Frage von EmiliavanWembly, 53

Wie kann ich dafür sorgen das mehr Menschen sich gegen Kinderarbeit einsetzten?

Ich habe neulich einen sehr bewegenden Flim über Kinderarbeit gesehen und seitdem achte ich sehr darauf was ich kaufe und was nicht. Aber nun stellt sich mir die Frage: bringt das was wenn nur so wenig Menschen so denken? und von daher möchte ich gerne mehr Menschen auf das Problem Kinderarbeit aufmerksam machen und dafür sorgen das sich mehr Menschen dafür einsetzten das Kinderarbeit abgeschafft wird, nur leider fehlen mir die Ideen wie ich das machen könnte. wenn ihr welche habt schreibt mir die doch bitte. Danke schon mal im vorraus.

Antwort
von Aleben, 11

Was hälts Du von einer Mitgliedschaft in einem Verein der genau diese Ziele verfolgt oder eine Patenschaft für ein Kind.

Dabei ist zu beachten, dass man eine Patenschaft für viele Kinder übernehmen kann in Form einer Mitgliedschaft oder eine Patenschaft für ein spezielles Kind. In diesem fall wirst Du in der Regel von der Organisation über die Entwicklung des Kindes jährlich informiert.

Dabei solltest du bitte folgende bedenken:

1) Das Kind liebt in einer vollkommen anderen Welt als DU, dabei ist es egal ob es in Afrika oder Asien oder sonst wo beheimatet ist und welche Organisation es betreut.

2) Eine Patenschaft erstreckt sich über die gesamte schulische Ausbildung und meist auch über die Berufsausbildung, also bis das Kind einen Beruf ausüben kann. Das heißt 10 meist aber auch 13 bis 14 Jahre!

Natürlich kann man eine Patenschaft zwischendurch kündigen aber versetze Dich in die Situation des Patenkindes, das dann plötzlich ohne Paten da steht. Natürlich wird es weiter unterstützt, aber das Vertrauen zu einem Paten ist dann massiv gestört, da es annehmen muss immer wieder eine Kündigung zu erhalten.

Bei einer Mitgliedschaft (Pate aller Kinder) ist es wiederum problemlos möglich.

3) Ich habe eine Patenschaft für einen Jungen in Kalkutta (heute Kolkata/Indien) übernommen. Der Junge, Rahul, ist 12 und hat bis vor 6 Jahren auf einem Müllberg gearbeitet. Ich besuche ihn jedes Jahr in Kolkata, im Februar 2016 plane ich meinen nachsten Besuch. Meine Besuchsberichte kannst du im Internet nachlesen unter

http://www.asleben.de

Die Organisation H.E.L.G.O. e.V. kann ich daher nur empfehlen; zum einen, weil ich die Möglichkeit habe das Patenkind zu besuchen und per E-Mail über die Sozialarbeiter und deutschen Volontäre Kontakt zu meinem Patenkind aufzunehmen und Briefe und Fotos auszutauschen. Aber auch das stößt an Grenzen, da das Kind in Indien sich meine Welt kaum vorstellen kann. Einfache Fragen: wie lang ist dein Schulweg? oder was isst du am liebsten? Stoßen auf Unverständnis, das sich darüber keiner Gedanken macht, man ist froh überhaupt etwas zu essen zu haben (egal was) und da keiner eine Uhr hat, kann man die Länge eines Schulweges kaum mit unseren Maßstäben messen.

Wäre es für Dich möglich ein Kind in Indien zu besuchen? Das wäre eine Erfahrung, die Dir sicher viele Perspektiven eröffnet. Diese Möglichkeit hast Du als Pate oder Mitglied - H.E.L.G.O. e.V. freut sich über jeden interesssierten Besucher.Da ich jedes Jahr in Indien bin kann ich Dich da individuell unterstützen.

Übrigens bei H.E.L.G.O. e.V. kommen 97 Eurocent von jedem gespendeten Euro in Indien an.

Weitere Fragen? schreib mir eine kurze PN oder kontaktiere mich über meine Homepage.

Antwort
von Volkerfant, 14

Wenn du erwachsen bist, eine gute Bildung genossen hast, dann kansst du die Gesellschaft auf Kinderarbeit aufmerksam machen und sensibilisieren, indem du in die Länder reist, Dokus drehst und sie ins Fernsehen bringst.

Als Minderjähriger brauchst du die Unterstützung deiner Eltern, aber es würde auch funktionieren.

Andererseits gibt es schon viele Dokumentationen über Länder und ihre Kinderarbeit. Das Wichtigste wäre, etwas dagegen zu unternehmen. Du müsstest den Kindern eine Alternative bieten. Das wäre z.B. eine finanzielle Unterstützung für die Familien, damit sie ihre Kinder in die Schule schiocken können. Diese Schule müssen aber auch vorhanden sein. Das muss alles bezahlt werden. Die Familien in diesen Ländern sind so arm, dass sie kein richtiges Dach über dem Kopf haben, kein Essen haben, denen bleibt nur übrig, dass die Kinder auch Geld verdienen. Die Regeirung in diesen Ländern funktioniert überhaupt nicht. Sie denken nicht an die Armen, Programme für die Armen werden nicht umgesetzt.

Es hapert an allem. Wenn du das begreifst, wenn du genug Bildung hast, kannst du schauen, wo du Gelder bekommst, Spenden etc. und in diese Länder reisen und vor Ort etwas aufbauen. So wie es viele Missionare getan haben. Das würde auch ohne die Mission, den Menschen einen anderen Glauben aufdrücken zu wollen, funktionieren. Man muss es nur machen.

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