Frage von Frage11Antwort1, 29

Wie kann ich meine Charakterisierung verbessern?

Hallo zusammen! Ich habe soeben meine Charakterisierung zu Herr John aus >Die Ratten< von Gerhart Hauptmann fertig gestellt. Es wäre toll wenn jemand die Zeit finden könnte mal drüberzulesen und mir ein paar Tipps zu geben, was ich verbessern kann. Also alles von Rechtschreibfehler über komische Formulierungen bis hin zur inhaltlichen Korrektur, wenn ihr das Buch kennt. Vielen Dank!

(Da der Text zu lang ist, schreibe ich ihn als Antwort)

Expertenantwort
von LolleFee, Community-Experte für Schule & deutsch, 14

Charakterisierung - Herr John

"Die Ratten" ist eine Tragikomödie in fünf Akten von Gerhart Hauptmann aus dem Jahr 1911. Sie erzählt die Geschichte von Henriette John, welche das Kind einer anderen Frau für ihr eigenes ausgibt und sich dabei in ein Geflecht von Lügen verstrickt. Auch gegenüber ihrem Ehemann Herrn John behauptet sie, dass das Baby ihr gemeinsames Kind sei.

Paul John ist Maurerpolier und deshalb selten zu Hause, deshalb ist es Frau John überhaupt möglich, (Komma) ihm das Kind unterzuschieben. Bereits vor drei Jahren (Zeile 31, Seite 29, Akt II) hatte das Ehepaar John einen Sohn namens Albert. Dieser ist allerdings schon wenige Tagen nach der Geburt verstorben, unter diesem Verlust leidet besonders Herr John noch heute.

Er ist etwa 40 Jahre alt und wird als „(…) bärtiger, gutmütig aussehender Mann (...)“ (Zeile 32/33, Seite 25, Akt II) in den Regieanweisungen des Zweiten Akts beschrieben. Er ist ein sehr bodenständiger Mensch, der stolz auf seine handwerkliche Tätigkeit ist, wie man im Gespräch zwischen ihm und Herr Spitta über dessen berufliche Zukunft mitbekommt: (Doppelpunkt) „(...) keener will wat Reelles anfassen“ (Zeile 16, Seite 74, Akt IV). Er besitzt keine höhere Bildung, was man beispielsweise im zweiten Akt sieht, wo er anstelle von sterilisiert „sterilililililisiert“ (Zeile 30, Seite 32, Akt II) sagt. Seine Arbeit war bis zur Geburt seines Sohnes sein Lebensmittelpunkt.

Nun scheint ihm seine Aufgabe als Familienvater wichtiger zu sein: (Doppelpunkt) „det jeht nich, det´n Familienvater immer un ewich wech von seiner Familie is.“ (Zeile 18/19, Seite 34, Akt II). Er gibt sich sehr fürsorglich und liebevoll gegenüber dem Kind, (Komma) „singt, über das Kindchen, zur Klapper“ (Zeile 22, Seite 82, Akt IV). Allgemein scheint er Kinder zu mögen, denn auch als es dem Nachbarskind schlecht geht, will es seine Frau mit den Worten „Mutter, nimm dich ma mit det Häufchen Unglück ´n bissken an!“ (Zeile 9/10, Seite 28, Akt II) überzeugen, (Komma) dem Kleinen zu helfen. Herr John möchte ein besseres Leben für seinen Sohn und plant deshalb den Auszug aus der runtergekommenen Mietskaserne in eine „(…)bessre Jejend (…)“ (Zeile 19/20, Seite 69, Akt IV).

Des Weiteren möchte er den Einfluss von seinem Schwager Bruno so gering wie möglich halten, da er ihn für einen schlechten, gefährlichen Menschen hält: (Doppelpunkt) „Du Lump! Unter Menschen jeheerst du nich!“ (Zeile 2, Seite 84, Akt IV) .Es geht sogar so weit, (Komma) dass Paul John Bruno mit einer Waffe bedroht (Zeile 7 ff., Akt IV).

Die Beziehung zu seiner Frau ist durch Bruno belastet, da sie ihren Bruder stets in Schutz nimmt und dessen Verhalten toleriert, was häufig zum Streit zwischen dem Ehepaar führt. Auch die Bereitschaft seitens Herrn Johns, (Komma) seine Frau über mehrere Monate für die Arbeit zu verlassen, lässt darauf schließen, dass das Verhältnis zwischen den beiden Eheleuten nicht sehr eng ist. Vielleicht hat der plötzliche Tod des ersten Kindes eine Distanz zwischen die beiden gebracht und erst das neue Baby hat sie wieder zu einer richtigen Familie gemacht. Dafür spricht zum Beispiel, dass Paul John seine Ehefrau seit der Geburt des Kindes mit „Mutter (…)“ (Zeile 6, Seite 26, Akt II) anspricht, als wäre das ihr wichtigste Eigenschaft. Andererseits sieht man auch seine Fürsorge für Henriette, als sie aufgelöst nach dem Treffen mit Bruno in die Wohnung zurückkehrt: (Doppelpunkt) „De schudderst ja! (…) Womeechlich det de noch nachträglich zum Liejen kommst.“ (Zeile 12ff., Seite 81, Akt IV). 

Nach der Aufdeckung des Betrugs kommt es zum heftigen Streit zwischen den Eheleuten. John hat kein Verständnis für das Verhalten seiner Frau und sagt sich von ihr los. Und obwohl das Kind nicht sein eigenes ist, will er trotzdem das Beste für es. Auch bezüglich seiner Frau zeigt sich schlussendlich, dass sie ihm trotz allem noch etwas bedeutet. In der Schlussszene läuft er ihr mit den Worten „Jebt uff Muttern acht! Mutter!“(Zeile 29, Seite 103, Akt V) hinterher, (Komma) um sie vor sich selbst zu beschützen und ihr Leben zu retten. 

Achte auf die Kommasetzung, besonders vor Infinitivgruppen. Außerdem setzte ich jeweils einen Doppelpunkt, wenn ich ein Zitat als Beleg anschlösse.

Inhaltlich finde ich die Charakterisierung gut (ich kenne aber lediglich den Wiki-Artikel), der Textsorte "Charakterisierung" wurdest Du auch gerecht.

Antwort
von TheTrueSherlock, 11

Ich kenne das Buch nicht, habe aber trotzdem den Anfang besser umgeschrieben:

Bei einer Charakterisierung ist es wichtig, dass du für alles Beweise findest. Außerdem musst du aus dem Handeln der Person auf ihren Charakterzug schließen. Du schreibst weiter unten, dass für Paul bis zur Geburt seines Sohnes die Arbeit im Mittelpunkt stand. Das würde ich vielleicht noch mehr ausbauen. Steht im Buch vielleicht drin, dass er sich weniger für die Arbeit begeistern kann und er nur noch für seinen Sohn da sein will? Du schreibst daraufhin zwar paar Belege, aber vielleicht gibt es noch mehrere :)

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Die Tragikomödie "Die Ratten" von Gerhart Hauptmann, wurde 1911 verfasst und erzählt die Geschichte von Henriette John. Sie gibt das
Kind einer anderen Frau für ihr eigenes aus und verstrickt sich dadurch in ein Geflecht von Lügen. Ebenso behauptet sie
gegenüber ihrem Ehemann Herr John, dass das Baby ihr gemeinsames Kind sei.

Paul John ist Maurerpolier

er

,

deswegen

selten Zuhause

und dadurch ist es

Frau John erst möglich ihm das Kind unterzuschieben. Bereits vor drei Jahren (Zeile 31, Seite 29, Akt II) hatte das Ehepaar John einen Sohn namens Albert. Dieser ist allerdings schon

wenige Tage

nach der Geburt verstorben

und

unter diesem Verlust leidet besonders Herr John noch heute.

Antwort
von Frage11Antwort1, 9

Charakterisierung - Herr John

>Die Ratten< ist eine Tragikomödie von Gerhart Hauptmann aus dem Jahr 1911. Sie erzählt die Geschichte von Henriette John, welche das Kind einer anderen Frau für ihr eigenes ausgibt und sich dabei in ein Geflecht von Lügen verstrickt.
Auch gegenüber ihres Ehemannes Herr John behauptet sie, dass das Baby ihr gemeinsames
Kind sei.

Paul John ist Maurerpolier und deshalb selten Zuhause, dadurch ist es Frau John erst möglich ihm das Kind unterzuschieben. Bereits vor
drei Jahren (Zeile 31, Seite 29, Akt II) hatte das Ehepaar John einen Sohn
namens Albert. Dieser ist allerdings schon wenigen Tagen nach der Geburt verstorben, unter diesem Verlust leidet besonders Herr John noch heute.

Er ist etwa 40 Jahre alt und wird als „(…) bärtiger, gutmütig aussehender Mann (...)“ (Zeile 32/33, Seite 25, Akt II) in den Regieanweisungen des Zweiten Akts beschrieben. Er ist ein sehr bodenständiger Mensch, der Stolz auf seine handwerkliche Tätigkeit ist, wie man im Gespräch zwischen ihm und Herr Spitta über dessen berufliche Zukunft mitbekommt „(...) keener will wat Reelles anfassen.“ (Zeile 16, Seite 74, Akt IV). Er
besitzt keine höhere Bildung, was man beispielsweise im zweiten Akt sieht, wo er anstelle von sterilisiert „sterilililililisiert“ (Zeile 30, Seite 32, Akt II) sagt. Seine Arbeit war bis zur Geburt seines Sohnes sein
Lebensmittelpunkt.

Nun scheint ihm seine Aufgabe als Familienvater
wichtiger zu sein „det jeht nich, det´n Familienvater immer un ewich wech von seiner Familie is.“ (Zeile 18/19, Seite 34, Akt II). Er gibt sich sehr
fürsorglich und liebevoll gegenüber dem Kind „singt, über das Kindchen, zur Klapper“ (Zeile  22, Seite 82, Akt IV). Allgemein scheint er
Kinder zu mögen, denn auch als es dem Nachbarskind schlecht geht, will es seine Frau mit den Worten „Mutter, nimm dich ma mit det Häufchen Unglück ´n bissken an!“ (Zeile 9/10, Seite 28, Akt II) überzeugen dem Kleinen zu helfen. 

Herr John möchte ein besseres Leben für seinen Sohn
und plant deshalb den Auszug aus der runtergekommenen Mietskaserne in eine „(…)bessre Jejend (…)“ (Zeile 19/20, Seite 69, Akt IV).

Des Weiteren möchte er den Einfluss von Bruno so gering wie möglich halten, da er ihn für einen schlechten, gefährlichen
Menschen hält „Du Lump! Unter Menschen jeheerst du nich!“ (Zeile 2,   Seite 84, Akt IV) .Es geht sogar so weit dass Paul John Bruno mit einer Waffe bedroht (Zeile 7 ff.,
Akt IV).

Die Beziehung zu seiner Frau ist durch Bruno belastet,  da sie ihren Bruder stets in Schutz nimmt und dessen Verhalten toleriert, was häufig zum Streit zwischen dem Ehepaar führt.

Auch die Bereitschaft seitens Herr John seine Frau über mehrere Monate für die Arbeit zu verlassen, lässt darauf schließen, dass
das Verhältnis zwischen den beiden Eheleuten nicht sehr eng ist. Vielleicht hat der plötzliche Tod des ersten Kindes eine Distanz zwischen die beiden gebracht und erst das neue Baby hat sie wieder zu einer richtigen Familie gemacht. Dafür spricht zum Beispiel, dass Paul John seine Ehefrau seit der Geburt des Kindes mit „Mutter (…)“ (Zeile 6, Seite 26, Akt II) anspricht, als wäre das ihr wichtigste Eigenschaft.

Andererseits sieht man auch seine Fürsorge für Henriette, als sie aufgelöst nach dem Treffen
mit Bruno in die Wohnung zurückkehrt „De schudderst ja! (…) Womeechlich det de noch nachträglich zum Liejen kommst.“ (Zeile 12ff., Seite 81, Akt IV).

Nach der Aufdeckung des Betrugs kommt es zum heftigen Streit zwischen den Eheleuten.
John hat kein Verständnis für das Verhalten seiner Frau und sagt sich von ihr los. Und obwohl das Kind nicht sein eigenes ist, will er trotzdem das Beste für es. Auch bezüglich seiner Frau zeigt sich schlussendlich, dass sie ihm trotz allem noch etwas bedeutet. In der Schlussszene läuft er ihr mit den Worten „Jebt uff Muttern acht! Mutter!“(Zeile 29, Seite 103, Akt V) hinterher um sie vor sich selbst zu beschützen und ihr Leben zu retten.  

Kommentar von 762002 ,

Am Anfang eventuell "in der nachfolgenden Charakterisierung geht es um..." einfügen...ansonsten zuerst mit den Daten wie Alter und Aussehen starten, und danach erst auf das andere eingehen. Zum Inhalt kann ich nichts sagen.

Antwort
von 762002, 9

Vielleicht hättest du lieber ein Bild hinzugefügt

Kommentar von Frage11Antwort1 ,

So kann jeder (wenn er möchte) den Text kopieren und in ihm Korrekturen vornehmen.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Nope, Bild ist gar nicht gut. Der Fragesteller hat schon recht, so geht es einfacher :)

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