Frage von pershprinc, 133

Wie kann ich meine Ersparnisse retten bzw. am besten anlegen?

Aufgrund der aktuellen Situation des immer schwächer werden Euros möchte ich mich finanziell neu aufstellen und dementsprechend vorbereiten. Deswegen habe ich mich bei euch angemeldet. Ich denke jeder hat mit bekommen, dass Mario Draghi wieder Geld in Umlauf gebracht hat und so eine Steigerung der Inflation in Kauf nimmt. Für mich ist es ein Pulverfass, welches jeder Zeit explodieren kann. Ich würde mich deshalb riesig über einige Tipps und Ratschläge freuen, wie ich mein Geld am besten anlegen kann. Zu investieren sind 10000 – 50000€. Ich wollte jetzt keine genauen Zahlen nennen aber so etwas dazwischen. Dabei ist mir vorallem die Idee gekommen, weiter in Gold zu investieren.

Antwort
von Samy795, 70

Mit ner ordentlichen Immobilie kann man bei entsprechender Bonität nicht viel falsch machen...
Wobei Deine Angst absolut unbegründet ist. Zugegeben, das Thema ist nicht ganz leicht zu überblicken, die Hiobsbotschaften über den Verfall des Euros sind aber dennoch nicht mehr wert, als die jährlich wiederkehrenden Weltuntergangsvoraussagen.  

Antwort
von Havenari, 19

Die Motivation erschließt sich mir nicht wirklich. Natürlich nimmt die EZB eine Steigerung der Inflationsrate "in Kauf" - das erklärte Ziel sind seit eh und je zwei Prozent, und die werden seit langer Zeit nicht erreicht. Der "immer schwächer werdende Euro" ist erstaunlich stabil, seit März auch gegenüber anderen Leitwährungen wie Yen, Dollar und Pfund.

Wenn du in Gold investieren willst: tu, was du nicht lassen kannst. Mir wäre das viel zu spekulativ. Ich würde eher auf Anleihen setzen, da gibt es ein breites Spektrum von Risikoklassen und entsprechenden Renditen. Auch mit Aktien macht man bei entsprechendem Anlagehorizont praktisch nie etwas verkehrt. Gold wird eigentlich seit jeher nur als Beimischung empfohlen - wie soll auch so ein Barren, der irgendwo rumliegt, eine Rendite erwirtschaften? Kennst du irgendeinen reichen Menschen, der sein Vermögen mit Gold aufgebaut hat?

Antwort
von Hardware02, 91

Am besten wäre es, du investierst das Geld auf dem Aktienmarkt. Da du ja nicht von einem Tag auf den anderen lernen wirst, worauf es dabei ankommt, bietet sich ein Indexfonds an, das sind z.B. Dax, Dow Jones, Nikkei, etc.

Aber frag mich nicht, welcher da zur Zeit am besten ist. Es wäre sowieso besser, du verteilst das Geld auf mehrere Fonds.

Brauchst du es in nächster Zeit? Davon würde ich es auch abhängig machen, in was du es anlegst. 

Antwort
von AlexChristo, 33

Zur Werterhaltung sind Edelmetalle schon richtig. Da auch der Goldkurs im Moment sehr niedrig ist, genauso wie Silber, lohnt es sich schon, physische Edelmetalle zu kaufen.

Achte nur darauf, dass du kleine Einheiten kaufst, damit du ggf. auch mal direkt (als Tauschgeschäft) mit Gold oder Silber bezahlen kannst.

Du sollest dir nur bewusst sein, dass physische Edelmetalle mehr zur Werterhaltung dienen, als zur Wertevermehrung. Gerade durch den Kauf (und später Verkauf) von physischen Edelmetallen entstehen höhere Kosten. Ob man diese dann so auch wieder durch einen gestiegenen Kurs wieder reinbekommt, ist fraglich.

Ich schreibe übrigens von physischen Edelmetallen, weil man Edelmetalle auch an der Börse handeln kann.

Antwort
von Sonnenstern811, 48

Für einen Teil deines Geldes Gold zu kaufen (Silber ebenfalls) ist schon eine gute Idee. Noch besser: Platin! Schau dir mal die langfristigen Kursverläufe an, dann siehst du deutlich, da ist was aus dem Ruder gelaufen. Solche Missverhältnisse normalisieren sich fast immer wieder. An Immobilien würde ich allenfalls für den Eigenbedarf denken. Die Preise sind stark gestiegen, auch, weil viele EU Ausländer aus den "armen" Ländern hier ihr überschüssiges und in Sicherheit gebrachtes Geld angelegt haben.

Außerdem ist unser Staat gierig auf das Vermögen seiner Bürger. Nichts eignet sich hierfür besser, als Abgaben auf Immobilien. Siehe die schon vielerorts verdoppelte Grunderwerbssteuer und Grundsteuer in den letzten Jahren.

Dass diese massive Geldschaffung in den Abgrund führen muss ist völlig klar. Noch nie in der Geschichte ist so etwas gut gegangen, und auch diesmal ist keineswegs alles anders. So, wie manche Leute uns weismachen wollen und gerne hätten. Mal sehen, wie lange der deutsche Widerstand gegen die europäische Bankenunion aufrecht erhalten werden kann.

Antwort
von fondsexperten, 20

Auf jeden Fall nicht alles auf eine Karte setzen. Zwei Monatsgehälter sollten als Notfallreserve auf ein Tagesgeldkonto. Das übrige Geld am besten breit gestreut über verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle, Alternative Investments streuen. 

Antwort
von Chris1480, 133

wenn der Goldpreis fällt.......

wenn du eine Wohnung kaufen bzw. anzahlen und abzahlen kannst, würde ich da investieren (bei sicherem Einkommen) und an örtliche Bindung bei Eigennutzung der Immobilie. Wenn das Geld auf Jahre/Jahrzehnte frei ist, Aktien oder etwas ähnliches kaufen (welche mit guter Dividendenzahlung, gleicht Kursschwankungen/Abfälle aus). ein bisschen Gold schadet sicher nicht, etwas Bargeld auch nicht.

Antwort
von lesterb42, 21

Garagen bringen 7  % Rendite.

Antwort
von Danielh55, 19

10-20% in Edelmetalle investieren (physisch)... einen schönen ETF auswählen und da einen Teil reinpacken und einen finanziellen Schutz auf einemTagesgeldkonto bzw. Bargeldreserven

Antwort
von swissss, 94

Gold ist seit 5 Jahren im Sinkflug. 

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Na und? Es ist allerdings nichts für Glücksritter. Schau mal auf den langfristigen Chart. Der € ist übrigens auch schon lange im Sinkflug. Das betrifft nicht nur das Verhältnis zum USD. Für einen € bekam ich vor 10 Jahren noch 20% mehr Tschechische Kronen als heute. Wäre die Krone nicht mutwillig abgewertet worden, wären es sogar 30%.

Dass die einvernehmliche und erwiesene Drückerei des Goldpreises von Großbanken und Regierungen irgendwann mal endet, ist auch klar. Viele Goldminen haben all in Kosten um den jetzigen Goldpreis und würden pleite gehen bei einem weiteren Preisverfall. Der Schweinezyklus lässt grüßen. An der Comex kommen im Mittel bereits 380 stolze Besitzer auf eine dort physisch hinterlegte Unze. Natürlich wollen die nicht alle liefern lassen. Wenn es aber mal eng wird und nur 10% kommen auf diese Idee, weißt du, was dann passieren muss?

Warum wohl kaufen die Regierungen in China, Russland und anderswo Gold auf, wo sie nur können? So blöd sind die gar nicht. Auch die Tage des USD als Weltwährung sind gezählt, bei den auf normalen Wegen nicht rückzahlbaren Staatsschulden. China wird bei einer neuen Ww eine gehörige Rolle mitspielen. Staaten, die wenig oder kein Gold haben, sitzen dann am Katzentisch.

Kommentar von Havenari ,

Wenn angeblich diverse Regierungen Gold ankaufen, "wo sie nur können": Warum steigt dann der Preis nicht? Das widerspricht den elementarsten Regeln der Marktwirtschaft.

Kommentar von Sonnenstern811 ,

Schau besser auf die Menge des tatsächlich physisch gehandelten Goldes. Wenn manipulativ an einem Sonntag 5000 Tonnen Papiergold unlimitiert eingestellt werden, dient es nur der Preisdrückung. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Oder wer verschenkt da mal eben 100 Mio USD?

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