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Wie kann ich Getreidekörner, ca 50kg, ohne großen Aufwand, Getreidemottensicher lagern?

gefragt von PfaffGuPfaffGu am 18.08.2007 um 21:37 Uhr

Wir wollen uns einen Lebensmittelvorrat anlegen. Dafür aber möglichst wenig technischen Aufwand treiben; und dabei möglichst keinen Verderb "produziern". ZB. durch Schädlichen oder Krankheiten an den Getreidekörnern.


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Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


anonym
beantwortet von projektzukunft am 19. April 2009 19:54
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Hilfreichste Antwort

Meine Auskunft kommt etwas spät, ist aber vielleicht noch für andere gutefragenetler noch von Bedeutung...

Wenn du einen Lebensmittelvorrat anlegen willst, dann sicherlich auch über einen längeren Zeitraum (nicht nur ein Jahr?). Da ist dann die obige Antwort von mso1968 etwas "unpassend".

Man sollte statt dessen ("offen in Säcken" wäre ein tabu) in einem geschlossenen luft- und wasserdampfdichten Behälter, z.B. Eimer mit Gummidichtung oder speziellen versiegelbaren Beuteln mit Aluschicht, lagern.

WICHTIG ist nun jedoch: Vorher muss man (bei längerer Lagerung) die FEUCHTIGKEIT des Getreides in der Regel deutlich REDUZIEREN (am besten auf 10%), weil es sonst zur Selbsterhitzung bzw. Sporenbildung kommt. Außerdem muss der Behälter, in dem gelagert wird, SAUERSTOFF-FREI sein!

Denn es besteht nicht nur die Gefahr, dass Insekten (à la Getreidemotte) sich auf gekauftes und dann gelagertes Getreide stürzen, sondern dass sich bereits Schädlingseier im gekauften Getreide befinden (ist relativ "normal"). Natürlich hat man erst das Problem, wenn diese dann schlüpfen und sich vermehren. Ohne Sauerstoff ist das ausgeschlossen!

Außerdem vermehrt sich ohne Sauerstoff auch sonst kaum ein Mikroorganismus.

Den Sauerstoff im Lagerbehälter kann man durch Stickstoff- bzw. Kohlendioxid-Begasung (Trockeneis) oder - noch einfacher durch Sauerstoff-Absorber entziehen.

Siehe hierzu z.B.: http://getreidekonservierung.conserva.de

(Man kann im übrigen auch schon speziell "gereinigtes" (mit CO2 oder Sticktoff behandeltes) Getreide kaufen. Einige Bauern bzw. Agrargenossenschaften bieten das an.)

Also:

1) Getreide kaufen, 2) auf unter 12%, am besten 10% trocknen und mit Feuchtigkeitsmesser prüfen, 3) ab in den luftdichten Behälter, 4) Sauerstoff-Absorber rein oder Begasen und versiegeln, 5) dann kühl und dunkel lagern!


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mso1968
beantwortet von mso1968 am 18. August 2007 22:07
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Aus Erfahrung würde ich sagen, daß es super wichtig ist den Anbieter des Getreides zu checken. So traurig das ist aber in Getreide aus dem Direktvertrieb hatte ich schon öfter Käfer.

Ansonsten Lagerung am besten offen in Säcken (bei den Mengen)an einem kühlen Ort, an dem man regelmässig vorbeikommt und einmal am Tag das Getreide umrührt.(Das mögen die Käfer nämlich gar nicht). Was auch geht, das Getreide in Säcken luftig aufhängen und von unten entnehmen, da kommt dann auch Bewegung rein. Das sollte halt regelmässig und oft passieren.

Ich bin ja neugierig, warum denn unbedingt gleich so große Mengen?

Ach ja und wenn Ihr das Getreide selber mahlen wollt, darauf achten, daß keine Steine oder Steinchen drin sind. Mögen die Mühlen nicht so gerne. In biologischem angebauten Mehl finden sich auch oft noch andere Sämereien. Mutterkorn sollte nicht darin zu finden sein !!!

Viel Spaß



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