosigkeit verdammt. Videospiele stehen nun mal nicht nur für witzige und niedliche Spielchen, so wie auch nicht jeder Spielfilm eine Komödie ist. Zum kritischen Umgang mit Krieg in Battlefield 1, siehe:

Die Szenen sind bedrückend und sollen es auch sein. Der Spieler wird mit den Schrecken des Krieges konfrontiert.

Man erhält zudem keine Punkte für das Töten von Menschen, sondern für das Besiegen von menschlichen Mitspielern im Multiplayer. Dementsprechend gibt es im Einzelspieler kein Punktesystem, wie du auch im Video sehen kannst.

Kommentar von Jonnymur ,

Im Falle, dass du kein Englisch kannst. Das Szenario auf Deutsch, von Gronkh kommentiert: https://youtu.be/4deExVbch9s

Antwort
von Brunnenwasser, 31

Da haben wir das Problem, jeder Zehnjährige muß heute Smartphone und PC zu Hause haben. Ist jetzt auch egal ob die Schule das fordert, oder die Eltern wegen dem Gruppenzwang nachgeben: es ist falsch und nicht zum Wohle des Kindes.

Ich habe selbst mit Mitte 30 mit Shootern angefangen, die Spiele sind zu recht ab 18 Jahren erst erlaubt. Battlefield sogar mit 16, wie Du richtig schreibst.

Eigentlich muß ich Dir nur beschreiben wie nachteilig sich solche Kinder in ihrem Sozialverhalten entwickeln, die so früh damit in Kontakt kommen. Erst kommen die Schimpfwörter, dann die schlechte Laune, auch außerhalb des Spiels.

Die Nächte werden kürzer, die Schule kommt so kurz, und die Prachtexemplare unter diesen kleinen Sonnenscheinen entwickeln merkwürdige und mitunter kriminelle Onlineaktivitäten die sie selbst für Bagatellen halten. Und dann kommt das große Erwachen.

Es wäre extrem hilfreich wenn möglichst viele Eltern ihre Kinder aus solchen Onlinespielen fernhalten. In erster Linie zum Wohle der Kinder, aber auch wegen der Nerven der anderen.

Du kannst nur Regeln auflegen und Deinem Kind vertrauen, oder aber regelmäßig Kontrollen auf dem Rechner durchführen. Die Spiele sind mit Software - Plattformen wie "Steam" oder "Origin" verbunden, wenn diese nicht installiert sind funktionieren auch die Spiele darauf nicht.

Kommentar von Nicky100 ,

Lieber Brunnenwasser, vielen Dank für diene sehr ausführliche Antwort, ich nehme an, du hast keine Kinder, sonst wüsstest du, dass, ein Kind, wenn es in der achten Klasse ist, viel älter, ist, nämlich in kürze vierzehn. Mein Sohn ist definitiv der letzte, der ein Handy bekam, und er wirft mir das immer vor, dass er dadurch  ein Außenseiter sei. (was natürliche nicht stimmt, weil er sehr viele Kumpels hat nd die haben schon lange immer ihre Handys dabei. Ich bin nämlich Handy und co. gegenüber sehr skeptisch. Und kämpfe einen ständigen Kampf gegen diese Dinge. Viele Eltern reden sich ein, dass ihr Kind sicherer ist, wenn es mit Handy unterwegs ist oder sie reden sich ein, wenn ihr Kind möglichst früh mit Computer und ähnlichen Dingen zu umgeht, das wirke sich später besser auf  den Beruf aus. Das mit dem Vertrauen und auf Vernunft setzen ist so eine Sache bei Kindern. Die ganzen E-Medien sind so geschaffen, dass sie irgendwie süchtig machen,. Da braucht man viel Disziplin, um mit diesen Dingen umzugehen. Diese Disziplin haben Kinder und Jugendliche definitiv noch nicht.  Ich werde mal sehen, ob man diese Plattformen, von denen du redest, löschen kann. Vielen Dank für deinen Beitrag und ein schönes Wochenende!

Kommentar von Brunnenwasser ,

Daß ich keine Kinder habe ist korrekt, aber ich habe sehr viele davon in meinem Umfeld. Daher kommt es wohl ;)

Keine Ahnung wie alt Dein Sohn ist, Du schreibst weiter oben 5. Klasse und das ist hier in meiner Gegend seit ein paar Jahren das kritische Alter wo alle ein Smartphone haben "müssen".

Deine Einstellung ist sehr löblich und ich würde das auch weiter so durchziehen, wobei Du in diesem Alter einem Kind schon eher mal ein Smartphone anvertrauen kannst. Nur halte ihn von den Onlinespielen fern solange er in der Schule ist, wenn er erst mal arbeitet oder studiert kommt er von alleine darauf daß er die Zeit dafür maximal am Wochenende hat.

Auch Dir ein schönes Wochenende

Antwort
von FunnysunnyFR, 50

Ich finde diese "Spiele" auch abartig und "Jugendverblödend".

Aber realistisch gesehen, hast du keine Chance, dein Kind davon abzuhalten, so etwas zu "spielen".

Klar kann man bestimmte Sachen auf dem Handy oder PC sperren.

Dein Sohn hat schneller raus wie man das rückgängig macht, als du zum sperren brauchst.

Und wenn er zu einem Freund zum "Spielen" geht, ist heutzutage auch nicht mehr der Sportplatz sammt Fußball gemeint.

Klar haben die Spiele auch Altersbrgrenzungen. Aber dein Sohn wird ins anonyme Internet sicher nicht sein echtes Geburtsjahr eintragen.

Das einzige was du tun kannst, ist mit deinem Kind zu reden. Nicht belehren, nicht verbieten, dann ist es grade interessant.

Reden das dir das nicht gefällt. Reden das es nicht spaßig ist, Menschen zu killen, auch nicht virtuell.

Und zuhören nicht vergessen. Fragen was denn so cool daran ist. Versuchen dich in seine Lage zu versetzten, wo doch alle so coole Sachen spielen.

Fazit. Du wirst weder mit Technischen Möglichkeiten, noch mit Verboten was erreichen. Im Gegenteil.

Nur mit einem Apell an die Vernunft deines Kindes. (Vielleicht)

Kommentar von Jonnymur ,

Siehe meine Antwort, bitte.

Das Kind besitzt das Spiel nicht. Dementsprechend kann auch nichts gesperrt werden und die Anonymität im Internet bringt auch nichts, wenn es nicht die Kreditkarte der Eltern frei zur Verfügung hat. Krieg wird in Battlefield 1 nicht als "cool" dargestellt.

Antwort
von Jakobking123, 46

Mit solchen spielen wird jeder konfrontiert egal ob werbung am handy oder von den freunden oder zeitschriften etc. Es liegt an einem selbst ob man diesen spielen nachgeht. Leider spielen in dem alter schon recht viele kinder solche spiele da kann man nicht viel machen als dem kind seine meinung zu sagen und zu hoffen das es das versteht

Antwort
von amuelue, 33

Bei meinem Onkel ist es so, dass er die Apps meines Cousins "verwaltet".

Der ist mittlerweile 12, aber muss trd. erstmal Fragen bevor er sich eine App runterladen kann. Sein IPhone fragt bei jedem Herunterladen einer App, erstmal nach dem Apple-ID Passwort (oder so), was in dem Fall nur mein Onkel kennt.

Glaube sowas kann man im App-Store von Android auch Einstellen.

Dachte erst es sei sehr rabiat, allerdings konnte ich es an Gedanken mancher sehr fragwürdigen Apps sofort nachvollziehen.

Kommentar von FunnysunnyFR ,

Und der Junge spielt dann das, was ihm für sein Smartphone verboten ist, nicht zum Trotz gerade deshalb auf dem Handy oder PC von seinem Kumpel.

Das ist Wunschdenken.

Kommentar von amuelue ,

Ist ja nicht so dass viele Kinder auch auf Ihre Eltern hören.
Wenn was Verboten ist, dann ist es ebend Verboten.

Klar gibt es wieder andere Kinder, aber man sollte dem Kind klar machen, dass bestimmte Dinge nunmal ab einem bestimmten Alter sind.

Außerdem weiß ich trd. dass er es Zuhause bzw. in meinem beisein nicht spielen kann.

Das "Wunschdenken" kann man sich hier sparen.

Antwort
von Perrierle, 40

Meiner Meinung nach gehst du dem total falschen Weg. Du kannst deine Kinder unmöglich vor dieser Welt wegschließen und sie für immer vor allem beschützen. Früher oder später kommt der Punkt an welchem dein Kind sich damit auseinander setzt. 

Wichtig erscheint mir, dass du dich mit deinem Kind zusammen setzt und ihm klar machst, dass Krieg etwas schreckliches ist.Du kannst deinen Kindern eine gewisse Art zu denken mit auf den Weg geben, sie allerdings vor diesen Dingen zu schützen ist unmöglich. 

Genau das gleiche mit Drogen, vergiss es überhaupt erst zu versuchen dein Kind davon fern zu halten, das geht meisten total schief, sprich mit ihm, erkläre warum du Angst hast und welche Gefahren wo und warum lauern. 

Dies bedingt allerdings, dass du dich selber mit der Thematik auseinander setzt und weißt wovon du redest. Wenn du deinem Kind ein Spiel verbietest mit der Begründung"weil ich das so sage" oder " Weil ich es so will" dann kann nur eine trotzige Gegenreaktion kommen. 

Antwort
von Nicky100, 21


Liebe user, die ihr meine Frage beantwortet habt: ich hätte gerne die anderen Antworten von euch auch noch gerne kommentiert, aber irgendwie ging das nicht. Das ging nur bei den ersten beiden.Vielleicht ist das ja so von „GuteFrage.net „ so eingerichtet, damit man sich mit so unangenehmen Themen nicht so  ?? Aber zu  Blvck Bytes möchte ich gerne noch sagen: natürlich sind diese Ballerspiele schädlich für Kinder, die anderen gegenteiligen Meinungen sind natürlich gekauft und Geld ist dann wieder wichtiger. Es zeigt sich ja auch immer wieder, wenn man die Lebensumstände von Amokläufern untersucht, dass die fast immer solche Ballerspiele gespielt haben. Das funktioniert auch beim autogenen Training und so trainieren auch Sportler mental: was man sich immer wieder vorstellt, das geht einem dann leichter von der Hand und wird oft Realität. Das berichten auch oft Mörder, dass sie sich vor dem Mord ihre Tat immer ausgemalt haben. Gerade bei Kindern, wo das Gehirn noch in der Entwicklung ist, und sich die Synapsen, also die Verbindungen im Gehirn erst noch bilden. Das Jugendstrafrecht geht nicht ohne Grund bis 21 Jahre. Ein Kind, was immer wieder lernt: „bei Mord eines Menschen bekomme ich eine Belohnung“, und welches dabei angesichts der brutalen Bilder immer mehr abstumpft, das wird sicher eher zum Mörder als andere. Jemand, der als Soldat eine Drohne bedient und Leute abschlachtet, wird sich sicher einreden, er spiele ein harmloses Spiel. Ich habe in meiner Kindheit auch Western angeguckt, aber da stand das Töten nicht im Vordergrund und bei den brutalen Szenen hat man als Kind weggeguckt. Das ist wohl ein Unterschied dazu, wenn ich selbst den Mörder spiele, dabei abstumpfe und Belohnungen fürs Töten kassiere. Das manifestiert sich ganz sicher im Gehirn. Naja, vielen Dank noch mal für eure Antworten und ein schönes Wochenende. Eure Nicky100



Kommentar von Jonnymur ,

Das stimmt natürlich: Kinder dürfen nicht die Zielgruppe dieser Spiele sein, so wie auch manch ein (Anti-)Kriegsfilm nicht für Kinder geeignet ist.

Ich würde mich freuen, wenn du auch meine Antwort noch lesen würdest.

Es ist zudem wenig hilfreich, wenn rationale Argumentation keine Beachtung erhält, der Antwortende als "bezahlter Lobbyist" abgetan wird, damit man sich mit den Argumenten nicht auseinandersetzen muss.

In der Wissenschaft ist die Wirkung solcher Spiele übrigens höchst umstritten. Die Voraussetzung für eine Abstumpfung wäre in jedem Fall, dass die virtuellen Figuren als echte Menschen wahrgenommen werden und der Tod einer Figur nur ansatzweise das auslösen kann, was der Tod eines echten Menschen bei uns auslöst.

Antwort
von quantthomas, 18

Dagegen können die Eltern sehr wenig machen.

 Auch der Gesetzgeber tut sich schwer, diese Killerspiele für Jugendliche zu erbieten,  weil die von den Spielherstellern bezahlten Experten, im Allgemeinen die Ansichten vertreten, daß für die Kinder das Ballern total unschädlich ist.

Du kannst nur hoffen, daß dein Kind nicht nach diesen Killerspielen süchtig wird und danach keinen Amoklauf begeht. 

Antwort
von BlvckBytes, 26

Ich würde echt gerne mal verstehen, was ihr Eltern gegen sowas habt. Sieht man im Fernsehn etwa keinen Mord und Todschlag? Nur weil ich in einem Spiel andere Virtuelle Menschen töte, heißt es nicht, dass ich das im echten Leben mache. In solchen Spielen denkt keiner ans Umbringen, da geht es mehr darum, wer besser ist, bzw wer mehr Punkte schafft.

Ich finde es schade, dass solche Spiele erst ab 16 und manchmal auch ab 18 sind, deswegen kaufe ich sie bei Steam, da überprüft keiner mein Alter. 

Kommentar von feier68 ,

ja aber er ist ungefähr 10 da sollte man noch keine ballerspiele spielen.

Kommentar von BlvckBytes ,

Naja, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mein erstes Ballerspiel mit 13 bekommen und bin mittlerweile 16. 

Antwort
von feier68, 19

Also so Werbung kann man nicht unbedingt
Verhindern außer mit einer Kindersicherung APP aber da Bin ich mir nicht sicher
Aber wenn er ein PC hat dann kann man
Z.b bei steam so spiele am einfachsten holen da kann Mann aber eine Sicherung einstellen.
Und sonst hilft nur controlliren und
Und er kann das Spiel sowieso nicht kaufen

Antwort
von Banzai247, 21

Schützen? Garnicht :D , weil mans nicht muss.

Ich hoffe sie verbieten ihren Kind auch Fernsehen, Fleischkonsum und ähnliches :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community