Frage von interestinglou, 221

Wie kann ich Hunde Besitzer dazu bringen ihren Hund kurz zu halten wenn ich vorbei möchte?

Ich habe wirklich eine unbeschreiblich schreckliche angst vor Hunden. Sobald mir ein Hund zu nahe kommt kriege ich wirklich so schlimm Herzrasen, dass ich das Gefühl habe es setzt gleich aus. Viele Menschen können sich die angst gar nicht vorstellen aber es ist wirklich so schrecklich weil ich jeden Tag & jedes mal wenn ich aus dem Haus gehe, einem Hund entgegen komme. Es kam oft dazu das ich geweint habe oder einfach wirklich um mein Leben über die Straße gelaufen bin ( sodass Autos eine voll bremse machen müssen) und das nur weil die Hundebesitzer ihren großen Hund nicht in griff kriegen. Und einmal ist mir das passiert -> Ich saß auf einer Bank und sah wie eine Familie mit einem großen kam (Pittbul glaube ich, auf jeden Fall sah der Hund sehr angst einflößend aus). Auf einmal kam der Hund langsam zu mir und ich schrie ob die Frau den Hund bitte weg nimmt. Zudem Zeitpunkt geriet ich schon so schrecklich in Panik das ich einfach weg laufen wollte. Dann nahm die Frau den Hund am Halsband und kam zu mir. Und es startete folgende Konversationen : Ich : Bitte nehmen sie den Hund weg von mir, ich habe panische Angt.. Frau : Du kannst aber doch nicht ewig vor Hunden angst haben, du musst mit denen klar kommen.
sie kam näher Ich : BITTE NEHMEN SIE DEN HUND WEG, ICH KANN DAS ECHT NICHT. NEHMEN SIE IHN BITTE WEG Frau : komm streichel ihn bitte einmal *Sie kam näher und ich fing an zu weinen Ich : ich möchte das nicht bitte nehme sie ihn weg..

Eine kurze Zeit schaute sie nur, ging weg und meinte : " Schade.."

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schlimm das für mich gewesen ist und sowas passiert ziemlich oft. Ist es denn überhaupt erlaubt als Hundebesitzer sowas zu tun? Ich meine, ich hatte wirklich das Gefühl jeden Moment umkippen zu würden.. Hoffe ihr könnt meine angst auch nur ansatzweise verstehen

Antwort
von brandon, 94

Deine Angst vor Hunden ist aber wirklich extrem.

Die Frau hat natürlich einen Fehler gemacht aber es geschah nicht mit böser Absicht, sie hat es gut gemeint. 

Kannst Du das im Nachhinein auch so sehen oder glaubst Du eher das die Frau Dich ängstigen wollte?

Da Deine Angst so massiv ist das sie Dein Leben beeinträchtigt gibt es nur zwei Möglichkeiten für Dich entweder Du verbringst Dein Leben dort wo es keine Hunde gibt oder Du gehst zu einem Therapeuth und lässt Dich dort gegen Deine Hundephobie therapieren.

Wenn Du letzteres in Erwägung ziehst dann kannst Du hier vielleicht einen passenden Therapeuten in Deiner Nähe finden.:

https://www.therapie.de/psychotherapie/

Es werden Dir in Deinem Leben noch sehr viele Hunde begegnen und Du wirst hin und wieder auch in Situationen kommen die Dir gefährlich erscheinen und weil Du das leider nicht verhindern kannst musst Du einen Weg finden damit klar zu kommen.

An Deiner Stelle würde ich mir Hilfe suchen. Viele Menschen wurden schon von ihrer Phobie geheilt und Du kannst das auch schaffen.

Hier kannst Du Dich mit Menschen austauschen denen es so geht wie Dir.

https://www.psychotherapiepraxis.at/pt-forum/viewtopic.php?t=1110

LG

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 56

Du hast eine Phobie vor Hunden - kann man schon verstehen, nur solltest du dich wirklich in Behandlung begeben.

Bei Sachen denen du ein mal alle 2 Jahre begegnest, bräuchtest du keine Therapie zu machen, bei etwas das einem täglich vor die Nase kommt schon.

Mit einem guten Therapeuten kann man erst mal deine Grundangst bearbeiten und dann anfangen annäherungsübungen zu machen.

Schrei jetzt nicht gleich nein - geht nicht - die Therapie davor gehört da Grundlegend mit dazu, die muß erst mal dir bewusst machen, was da eigendlich schief gelaufen ist und warum.

Es gibt ganz viele hilfreiche Übungen, die man lernen kann und dann wird das "Problem" immer kleiner, bis es irgendwann ganz verschwindet.

Eine Patientin bei uns hat jetzt sogar selbst einen Hund.

Antwort
von Muckula, 118

Hallo,

die Hundebesitzerin hat unverantwortlich gehandelt!

Rufe Leuten auf die Entfernung zu, dass du Angst vor Hunden hast und sie ihren Hund anleinen sollen. Das ist absolut legitim und sollte von jedem Besitzer akzeptiert werden.

Ganz unrecht hat die Frau aber auch nicht: Es wäre sehr hilfreich, wenn du eine Desensibilisierungstherapie machen würdest, um deine Angst abzubauen. Das geht aber nicht so mit dem "Vorschlaghammer", sondern nur unter kontrollierten Bedingungen.

Du kannst z.B. jemanden mit einem sehr lieben, kleineren Hund bitten, mit dir zu üben. Die Grundidee ist, dass du dich der Angst stellst, erst unter sehr einfachen Bedingungen (Hund ist weit weg, Hund ist angeleint, Hund ist klein...), und die Angst "aushältst". Die Panikreaktion flaut irgendwann ab und du stellst fest, dass nichts passiert ist. Dann steigerst du den Reiz (Hund kommt näher etc.) und erträgst es wieder so lange, bis deine Angst erträglich ist und so weiter.

Das funktioniert gut. Aber das macht man nicht so hau.ruck, sondern im Idealfall im Rahmen einer Psychotherapie. Da dich deine Hundephobie anscheinend stark beeinträchtigt, kannst du dich mal nach einem Psychotherapeuten umschauen, der Desensibilisierung anbietet.

Viel Erfolg!

Kommentar von interestinglou ,

Leider ist es oft mal so, dass ich unerwartet einem Hund begegne. Oder das der Hund soweit vom Besitzer enfernt ist, dass sie meinen "Hilferuf" nicht mitbekommen und einfach nur schauen. Und auch wenn sie sagen das der Hund mir nichts antut, habe ich trotzdem angst. Das können die meisten nicht verstehen aber alleine der Gedanke : 'Der Hund ist in meiner nähe' löst Panik in mir aus. Über eine Therapie habe ich schon nachgedacht, die werde ich voraussichtlich im Sommer machen, da ich es jetzt wegen Zeitgründen nicht machen kann. Danke für die Antwort!! :)

Kommentar von Muckula ,

Muss man ja auch nicht verstehen, wenn die Angst rational wäre, wäre es keine Phobie. Finde ich gut, dass du eine Therapie machen willst. Viel Erfolg dabei!

Kommentar von Parhalia ,

Verantwortungsvolle Hundingshalter haben ihre Wuffs je nach urbaner Situation auch garnicht von der Leine zu lassen.

Damit stelle ich mich mal ganz bewusst auf den ganz schmalen Grat zwischen "gestern & heute".

Aber "heute" würde ich in Ermangelung zu "Gestern" selbst als reiner "Hundesitter" immer klar zu Gunsten der Fragestellung ausüben. ( Ungefragt )

Lediglich für manche ORDENTLICHE Entsorgung des Kotbeutels kann ich nichts.

( Wuff kotet halt DORT, wo er es darf...und DA wird der Kot in den Peutel gefasst und im nächsten Mülli regulär entsorgt ... )

Kommentar von Goodnight ,

Die Hundehalterin hat in keiner Weise recht! Sie kann nämlich nicht einschätzen was sie in jemandem auslöst. Sie hat die Fragestellerin bedrängt, das ist strafbar.

Noch schlimmer aber ist es wenn man das einem schwer traumatisierten Menschen antut. Die Folgen muss ganz allein das Opfer ertragen. Die sich ein dummdreister Täter nicht mal vorstellen kann.

Kommentar von Muckula ,

Um das klarzustellen: Wie schon gesagt finde ich das Verhalten der Besitzerin unmöglich und unverantwortlich. "Recht" hat sie nur damit, dass es für den Fragesteller hilfreich wäre, die Angst kontrolliert (!) abzubauen. So wie die Besitzerin das gemacht hat geht das gar nicht. Hoffe, das ging auch aus meiner Antwort hervor.

Antwort
von Goodnight, 78

Nein das ist natürlich nicht erlaubt, solche Leute kannst du anzeigen.

Hat bei und schmerzlich ein Hundesitter und Hundetrainer erlebt.

Eine Frau hat seinen Hund zu sich gelockt, nachdem er dem Hund den Befehl gegeben hat bei ihm zu bleiben. Worauf er seinen Hund frei gab. Die Frau hat ihn angezeigt, das wollte der Hundetrainer nicht auf sich sitzen lassen und hat  die Busse nicht zahlen wollen. Dafür hat er am Schluss 1000.- sFr bezahlt. Der Richter hat argumentiert, der Hundehalter muss seinen Hund auch unter Kontrolle halten wenn er vom bedrängten Opfer gelockt wird.

Einen ähnlich gelagerten Vollpfosten von einem Nachbarn haben wir auch..

Jeder anständige Hundehalter legt Wert darauf, dass niemand vor seinem Hund Angst haben muss und vermeidet die Nähe zu jemandem der Angst hat. Noch dazu wenn man dazu aufgefordert wird.

Kommentar von Cabal248 ,

Gut, selbst wenn es illegal ist, bringt es in der Situation des Fragestellers/ der Fragestellerin nichts, wenn er/sie jede Person, die ihm/ihr versucht Hunde näher zu bringen, anzeigt.

Jeder anständige Hundehalter hatte nämlich bestimmt schon einmal einen "unanständigen" Tag, war abgelenkt oder wollte eben aus Gutmütigkeit jemandes Sympathie für den Vierbeiner gewinnen...

Kommentar von Goodnight ,

Das war bedrängen und ist strafbar. Das hat ein anständiger Hundehalter nicht zu tun.

Wenn du so schlechte Tage hast bist du charakterlich nicht geeignet einen Hund zu führen.

Antwort
von Schnobbel, 77

Rufe am Besten schon aus der Entfernung, oder wechsle einfach die Straßenseite.

Aber Hunde sind meiner Meinung nach wirklich die nettesten Tiere, für mich sogar die Besten Freunde. :) Natürlich gibt es auch aggressive Hunde aber das liegt wirklich daran wie der Hund aufgewachsen ist, aggressive Hunde sind aber normalerweise sowieso immer an der Leine.

Du solltest versuchen deine Angst zu überwinden, vielleicht mit einer Therapie denn sonst plagt es dich wirklich noch dein ganzes Leben lang.

Gab es einen bestimmten Vorfall das du solche Angst vor Hunden hast oder kam es einfach so?

Kommentar von interestinglou ,

Als kleines Kind ist mir es schon sehr oft passiert, das mir ein Hund hinterher gelaufen ist und ich irgendwann mal keinen Ausweg gefunden habe. Oder, dass ich ganz spontan von riesigen Hunden die an Industriegebieten wache halten, erschreckt wurde indem sie laut anfingen zu Bellen und aggressiv herum springen. Gott sei Dank gab es noch keinen Vorfall in dem ein Hund mich gebissen hat. :)

Antwort
von Parhalia, 81

Auch wenn es im ersten Begegnungsmoment sehr schwer für Dich ist, aber wende Dich erst einmal mit Deiner Bitte auf "Distanz" erst einmal an all' jene Menschen mit Hund, wo Dir regelmässig begegnen.

 VERANTWORTUNGSVOLLE Hundingsbesitzer kommen Deiner Bitte dann fast selbstverständlich und gerne nach.

Und aus DIESEM Deiner Ängste respektierenden Personenkreis merke Dir für später mal DIE FRAU, die Dir von vornherein das Angebot des Näherkommens machte. ( "Hunde sind garnicht so schlimm...schauen und bemerken, danach EVENTUELL STREICHELN Sie mal meinen Wuff...) 😉

Richtig gute Hundingshalter MEINEN GENAU DAS!!! was sie Dir anbieten. ☺

Antwort
von Dahika, 35

Man sollte Rücksicht nehmen, wenn jemand Angst hat. Allerdings würde ich dir dringend eine Verhaltenstherapie anraten.

Antwort
von Viowow, 57

"weil die hundenesitzer ihre hunde nicht in den griff kriegen"
wie sieht für dich" in den griff kriegen" aus?
mein hund geht draussen(wo ich anderem menschen begegnen könnte) immer an der leine. er darf gucken, er darf in die richtung schnüffeln, er darf auch bescheid geben, wenn wir im dunkeln unterwegs sind und da jemand kommt.
ebenfalls gehe ich an anderen menschen mit meinem hund an der leine einfach vorbei. ohne das mein hund kontakt aufnimmt.
hellsehen kann man als hundebesitzer nicht.
wenn du solche angst hast, sag weiterhin bescheid und geje ihnen eben notfalls aus dem weg. du gerätst hoffentlich nicht immer an solche leute wie diese frau( auch wenn sie es sicher nett meinte und dir helfen wollte)
du kannst aber nicht erwarten, das dir alle platz machen. du hast das problem, nicht die hundehalter.

gleichzeitig zu einer therapie kann es helfen, sich theoretisch mit dem wesen zu beschäftigen. zb die körpersprache der hunde zu lernen, soziale strukturen zu beobachten, o.ä.
viel erfolg

Kommentar von Dahika ,

Ich fand die Frau sehr freundlich! Sie hat ihren Hund an die Leine, sogar ans Halsband genommen. Sie wollte helfen und zeigen, dass der Hund nichts tut.

Kommentar von Viowow ,

ja, das schon, aber wenn jemand so offensichtlich angst hat und dies auch sagt und bittet, nicht dichter zu kommen, macht man das einfach nicht. wie immer: gut gemeint ist nicht gut gemacht...

Antwort
von Chiarissima, 93

Du hast ein ernsthaftes Problem, an dem nur du selbst, mit professioneller Unterstützung, etwas ändern kannst. Hunde werden dir auch Angst bereiten, wenn sie an der kurzen Leine sind.

Hundehalter müssen Rücksicht nehmen, ohne Frage. Es ist aber nicht realistisch, zu erwarten, dass sich deine Umgebung voll auf dich einstellt. Du kannst dir ebensowenig ein Schild umhängen oder Warnsignale aussenden. 

Viele Hunde reagieren übrigens auf deine Ängste und das kann gefährlich für dich werden. 

Lass dir helfen. Viel Erfolg.

Kommentar von Goodnight ,

Doch genau jeder der Angst vor Hunden hat darf erwarten, dass der Hundehalter seinen Hund so führt, dass er nicht bedrängt wird.

Der Hundehalter hat nicht darüber zu befinden was der ängstliche Passant tun oder lassen soll.

Einzig und allein ist der Hundehalter in der Pflicht. 

Kommentar von Chiarissima ,

Doch genau jeder der Angst vor Hunden hat darf erwarten, dass der Hundehalter seinen Hund so führt, dass er nicht bedrängt wird.

Klar kann er das erwarten, verbietet ihm ja niemand.

Der Hundehalter hat nicht darüber zu befinden was der ängstliche Passant tun oder lassen soll.

Habe ich das behauptet? 

Einzig und allein ist der Hundehalter in der Pflicht.

In der Pflicht zu was genau? Kürzer als kurz kann man einen Hund nicht halten. Hundehalter sind nun mal nicht dazu in der Lage, ihren Hund auf Befehl temporär unsichtbar zu machen. Hält sich der Hundehalter an die gesetzlichen Bestimmungen, endet seine Pflicht.

Kommentar von Goodnight ,

Der Hundehalter darf sicher niemanden bedrängen seinen Hund zu streicheln. Da behält man Abstand. Kann man von jedem Hundehalter verlangen. Wird doch in der Hundeschule auch so gelernt.

Kommentar von Chiarissima ,

Ich wiederhole mich: das habe ich auch nicht behauptet.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 64

Auch wenn  Du es nicht gerne hören willst: Du provozierst mit Deinem Verhalten ungewollt genau das, wovor Du Angst hast.

Wenn Du gelassen an einem Hund (egal ob mit oder ohne Leine) vorbei läufst, ohne Notiz von ihm zu nehmen, wird er Dich ingnorieren. Fängst Du aber an zu schreien, fixierst ihn mit Blicken und/ oder rennst los, wirst Du interessant und lenkst die Aufmerksamkeit des Hundes auf Dich. Er reagiert dann aber nicht auf Dich, weil er Dich angreifen will, sondern weil er auf den Bewegungsreiz reagiert und u.U. darin den Start zu einem Spiel sieht.

Du wirst es nicht schaffen, andere Menschen zu ändern. Für Hundehalter gibt es in den Situationen, die Dir Angst machen, kein Problem, weil sie wissen, dass sich ihre Hunde nicht für andere Menschen interessieren und ungefährlich sind. Wer kein Problem hat, ändert nichts. Wenn Dich Begegnungen mit Hunden so sehr belasten, dass Du Dich dabei sogar in Lebensgefahr bringst (Stichwort: auf die Straße rennen), solltest Du ganz dringend etwas daran ändern und nicht bis zum Sommer damit warten.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Es ist völlig egal ob sie das Verhalten der Hunde provoziert. Einen Hund hat solches Verhalten nicht zu interessieren. Es ist die Aufgabe des Halters dafür zu sorgen, dass eben genau dieses Verhalten ausgeschlossen werden kann. Jeder Hund der dies dennoch macht, würde m.E. auch einen Wesenstest nicht bestehen, da erhebliche Mängel in der Erziehung und in der Teambildung zwischen Halter und Hund bestehen. Bin ich noch innerhalb der "Erziehungsphase" dann habe ich als Halter die Verantwortung dass auch in dieser Zeit Vorkommnisse dieser Art ausgeschlossen werden können. Kurze Leinenführung und einen hohen Bogen um Passanten z.B.. 

Kommentar von Naninja ,

In Deutschland sind nur wenige Hunde in bestimmten Fällen dazu verpflichtet, einen Wesenstest zu machen und wenn ein Hund einem Menschen hinterher läuft, ohne ihn zu berühren oder körperlich zu schädigen (wie hier) ist das absolut nicht strafbar.

In Gebieten, in denen keine Leinenpflicht besteht, gibt es auch absolut keinen Anlass, den Hund an die kurze Leine zu nehmen. Selbst innerhalb von Städten gilt nicht bundesweit eine Leinenpflicht für Hunde. Deine Meinung spielt hier keine Rolle, es gilt die Gesetzeslage.

Zudem geht es hier nicht um eine reale Bedrohung, sondern um eine Phobie. Die Verantwortung für den Umgang mit dieser Phobie dem Auslöser aufzudrücken löst das Problem nicht, weil der sich in Form von Hund und Halter weder dafür zuständig fühlt, noch fühlen muss.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Das OA kann jedem Hund der Auffällig geworden ist einen Wesenstest auferlegen... Auffällig ist ein Hund auch bereits dann, wenn er spielenden Kindern oder gar einen hinter einem wegrennendem Erwachsenen Menschen nachgeht.  Weiter können generelle Auflangen gemacht werden. Kurze Leine und/oder sogar der Maulkorb zB. Das hier das Strafrecht keine Anwendung finden dürfte ist klar. Aber es gibt nun mal auch mehr Gesetze in Deutschland wie das Tierschutzgesetz und das Strafrecht... Stelle ich mich quer und zeige ich mich nicht einsichtig, dann darf ich einem Bußgeld rechnen oder im Extremfall sogar damit dass ich den Hund verliere. 

Wenn mir mein Hund in entsprechend selbst schon auffällig geworden ist, dann habe ich gefälligst die Pflicht dazu diese Vorkommnisse auszuschließen. Dazu gehört dann eben auch das Führen an der kurzen Leine. Unabhängig von der örtlichen Leinenpflicht! 

Dabei ist völlig unerheblich ob der Hund tatsächlich bedroht hat oder ob es nur der Spiel- und/oder Jagdtrieb  ist. In einem solchen Fall stellt der Hund eine Gefahr für andere Menschen und Tiere da auch wenn du das als Halter nicht wahrhaben willst.

Ich pers. halte deine Einstellung für sehr verantwortungslos.. 

Kommentar von Naninja ,

Es geht um eine Phobie und nicht darum, dass tatsächlich ein Hund auffällig geworden ist oder einen Schaden ausgelöst hat. Die Fälle, die Du gerade konstruierst, haben absolut nichts mit dem Thema zu tun.

Wie ich meine Hunde führe, spinnst Du Dir gerade in Deinem Kopf zusammen. Weder kannst Du das beurteilen, noch habe ich das an irgendeiner Stelle erwähnt.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Fängst Du aber an zu schreien, fixierst ihn mit Blicken und/ oder rennst los, wirst Du interessant und lenkst die Aufmerksamkeit des Hundes auf Dich. Er reagiert dann aber nicht auf Dich, weil er Dich angreifen will, sondern weil er auf den Bewegungsreiz reagiert und u.U. darin den Start zu einem Spiel sieht.

Damit gibst du der Fragestellerin eine Mitschuld. Und genau das ist falsch! Es gibt genügend Menschen die Angst haben, die sich ruckartig bewegen. Kindern die rennen und so vieles mehr. Wenn der Hund diesen Reizen nicht widerstehen kann oder es sogar zu entsprechenden Reaktionen wie nachrennen etc. kommt, ist die Verantwortung/Schuldfrage ausschließlich beim Halter zu suchen.

In Gebieten, in denen keine Leinenpflicht besteht, gibt es auch absolut keinen Anlass, den Hund an die kurze Leine zu nehmen. Selbst innerhalb von Städten gilt nicht bundesweit eine Leinenpflicht für Hunde. Deine Meinung spielt hier keine Rolle, es gilt die Gesetzeslage.

Mit dieser Aussage darf man dir m.E. auf jeden Fall, in diesem Zusammenhang, Unwissenheit und Verantwortungslosigkeit unterstellen! Du beziehst dich ja nun mal auch direkt auf meine Beitrag und damit auch auf die Übersprunghandlungen die abgestellt gehören. Denn von der moralischen und ethischen Seite mal abgesehen ist auch die Gesetzeslage hier in Deutschland in diesem Zusammen EINDEUTIG!



Kommentar von Naninja ,

Damit gibst du der Fragestellerin eine Mitschuld.

Die Fragestellerin trägt die Verantwortung für ihr Verhalten. So wie jeder erwachsene Mensch.

Denn von der moralischen und ethischen Seite mal abgesehen ist auch die Gesetzeslage hier in Deutschland in diesem Zusammen EINDEUTIG!

Richtig. Nur leider scheinst Du sie nicht ausreichend zu kennen. ;-)

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Wie sieht denn die Gesetzeslage in Deutschland aus? 

Antwort
von carsten2013, 83

Naja, illegal ist das sicher nicht. Von der Frau war das wohl gut gemeint und schlecht gemacht.
In der Regel hilft bitten, wenn nicht kannst du da ja nicht viel machen, außer du nimmst so ein Ultraschall Dingens, das nur Hunde hören können (und Katzen), und die dann weggehen. Ob das erlaubt ist. weiß ich nicht, am besten mal bei der Tierhandlung nachfragen und auf keinen Fall zu lange pfeifen mit dem Ding, die Hunde mögen das echt nicht:)
Viel Glück dir.

Antwort
von Cabal248, 81

Warum sollte es nicht erlaubt sein? Du kannst ja auch schlecht von jemandem verlangen, dass er seinen Hund auf den Arm nimmt oder extra 30m um dich herum läuft.

Das soll jetzt nicht hart klingen, aber da kann man wohl nichts machen, außer in eine Therapie gehen. Kein Hundebesitzer kann sehen, dass dein Herz anfängt zu rasen und dass du ernsthafte Probleme hast. Die Dame meinte es wohl gut mir dir, denn bei vielen Menschen ist die größte Angst schon überwunden, wenn sie das Tier einmal gestreichelt haben.

Kommentar von interestinglou ,

Ich versuche oft das Problem selbst in die Hand zu nehmen und gehe auf Distanz, oder nehme komplett einen anderen weg aber leider kann ich das nicht immer. Ist es denn wirklich zu viel verlangt für 3 Sekunden den Hund an dem Halsband zu halten? Die Dame meinte es bis zu dem Moment gut mit mir, als sie den Hund fest hiel. Wenn Sie merkt ich habe panische angst, dann muss sie mir den Hund nicht auf den Schoß legen. Die meisten Hundebesitzer können diese angst nicht nachvollziehen :/

Kommentar von Cabal248 ,

Und was ist, wenn du die Dame und den Hund ignorierst? Sprich, dass du dem Hundebesitzer keine Gelegenheit gibst dich anzusprechen? Vielleicht beruhigende Musik über Kopfhörer hören, wenn du aus dem Haus gehst, dann nimmst du die Hunde vielleicht nichteinmal wahr.

Ich kann nicht einschätzen wie groß deine Angst, beziehungsweise, wann es kritisch wird und wo du auf die Hunde triffst, aber in aller Regel nehmen dich die Hunde schon auf der anderen Straßenseite kaum mehr wahr. Wenn du sie dann noch ausblenden kannst, indem du einfach geradeaus schaust oder gegebenenfalls, wenn die Hunde bellen, die Musik lauter drehst, dann ist die Situation schneller rum, als du "Hund" sagen kannst. ;)

Die meisten Hundebesitzer können die Angst wohl nicht nachvollziehen, weil es bei den meisten Menschen keine sonderlich große Angst ist und beispielsweise Kinder oft schon nach zwei/dreimal Streicheln die Angst vor dem Tier verlieren.

Vielleicht kannst du ja mit einer Freundin/ einem Freund mal auf einen Besitzer eines kleineren Hundes zugehen, wenn du vor diesem weniger Angst hast. Wir haben beispielsweise einen Chihuahua, der eher den Eindruck einer Katze als eines Hundes vermittelt. ;)

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Schlimmer noch wie man an anderer Stelle hier bei diesem Thema sieht, wird sogar von langjährigen Hundebesitzern davon ausgegangen, dass die Schuld dann alleine beim Angsthabenden liegt. Erst recht, wenn dann etwas passiert. Genau diese Hundehalter machen es dann aber Verantwortungsvollen dann das Leben sehr schwer.. 

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 29

Dass die Frau da absolut falsch gehandelt steht außer Frage.. Ich habe auch nur gedacht "Wie bescheuert muss man sein!" Da würde ich sogar als Hundebesitzer entsprechende Empörung zeigen, wenn ich so etwas mitbekomme.

Von Hundbesitzern kann man aber nicht verlangen, dass sie auf jeden einzelnen Passanten so dermaßen Rücksicht nimmt und den Hund an der kurzen Leine führt. Natürlich darf und muss man aber verlangen, dass die Hunde dich als fremden Passant. Egal ob du Angst hast, wegrennst oder heulst nicht beachtet. Eine entsprechende Empörung deinerseits ist da völlig ok.

Aber es ist nun mal auch so, dass das was du da schilderst ein psychisches Problem ist. Ich würde an deiner Stelle schnellstens den Weg zu einem Psychiater gehen. Keine Neurologe sondern Psychiater. Dort wird man mit dir zusammen eine geeignete Therapie in Erwägung ziehen. Du wirst vielleicht die Angst nicht ganz verlieren, aber du wirst viel entspannter durch das Leben gehen können.  

Antwort
von hoekerlein, 82

Ich bin Tierlieb auch finde ich Hunde süß aber ich kann dich verstehen.

Vielleicht solltest du dein Angst anders umsetzen.

Hallo ist ihr Hund bissig?  Tut er mir was kann ich vorbeigehen?

Und schon wirst du nicht angepöbelt.

Kommentar von Viowow ,

wenn mich einer fragt ob mein hund beist oder was tut, ist meine standartantwort:" das kommt auf ihr verhalten an". denn jeder hund kann zubeissen. auch ein dackel oder ein labrador kann gefährlich werden(lass den dackel mal die richtige stelle treffen beim beissen)

Antwort
von exxonvaldez, 58

Hunde gehören zu unserer Welt wie Handys oder Autos.

Du wirst es nicht schaffen ihnen komplett aus dem Weg zu gehen.

Also bleibt nur deine Phobie behandeln zu lassen.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, 85

Hallo Interestinglou,

ich kenne beides: hatte früher Angst, nachdem mich ein Hund gebissen hatte; durch einen Hund in der Verwandtschaft habe ich die Angst verloren und war selbst Hundehalterin.

Aus der Erfahrung heraus lautet mein Tipp: Schon von weitem rufen: "Ich habe einen kranken Hund zu Hause und könnte ihren Hund oder Sie anstecken. Bitte kommen Sie nicht näher!" Das sollte wirken ;-)

Viel Erfolg

Kommentar von Viowow ,

warum soll man den eine völlig erfundene sache daherlabern? mal abgesehen davon, ein hundehalter merkt doch, das jemand angst hat. und dem nehme ich die geschichte dann sicher nicht ab

Kommentar von Buddhishi ,

Weil - wie man ja an der Situation, die FS beschrieb - sieht, dass manche Hundehalter auch missionarische Verhaltensweisen an den Tag legen. Und bis FS diese Phobie überwunden hat, ist das eben ein probates Mittel als quasi 'Notwehr' ;-)

Ich selbst hätte als Hundehalterin selbstverständlich auch nicht wie diese Frau reagiert, im Gegenteil, habe ich stets auf alle Rücksicht genommen, weil auf diese Weise ein optimal friedliches Miteinander möglich ist.

Diese Taktik hat mir übrigens mal ein erfahrener, professioneller Hundetrainer verraten :-) LG

Antwort
von zahlenguide, 74

hast du denn vor allen hunden angst? wenn ich dich jetzt z.b. in ein tierheim schicke und du da zig hunde streicheln darfst, würdest du da bei jedem hund so reagieren? oder ich schicke dich auf eine hundewiese, wo aber nur hunde sind, die nicht gefährlich aussehen, würdest du dann da auch panik bekommen? vielleicht kannst du dich ja langsam annähern statt gleich mit "kampfhunden" anzufangen. 

übrigens kann man jeden hund ganz leicht besiegen. das heißt, selbst wenn dich ein hund angreift, könntest du ihn ohne große probleme besiegen, indem du einfach die natur nachmachst. wenn sich da ein hund unsozial verhält, wird er von einem größeren hund mit der pfote und seinem gewicht auf den rücken geschmissen und die scharfen zähne des großen hundes deuten einen biss in den herzraum an. innerhalb von 3-5 sekunden geht der hund automatisch in die aufgabestellung. er fängt an zu fiepen und gibt auf.

wenn du als mensch den hund (als rechtshänder) mit der linken hand unter die schnauze und mit der linken hand an der schulter packst und ihn schnell umdrehst, liegt er auf dem rücken und du musst nur deine hände wie zähne in seine brust graben und ein bisschen kraft aufwenden - aber nicht völlig übertreiben. schon fängt er nach 3-5 sekunden an zu fiepen und gibt auf.

vielleicht solltest du auch überlegen, das verhalten von hunden genau zu studieren. beschäftige dich mehr mit hunden um dir die angst zu nehmen. vielleicht kannst du sogar einen hund ausführen oder dir irgend wann sogar einen hund holen.

Kommentar von interestinglou ,

Kleine Hunde die an der leine sind bereiten mir keine angst. (Große schon) Aber sobald sie frei rumlaufen wird es schwierig. Ich habe angst wenn ich bemerke der Hund ist unruhig läuft durch die Gegend oder hat mich im visier. Hier in meiner Umgebung sind Kampfhunde die Überzahl. Und ich begegne nunmal oft einem Rottweiler / Schäferhund etc. die frei rumlaufen aber laut dem Besitzer nichts tun. Jedoch verstehen viele Besitzer nicht, das ich trotzdem angst habe.

Kommentar von Schnobbel ,

Rottweiler, Pitbull, usw... sind nicht gleich Kampfhunde nur weil dumme Menschen sie dafür genutzt haben.. Ein Verwandter von mir züchtet Rottweiler und diese Hunde sind sowas von lieb, ich könnte sie niemals abstempeln. 

Kommentar von Viowow ,

es gibt keine kampfhunde!!!

Kommentar von Chiarissima ,

wenn du als mensch den hund (als rechtshänder) mit der linken hand unter die schnauze und mit der linken hand an der schulter packst und ihn schnell umdrehst, liegt er auf dem rücken und du musst nur deine hände wie zähne in seine brust graben und ein bisschen kraft aufwenden - aber nicht völlig übertreiben. schon fängt er nach 3-5 sekunden an zu fiepen und gibt auf.

Alles klar... 

Antwort
von zahlenguide, 7

Schau dir mal ab 20:35 Minute das Video an.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community