Frage von Thomasxyz67, 40

Wie kann ich jemand gegen seinen Willen zur Therapie bewegen?

Schon lang versuche ich meiner Partnerin zu helfen, 'habe bereits darüber berichtet. Eine dreißigjährige Bulimie sowie Alkoholsucht machen unendlich große Probleme.

Ich bin der Situation nicht mehr gewachsen, sie dreht völlig durch, hysterisch und gewalttätig, verweigert sich jedoch jeglicher Therapie, furchtbare Dinge passieren, ihr Geist und ihr Körper sind in großer Gefahr. Ich habe Angst. Notarzt und anderen gegenüber hat sie sich nötigenfalls derart unter Kontrolle das mir die Hände gebunden sind. All ihre Intelligenz verwendet sie überaus raffiniert, ihr Problem zu verbergen und auf mich zu projezieren.

Ihr Körpergewicht liegt bei 45 Kilo (Größe: 167 cm ), ernähren tut sie sich fast ausschließlich von Sekt und Schokolade.

Sorry, ich kann nicht einfach gehen, ich weiß was sie wirklich ist: eine wundervolle Frau. Doch wie nur bekomm ich sie zur Therapie? Es gibt Hilfe, gute Hilfe, erfolgreiche Hilfe! Aber wie?

Antwort
von Vivibirne, 2

Du kannst ihr nicht helfen wenn sie es selber nicht will. So böse wie's klingt sie weiss dass du bleibst, egal was sie tut. Du solltest sie mal "verlassen " vielleicht lässt sie sich dann helfen

Antwort
von GoodFella2306, 15

Ehrlich gesagt gar nicht. Der wichtigste Punkt bei einer Therapie ist, dass die erkrankte Person selbst erkennt dass sie krank ist. Einzig und allein diese Erkenntnis ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Genesung.

Antwort
von BamBambii, 13

Aus meiner Erfahrung als Krankenschwester auf einer psychiatrischen Station, das kannst du nicht.

Du kannst sie aufgrund von selbst- und fremdgefährdung einweisen lassen, das war's dann aber auch schon.

Wenn sie sich nicht therapieren lassen möchte und keine krankheitseinsicht hat, kannst du nichts weiter tun. Selbst wenn sie eine Therapie beginnt wird es nichts bringen, solange sie nicht die Notwendigkeit sieht an sich zu arbeiten.

Und ehrlich gesagt, am meisten hilfst du ihr, wenn du mit ihr sprichst  -in Ruhe- und ihr mitteilst, dass du sehr verletzt bist, da du dich sehr um sie sorgst, aufgrund des Verhaltens, dass sie gegen sich selbst an den Tag legt. Und du ihr gerne deine Hilfe anbieten möchtest, aber auch gehst, wenn sie nicht an sich arbeiten möchte, da du sonst dran kaputt gehst.

Ehrlich ich weiß wie schwer das ist, allerdings gehst du früher oder später daran kaputt und manche Leute brauchen das tatsächlich, so hart es klingt, aber manchen hilft es zu sehen, was sie mit ihrem Verhalten zerstören. Denn, wenn du bleibst, wird sie nur bestärkt. Sie sieht ja dann, dass sie doch tun kann was sie will und dich trozdem nicht verliert. Das hilft dir und vor allem ihr nicht, im Gegenteil es verschlimmert ihr Verhalten.

Ich wünsche dir alles gute auf deinem Weg und hoffe wirklich, dass sie sich helfen lässt. Egal was passiert, ich würde dir raten in eine Angehörigen Gruppe zu gehen. Dort hörst du wie es anderen Angehörigen geht und kannst dir Unterstützung holen und vor allem, dich auch mal bei Leuten die deine Situation verstehen, auskotzen. Passende Angehörigen Gruppen, gibt es in jeder größeren Stadt und auch oftmals in Kliniken.

Antwort
von Ille1811, 9

Was nutzt es ihr, dass sie eine wunderbare Frau ist? Davon wird sie nicht gesund!

Es ist keine Schande, krank zu sein. Es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

Du kannst gar nichts tun, kannst eventuell was dazu beitragen, dass sie erkennen kann, wie krank sie ist. Wie? Indem du nichts für sie machst, was sie selbst machen sollte. Indem du keine Krise verhinderst!

Wie du das lernen kannst? Stöbere mal auf der Webseite Al-Anon.de und geh nächste Woche in die nächstgelegene Gruppe, die du hier
http://al-anon.de/gruppe-finden/gruppen-finder/
findest, wenn du deinen Wohnort eingibst.

Es ist höchste Zeit, dass du den gefährlichen Weg, auf dem ihr seid, stoppst!

Antwort
von Dahika, 6

Gar nicht, wenn sie nicht will, will sie nicht.

Antwort
von Midnight1999, 8

Wenn sie nicht will, kannst du da nicht wirklich was machen.

Antwort
von sweetblueeyes84, 13

Hallo Thomas,

ich habe mir eben deine andere Frage zu diesem Thema durchgelesen und möchte dir gern meinen allergrößten Respekt aussprechen. Zum Einen weil du sehr reflektiert mit diesem Thema umgehst, zum Anderen weil du trotz allem zu deiner Partnerin stehst und nicht einfach verschwindest.

Du wirst sie nur von einer Therapie überzeugen können, wenn sie bereit ist sich darauf einzulassen. Es gibt die Möglichkeit einer Zwangseinweisung wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind - ob dies jedoch zur Heilung führen würde wage ich zu bezweifeln.

Es bleibt dir der Weg zu verschiedenen Hilfseinrichtungen für Suchtkranke bzw. der Angehörigen. Vielleicht kann man dir dort Tipps mit auf den Weg geben wie du den Umgang mit deiner Partnerin gestalten solltest um nicht in eine Coabhängigkeit zu verfallen.

Desweiteren erscheint es mir unglaublich wichtig, dass du etwas für dich tust um deine Psyche zu pflegen. Die dauernden Sorgen machen sonst auch dich krank.

Ich wünsche dir alles Gute und unendlich viel Kraft.

Antwort
von wurstbemmchen, 16

Wie kann ich jemand gegen seinen Willen zur Therapie bewegen?
GAR NICHT

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