Frage von sportcrutch, 34

Wie kann ich Druck von meinen Eltern auf Grund meiner schulischen Zukunft vermindern?

Hallo, ich bin gerade in der französisch sprachigen Schweiz, um mein Französisch zu verbessern. Nach den Sommerferien besuche ich die 12.Klasse und mache ab Januar mein Abitur.

Da meine Noten relativ schlecht sind, machen sich meine Eltern natürlich Sorgen. Da ich bereits die 11.Klasse wiederholt habe, und jetzt bereits 6 von 9 möglichen Fächern unterpunktet habe, darf ich in bis zum Abitur nur noch 3 Fächer unterpunkten. Ich habe nun selbsverständlich Angst, dass ich die Zulassung zum Abitur nicht schaffe. Das Abitur selbst wäre kein Problem, da das alles Fächer sind (schriftlich und mündlich), außer Mathe, die mir keine Probleme bereiten.

Sie "entwerfen" gerade auf Grund dessen für mich einen Zukunftsplan. Leider übt genau das zusätzlichen Druck auf mich aus. Ich habe schon oft die Erfahrung machen müssen, dass ich unter Druck nicht lernen kann. Aber meine Eltern wollen/können das nicht verstehen. Ich habe ihnen gesagt, dass ich das Abitur nur mache, wenn sie mich das nächste Schuljahr mit dem Thema Schule in Ruhe lassen. Natürlich erfahren sie meine Noten, ect.! Aber diesen Druck will ich einfach nicht erdulden. Ein paar Noten sind sogar ziemlich gut, aber es gibt halt auch die, die ich unterpunktet hbe (habe 3 zweistellige, einige im mittleren Bereich und 5 im unteren Bereich --> Durchschnitt: 6,4 Notenpunkte). Meine Problemfächer sind Physik, Mathe, Bio, Englisch und Geschichte. In Englisch und Geschichte war es ein Ausrutscher, da ich das Halbjahr zuvor keine Probleme darin hatte.

Nun stellen sich mir folgende Fragen:

1) Warum sacke ich im zweiten Halbjahr immer so ab? Im ersten habe ich nur 1 Fach unterpunktet, im zweiten gleich 5 !!!

2) Ich habe momentan noch ein weiteres Problem: meine Hüftdysplasie. Am Mittwoch in einer Woche habe ich einen Kontrolltermin, wo entschieden wird, ob und wann ich operiert werden soll. Da meine Schmerzen dauerhaft vorhanden sind (und mir sogar "SireToby" geraten hat mich möglichst bald operieren zu lassen), habe ich nun Angst, dass ich das Schuljahr gar nicht erst beginnen kann und eine OP sofort nötig ist... Ich möchte eigentlich Grundschullehramt studieren, aber das geht nur mit dem Abitur.

3) Was ist, wenn ich das Abitur nicht schaffe? Ich würde dann eine Ausildung als Kindergärtnerin machen und anschließend per Abendschule/Internet, das Abitur nachholen. Anschließend würde ich studieren und meinen Traumberuf ausüben. Aber was ist, wenn ich nirgendwo einen Ausbildungsplatz bekomme? Ich habe Angst, dass meine Noten zu schlecht sind.

4) Wie kann ich meinen Eltern beibringen, dass Druck bei mir nichts bringt? Ich setze mich bereits selbst genug unter Druck (was ich selbst verschuldet habe durch meine schlechten Noten), aber ich brauche nicht noch mehr Druck... Ich habe schon mit meinen Eltern geredet, aber sie machen nach einiger Zeit, in der ich dachte, sie haben es gecheckt, doch wieder Druck.

Ich zähle auf eure Hilfe.

LG, sportcrutch

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Antwort
von zersteut, 10

Das sich deine Eltern sorgen machen und das ganze aus einem andren Blickwinkel beobachten, ist es selbstverständlich, dass sie hinter her sind! 

Aber wenn Schüler sich so sehr unter Druck setzen, dann fehlt es ihnen an Distanz zu Schulangelegenheiten, an einer gesunden Einstellung zur Leistung und an Selbstbewusstsein. 

Du  musst Kraft aus der Ruhe schöpfen und lernen, dass bei einer schlechten Zensur nicht die Welt zusammenbricht. Du musst die Ängste wieder abbauen, die du durch überhöhte Anforderungen selbst aufgebaut hast. 

Konzentrier dich auf das wesentliche, mach dir keine Gedanken darüber was passiert, wenn...... oder was andere von dir wollen! 

Gib in den Fächern die dir schwer Fallen nochmal richtig Gas, dann wird das auch belohnt! Den Kopf in den Sand zu stecken ist der Falsche Weg!  

Lass die Hüft-OP einfach auf dich zu kommen, dafür gibt es nie den richtigen Zeitpunkt. Schieb die Sache nicht unnötig vor dir  her und mach einfach einen Termin! Nach einer Woche kannst du wieder zu Schule und nach zwei Monaten ist alles so wie davor! 

Kommentar von sportcrutch ,

Hallo, vielen Dank für deine Antwort.

Aber das mit der Hüfte ist leider nicht ganz so einfach, wie du dir das vorstellst. Ich würde eine Triple-Osteotomie durchführen lassen müssen, wonach ich 6 Wochen nicht sitzen darf und nach der Sitzerlaubnis erstmal dieses wieder "erlernen" muss. Nach 12 Wochen Nullbelastung darf ich wieder anfangen zu belasten, wobei ich nach ca. 16 Wochen wieder Vollbelatung habe. Danach muss ich jedoch erst wieder das Gehen ohne UAG's "erlernen". Das heißt, ich bin ca. 18 Wochen außer Gefecht, bis ich wieder normal laufen kann. Sport kann ich erst wieder nach ca. einem 3/4 Jahr machen.

Mein größtest Problem ist dabei aber, dass ich eigentlich im Abitur Sport nehmen wollte (Basketball und turnen). Ich kann Sport vergessen (vor der OP wegen den Schmerzen --> bzw. ich muss für den Sportunterricht Schmerzmittel nehmen, nach der OP --> Sportverbot), wenn ich die OP machen lasse. Und ich bin mir zu tausend Prozent sicher, dass ich danach nicht den Ehrgeiz hätte 2 Monate Schulstoff nachzuholen während der Schule. Ich sollte sowieso nicht fehlen, weil ich in Mathe nicht der größte Checker bin. Nachhilfe bringt auch nichts (hatte ich schon 1 Jahr, aber ohne Notenveränderung). Und was kann ich machen, wenn ich kein Sport treiben kann? Umwählen ist nicht mehr mäglich, Sport aber auch nicht nach der OP?!

LG, sportcrutch

Antwort
von 1900minga, 8

Red mit ihnen

Kommentar von sportcrutch ,

Ach nee...

Das habe ich natürlich schon. Sie sagen, dass sie mich unterstützen werden und kein Druck ausüben, aber ich weiß zu 90%, dass sie auf jeden Fall Druck ausüben. Wahrscheinlich ist das ihnen nicht mal bewusst, aber für mich ist das meist zusätzlicher Stress.

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