Frage von Loeffelqualle, 100

wie kann ich eine beziehung zu meiner pony reitbeteiligung aufbauen?

Es ist schwierig zu beschreiben, aber irgendwie ist die Beziehung zwischen uns ein bisschen seltsam obwohl wir jetzt schon ein halbes Jahr beieinander sind. Ich versuche zu schildern: wenn wir miteinander Bodenarbeit machen, dann ist er irgendwie so "aha..okay. also ich soll jetzt rückwärts gehen? gut okay, meinetwegen, warum nicht. oh karotte, cool" (ich stelle mir vor meine tiere könnten sprechen, lacht nicht -_-) Manchmal klappt es gut, manchmal nicht so. Aber ein richtiges dauerhaftes Problem hatten wir nicht miteinander, bzw an irgendwas an dem wir richtig doll und lang arbeiten müssten. Es klappt eigentlich alles relativ schnell, manchmal weniger gut aber generell klappts. Das klingt jetzt erstmal wunderbar, aber irgendwie hab ich nicht das Gefühl dass er mich als seinen Freund sieht. Ich bin halt da und arbeite mit ihm. Sag wo's lang geht und belohne ihn dann. Manchmal wenn ich ihn ein bisschen kuscheln oder kraulen möchte..naja..findet er irgendwie langweilig. Oder so. Ich weiß nicht. Auf jeden Fall findet er es nicht so prickelnd. Ich mach fast nur Bodenarbeit und was halt so dazugehört, weil ich dachte dass das uns ein bisschen aneinander bringt, aber irgendwie nicht so. Es ist irgendwie "kühl" zwischen uns oder wie soll ich beschreiben. Natürlich ist ein halbes Jahr nicht lang, aber es ist trotzdem irgendwie seltsam. Ich glaube wenn ich einfach nicht mehr kommen würde würde sich für ihn nicht viel ändern. Und für mich ehrlich gesagt auch nicht, was mich sehr sehr traurig macht. Bei meinem eigenen Pferd ist das ganz anders. Da werde ich beschnuffelt und beknabbert und "mensch ist da OMG!! sie ist da und sie hat karotten, yeiiii!!" bei dem pony ist alles so "jaa..okay, meinetwegen. warum nicht. jaa, ich machs halt" Aber wenn ich ihn von der weide hole erkennt er mich schon. ich weiß nicht..es ist einfach seltsam und ich kann es nicht gut beschreiben. klar könnte man jetzt sagen "ein halbes jahr ist doch gar nix" aber das ist nicht das was ich meine. wir kommen irgendwie nicht "vorwärts". vllt liegt es daran dass ich ihn nicht mehr reite, aber ich habe mir geschworen mich erst wieder auf ein pferd zu setzen wenn ich 10 kilo abgenommen habe...anders nehme ich nicht ab, ich kenn mich :'D außerdem wär ich jetzt ziemlich schwer für ihn. vielleicht versteht ihr die situation ein bisschen. (ich weiß nicht was die reitbeteiligung /besitzer vor mir mit ihm gemacht hat..)

Danke

Antwort
von sukueh, 49

Ich glaube, du vergleichst dein Pferd und dein Pflegepony zu viel miteinander. Es gibt Pferde, die lieben es geknuddelt zu werden, dann gibt es welche, die das eher nur so über sich ergehen lassen und dann gibts halt auch welche, die das überhaupt nicht wollen.

Genauso ist es wie mit der Mitarbeit. Manche Pferde sind mit Begeisterung dabei, manchen halt mehr so, wie du dein Pflegepony beschreibst. 

Ist ja bei Menschen auch nicht anders.

Ich denke mal, dass du einen guten Schritt weiterkommst, wenn du das Pflegepony akzeptierst, so wie es ist und nicht etwas von ihm erwartest (überschwängliche Begeisterung), was er - vielleicht auch nur jetzt noch nicht - liefern kann. Du schreibst ja selber, dass du nicht weißt, wie und was vorher mit ihm gemacht worden sind.

Als Mensch stellt man sich halt allzu gerne vor, wie die Dinge zu laufen sollten, und gerade bei dem Umgang mit Tieren, übersieht man dabei, auch auf das Tier zu hören, was es einem mitteilt. 

Das das Pflegepony nicht mit körperlich erkennbarer Begeisterung dabei ist, heißt ja jetzt auch noch nicht, dass es überhaupt keinen Gefallen an dem findet, was du mit ihm tust. 

Unsere beiden Pferde sind auch völlig unterschiedlich. Die Stute meines Mannes ist eher leicht zufriedenzustellen, verzeiht Fehler auch gerne und hinterfragt, wenn, dann auch nur sehr kurz. Die Stute arbeit auch völlig anders mit als mein Pony. Mein Pony macht zwar durchaus gerne mit, aber völlig anders als die Stute. Auch eher so, wie du es beschreibst... Na ja, dann machen wir halt.... wenn du meinst.... Er ist aber nach der getanen Arbeit ebenso zufrieden wie unsere Stute. Man muss halt nur selber besser werden, ihn wirklich zu motivieren :-) 

Kommentar von Loeffelqualle ,

Danke :) Ja ich dachte schon daran, dass es ein Charakterzug von ihm sein könnte, aber bisher hatte ich nur mit Pferden zu tun die ganz anders waren. Ich hab auch schon daran gedacht, ob Pferde bzw Ponys Depressionen bekommen können ._. aber ich weiß gar nicht ob das überhaupt geht, bzw er ist ja auch mal glücklich^^

Kommentar von sukueh ,

Depressionen bei Tieren ? Hm, glaub ich insofern nicht, weil ich nicht glaube, dass Pferde über ihr Dasein "nachdenken", so wie wir Menschen es tun. Tiere leben ja mehr im hier und jetzt, weil es für ihr Überleben wichtig ist. 

Tiere haben halt einfach wie Menschen auch ganz unterschiedliche Charaktere. Und ich finde, man tut sich als Mensch oftmals schwer, seine Erwartungshaltung an das Tier, mit dem man zu tun hat, anzupassen. 

Wenn du aber akzeptierst, was dein Pony ist, dann denke ich auch, dass du ein positiveres Gefühl für das Zusammensein/-arbeit mit dem Pony bekommst, weil du ja keine Erwartung mehr an ihn hast, die das Pferd aufgrund seines Charakters gar nicht erfüllen kann.

Antwort
von loveberry, 25

Huhu

Was du am Anfgang mit der "komm ich nicht heute, komm ich morgen" geschreieben hast, hätte ich gesagt dass deine RB kein Respekt vor dir hat, wie so n aufmüpfiges Kind.

Also ich geh mit meinem Ponylein viel spazieren und besuch es auch oft in seiner Box. Ich bin recht streng und leckerlies gibts nur zur Belohnung nach der Arbeit - hört sich hart an, aber mein Schatzi is ziemlich ungezogen  und außer bei mir tanzt es allen auf der Nase rum und zieht leute hinter sich her zurück in den Stall anstatt mit ihnen zu Arbeiten, demnach braucht es dass einfach. Wenns Pferdchen was gut macht einmal durchknuddeln, aber wenns meint dir auf der Nase rumzutanzen und total unkooperativ ist, einfach mal eine dängeln mit der Gerte. Wenn man nicht übertreibt tuts ja auch nicht weh.

Vielleicht hilft auch abwechslung, ich hab zum Beispiel schon mit meinem Pflegepony in der Halle Wettrenen gespielt, voll witzig, aber is n Shetty, also bei größeren Ponies würde ich es lassen, da die da manchmal vor Spaß übermütig werden... Du kannst aber auch mit deiner RB raus gehen, wenn auch nur führen, probier neue Wege aus, da wird das Pferd aufmerksam und neugierig. Zusammen neues lernen ist immer gut um zusammen zu führen.

Hoffe ich konnte dir helfen und hab dich nicht mehr verwirrt :)

Kommentar von Loeffelqualle ,

Danke^^ rausgehen und lauter so bindungs und vertrauens zeug machen wir viel. wettrennen geht nicht. er würde gar nicht mitlaufen und wir haben keine halle sondern nur einen unüberdachten sandplatz mit strom eingezäunt. da ist das so.naja..

Kommentar von loveberry ,

Ja gut mit Strom is nich so :D

WIe gehst du denn so mit ihm um? Eher streng oder so dass du ihm nicht bösöe sein kannst und sooo?

Antwort
von Sesshomarux33, 43

Hallo, 

es ist schwierig dir da Rat zu geben. Ich weiß ja nicht wie und was du an Bodenarbeit machst. Wenn ich das so lese, dann meine ich die Chemie zwischen dir und deiner RB passt einfach nicht. Man kann eben nicht mit jedem, ob Tier oder Mensch. Ich finde schon, dass ein halbes Jahr eine lange Zeit sind um das festzustellen. Andere haben nur wenige Stunden um das zukünftig eigene Pferd kennenzulernen beim Probereiten und da muss man irgendwie merken, dass alles passt. Ich bin überzeugt von Liebe auf den ersten Blick, das hat mich zumindest bis jetzt noch nie getäuscht. 

Vielleicht ist es das Beste, wenn du dir eine andere RB suchst oder da du erstmal nicht reitest, ggf eine Pflegebeteiligung? 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

Kommentar von Loeffelqualle ,

Wenn ich ihn jetzt einfach alleine lassen würde, würde sich niemand, absolut niemand um ihn scheren. Seine Besitzerin schaut nicht mal nach ihm, deshalb bin ich ja da. Er würde Tag und Nacht rumgammeln. Ende :/ Ich könnte das nicht übers Herz bringen. 

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