Frage von TheRodGonzales, 195

Wie kann ich bei Ubuntu Linux das Passwort für Rootrechte entfernen?

Hallo, Linuxuser, ich möchte das Passwort für Rootrechte entfernen (mir egal ob das Sicherheitsrisiko dabei in die Höhe schießen wird, ich weiß, was ich tue), also dass ich das nicht immer eingeben muss bei Installationen usw. Ich hab aber keine vernünftige Beschreibung gefunden, wie das funktioniert. Ich habe Ubuntu 15.10, also die aktuelle Version installiert. Könnte mir bitte jemand dabei helfen? Ich hab gelesen, dass es mit visudo gehen soll, hab ich versucht und es kommt nur ein leeres Fenster, bei dem man nichts machen kann.

Kommt mir bitte nicht mit "Das ist gefährlich" und "Viren" usw., das ist mir wie gesagt ziemlich egal. Mir ist es bloß wichtig, wie ich dieses Passwort rauskriege. Und um eins vorweg zu nehmen: Ja, es IST schlimm, jedes mal dieses Passwort einzugeben, wenn ich ein Paket installiere. Und nein, ich möchte es nicht nur im Terminal entfernen, sondern wirklich komplett auf dem gesamten System keine Passwortabfrage mehr sehen.

Expertenantwort
von LemyDanger57, Community-Experte für Linux, PC, Ubuntu, 108

ich weiß, was ich tue

Das bezweifle ich stark, denn dann müsstest Du hier nicht diese Frage stellen, sondern könntest die Antwort(en) leicht selbst finden (über Google oder direkt bei ubuntuusers.de). Aber es ist ja Dein System.

Du solltest Dir mal diesen Artikel ansehen, der sollte Dir bei der Lösung Deines Problems helfen:https://wiki.ubuntuusers.de/sudo/Konfiguration

Übrigens, wenn Dein System dann nicht mehr funktioniert, kannst Du natürlich gerne hier wieder fragen ;-)

Expertenantwort
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 175

Hallo

ich möchte das Passwort für Rootrechte entfernen (mir egal ob das Sicherheitsrisiko dabei in die Höhe schießen wird, ich weiß, was ich tue), also dass ich das nicht immer eingeben muss

Da es eine strikte Trennung zwischen usern und root und grundsätzlich auch zwischen den Benutzern gibt, ist ein Passwort zwingend nötig, selbst wenn es nur einen einzigen Benutzer gibt.

Nicht wirklich... Man kann das Passwort ausschalten, ich hab das selbst in einem Video gesehen

Den Link dazu würde ich gerne sehen um mich davon zu überzeugen.

Wenn Du kein Passwort mehr eingeben möchtest, dann geht das nur indem Du als root im System angemeldet bist. Bei Puppy-Linux oder auch Kali ist das zum Beispiel so. Da kannst Du es Dir ja mal ansehen.

Linuxhase

Expertenantwort
von guenterhalt, Community-Experte für Linux, 101

Kommt mir bitte nicht mit "Das ist gefährlich" und "Viren" usw.,

Irgendwo habe ich gelesen, dass du mit Linux arbeiten musst. Musst du wirklich ständig Pakete installieren oder deinstallieren? Wenn das zu deinem
Arbeitsaufgaben gehört, dann melde dich doch gleich als root an. Und nein, gefährlich ist das nicht, einmal rm -rf * im falschen Directory und weg ist alles.
Das übt installieren, konfigurieren...

Die Ubuntu-Entwickler  kennen solche "Brüder" ( und Schwestern), die für ihre sogenannte Freiheit auch mit Autos ohne Bremse fahren würden. Deshalb wurde bei Ubuntu der Superuser auch halb tot geschlagen.

Erwecke ihn mit

sudo passwd root 

zum Leben und arbeite nur noch in der "Freiheit" mit root als Benutzer.
Wenn dir auch die einmalige Eingabe eines Passworts beim Einloggen zu viel ist, dann muss man sich schon fragen, ob Linux das Richtige für dich ist.

Antwort
von blackst0rm, 125

Das kann man in der in /etc/sudoers konfigurieren. Du kannst für deinen Benutzer NOPASSWD setzen. Da ich keine Lust habe ins Detail zu gehen hast du hier nen Link(den du im übrigen auch selber hättest finden können...) https://wiki.ubuntuusers.de/sudo/Konfiguration

Antwort
von spaghetticode, 110

Linux ist als Mehrbenutzersystem konzipiert. Leb damit oder benutze ein anderes System.

Kommentar von TheRodGonzales ,

Es soll gehen und dann mache ich das auch. Ein anderes System benutzen kommt für mich nicht infrage, weil ich mit Linux arbeiten muss, ich kann dir auch nicht sagen, programmiere mit Java und du machst einfach einen Python Code...

Kommentar von spaghetticode ,

Nein, aber genausowenig kann ich dann sagen: "Ich will jetzt in Java mit Zeigern arbeiten, ist mir egal ob das unsicher ist, der GC nervt mich!" Java ist nämlich nicht für manuelles Speichermanagement gedacht. Wenn ich mit Java arbeiten will oder muss, muss ich mit dem GC leben. Und wenn du mit Linux arbeiten willst oder musst, musst du mit irgendeiner Art von leben.

Kommentar von spaghetticode ,

*mit irgendeiner Art von Passwort

Kommentar von TheRodGonzales ,

Nicht wirklich... Man kann das Passwort ausschalten, ich hab das selbst in einem Video gesehen, wo jemand ein Paket installiert hat und kein Passwort eingeben brauchte. Als jemand gefragt hat in den Kommentaren, wie er das macht, kam nur zurück "hab ich ausgeschaltet"...

Antwort
von ceevee, 188

Mich interessiert eigentlich eher, wie deine "alternativen Sicherheitskonzepte" aussehen. Deine Kommentare lassen vermuten, dass du dich maßlos überschätzt und eigentlich lange nicht so viel Ahnung hast, wie du denkst... aber das ist nur meine Meinung.

Deine Idee könnte theoretisch klappen, wenn du zuerst den Root-Login aktivierst 

http://www.ducea.com/2006/06/21/ubuntu-how-to-enable-the-root-account/

und danach mit rungetty oder einem anderen Programm den Root jedes mal automatisch einloggst. Dann ist das Passwort zwar noch da, aber du kriegst davon nix mehr mit.

Antwort
von Jack63G, 95

Die Problematik ist komplexer, als du meinst und dein Ansatzpunkt ist nicht klar.

Standartmäßig hat der User root bei Ubuntu kein Passwort.  Ein Nutzer mit einem leeren Passwort kann sich jedoch nicht am System anmelden.  Diesen Job übernimmt sudo auf Benutzerebene.  Die grafische Gnome-Benutzeroberfläche hat noch weitere Programme, welche zur Authentifikation von x-Anwendungen verwendet werden und zusammenarbeiten, das sind:

policykit

gnome-control-center

gnome-keyring

gnome-session

gnome-settings-daemon

...und noch einige andere. Hauptkomponente ist das PolicyKit, welches zur Authentifizierung aller x-Anwendungen verwendet wird. Dieses arbeitet mit gnome-session und dem gnome-settings-daemon zusammen und realisiert so User-, Rechte-, und ACL-Verwaltung der grafischen Benutzeroberfläche und stellt auch das Interface zum Systemkernel. Ein "echtes" Terminal (Strg-Alt-F1) verwendet diese Komponenten nicht, ein X-Terminal (gnome-terminal) dagegen schon....

Kommentar von MultiKingCong ,

... " Standartmäßig hat der User root bei Ubuntu kein Passwort " ...

fragt sich dann .. wieso bei der Installation das Passwort für diesen Superuser .. ' root ' .. eingegeben .. UND .. nochmal bestätigt werden muß ??? ...

... UND ... für was dann der Befehl .. oder das Kommando .. ' su ' .. gut sein soll .. wenn man damit diese Superuser-Rechte aufrufen kann .. um etwas zu verändern ...

Quatsch mit Soße was du da erzählst ... ' Jack63G ' ...

Kommentar von Jack63G ,

Dann hast du aber eine "erweiterte" Installation im Expertenmodus gewählt, wo dieser Dialog angeboten wird und keine Standartinstallation, oder du hast den root-user nach der Installation exumiert !  Ich bin nicht ganz auf dem aktuellen Stand (12.04LTS), weil ich Ubuntu nicht verwende und bei der letzten mir bekannten Version hat user root kein Passwort bei einer Standartinstallation ! Das wird wohl kaum bei aktuellen Versionen anders sein, weil das zu den Grundphilosophien von Ubuntu gehört. 

Der Nutzer kann nach abgeschlossener Installation den root-User mit "sudo passwd root" reaktivieren und damit root ein Passwort geben. Diese Handlung ist aber weder Standart und gehört auch nicht mehr zur Installation.

su heisst (s)wap (u)ser welches eine neue Session mit einer neuen Benutzer-ID startet, die als Parameter übergebenen wird.  Das muss nicht root sein. Fehlt jedoch der Parameter wird automatisch Benutzer-ID  0  eingesetzt und das ist root.  su (ohne Parameter) funktioniert auf einem standartinstallierten Ubuntusystem nicht. Dieses Programm gehört zu den AAA-Basispaketen und gehört zu fast jeder Linuxdistribution.

Antwort
von AgeRestricted, 16

... ächt gute Frage ! ... die eine kräftige Diskussion entfachen wird .. und deshalb enthalte ich mich einer Aussage .. da bereits Andere .. LINUX-Hasen .. ihren Senf dazu gegeben haben .. UND .. ich selbst auch noch keine brauchbare Antwort .. auf diese Frage gefunden habe .. vielleicht später ...

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