Wie kann ich dafür sorgen,dass meine Pflegehündin sich mit meinem Kater versteht?

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4 Antworten

Stell Dir doch mal vor, Du wärst Filou. Du hast ein Zuhause, alle lieben Dich, man schmust mit Dir, und alle paar Wochen kommt da irgendso ein "Ding", was Du gar nicht einschätzen kannst. Es nimmt Dein Zuhause in Beschlag, riecht komisch, benimmt sich komisch, die Menschen, die sich sonst um Dich kümmern, schmusen jetzt mit diesem "Ding", Du mußt Dein Zuhause teilen, bist nicht mehr Chef im Ring, und dann ist dieses "Ding" wieder weg, also alles wieder auf Anfang.

Katzen sind Gewohnheitstiere, sie haben ein Zuhause, wie auch immer das ist, sie verteidigen dies mit Zähnen und Klauen. Vermutlich gäbe es gar keine Probleme, wenn Mimi häufiger oder ständig bei Euch wäre, dann ist alles eine Frage der Geduld. Mimi ist gut erzogen und von ihrer Seite passiert nichts. Wenn Filou die Möglichkeit hätte, sich wirklich an Mimi zu gewöhnen, hättest Du diese Schwierigkeiten nicht-

Der Kater kann ja Deine Gedankengänge nicht nachvollziehen, er reagiert instinktmäßig, verteidigt sein Revier und sieht nur einen Eindringling, den er loswerden möchte. Wenn Mimi ständig bei Euch wäre, hätte Filou nach ein paar Tagen gecheckt, daß er keine Angst vor ihr zu haben brauchte und seine Menschen ihn nach wie vor lieben.

Dadurch, daß der Hund aber immer wieder weg ist, sieht Filou seine Attacken ja auch als erfolgreich an, je mehr er sich aufbaut und sein Revier absteckt, desto weniger kommt der Hund, damit hat er ja auch Erfolg. Er kann das nicht logisch nachvollziehen, wie wir dass tun, aber auf Sicht hast Du nur die Möglichkeit, entweder auf den Hund zu verzichten oder ihn so lange bei Dir zu behalten, bis sich der Kater an ihn und das wechselnde An-und Abwesenheitsverhältnis gewöhnt hat. Das kann einige Wochen dauern, klappt vielleicht auch nie, aber so, wie es jetzt ist, soll es ja auch nicht bleiben, also mußt Du Dir Gedanken machen, was Dir wichtiger ist. Bei mir sind bisher immer alle Katzen mit den Hunden klar gekommen, wenn man ihnen Gelegenheit dazu gibt. Aber es ist alles eine Frage der Zeit und der Geduld, und die mußt Du haben. Liebe Grüße.

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Unsere Pflegehündin ist seit drei Monaten bei uns und wollte auch unsere Katzen jagen. 

Mittlerweile leben sie friedlich miteinander. Wir haben das Schritt für Schritt geübt. Zuerst mussten wir dem Hund lernen die Katzen zu respektieren und weil sie ein cleveres Kerlchen ist hat sie das auch recht schnell verstanden. Dann war es nur eine Frage der Zeit bis sich die Katzen nicht mehr bedroht fühlten.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen das es eher selten ist das man Hunde und Katzen gar nicht aneinander gewöhnen kann.

Wie Negreira schon geschrieben hat wäre es leichter wenn die Tiere miteinander leben würden und der Kater die Erfahrung machen könnte das der Hund ihm nichts tut.

Das Problem ist das der Hund und der Kater möglichst viele friedliche Begegnungen miteinander brauchen ganz ohne Aufregung und das ist schwierig wenn der Hund nur mal zu Besuch da ist.

LG

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Junge Katzen passen sich normal recht schnell an Hunde an. Der Größe vom Hund zur Katze kann der Katze schon mal Angst einjagen. Diese reagiert dann mit Krallen ausfahren, und das tut dem Hund weh. Der Hund weiß nicht, was er getan hat, und "revanchiert" sich bei der Katze. Hunde lieben auch gern ein doofes Spiel. Dies nennt sich Katze ärgern!  Ein weiteres Problem könnte Eifersucht vom Hund sein! Dem Hund hat es wohl bei dir immer gut gefallen. Deine Aufmerksamkeit gefällt ihm wohl. Aber jetzt hast du noch jemand, der deine Aufmerksamkeit auch braucht. Da könnte richtige Eifersucht im Spiel sein!

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Kommentar von RabiyaRdm
26.12.2015, 20:10

Danke lieber Wolfram!Mir ist eine hervorragende Idee eingefallen!!!!😀

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Kommentar von wolfram0815
26.12.2015, 20:17

Noch ein kleiner Hinweis von mir über das Verhalten und Hunden und Katzen: Ich bin mit diesen Tieren aufgewachsen und habe sie schon viel beobachtet. Da bin ich irgendwann zu der Erkenntnis gekommen, dass sie oft/meist ein Verhalten an den Tag legen, wie der Mensch auch: Es geht meist um Eifersucht, Futterneid, Neid, weil der andere Hund/andere Katze auch Streicheleinheiten bekommt, Fremdenfeindlichkeit, Rangordnung aber auch der Wunsch nach Zuneigung, Liebe, Ruhe, Geborgenheit, gutes Essen, ein sicheres Zuhause, miteinander Spaß haben, und ein schönes Plätzchen zum Chillen   :-P . Mit diesen Dingen versteht man die Tiere erheblich besser!

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Die Ausbildung zum Therapiehund beeinflusst den Jagdtrieb eines Hundes absolut nicht, und genau der wird in diesem Fall angesprochen


Gerade, wenn eine Katze flüchtet, übt das einen enormen Reiz auf einen Hund aus. An dieser Stelle setzt das Hundehirn vorübergehend aus, weil es sich in einem totalen (selbstbelohnenden) Hormonrausch befindet. Mit sehr zeitintensivem Training würdest Du das u.U. in den Griff bekommen. U.U. aber auch, je nach Hund, nicht.

So schade es ist: Du wirst die Situation so akzeptieren müssen. Das Risiko ist für Hund und Katze einfach zu groß.

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