Frage von omit9870, 164

Wie kann ich Bundeskanzler werden?

Ich wollte das mal wissen.

Antwort
von MaxNoir, 68

Oh je! Bitte NICHT Politik studieren. Politikwissenschaften

sind keine Ausbildungsstudiengänge für Berufspolitiker. Das sind
Studiengänge mit wissenschaftlichem Anspruch um die Politik eines Landes
zu überwachen, studieren und vorherzusagen.

Studiere etwas was dir später eine Expertise in der Politik geben
kann. Je nachdem für welches Themenfeld der Politik du dich am meisten
interessiert. Wenn ich bspw. Gesundheitspolitik mag, dann sollte ich dem
Bereich auch fundiertes Grundwissen und Erfahrung haben.

Ein Grund warum Lobbyismus floriert und warum die Politik immer
ungenauer und ''schlechter'' wird ist, dass die Politik kaum noch
wirkliches Expertenwissen hat. Man muss sich die Experten von draußen
holen und damit steht man auch unter der Gnade der Interessen derjeniger
die man sich da einlädt.

Die praktischen Aspekte der Politik lernt man "learning by doing"
kein Grund direkt Politik zu studieren und ein Interesse für bisherige
Politik und Geschichte sowie Philosophie zu haben, würde ich jetzt mal
als grundsätzliche Charaktereigenschaft ansehen die man so oder so haben
sollte, wofür man also auch nicht gleich studieren muss. Lieber Experte
als Alleskönner sein.

In der Zwischenzeit solltest sofort einer Partei (oder
Jugendorganisation einer Partei) beitreten. Die ersten Jahre bestehen
aus Wahlkampfhilfe und Plakate kleben. Dann fängst du auf Kommunal und
Landesebene mit Politik an und arbeitest dich langsam in deiner Partei
hoch bis deine Partei dich zur Bundestagswahl aufstellt.

Dann wirst du in den Bundestag kommen. Dann musst du weiter
Parlamentsarbeit machen bis du Kanzlerkandidat, typischerweise
Parrteivorsitzender, der Partei wirst.

Dann musst du natürlich noch die Wahlen gewinnen: Dafür brauchst du
A) gute Ideen und Konzepte B) gute Rhetorik und Argumentationen C) ein
gepflegtes, seriöses Auftreten D) keine Skandale.

Antwort
von Grimwulf78, 54

Die meisten konservativen Politiker haben irgendwas mit Jura studiert glaub ich. Dann schließt Du Dich im Studierendenparlament Deiner Hochschule der politischen Richtung Deiner Wahl an, am Besten Eine die Chancen hat auch mal den Kanzler zu stellen (also die sogenannten großen Volksparteien). Meiner Erfahrung nach ist es relativ einfach in der Hochschulpolitik schnell viel Verantwortung zu übernehmen da die meisten Studenten für die volle Dröhnung zu wenig Lust und Zeit haben und nur Politik "light" machen.

Dort kannst Du jedenfalls schon mal die ersten Seilschaften knüpfen, in irgendwelche Vereinigungen eintreten wo die selbsternannten Eliten sich so rumtreiben, Burschenschaften, Rotarier, Anglo-German-Club ... Hilfreich wenn Du aus einer "entsprechenden" Familie stammst, bei der der Vater schon Beziehungen und Kontakte hat. Die Angebote werden jedenfalls kommen wenn Du an Einfluss gewinnst. Dann kommen sie alle, schmeicheln Dir und bitten Dich um Gefallen, die Du dann irgendwann wieder einforderst. So entsteht ein Netzwerk.

Ab da heißt es: Nach unten treten und nach oben in Ärsche kriechen falls nötig und an Stühlen sägen falls möglich. Je weiter Du nach oben kommst, desto härter wird das Spiel. Am Besten Du vergisst alle Prinzipien die Du hast gleich am Anfang, denn mit Ihnen kommst Du eh nicht in die Spitze. Dann sie lieber früh entsorgen. Das macht die Sache von Beginn an leichter.

Ab einer bestimmten Fallhöhe (Minister o.ä.) hast Du dann keine Freunde mehr, nur noch Verbündete oder Feinde. Der Verbündete wird dann zum Feind, wenn er dasselbe will wie Du: nach oben.

Merkel musste einige Parteigenossen "entsorgen" bevor sie da war wo sie ist: Helmut Kohl, Norbert Röttgen, Friedrich Merz, Roland Koch, Christian Wulff, ...

Generell hat sie offenbar ein Problem mit Männern in Machtpositionen. Proforma lässt sie solche Schnullis am Leben wie Pofalla (der ja nun freiwillig gegangen ist) oder ihren treuen Hund Altmaier, weil der keine Ambitionen zeigt und keine Fragen stellt wenn Mutti befiehlt. Der hat's geschnallt ;) 

Kommentar von PatrickLassan ,

Die meisten konservativen Politiker haben irgendwas mit Jura studiert

Ist Gregor Gysi auch konservativ?

Kommentar von Grimwulf78 ,

Sicher nicht ;P Manchmal hast Du ja auch einen Ströbele, Schily oder Gysi dabei. Wobei Schilys politische Positionierung seit seiner Zeit als RAF-Anwalt eine enorme Wendung genommen hat und Ströbeles Integrität seit dieser Sache auch ganz schön gelitten hat. Gysi ist auf jeden Fall ne coole Sau!! 

Generell ist aber Jura einer der Berufe, der den Einstieg in die Politik erleichtert.

Antwort
von Zakalwe, 77

Du musst den derzeitigen Amtsinhaber zu einem Zweikampf heraus fordern. Wenn du gewinnst, bist du Kanzler. So ist das jedenfalls bei den Klingonen.

Antwort
von Xpomul, 74

1) Politwissenschaften studieren, oder noch besser: Diplomatie.

2) Einer Partei angehören

3) Politische Karriere machen.

4) Glück haben, die richtigen Leute kennen.

5) Eloquenz par excellence anstreben.

Viel Glück!

Kommentar von MaxNoir ,

Oh je! Bitte NICHT Politik studieren. Politikwissenschaften sind keine Ausbildungsstudiengänge für Berufspolitiker. Das sind Studiengänge mit wissenschaftlichem Anspruch um die Politik eines Landes zu überwachen, studieren und vorherzusagen.

Studiere etwas was dir später eine Expertise in der Politik geben kann. Je nachdem für welches Themenfeld der Politik du dich am meisten interessiert. Wenn ich bspw. Gesundheitspolitik mag, dann sollte ich dem Bereich auch fundiertes Grundwissen und Erfahrung haben.

Ein Grund warum Lobbyismus floriert und warum die Politik immer ungenauer und ''schlechter'' wird ist, dass die Politik kaum noch wirkliches Expertenwissen hat. Man muss sich die Experten von draußen holen und damit steht man auch unter der Gnade der Interessen derjeniger die man sich da einlädt.

Die praktischen Aspekte der Politik lernt man "learning by doing" kein Grund direkt Politik zu studieren und ein Interesse für bisherige Politik und Geschichte sowie Philosophie zu haben, würde ich jetzt mal als grundsätzliche Charaktereigenschaft ansehen die man so oder so haben sollte, wofür man also auch nicht gleich studieren muss. Lieber Experte als Alleskönner sein.

In der Zwischenzeit solltest sofort einer Partei (oder Jugendorganisation einer Partei) beitreten. Die ersten Jahre bestehen aus Wahlkampfhilfe und Plakate kleben. Dann fängst du auf Kommunal und Landesebene mit Politik an und arbeitest dich langsam in deiner Partei hoch bis deine Partei dich zur Bundestagswahl aufstellt.

Dann wirst du in den Bundestag kommen. Dann musst du weiter Parlamentsarbeit machen bis du Kanzlerkandidat, typischerweise Parrteivorsitzender, der Partei wirst.

Dann musst du natürlich noch die Wahlen gewinnen: Dafür brauchst du A) gute Ideen und Konzepte B) gute Rhetorik und Argumentationen C) ein gepflegtes, seriöses Auftreten D) keine Skandale.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Das mit den Skandalen ist so eine Sache. Wenn Du eine gute Beziehung zu Liz Mohn und Friede Springer hast, wie unser Merkelchen, dann gibt's auch keine Skandale. Wenn Du es Dir mit den großen Lenkern verscherzt, wie Christian Wulff, dann wird ein Bankrabatt und eine angenommene Einladung zum Urlaub mit Freunden zur Staatsaffäre aufgeblasen und die Zeitungen feuern so lange aus allen Rohren, bis Dein Ruf im Eimer ist und Du freiwillig aufgibst.

Kommentar von Xpomul ,

eloquent auf den Punkt gebracht!

Kommentar von PatrickLassan ,

oder noch besser: Diplomatie.

Welche Universität bietet denn einen derartigen Studiengang an?

Kommentar von Xpomul ,

Brügge in Belgien

Antwort
von SebRmR, 39

Du musst es schaffen, bei der Bundestagswahl Spitzenkandidat einer Partei zu sein, die stärkste Kraft im Bundestag wird.
Dann stehen deine Chancen gut, Kanzler zu werden.

Antwort
von Sciffo, 57

wer sowas fragt, kann nicht BK werden

Antwort
von 1988Ritter, 24

Der Grundstein dürfte mit dem Parteibeitritt gelegt werden.

Antwort
von ASW19, 49

Hallo,

zu dem Thema findest du hier Informationen: https://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BKin/DE/Kanzleramt/WahlDerBundeskanzlerin/wa...

Grüße

Antwort
von voayager, 41

Was ist das nur für eine infantile Frage?

Kommentar von Grimwulf78 ,

und was ist das für eine destruktive Motivation die Dich antreibt, Fragende zu entmutigen und ihre Neugier in Gefahr zu bringen indem Du Dir anmaßt die Qualität ihrer Fragen zu werten?!?

Kommentar von voayager ,

Es ist keine Anmaßung, sondern der Wunsch Leute zur Realität hinzuführen. Es ist nicht gerade zielführend Traumtänzerei auch noch zu unterstützen. Es gibt sogenannte Gutmenschen, die für Alles und Jedes Verständnis haben, genährt aus einer Lämmermentalität, die aber niemanden nutzt.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Realität ist immer subjektiv.

Alle sagen es geht nicht. Dann kommt einer, der hat's nicht gewusst und macht es einfach ...

Und die Welt wäre wunderschön, wenn sie nur aus "Gutmenschen" bestehen würde. Aber wer macht den Anfang, wenn doch Alle Angst davor haben, in ihrer Gutmütigkeit ausgenutzt zu werden ... verzwickt!

Kommentar von voayager ,

Nun sei mal kein bloßer Schwärmer und Phantast, sondern behalte einfach die Bodenhaftung.

Der Garten Eden verbleibe in der Bibel.

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