Frage von Mondlachen, 26

Wie kann ich einen 94 jährigen älteren Herrn davon überzeugen nicht mehr selber Auto zu fahren?

Der 94 jährige Herr hatte vor kurzem einen Herzinfarkt der auch med. gut durch einen Stend behandelt wurde. Er ist noch etwas schlapp möchte aber gerne wieder Auto fahren. Schon vorher hatte ich meine Bedenken, die seine Ehefrau aber immer beflissendlich ausräumte. Sie sitze ja immer mit im Auto und so. Die Reaktion des älteren Herrn ist seinem Alter entsprechend verlangsamt, hat ein leichtes Augenleiden. Er ist aber trotz allem davon überzeugt noch gut Auto fahren zu können. Wie kann ich ihn davon abhalten? Ich möchte ihn mit Argumenten überzeugen. Sonst würde er vermutlich heimlich fahren. Hat jemand Ideen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von derhandkuss, 8

Spreche mit dem Hausarzt des Betroffenen. Dieser sollte realistisch einschätzen können, ob medizinische Bedenken bezüglich Augen, Reaktionsfähigkeit etc. vorliegen. Ist eine Autofahrt aus medizinischen Gründen noch vertretbar - warum sollte ihm das Autofahren verboten werden?

Kommentar von Mondlachen ,

Durch seine verlangsamte Reaktionfahigkeit und Eigenüberschätzung kam es seit einiger Zeit schon mehrmals zu bränzlichen Situationen im Straßenverkehr. Seine Frau sitzt zwar daneben aber sie selber hat keinen Führerschein und würde sich auch nicht trauen z.B. die Handbremse zu ziehen. Bisher ist immer ein riesengroßer Schutzengel mitgeflogen.  Mit dem Hausarzt ist eine super Idee. Danke.

Antwort
von Rendric, 14

Das Augenleiden könnte fatal sein oder wenn die begründete Gefahr besteht, dass er erneut einen Herzinfarkt erleidet.

Ansonsten sehe ich keinen Grund und keine Begründung für ein "Fahrverbot".

Verlangsamte Reaktion ist normal für das Alter. Das wird aber durch besondere Vorsicht, Routine und fahren von bekannten Strecken ausgeglichen (statistisch gesehen - Ältere Menschen ohne weitere Erkrankungen sind keine erhöhte Gefahr für den Straßenverkehr).

Ich kann ihn verstehen. Mit dem Führerschein würde man erheblich viel aufgeben und muss dann erstmal seinen Alltag planen können, ist mehr auf Hilfe angewiesen... ich würde auch so lange fahren, wie es irgendwie geht.

Kommentar von Mondlachen ,

Er wohnt in einer Stadt wo der Nahverkehr gut ausgebaut ist. Auch Busse fahren zu entfernteren Ausflugszielen. Der wöchentliche Einkauf kann von den anderen Familienmitgliedern übernommen oder organisiert werden.

Kommentar von Rendric ,

Eben: Er wäre abhängig von anderen. Kein schönes Gefühl.

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