Frage von Andreas1, 64

Wie kann ich ihn dazu bringen, endlich meine Privatsphäre zu akzeptieren, ohne zu klagen?

Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Vermieter. Er redet etwa immer wieder davon, von seinem Recht auf Wohnungsbesichtigung Gebrauch machen zu wollen. Wenn ich ihm mitteile, daß er darauf grundsätzlich kein Recht hat ohne einen guten Grund, droht er einfach immer wieder mit Klage.

Wahrscheinlich hat er eine Rechtsschutzversicherung. Ich habe keine. Ich möchte eigentlich nicht wegen so einem Vollidiot eine Rechtsschutzversicherung abschließen, allerdings möchte ich auch nicht immer nachgeben.

Wenn ich vor dem Amtsgericht bin, kann ich mich ja noch selbst vertreten. Was aber, wenn der Vermieter mit seiner dummen Rechtsschutzversicherung das Urteil nicht akzeptiert und einfach in die nächste Instanz geht. Es kostet ihn ja nichts und einen anderen Nachteil hat er dadurch auch nicht, auch wenn er verliert. Ich muss aber in höheren Instanzen für einen Rechtsanwalt zahlen und dann muss ich dieses Geld auch wieder von ihm holen. Ein Riesenaufwand, der vermeidbar wäre, wenn sich dieser Depp einfach an das Gesetz halten würde.

Wie kann ich ihn dazu bringen, endlich meine Privatsphäre zu akzeptieren ohne in dieses undurchschaubare rechtliche Konstrukt eintauchen zu müssen, das sich Gericht nennt?

Antwort
von Hexe121967, 36

welche gründe gibt er denn an?  nur aus reiner neugierde hat er kein recht auf wohnungsbesichtigung. lies mal hier nach: https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/heim-...

Kommentar von Verjigorm ,

Extrem informativer Link, dafür sag ich mal Danke :)

Kommentar von Andreas1 ,

Ich werde ihn raustragen, das gefällt mir :)

Das passende Urteil: Mieter darf Vermieter hinaustragen!

Das Recht ist also, wenn es um Besuch vom Vermieter geht, sehr auf
Seiten der Mieter! Sogar wenn ein Mieter seine Vermieterin aus der
Wohnung trägt, weil sie sein Hausrecht verletzt hat, rechtfertigt dies
weder eine fristlose noch eine fristgerechte Kündigung des
Mietverhältnisses. In dem konkreten Fall hielt sich die Klägerin
vereinbarungsgemäß in dem vom Beklagten gemieteten Haus auf, um dort neu
installierte Rauchmelder zu besichtigen. Als sie bei dieser Gelegenheit
gegen den Willen des Beklagten versuchte, auch die restlichen Räume zu
betreten, in denen keine Rauchmelder hingen, forderte der Beklagte sie
auf, das Haus zu verlassen. Als die Klägerin dem nicht nachkam, umfasste
der Beklagte sie mit den Armen und trug sie aus dem Haus. Die Klägerin
sprach ihm wegen des Vorfalls eine fristlose und hilfsweise eine
ordentliche Kündigung aus. Die von ihr erhobene Räumungsklage blieb
jedoch ohne Erfolg.

Der Bundesgerichtshof (BGH) stellte klar,
dass sie das Hausrecht des Beklagten verletzt habe, indem sie versucht
habe, eine eigenmächtige Besichtigung der weiteren Räume durchzusetzen
und auch die Aufforderung des Beklagten, das Haus zu verlassen,
missachtet habe. An dem nachfolgenden Geschehen treffe sie daher
zumindest eine Mitschuld, so das Gericht. Selbst wenn der Beklagte mit
seinem Verhalten die Grenzen erlaubter Notwehr überschritten haben
sollte, wiege die Pflichtverletzung insofern nicht so schwer, als dass
der Klägerin nicht eine Fortsetzung des Mietverhältnisses zugemutet
werden könne (Az.: VIII ZR 289/13).

Antwort
von GanMar, 32

Es kostet ihn ja nichts

Nicht zwangsläufig: Wenn seine Versicherung erkennen kann, daß er kaum Chancen auf Erfolg hat, dann kann sie ihm auch die Versicherungsleistung verweigern.

Antwort
von hauseltr, 30

Er hat kein generelles Recht auf eine Wohnungsbesichtigung!

Lass ihn labern. Außerdem sagt eine Rechtsschutzversicherung bei unsinnigen Klagen keine Übernahme der Kosten zu! Die prüfen auch erst mal die Aussichten!

https://www.mieterschutzverein-frankfurt.de/fileadmin/user_upload/PDF/Merkblaett...

Antwort
von atzef, 37

Wie oft begehrt er denn aus welchem Grund Zutritt zu deiner Wohnung? Macht er das mündlich oder auch schriftlich? Ansonsten kann er doch labern, solange der Tag hell oder dunkel ist...:-)

Antwort
von Wippich, 24

Der Mann möchte halt sehen ob mit seinem Eigentum alles in Ordnung ist.Er will ja nicht in deinen Schränken wühlen.

Kommentar von Andreas1 ,

Zeigt das Bild wirklich dich?

Kommentar von Wippich ,

Natürlich,cirka 2 Jahre alt

Antwort
von Rheinflip, 4

Wechsel die Türschlòsser aus. Geh in den Mieterverein. Videokamera in der Wohnung. ...

Antwort
von BurningAfter, 24

Ich würd vielleicht daran denken umzuziehen, auf Dauer wird das nur weiter Probleme geben.

Kommentar von Verjigorm ,

Immer klein beigeben kanns aber auch nicht sein...

Kommentar von Andreas1 ,

DAS ist klein Kleinbeigeben. Denn schließlich kriegt er dann auch keine Miete mehr.

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