Frage von Ronda4ever, 35

Wie kann ich bei der Hinterhandwedung (Bodenatbeit) die hinterhand "fixieren"?

Ich habe das meiner alten Stute immer durch gehen lassen, und kriege es jetzt nichtmehr raus (Problem nur auf der händigen Seite):

Letztens bei der langzügelarbeit bemerkte ich, dass auf Rondas händiger Seite die Hinterhand massiv nach außen wegdriftet (beim reiten passier sowas wenn der äußere Reiterschenkel nicht richtig abliegt). Als ich dann neben dem äußeren Hinterbein gegangen bin, um es einzurahmen wurde ich regelrecht aus dem Zirkel "rausgeschubst".

Ronda schummelt also, indem die Hinterhand ausschert und somit keine Biegung zustande kommt.

Um sie zu biegen habe ich also (am Kappzaum) eine Hinterhandwendung verlangt. Und da fiel mir auf, dass Ronda einen gekreuzten Schritt vorne macht; wobei die Hinterhand noch stehen bleibt...und im nächsten Schritt einfach die Hinterhand rumschiebt (woraufhin sie dann wieder in sich gerade steht - nicht gebogen).

Sie vermeidet also die Biegung, indem sie immer gerade bleibt, und mit der Hinterhand entgegen der vorderhand läuft...anstatt auf einem kleinen Schreis mitzutreten .... oder spurig zu laufen.

Daraufhin habe ich sie an einen Zaun gestellt, später einen Helfer daneben um ein ausweichen der Hinterhand zu blockieren.

Sie war im Endeffekt verwirrt, ich sauer...und sie ich rückwärtsgerannt.

Klar, plötzlich darf sie etwas nichtmehr, was früher ganz normal war(es ist mir eben nicht aufgefallen).

Osteopath war auch schonmal da ... das ist einfach eine schlechte Angewohnheit um die Dehnung auf der steifen Seite zu umgehen.

Aber was mache ich jetzt?

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 24

ICH hab das meinen so beigebracht, daß ich die hinterhand in einen flach halbierten treckerreifen gestellt,  das haben sie bald kappiert.

:-)

Unkonventionell aber sehr verständlich für Pferde...

Kommentar von Ronda4ever ,

Das ist GENIAL!!!👍

Antwort
von WesternCalimero, 11

Da würde ich eher vom Sattel aus regeln. Allerdings sollte man erst einmal auf die HH-Wendung verzichten und die nötige Vorarbeit dafür leisten.

Zirkel verkleinern  sollte erst einmal helfen, die Biegung auf der schlechten Seite zu forcieren. Aber das sollte anfangs nicht mehr als 2 Zirkelrunden auf jeder Hand sein. Wichtig ist hierbei nämlich nicht die eigentliche Biegung, sondern der Wechsel zwischen Biegung, Dehnung und Entspannung.

Um die Rücken- und seitliche Brustmuskulatur geschmeidig zu halten, hilft am besten kurze Anspannung, dehnen, kurze Anspannung..... Das erreicht man am einfachsten durch Achten reiten. Hierbei muss das Pferd ja immer im Schnittpunkt kurz gerade gestellt und dann wieder zur anderen Seite gebogen werden.

Die Achten sollten dabei im laufe der Zeit immer kleiner werden. Etwa in 3 Monaten von 12m auf 4m.

Erst, wenn das funktioniert, würde ich mich wieder mit der HH-Wendung beschäftigen.

Alternativ kann man das auch vom Boden aus machen. Hier wäre dann die Methode von Michael Geitner zu empfehlen. Die grundsätzliche Idee darin kann man auch immer mal wieder in das Longieren mit einbauen, wenn man über Stangen und um Pylone longiert.

LG Calimero

Kommentar von Ronda4ever ,

Leider reite ich sie nicht. Ihr Rücken ist noch zu schwach und unförmig. Vielleicht fange ich irgendwann wieder mit reiten an, wenn sich die Lage bessert. Aber im Moment kann ich nur am Boden mit ihr arbeiten. Wie kann ich an Langzügel oder longe das ausscheren auf der händigen Hand verhindern? Und was mache ich, wenn sie meine hilfen einfach ignoriert (nicht versteht)?

Kommentar von WesternCalimero ,

Wenn Du nicht eine zweite Longe nimmst und diese um die HH legst, kannst Du nur versuchen sie vorne hinaus zu schicken

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