Frage von mamka123, 8

Wie kann ich Echtheit eines Unterschriftes ohne Original beweisen?

Ich habe eine Vereinbarung mit einem Bekannten getroffen. Jetzt behauptet er nach 4 Jahren, daß er das Schriftstück nie unterschrieben hat und ich habe das Dokument gefälscht?!? Ich habe sofort einer Echtheitüberprüfung zugestimmt. Die Sachverständige hat ein Original verlangt. Als ich das Schriftstück aus dem Ordner rausgenommen, habe ich festgestellt, daß der Bekannte, nachdem wir Unterschrifte geleistet haben, das Schriftstück kopiert hat und ich nur eine Kopie erhalten habe, was ich erst jetzt festgestellt habe. Wie kann ich dem Gericht beweisen, daß das Schriftstück vom Bekannten unterschriben wurde und ich nie ein Original besaß????

Antwort
von fiwaldi,
  • Eine Unterschrift hat ganz individuelle, typische Merkmale, die ein Sachverständiger feststellen kann, auch wenn zum Vergleich nur eine Kopie vorliegt. Mit dem Original wäre es natürlich deutlich einfacher, weil man den Druckverlauf beim Unterschreiben zusätzlich beurteilen kann.
  • Wenn der Bekannte dich beschuldigt, wird er wohl die Fälschung beweisen müssen. Er hat ja sogar das Original mit "deiner" Unterschrift. Da wird sich der Sachverständige freuen.
  • Etwas eigenartig erscheint mir, dass du in deinen Unterlagen eine Fälschung abgelegt hast. Das ist so blöd, das darüber der Anwalt und das Gericht stolpern kann. So gesehen hast du schlechte Karten
Kommentar von mamka123 ,

Nachdem wir die Vereinbarung beide unterschriben haben, ist der Bekannte in sein Arbeitzimmer gegangen und hat das Schriftstück kopiert. Als er zurück war, hat mir ein "Exemplar" gegeben und das habe ich in meinem Ordner abgehäftet. Zu dem Zeitpunkt war mir wichtig ein Exemplar zu haben. Das es wichtig war ein Original zu bekommen ist mir erst jetzt klar. Einer hat immer entweder ein Original oder eine Kopie. Oder?

Kommentar von fiwaldi ,
  • Ein Original wird/muss irgendwo existieren
  • Etwas blind in Empfang zu nehmen, ohne einen Blick darauf zu werfen, es sogar abzulegen, ist schon der Gipfel der ...
  • Rätselhaft ist aber, wie DU seine Unterschrift in seinem Beisein fälschen kannst, er nimmt es, kopiert es und merkt erst nach 4 Jahren, dass du ein genialer Fälscher bist

Irgendetwas an der Geschichte stimmt nicht!!!

Antwort
von Othetaler, 4

Gar nicht mehr. Dass du nur die Kopie bekommen hast, könnte bedeuten, dass dein Bekannter damals schon betrügen wollte.

Kommentar von mamka123 ,

Ja, daß ist mir jetzt auch klar geworden. Aber zu dem Zeitpunkt habe ich nicht geahnt, daß ich ein Original verlangen soll.

Kommentar von fiwaldi ,

Als Beweis aber zu schwach

Antwort
von heynewbie, 8

Schwierig. Wenn es um viel Geld geht, gehe zu einem Anwalt. Der wird dir dann auch die verbliebenen Möglichkeiten vorzeigen.

Kommentar von mamka123 ,

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bin bei einem Rechtsanwalt. Der behauptet, ich muß die Echtheit des Dokumentes nachweisen oder  ich werde den Prozes verlieren.

Kommentar von Hefti15 ,

Welchen Prozess? Du wirst den Strafprozess verlieren?

Kommentar von heynewbie ,

Ich denke, da hast du sohl keinen guten Anwalt erwischt! Darf man fragen, worum es darin geht, in dem Vertrag? Das würde die Sache sicherlich erleichtern. Das ganze ist noch nicht verloren. Einen Orgiginal Vertrag kann man schließlich auch fälschen, zack die Unterschrift mit dem Kulli draufgeklatscht und letztednlich weiß keiner wer da wirklich unterschrieben hat. Lass dich von einem Anwalt beraten, der sich auf solche Fälle spezialisiert hat. Vorrausgesetzt die Anwaltskosten lohnen sich bei der Sache.

Antwort
von Hefti15, 3

Selbstredend ist eine Kopie nicht "wertlos". Richtig ist, dass ein Original immer besser ist, aber selbstredend kann man auch eine Kopie vorlegen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Urkundenbeweis

Interessant wird es ja auch, weil dein Bekannter behauptet, du hättest das Dokument gefälscht. Das muss er dir ja nachweisen. Weil er dir ja einen Vorwurf (z.b. Urkundenfälschung, Betrug o.ä.) macht. Das wäre ja eine strafrechtliche Angelegenheit.

Im ev. Zivilrecht müsstest du nachweisen, dass die Vereinbarung so getroffen worden ist. Selbstredend kann man dort auch einen Kopie vorlegen. Und warum soll das Gericht da grundsätzlich von einer Fälschung ausgehen? Was hätte es denn für Anhaltspunkte?

Kommentar von Hefti15 ,

Hier noch ein Interessanter Link:

http://www.klawon.eu/beweisfuehrung-zivilprozess.html

Kommentar von mamka123 ,

Es ist leider nicht richtig. Wenn er behauptet, daß ich die Vereinbarung gefälscht habe, muß nicht er, sondern ich beweisen, daß er lügt. Das es seine Unterschrift auf der Vereinbarung ist, kann man jeder Zeit beweisen, Er behauptet aber, ich habe die Unterschrift unter der Vereinbarung "aufgesetzt, draufkopiert ?!? Das kann man nur beweisen, wenn ein Original untersucht wird. Dieses Original habe ich allerdings nie bessesen. Er hat das Original kopiert und ich habe eine Kopie erhalten. So ist die Sachlage.

Antwort
von Charlybrown2802, 5

zum Anwalt und fertig

Kommentar von mamka123 ,

Ich bin längst beim Rechtsanwalt. Der behauptet, ich werde verlieren, weil ich die Echtheit beweisen muß - aber wie kann ich es, wenn ich kein Original vorlegen kann, weil ich nie ein Original besaß!

Antwort
von Kasumix, 7

Gar nicht.

Bei so einer Sache hilft wohl nur eine beglaubigte Kopie ( das können einige Ämter machen) - aber das hättest du damals machen müssen...

Jetzt sagt einem doch schon der logische Verstand, dass du leider die A*Karte hast :/

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