Frage von huhu1011, 97

Wie kann ich ein guter Programmierer sein, wenn ich schon ein guter Mathematiker bin?

Antwort
von BiggerMama, 28

Wie kommst Du darauf, ein guter Mathematiker zu sein? Wenn Du Mathematik studiert hättest, wüsstest Du das, weil Grundlagen der Programmierung Teil des Studiums sind.

Gut in (Schul-) Mathematik zu sein, besagt aber nicht, dass man eine besondere Befähigung zum mathematischen Denken haben muss.

Wie man zu rechnen hat, wie man gewisse Probleme anpackt, lernt man in der Schule. Wer einigermaßen logisch denken kann und ein "Händchen" fürs Auswendiglernen hat, kann mit recht guten Noten durch den Mathematik-Unterricht kommen.

Wichtig beim guten Programmieren sind ähnliche Fähigkeiten, wie sie beim Lösen mathematischer Probleme erforderlich sind.

Ich muss aber einige enttäuschen. Es gibt z. B. den Beruf des Fachinformatikers. Den kann man erlernen. In diesem Berufsfeld tummeln sich ganz unterschiedliche Leute. Es gibt da zum einen Leute, die zwar sehr intelligent sind, in diesem Schulsystem es aber nicht schaffen konnten, ein Abitur abzulegen und/ oder zu studieren. Es gibt darin aber auch Leute, für die dieser Beruf eigenlich nichts anderes ist als irgend ein anderer Lehrberuf.

Es tummeln sich allgemein unter den Programmierern einen Haufen Leute, deren Abstraktionsvermögen auf dem Niveau eines normalen Realschulabgängers ist.

Es wird von vielen Firmen auch nicht anders gefordert, weil man gute Ergebnisse (die man so natürlich nicht bekommt, auszubaden haben es meist die Kunden dieser Firmen) für wenig Geld haben möchte. Aber irgend wie funktionieren die Programme schon, die Standardsituationen werden gut abgedeckt.

Kreativität, Abstraktionsvermögen, logisches Denken und Fähigkiet zur Systematisierung braucht ein Programmierer meist nur für Ausnahmekonstellationen, die ca. 2% der Gesamtmasse ausmachen.

Allein mit Kreativität, gutem Abstraktionsvermögen, logischem Denken und einer guten Fähigkiet zur Systematisierung wird man kein guter Progammierer. Aber diese Eigenschaften sind Grundvoraussetzung, um wirklich gut programmieren zu können.

Ein guter Programmierer kennt sich mit nicht nur einer Progammiersprache aus und kennt nicht nur ein Entwicklungstool. Programmiersprachen kann man erlernen. Zu Entwicklungstools ist es ganz gut, wenn man nicht ganz unbeleckt ransetzt. Vieles ist aber selbsterklärend.

Schön ist es, wenn man vor allem beim Erlernen der ersten Programmiersprache Zeit für "learning by doing" hat oder bekommt. Im normalen Leben bekommt man diese Zeit leider nicht, wenn man sich das Programmieren nicht gerade zu Hause oder während des Studiums aneignet.

So wichtig auch Eigenschaften wie Kreativität usw. (s. o.) sind, genauso wichtig ist Praxis. Manchmal ist es wichtig, sich den einen oder anderen Tipp von Kollegen oder Freunden abzuholen und auch anzunehmen.

Was bisher noch gar nicht erwähnt wurde, ist die Fachlichkeit des Themas, für das ein Programm zu erstellen ist. Nicht umsonst gibt es Wirtschaftinformatiker (übrigens auch Wirtschaftsmathematiker). Es ist also wichtig, dass man sich in dem Theam, für das man Programme erstellen will, auskennt. Deshalb ist es auch ratsam, sich für ein Thema oder einen Themenkomplex zu entscheiden.

Da kommt noch eine weitere sehr wichtige Eigenschaft hinzu. Da man meist nicht das Fach studiert hat, für das man Programme erstellen möchte, sind die meisten Firmen in beschränktem Maß gewillt, die Programmierer in das Thema einzuarbeiten. Dazu muss ein Programmierer sehr gut recherchieren können. Niemand steht auf der Matte und fragt den kleinen Programmierer, was er denn nun wissen möchte.

Man muss sich durchfragen, den rchtigen Ansprechpartner für seine Fragen finden, den dann gezielt ausfragen und alles gut aufschreiben. Dafür muss man rumtelefonieren und Termine organisieren.

Man kann sicherlich noch einmal telefonisch nachfragen, wenn einem nicht alles gleich klar ist, aber man kann niemanden immer wieder ausquetschen.

Da die wenigsten Aufgaben mit nur einer Person bewältigt werden können, muss man teamfähig sein. Dazu muss man in der Lage sein, den Kollegen mit seinen Stärken und Schwächen zu sehen und ihn zu unterstützen und aich auch unterstützen zu lassen.

Da gehört vieles dazu, was zunächst gar nicht nach Kreativität usw. aussieht. Programmierer, die sich trotz mangelnder Kreativität usw. (s. o.) durchsetzen können besitzen meist die von mir beschriebenen Sekundär-Eigenschaften.

Kommentar von grtgrt ,

Was hier gesagt wird, ist völlig richtig.

Zudem sollte berücksichtigt werden, dass das Wort "Programmierer" je nach Kontext, in dem es gebraucht wird, völlig unterschiedliche Qualität bezeichnen kann. Es gilt zu unterscheiden zwischen

  • Hobbyprogrammierer
  • Programmierer ohne Studium (gleich welcher Richtung)
  • Software-Entwickler
  • Begnadete Programmierer (worunter ich Personen verstehe, die fähig sind, Code zu schreiben, der sehr wertvoll ist, da solchen Code zu schaffen nur extrem wenig Personen gelingt).

Die wichtigste dieser vier Klassen sog. "Programmierer" sind eindeutig die Software-Entwickler. Lies hierzu bitte 


Antwort
von Kontaru, 46

Kommt drauf an was du genau als Programmierer lernen willst bzw welche Sprache. Also wenn du gut in Mathe bist und du Sprachen schnell lernen kannst bzw gut merken kannst denke ich dass du daran deinen Spaß findest. 

Expertenantwort
von Volens, Community-Experte für Mathematik, 53

Wenn du geschwiegen hättest,
wärst du ein guter Mathematiker geblieben!

Antwort
von RakonDark, 35

wie kann ich ein guter Hausbauer sein  wenn ich schon ein  guter zementmischer bin  ?

also an deinem Zement wird es nicht scheitern , aber vielleicht weisst du gar nicht das das fundament als erstes kommt und die löcher für die kabels haste auch vergessen .

Antwort
von erador78, 48

Bist du gut in Mathe oder haste den Mathestudium mit links gemacht?

Gut in Mathe ist relative

Würde sagen gute Mathematiker können neue, besser optimierte Verschlüsslungsmethoden Programmieren. Das reicht aber nicht nur Mathematiker zu studieren. Du must auch Krypthographie Studieren.

Wenn du Komplexe aufgaben im Kopf rechen kannst, ich rede nicht von den * / - + ^2 wurzel log exp usw. von richtig komplexen aufgaben, dann könnte vielleicht doch noch mit sehr viel fleiss was daraus werden.

Kommentar von Franzmann0815 ,

Man braucht als Programmierer nicht zwingend Mathekenntnisse. Ein Lehrgang und viel Übung sollten dann schon eher helfen. Es kommt ja schließlich auch auf die Sprache an

Kommentar von BiggerMama ,

Komplexe Aufgaben im Kopf rechnen können, hat rein gar nichts mit Mathematik zu tun.

Kommentar von erador78 ,

Verschlüssung ist sehr mathelastig

Antwort
von Tannibi, 13

Das ist ziemlich schwierig. Mathemtik hat mit Programmieren
nichts zu tun; es gibt enige gute Mathematiker, aber
unzählige gute Programmierer. Du musst dich als Programmierer
auf ein wesentlich niedrigeres Niveau einlassen.

Antwort
von Time2Snipez, 48

Programmieren hat nicht soviel mit Schul-Mathematik zutun, wie du vielleicht annimmst. Ein guter Programmierer zeichnet sich durch Struktur, Einfallsreichtum, Kreativität und logischem Denken aus.

Antwort
von Physikus137, 9

Lies mal das Vorwort des folgenden Buches, vielleicht bekommst du dann eine Ahnung, wie Programmieren mit Mathematik zusammen hängen kann:

https://www.amazon.de/Mathematics-Generic-Programming-Alexander-Stepanov/dp/0321...

Antwort
von axwax, 41

Wenn du so eine Frage stellst, bist du kein guter Programmierer. 

Kommentar von huhu1011 ,

bist du sicher dass du die Frage verstanden hast!!

Kommentar von axwax ,

Sogar zu 100%. 

Gegenfrage: Bist du dir sicher, dass du ein guter Mathematiker bist?

Antwort
von DH150, 52

Mit dieser Seite: http://www.tutorials.at/

Antwort
von deinBoss2, 42

indem du eine  Prgrammiersprache gut lernst

Kommentar von huhu1011 ,

geht es denn um üben?

Kommentar von Time2Snipez ,

ja. Wie sagt man so schön: Übung macht den Meister. Fang am besten mit Java an. Das ist eine einfache Programmiersprache und wird heutzutage in sehr vielen Bereichen genutzt. Auch ist es mit Java einfacher später auf andere Programmiersprachen umzusteigen, da diese sich sehr ähnlich sind.

Kommentar von RakonDark ,

Nicht nur ums üben geht es  , es geht darum zu lernen wie du z.b.  mit zuständen Aufgaben löst  also wie man einen  algorithmus aufbaut  um den nötigen Erfolg zu erziehlen und eine Aufgabe zu lösen .

Zwar ist ein Computer reine Mathematik , aber du arbeitest ja nicht mehr mit 0 und 1 sondern mit z.b. schleifen entscheidungen und objekten bzw funktionen . Du erstellst also deine Eigene Formel , die kannste nicht auswendig lernen und auch nicht wirklich berechnen .

Wenn Du z.b. eine Physik Engine baust , dann hast Du natürlich einen klaren Vorteil , da kannste mit Vektoren arbeiten und rechnen , aber auch da kommt es auf effizienz zum Prozessor an  , aber wenn Du ein Textprogramm erstellen sollst , dann hilft Dir da Mathe auch nicht viel . Bzw wie willst Du die Formel für eine GUI mal eben in Mengen etc darstellen . Und wenn Du bei Formeln feste variablen hast , dann haste beim Programmieren immer noch die unendlichen unbestimmten die ein USER der das ganze Benutzen muss dir in den Weg legt . Bei einer Physik Engine wäre es z.b. die Leistung des Computers selber . Denn nicht alles was so aussieht als wäre es Gravitation ist auch echte Gravitation . Da gilt es dann abstrakt etwas zu machen was dem ähnelt was Du erreichen willst . So wie ein JPG sieht zwar aus wie ein Original ist es aber Messtechnisch überhaupt nicht , sondern das gute Mittelmass was halt fürs Auge noch cool aussieht .



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