Frage von ener76, 42

Wie kann ich Anwaltskosten auf den Verursacher abwälzen?

Hallo Community, zu meiner Frage:

Jemand (nennen wir ihn Herrn A) hat einen Bekannten (Herrn X). Irgendwann fragt Herr X den Herrn A, ob dieser nicht einen Nebenjob annehmen möchte. Das Ganze soll auf 450,- EUR-Basis sein.

Herr A willigt ein, da der Zeitaufwand sehr gering ist. Er müsste nur einmal pro Monat für ca. 36 Stunden an einem Wochenende zur Verfügung stehen.

Herr A füllt also ein Personalbogen (kein Arbeitsvertrag!) aus und gibt diesen dem Herrn X mit, damit dieser sie dem Chef vorlegt.

Kurze Zeit später hat A einen Probetag. Dieser verläuft gut. Danach wartet A auf seinen "Einsatz". Allerdings hört A nie wieder etwas und vergisst die Sache dann auch, weil er mit seinen Hauptjob zu tun hat.

A ist zwischenzeitlich arbeitslos geworden. Das Arbeitsamt schreibt A einen Brief, dass er angeblich heimlich 450,- EUR verdient hat und dies dem Arbeitsamt nicht mitgeteilt hat. Es stellte sich dann heraus, dass X auf den Namen von A ca. ein Jahr lang 450,- EUR extra verdient hat (insgesamt also 900,- EUr pro Monat). (Anmerkung: X darf eigentlich nur 450,- verdienen, da er Renter ist).

Der Arbeitgeber von X versucht inzwischen seinen Ar... zu retten, und behauptet, dass A sehr wohl für ihn gearbeitet hätte. Dies stimmt jedoch nachweislich nicht.

A nimmt sich einen Rechtsanwalt. Es kommt zu zwei Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht, in denen jedoch der Chef der Angeklagte ist.

A wird vom Verdacht der Scharzarbeit, bzw. Leistungserschleichung freigesprochen.

Die Rechtsschutzversicherung von A trägt die Verfahrenskosten nicht. Der Anwalt von A arbeitet nicht mit PKH. Das Finanzamt und der Zoll ermitteln weiterhin gegen X und dessen Chef.

A hat inzwischen eine Kostennote seines RA erhalten. Dieser verlangt nun deutlich über 2000,- EUR. A will jedoch, dass X und sein Chef die Kosten dafür übernehmen, da er sich nichts hat zu schulden kommen lassen. Die Kanzlei ist jedoch nicht bereit, A dahingehend zu unterstützen. Was kann A unternehmen, damit er im Nachgang trotz Unschuld nicht trotzdem einen herben finanziellen Verlust hinnehmen muss?

Mein Freund (Herr A) ist aufgebracht und verzweifelt (für mich persönlich nachvollziehbar). Ich kenne mich mit der Materie jedoch nicht aus, um da wirklich helfen zu können. Es wäre daher schön, wenn ich ein paar Antworten von Personen bekommen könnte, die qualifizierte Aussagen dazu treffen können.

Vielen Dank vorab!

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Antwort
von WosIsLos, 10

Deiner Schilderung nach kann dein Freund das Anwaltshonorar nicht weiterbelasten, da er selbst nicht angeklagt wurde, deshalb besteht der Anwalt auf sein Honorar beim Mandanten.




Kommentar von ener76 ,

Das kann ich so genau nicht sagen. Aber er stand zuerst, bevor die ganze Sache Fahrt aufnahm, im Verdacht der Leistungserschleichen, bzw. Sozialbetrug. Daher musste er sich einen Rechtsanwalt nehmen, oder? Sehe ich zumindest so. 

Antwort
von jimpo, 9

Das entscheidet doch das Gericht wer was zu zahlen hat, oder liege ich da falsch? 

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