Frage von Elenax19, 245

Wie kann ich meine Eltern überzeugen, mir KEINEN Hund zu kaufen?

Ist bestimmt eine komische Frage. Ich habe Hunde sehr gerne und wollte auch eigentlich immer einen haben, aber mir war es dann zu viel Verantwortung, weswegen ich mir nie einen gewünscht habe. Jetzt haben meine Eltern von sich beschlossen mir einen zu kaufen. Natürlich fand ich das total nett und hab mich auch dafür bedankt, aber ich meinte dass ich es für keine so gute Idee halte, weil ich im Moment sehr mit der Schule beschäftigt bin und eigentlich nie Lust oder Zeit habe mich dann noch um ein Lebewesen zu kümmern. Meine Eltern mögen Tiere auch eigentlich nicht und hatten nie welche und würden sich dann überhaupt nicht um den Hund kümmern, und ich habe überhaupt keine Zeit jeden Tag mit ihm spazieren zu gehen und ihn zu füttern. Außerdem kostet es dann natürlich auch Geld, also der Hund selbst, Tierarzt... wenn ich älter wäre, würde ich mir auf jeden Fall einen Hund kaufen, aber ich habe selbst nicht so viel Ahnung von Tieren und wenn ich mich dann ganz alleine um einen Hund kümmern müsste, während ich noch gleichzeitig in die Schule gehe, würde ich das wahrscheinlich nicht schaffen und bei seiner Erziehung etc. vieles falsch machen. Auf jeden Fall habe ich das meinen Eltern gesagt, aber sie haben es nicht wirklich ernst genommen und meinten, wenn ich keine Zeit für den Hund hab kann er auch einfach alleine im Garten rumrennen. Aber ich kann ihn ja nicht einfach tagelang draußen lassen und überhaupt nichts mit ihm machen. Ich würde ihm ja gern Liebe und soweiter schenken, aber im Moment wäre ich sehr überfordert davon. Meine Eltern sagen eben immer, dass ich das schon irgendwie hinkriege und dass es nur ein Hund ist und kein besonderes Lebewesen...ich finde sie einfach nur verantwortungslos. Aber wenn ich sage, dass ich kein Tier "quälen" möchte nehmen sie mich nicht ernst. Was tun?

Antwort
von Kuro48, 84

Bevor ich antworte erst einmal meine Hochachtung. Ich weiß nicht wie alt du bist, aber diese Denkweise ist wirklich sehr gut. du denkst nicht nur an dich sonder reflektierst realistisch die Bedürfnissen deines Mitbewohners als Lebewesen.

DasProblem ist leider, deinen Eltern kann man nichts vorschreiben. Du solltest mit ihnen wirklich noch mal in Ruhe reden und gar nicht groß argumentieren. Mache deutlich, dass du gerade keinen Hund möchtest, Punkt. Sie können einiges zum Thema Verantwortung argumentieren, doch dieser Punkt ist Fakt. Lass ihnen keinen Spielraum gegen deine Argumente zu argumentieren sondern dreh den Spieß um, wenn sie sagen du schaffst das schon. Nein, du möchtest das Tier nicht und du kannst es gerade auch nicht schaffen. Viel mehr würde ich deine Eltern mal fragen warum sie dir einen Hund aufzwingen wollen. Bisher interessierten sie Tiere auch nicht, also stell ruhig die Frage warum du jetzt ihren Willen nachkommen musst und dir Ballast auflasten sollst. Das Argument, dass das ein Lebewesen ist prallt ja offensichtlich leider bei solchen Aussagen wie dem Garten auf taube Ohren, vielleicht haben sie dafür mehr Interesse ob sie dich damit nicht nur überfordern sondern belasten und bedrängen.

Ansonsten würde ich versuchen mit einer erwachsenen Vertrauensperson reden. Ein Lehrer, ein Verwandter etc. der deinen Eltern vielleicht ins Gewissen reden kann. Solltet ihr gemeinsam in ein Tierheim oder zum Züchter gehen...auch wenn ich leider befürchte deine Eltern ziehen einen Vermehrer vor, würde ich vor dem Besitzer der Tiere auch ganz deutlich sagen, dass du dieses Tier nicht möchtest. Jede Stelle die sich für ihre Tiere interessiert sollte so verantwortungsvoll sein kein Tier rauszugeben wenn die Tochter für die das Tier sein soll gar keines will und der Hund gefährdet wäre.

Davon ab kennt man leider deine Eltern nicht, aber ich würde auch am Ende mal anmerken, dass du dich für ihren Willen nicht einspannen lässt und sie sich dann selbst um das Tier kümmern müssten, du würdest keinen Finger rühren. Ob du ich dann doch um das arme Geschöpf kümmern würdest wenn sie es vernachlässigen ist dabei erst einmal irrelevant, vielleicht hilft der Notnagel, dass sie sehen alle Arbeit machen zu müssen.

Viel mehr viele mir da auch erst einmal nicht ein. Das Eltern ein Tier nicht wollen, es aber für ihr Kind kaufen, dass das Tier auch nicht will, ist schon ein sehr ungewöhnlicher Fall. Egal wer den Hund versorgt, sie verpflichten sich für über 10 Jahre für ein Lebewesen zu sorgen. Wobei ich bei der Einstellung fürchte, dass der Tierarzt nur im Notfall besucht wird, das Kümmern und die Versorgung schlecht sein wird und im schlimmsten Fall der Hund dann beim nächsten Urlaub im Weg sein wird. Von den ausgesetzten Sommerhunden gibt es leider noch viel zu viele.

Wichtig wäre aber wirklich mal das "Warum?" zu kennen. Irgendwas muss ja gewesen sein, dass sie mit einmal einen Hund auf biegen und brechen haben wollen.

Kommentar von Elenax19 ,

Ehrlich gesagt versuchen sie ja schon länger mir einen aufzudrängen und wie ich schon unter einer anderen Antwort kommentiert habe, denke ich halt dass sie vermutlich glauben mir so eine Freude zu machen und mich dazu zu bringen mehr rauszugehen. Aber ich habe ganz vergessen wie lange Hunde leben und damit hätte ich eigentlich hier noch ein gutes Argument, da ich nur noch ein paar Jahre lang zur Schule gehe und dann auf jeden Fall weiter weg ziehe 

Kommentar von Kuro48 ,

Das ja, aber wenn du deitlich machst keinen zu wollen und dich dies eher unglücklich macht sollte im Normalfall bei Eltern der Gedankengang kommen, dass die Idee doch nicht so gut ist wie gedacht. Das du nicht in Freudenjubel ausbrichst merkt man ja.

Antwort
von Shilja, 71

Hm deine Eltern wirken in dem Fall ziemlich unverantwortlich... Ich versuche mal das aus Sicht der Eltern zu sehen, denn dass sie da so hartnäckig und taub für dich sind kann doch nur einen Grund haben! (Den haben wir als Eltern immer! :D)
Hast du vielleicht irgendwie den Eindruck hinterlassen, dass du einsam bist, keine Freunde hättest etc.? Vielleicht fühlen sich deine Eltern verpflichtet dir auf diesem Weg einen "Freund" zukommen zu lassen? Oder bist du vielleicht zu oft zuhause als draußen was zu unternehmen obwohl deine Eltern rum maulen, du sollst mehr raus? Versuche den Grund für Ihre Hartnäckigkeit zu finden, denn wenn sie selbst keinen Hund wollen aber dir einen im gemeinsamen Haushalt einen aufzwingen obwohl du dich dagegen aussprichst ist mehr als komisch...
Dann solltest du deinen Eltern vielleicht klar machen, dass ein Hund vor allem am Anfang klare Richtlinien und Grenzen braucht, alles von Grund auf beigebracht werden muss etc. und das schon allein wegen deinem stundenlangen fern bleiben aufgrund von Schule gar nicht alleine möglich ist, und deine Eltern da sehr wohl mithelfen MÜSSEN um den Hund nicht völlig verkümmern zu lassen - aber auch Kleinigkeiten wie für frisches Wasser sorgen, Futterzeiten etc. aber auch die kleinen und großen Unfälle im Haus bis sie Stubenrein sind... Das kannst du gar nicht alles alleine machen - und einsam im Garten würde es ihm an Grenzen und Familienanschluss fehlen - er wäre alleine und das passt zu einem Rudeltier nicht.
Ich hoffe ich konnte zumindest etwas helfen... Find ich aber toll von dir, dass du zumindest einsiehst, dass im Moment nicht alles für einen Hund im Haus passen würde, sehr verantwortungsvoll von dir! Hast nicht von deinen Eltern scheinbar haha :P (kleiner Scherz)
Liebe Grüße :) Shilja

Kommentar von Elenax19 ,

Danke für die gute Antwort und auch dafür dass du dich mal in meine Eltern hinein versetzt hast! Ich glaube du hast es schon relativ gut getroffen... ich habe nicht so viele Freunde und die haben leider nur selten Zeit für mich, do dass ich tatsächlich öfters daheim bin. Raus gehen darf ich aber leider nicht alleine und ich kann mir vorstellen, dass meine Eltern dann denken wenn ich einen Hund als "Beschützer" hätte könnte ich auch mal allein an die frische Luft 

Kommentar von brandon ,

Raus gehen darf ich aber leider nicht alleine 

Was Du erzählst wird ja immer seltsamer. 😮

Kommentar von Shilja ,

Dann sprich deine Eltern vielleicht direkt darauf an, vielleicht öffnet Ihnen das die Augen - vielleicht sehen sie deine Argumente mit der Begründung "ich schaff das nicht" auch nur als Selbstzweifel - die sie als Eltern nur umso mehr darin bestärken erst recht einen Hund zu kaufen um dir zu zeigen "siehst du geht ja doch"... Ich glaube sie wollen dir damit nur gutes tun, dich bestärken Verantwortung zu übernehmen von der du angibst "es nicht zu können" - sag ihnen, dass das der falsche Weg ist, ich glaube damit knackst du sie und kommst wieder an sie ran :)

Antwort
von FouLou, 66

puh. Gute frage. Du hast ja schon versucht vernüftig zu argumentieren. Ich würde sagen das du ihnen ganz klar sagen solltest. "ich möchte keinen hund und wenn ihr doch einennkauft ist das eurer und ich werde mich nicht um ihn kümmern"

dann solltest du d as auch durchziehen. Es ist nicht deine verantwortung wenn deine eltern sich einen und kaufen.

Kommentar von Elenax19 ,

Zum letzten Satz: stimmt, aber ich lebe ja noch mit ihnen zusammen und es würde mir das Herz brechen wenn ich sehe wie das Tier hier leidet. Aber wenn ich generell verhindern kann dass sie sich einen zulegen hat sich das ja erledigt 

Antwort
von aculi123, 46

Wie wäre es wenn du mal es deinen Eltern die Frage zeigen würdest was du hier jetzt gestellt hast. Sie sehen damit auch gleichzeitig wie ernst du es meinst und können sie auch noch die Antworten der anderen lesen. Damit es Ihnen klar wird. Muss selbst sagen das es keine Gute Idee ist wenn du das hier Ihnen zeigst und noch die Antworten andere sehen was sie über Sie denken, wahrscheinlich werden sie es sogar etwas gereizt wirken oder so ähnlich, aber wenn sie sich das nicht einsehen das du es ernst meinst oder es bis jetzt noch nicht geschafft hast sie zu Überzeugen ist das halt noch eine Möglichkeit sie davon abzuhalten. Aber natürlich hoffe ich für dich das du einen Anderen weg findest oder hier jemand mit ner besseren Idee kommt.

Antwort
von baehrchen2, 60

Um Gottes Willen! Was stimmt denn mit denen nicht?? Bitte setz dich noch einmal mit ihnen zusammen und setz ihnen deine Argumente in aller Deutlichkeit und glasklar auseinander. Am besten im Beisein einer Person eurer aller Vertrauens. Vielleicht eine Tante oder ein Onkel? Paten? Du hast absolut Recht in allen Punkten und deine Eltern handeln komplett verantwortungslos, wenn sie dir jetzt einen Hund aufzwingen! Hilfe! Geht ja gar nicht! So was hab ich ja noch nie gehört!!

Kommentar von brandon ,

So was hab ich ja noch nie gehört!!

Und was sagt Dir das?

Antwort
von PeterPaninchen, 50

Auweia. Klingt ganz so als ob der Hund früher oder später im Tierheim landen wird. Wenn keiner aus eurer Familie Lust auf einen Hund hat, ist es die falsche Entscheidung sich einen zuzulegen und das musst Du deinen Eltern in den Kopf hämmern. Finde es sehr gut, dass Du schon so weit denkst, dass du höchstwahrscheinlich keine zeit für den Hund haben wirst. Andere wollen erstmal haben und dann zusehen obs klappt.

Antwort
von Schneeflocke88, 36

Wow, so viel Vernunft ist doch einfach mal schön :-)

Erstmal ein riesen Kompliment an dich! Du machst dir wirklich einen Kopf und überlegst für das Tier und nicht für dich.. Wirklich toll :-)

Deine Eltern wollen dir mit dem Hund sicherlich eine Freude machen und genau dieses Argument würde ich an deiner Stelle nehmen.

Rede nochmal in Ruhe mit ihnen und sage ihnen, dass das sehr nett gemeint ist, aber dass du definitiv keinen Hund möchtest ( ich würde gar nicht damit nfngen, dass es nicht artgerecht wäre, das scheinen deine Eltern leider nicht zu verstehen..) , sag ihnen, dass du Hunde gar nicht mehr so toll findest und das es doch echt blöd ist, wenn sie dir etwas schenken, was du doch gar nicht willst...

Kommentar von Elenax19 ,

Ich versuchs mal, aber meine Eltern haben eigentlich mitbekommen dass ich Hunde immer noch mag aber vielleicht kann ich ihnen ja einreden dass ich sie nicht in meinem Haus habe will 

Antwort
von HannaSW, 9

Erkläre ihnen genau das . Also ich finde das Grund genug und übrigends auch sehr verantwortungsvoll von dir ! Weniger verantwortungsvoll von deinen Eltern ...

Antwort
von brandon, 44

Wow!

Das ist wirklich ungewöhnlich.

Deine Eltern möchten Dir einen Hund aufschwatzen obwohl sie keine Tierfeunde sind und sich auch nicht um den Hund kümmern wollen?

Dann vertreten sie noch die Meinung das man sich nicht um einen Hund kümmern muß.

Du schreibst das Du immer einen Hund haben wolltest aber Du Dir nie einen gewünscht hast. Wie passt das denn zusammen?

Klingt alles ein bisschen unglaubwürdig, auch das Du es nicht schaffst Deinen Eltern klar zu machen das Du wirklich keinen Hund haben möchtest hört sich sehr merkwürdig an.

Bist Du Dir sicher das Du uns nicht ein bisschen auf den Arm nimmst?

LG

Kommentar von AssassineConno2 ,

hast du nicht alles gelesen? da steht doch dass er/sie AKTUELL zu überfordert wäre wegen der Schule...omg.

Kommentar von brandon ,

Häh?

Das ist keine Erklärung dafür das man immer einen Hund haben wollte und sich gleichzeitig noch nie einen gewünscht hat.

Vielleicht sollte man Dir den Sinn der Wörter immer und nie mal erklären. Dann verstehst Du vielleicht was ich meine. OMG 😰

Oder soll das die Erklärung dafür sein das man seinen Eltern nicht klar machen kann das man keinen Hund haben will? 😄

Kommentar von Elenax19 ,

Ich meinte damit eigentlich dass ich Hunde gern mag und auch einen haben wollen würde, aber eben wenn ich älter bin...deswegen habe ich meinen Eltern nicht gesagt dass ich mir einen wünsche, weil ich das im Moment nicht tue. Und ja, meine Eltern sind sehr komisch...klingt tatsächlich unglaubwürdig aber meine Freunde verstehen auch nicht was bei denen falsch ist...

Antwort
von dafee01, 52

Du bist sehr vernünftig im Gegensatz zu deinen Eltern. Sprich nochmals ernsthaft mit ihnen und mache ihnen klar, dass du unter gar keinen Umständen einen Hund haben möchtest.

Kommentar von Elenax19 ,

Ok mir bleibt ja kaum was anderes übrig...

Antwort
von Hanso112, 76

Hay,

sag einfach deinen Eltern das du eine Alergie hättest oder das du dich ekelst oder halt was schlimmes so sind die wahrscheinlich abgeneigt einen Hund zu kaufen.

Desweiteren sag das du ein sauberes Zuhause möchtest und nicht ständig mit dem Hund in Kontakt kommen willst.

Kommentar von Elenax19 ,

Das wird nicht klappen,  sie wissen ja dass ich keine Allergien habe und Hunde liebe. Meine große Schwester (die nicht mehr bei uns wohnt) hat auch einen Hund und meine Eltern bekommen leider mit dass ich den sehr gerne habe und mit ihm spiele etc.

Antwort
von Katzenhai3, 42

Tut mir leid, wenn einer keine Tiere mag wird er sie wohl kaum jemand anderem einen aufzwängen.

Kommentar von Elenax19 ,

Wie meinst du das? dass meine Eltern das nicht durchziehen werden? Ich befürchte schon 

Kommentar von Katzenhai3 ,

Ich frage mich nur warum. Deine Eltern mögen keine Tiere und du willst keinen Hund. Wollen deine Eltern dich ärgern ?  Außerdem müssen deine Eltern doch die Kosten tragen.

Dann noch zu behaupten ein Hund sei " nur " ein Hund, ist ohnehin der Gipfel.

Kommentar von Elenax19 ,

Naja ich mag Hunde ja und das wissen meine Eltern auch, und ich glaube, dass sie denken sie würden mir damit eine Freude machen und ich traue mir einfach nur keinen Hund zu. aber es ist ja tatsächlich so dass ich einfach nicht in der Lage bin mich um ihn zu kümmern

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