Frage von ZoeyLeeeeena, 38

Wie kann ich ihm nur helfen und hat es was mit mir zu tun?

Also ich habe einen Jungen kennengelernt (18) und habe mich (17) in ihn verliebt. Er sich auch in mich und obwohl wir nicht zusammen waren, weil wir uns erst besser kennenlernen wollten, schien die Welt perfekt. Ich wusste, dass er vor einem halben Jahr seinen Vater verloren hat (seine Mutter wohnt weiter weg, also wohnt er jetzt allein in einer Wohnung) aber er hat offen darüber geredet und schien in meiner Gegenwart glücklich. Seit ein paar Wochen allerdings meldet er sich kaum noch bei mir. Heute hat er mir als wir in der Schule kurz allein waren erzählt, dass er jetzt zu einer Psychologin gehen wird, weil sich Panikatacken und Stimmungsschwankungen häufen. Auch wenn er es nicht gesagt hat weiß ich, dass es erst so ist seit wir uns kennen. Und plötzlich meint er auch, dass er sich nicht bereit für eine Beziehung fühlt und meldet sich eben kaum noch. Wenn wir dann aber wieder was machen und allein sind, ist er wieder super gut drauf und wir haben Spaß. Ich würde ihm so gern helfen irgendwie mit der Trauer umzugehen und seine Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen aber ich weiß nicht wie. Gestern hat er sich von der Schule abgemeldet und ist früher gegangen. Mir sagte er, dass er gerade psychische Probleme hätte. Ich fragte, ob er reden wolle aber er meinte, er wolle allein sein. Also habe ich das akzeptiert, obwohl es mir so schwer fiel ihn so alleine gehen zu lassen. Kann es was mit mir zu tun haben, dass sich seine Gesundheit verschlechtert und was kann ich tun, um ihm zu helfen? Oder muss ich es einfach akzeptieren? Das fällt mir aber unglaublich schwer.. Danke für Antworten!

Expertenantwort
von pingu72, Community-Experte für Liebe, 9

Ich schließe mich Mignon4 zu 100% an. Dasselbe hätte ich dir auch geraten.

Ich glaube nicht dass seine plötzliche Veränderung etwas mit dir zu tun hat. Es kann sein dass er dir anfangs seine gute Laune "vorgespielt" hat, man bindet nicht jedem den man kennenlernt gleich seine Probleme unter die Nase, vielleicht hatte er auch Angst dass du mit einem "Trauerkloß" nichts zu tun haben willst. Es kann aber auch sein dass es einen Auslöser gab, zB der Geburtstag seines Vaters, ein Erlebnis oder eine Erinnerung die ihn erneut runterzog. Wenn man eine geliebte Person verlor reicht oft eine Kleinigkeit und die Trauer wird wieder so stark wie am ersten Tag! 

Antwort
von Mignon4, 15

Nein, mit dir hat es vermutlich gar nichts zu tun. Ich denke, er ist dabei, seine Trauer zu bewältigen und das ist sehr schmerzlich und schwer. Deshalb hat er auch weniger Zeit für dich, weil er jetzt mit sich selbst beschäftigt ist.

Das mußt du verstehen. Du kannst ihm nicht helfen. Das können nur Experten. Er ist in psychologischer Behandlung und dort in den besten Händen.

Sage ihm einmal, dass du immer ein offenes Ohr für ihn hast. Halte dich danach vollkommen zurück und dränge dich ihm jetzt nicht auf. Das ist zwar schwer für dich, was ich sehr gut verstehen kann. Aber so hilfst du ihm am allerbesten. Warte, bis er sich meldet. Versuche dann nicht, in ihn zu dringen und ihn ständig mit der Frage "zu nerven", wie es ihm geht. Wenn er das Bedürfnis hat, wird er mit dir über seine Probleme sprechen. Wenn nicht, akzeptiere es.

Stelle dich darauf ein, dass seine Behandlung Wochen und Monate dauern kann.

Kommentar von ZoeyLeeeeena ,

Aber als wir uns frisch kennengelernt haben, haben wir uns jeden Tag (außerhalb der Schule) gesehen und auch geschrieben. Fast von heute auf morgen kam kaum noch was. Ist es normal, dass es ihm plötzlich wieder schlechter geht?

Kommentar von Mignon4 ,

Es kann sein, dass er sich am Anfang noch so gut "beherrschen" konnte, dass du nichts bemerkt hast. Irgendwann ging es ihm dann plötzlich sooo schlecht, dass er einfach nicht mehr die Kraft hatte, dir etwas vorzuspielen. Drastische Stimmungsschwankungen sind immer möglich.

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