mgerard am 06.07.2007 um 0:59 Uhr
Geht das? Kann ich zwei Prozessoren, die in zwei verschiedenen PC's sind praktisch zu einem Prozessor "machen" ? Es gibt doch diese Supercomputer (Deep Thougt; ist zwar etwas älter, aber egal, mir fällt kein anderer namentlich ein), die haben doch mit Sicherheit hunderte Prozessoren, also werden die doch irgenwie Kombiniert. Vielleicht kennt jemand auch gleich noch das passende Programm hierfür...
Du benötigst dazu einen s.g. "Cluster" bzw. Clustcomputing. Das ist eine spezielle "Software", die eben genau dafür sorgt, die Ressourcen zu bündeln. Im Breiech unix/linux gibt es dafür z.b. produkte wie OPENMosix oder veritas cluster server (u.a. auch für windows). Es z.b. gab/gibt im internet ja auch den "SETI-Cluster". man lädt sich eine software runter und diese sorgt dafür, "verfügbare" rechenleistung des pc´s zu nutzen, um vorhandene daten des SETI-Projektes auszuwerten.
Ja, das geht. Du musst die Aufgabe dafür so aufteilen, dass möglichst Teilaufgaben entstehen, die weitgehend unabhängig von den anderen Teilaufgaben zu lösen sind und zwar so, dass auch mehrere Teilaufgaben problemlos gleichzeitig gelöst werden können.
Dazu brauchst Du wohl ein Programm, das die Aufteilung, die Koordination und die Zusammenführung übernimmt.
Ein Programm dafür kann ich Dir nicht nennen. Ich denke das müsste für den speziellen Einsatz geschrieben werden.
Gruß wiele
Zwei Hausgebräuchliche Computer lassen sich schwerlich zu einem Cluster verbinden, obwohl es grundsätzlich möglich ist. (Distributed Shared Memory Archtecture) Beowulf.org sei dir hier mal als referenz vor die Füsse geworfen. Programme müssen für die Parallelverarbeitung extra geschrieben und übersetzt werden.
zwei normale, per TCP/IP zusammengeschlossene Rechner haben bei der Kommunikation eine zu lange Latenzzeit. In 'echten' Clustern gibt's seeeehr schnelle Verbindungen mit geringer Latenzzeit. z.B. Myrinet. Und selbst da kann es passieren, dass ein Einzelrechner schneller rechnet, weil das Cluster zu langsam (oder zuviel) kommuniziert. (Dann hat meist der Programmentwickler Mist gebaut oder das Problem ist nicht parallelisierbar.)
Soweit der kleine Ausflug in die Welt des parllel computing.
Im Netzwerk lassen sich andere Ressource viel besser gemeinsam nutzen als die Rechenpower Drucker, Festplattenplatz (Okay, kennt man) Scanner (tricky unter Windows) Fax und Telefon
Remotedesktop ist auch eine Art der Parallelverabreitung (Programme laufen auf dem schnelleren Rechner, Ein- und Ausgabe erfolgen am anderen), es gibt sogar was, um einen Computer als Zweitmonitor zu benutzen.
Es hilft auch, Dienste oder ständig laufende Programme auf einem Rechner laufen zu lassen und auf dem anderen zu Arbeiten. Bittorrent- client, Webserver, Datenbank auf dem einen, Word und Excel auf dem anderen - du entlastest den Arbeitsplatzrechener und bekommst sozusagen die Rechenleistung des anderen Rechners "geschenkt".
Die Uni Wuppertal betreibt imho einen Cluster namens ALICE?? und die Leutchen haben Erfahrung mit solchen Sachen. http://wuugel.uni-wuppertal.de/
Bei 2 Rechnern frisst aber der Verwaltungswasserkopf die Rechengeschwindigkeit auf, der Datentransport ist letzten Endes der Flaschenhals.