Frage von Einafets2808, 127

Wie kann ich andere Hunde besser blocken?

Hallo, Wir waren heute mit einer Hundegruppe verabredet.mein Baily rüde 2 Jahre (nicht kastriert, Rüde goldie/hoverward mix 6,5 Jahre (kastriert) , 5 jähriger aussie rüde (nicht kastriert) und eine kleine Shin Zu Mix Hündin 9 Jahre (kastriert) an der Isar unterwegs.
Alles unkompliziert, die Hunde toben ausgelassen, gehen ins Wasser, schnuppern hier und da, alles entspannt. Andere Artgenossen sowie deren Halter, werden freudig begrüßt und dann geht es auch weiter.
Zur besagten Situation, die anderen 3 Senior Hunde, liefen seitlich oder hinter den Menschen. Baily lief voran (ja darf er) und trottelte so vor sich hin, schnupperte hier und da.
Vor uns um die 15-20 m kam ein Schäferhund mischling direkt auf Baily zu. Mit sehr angespannter Körperhaltung. Rute kerzengerade nach oben, leicht wedelnd, Ohren gespitzt.
Nach kurzen fixieren von beiden Hunden, hat Baily gut reagiert ( und so reagiert er immer) "VERSUCHTE" die Situation zu entspannen , machte Kehrt und wollte hinter mir laufen. Entweder rufe ich ihn zurück aber meist ist das nicht nötig, weil er selber kehrt macht.
Nach dem Baily dem anderen Hund den Rücken zeigte, dachte ich die Lage entspannt sich. Zur Körperhaltung von Baily, Rute war neutral, er wedelte mit dem ganzen Hintern, eher devote Körperhaltung, Blick abwendend vom anderen Hund, zeigte ihm eindeutige beschwichtigende Gesten und wollte einen Konflikt vermeiden.
Der andere Hund näherte sich, und legte schon den Kopf auf seinen Rücken und knurrte. Baily war etwa auf 3 Uhr siehe Bild 2 und war dabei hinter mir zu gelangen und aus der Situation zu kommen. Nein der Andere Hunde ließ nicht von ihm ab.
Dann kam der Halter des Hundes, zwickte oder Pickt seinen Hund am Po und plötzlich wendete er seinen Blick von Baily ab und lief im Bogen an uns vorbei. Siehe Bild 3+4.
Der andere Halter hat mit Handzeichen und Gesten seinen Hund zu verstehen gegeben, das er weiter gehen soll. Was er Widerwillig tat mit Knurren und Lefzen hoch ziehen.
Ich habe mich beim anderen Halter bedankt und wir gingen weiter.
Meine Frage an euch, hätte der andere Halter nicht reagiert , mit allergrößter Sicherheit hätte es geknallt. Dieser Hund war auf Ärger aus, definitiv. Wie hätte ich reagieren sollen? Wo der andere Hund schon den Kopf auf seinen Rücken /Schultern legt und knurrt? Wenn Hunde so auf uns zukommen kann ich sie gut körpersprachlich blocken. Zur Not nehme ich auch Klapperdose her um den anderen Hunde abzuschrecken. Ja diese Dose hat mir meine Trainerin (BHV Hundetrainerin) empfohlen, wenn Körpersprachlichen Blocken nichts mehr bringt. Sie Selbst hat einen BC und einen Aussie. Bisher hat das auch mit der Dose funktioniert, Baily hat nie was negatives Verknüpft.

Antwort
von brandon, 52

Wofür hast Du Dich bei dem anderen Halter bedankt?

Dein Hund wollte den Konflikt vermeiden und kam zu Dir. Da wäre es doch eigentlich angesagt gewesen das auch der Besitzer des fremden Hundes seinen Hund abruft damit er Deinem Hund erst gar nicht so nahe kommen kann. Wenn ich es richtig verstanden habe dann hat er ja erst etwas unternommen als es schon kurz vorm Showdown war. Meiner Meinung nach war das ein bisschen zu spät und daher gefährlich.

Andererseits ist es natürlich gut das er dennoch eingegriffen hat.

Dennoch, sollten Hundehalter deren Hunde aggressiv auf Artgenossen reagieren nicht besser ihre Tiere an der Leine halten?

Ich meine ich hätte den Mann deswegen nicht beschimpft aber bedankt hätte ich mich auch nicht. Das es überhaupt soweit gekommen ist liegt doch in seiner Verantwortung.

Meiner Meinung nach hätte er sich bei Dir entschuldigen müssen.

An Deiner Stelle hätte ich schon die Dose zur Hilfe genommen als der andere Deinen Hund massiv bedroht hat. Denn wenn so eine Beisserei erst mal losgegangen ist kann man, wenn man eingreift auch selbst gebissen werden. Auch für beide Hunde hätte das übel enden können und eine Behandlung beim Tierarzt kann auch sehr teuer werden aber das weißt Du ja selbst.

LG

Kommentar von Einafets2808 ,

Bedankt dafür, weil es tatsächlich der erste Halter war, der eingeschritten ist. Ich hatte sie schon in der Hand. Als er kehrt machte und Der andere ihn verfolgte, war ich kurz davor, dann kam er auch schon.

Die ganze Situation war bestimmt 5 Sekunden. Es ging so schnell, auch ich bin nur ein Mensch 😞 der versucht seinen Hund zu schützen .  

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 37

Ich würde auch versuchen zu splitten. Kommentarlos zwischendurch laufen.

So hat es meine erste Hündin immer gemacht, und ich hab das dann auch ab und an in Situationen, die kurz davor waren zu eskalieren, probiert. 

Hat immer funktioniert. :-)

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 66

Ich muss noch hinzufügen

Wie halte ich einen Hund von meinem Fern, wenn er schon so nah ist. Solche Situationen, kamen jetzt des Öfteren vor , "bis jetzt" ist nie was passiert. Und es war der erste Halter der seinen Hund da korrigiert hat im Verhalten, was mich sehr beeindruckt hat. Nur es gibt mir zu denken, was ich tun kann.
Ich habe mir nur gedacht wo beide Hunde auf 3 Uhr waren, wenn der andere jetzt auf meinen los geht, gibt's ein Kick in die Seite.

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Antwort
von wotan0000, 44

Ich denke blocken geht nicht mehr, wenn ein Hund schon Kontakt hat.

Da würde ich splitten. Ruhig und entspannt zwischen die Hunde drängen und mich langsam ohne Beachtung der Hunde hin und her bewegen.

Kommentar von Einafets2808 ,

Ich habe noch nie Hunde gesplittet ehrlich ich hatte Angst vor dem Hund.

Kommentar von wotan0000 ,

Ich musste es bisher 2x machen.

Jeweils grosser Hund an meinem Chi, wo die Stimmung kippen wollte.

Das hat die Hunde abgelenkt und der Focus lag bei mir und ich hatte Platz erzeugt um die Grossen dann abzuweisen.

Antwort
von NoradieHexe, 23

Das war wirklich eine sehr heikle Situation. Auch hört sich das jetzt so spontan nicht wirklich wie Normalverhalten bei dem Schäfer für mich an.
Bedankt hätte ich mich bei dem anderen Halter auch nicht, denn er hat sich nicht richtig verhalten. Möglicherweise verstärkt er das Verhalten seines Hundes auch noch bewusst oder unbewusst. Als du gesehen hast, dass der Schäfer deinen anfixiert hat, hätte ich auf jeden Fall die Distanz vergrößert.
Wenn sich dein Hund gut lenken lässt, hätte ich nach vorne bereits in diesem Stadium blockiert (groß machen, vielleicht noch in die Hände geklatscht mit einem verbalen "Ab" und Körperspannung halten, ggf. Körpertendenz leicht nach vorne oder ein Schritt nach vorne), während dein Hund gleichzeitig die Distanz vergrößern kann. Zugegeben, das kannst du nur machen, wenn du den Schäfer wirklich gut lesen kannst, sonst kann das dumm ausgehen. Mal abgesehen davon, dass ich die Dosen nicht mag, halte ich es auch für recht gefährlich. Ein Hund der eher zurückhaltend ist, bei dem wirst du die Dose nicht brauchen. Bei dem, der wirklich auf Krawall gebürstet ist, wird sie nichts nützen, sondern u.Umständen noch der
Initialfunke für eine richtige Außeinandersetzung sein. Was manchmal hilft, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und die Anspannung der Hunde extrem ist, während sie dicht beieinander sind, ist "plappern". Freundliches, ruhiges Plappern/Loben, wie auch immer du es nennen magst. Und wenn es auch nur dafür hilft, dass der Mensch nicht auch noch unbewusst zusätzlich Anspannung überträgt.

Deine Bilder kann ich irgendwie nicht ansehen, schade.

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