Frage von mrskommentar, 44

Wie kann ich alleine wieder gesund werden?

Hey, ich bin 15 Jahre alt und habe seit 2,5 jahren magersucht und war in dieser zeit schon 3 mal deshalb in einer klinik und wohne in einer einrichtung :( , da ich jedoch teils ungewollt aber irgendwie auch nicht abgenommen habe, muss ich wohl bald wieder rein... doch die klinik bringt mir nichts, ich habe es zwar schon so weit geschafft, dass ich esse, auch freiwillig esse, essen liebe und einsehe, dass ich zu dünn bin, jedoch habe ich des öfteren den drang abzunehmen und immer schreckliche angst davor zuzunehmen. ich habe schon mit therapeuten darüber gesprochen aber eben nicht alles gesagt, da ich angst hatte, dass die mich wieder sofort in die klinik stecken und da bin ich dann auch mal schnell ein paar monate, doch jetzt will ich erst mal meinen schulabschluss machen und nicht dauernd in eine klinik... und süßigkeiten essen geht auch, jedoch nur, weil ich angst hab, wenn ich zu wenig wiege, dass ich wieder in die klinik muss und wenn ich viel zu viel gegessen habe, kommt wieder etwas schlechtes gewissen, aber ohne erbrechen... hat jemand tipps? ich würde alles dafür tun, wieder ein normales, gesundes leben zu führen! danke schonmal im vorraus.

Antwort
von Sisalka, 16

Was du beschreibst klingt richtig anstrengend und so wie du deine Angst beschreibst, zuzunehmen, klingt es nach einem heftigen Kampf in dir. Es ehrt dich, dass du deinen Schulabschluss so ernst nimmst, aber im Augenblick ist deine Gesundheit ganz, ganz wichtig.

Wenn dich dein Arzt oder Therapeut in die Klinik schickt, dann doch nur, weil sie sich Sorgen machen, dass du es eben alleine nicht schaffst und dich die Magersucht überwältigt. Kannst du es vielleicht doch über dich bringen, ganz offen mit deinen Therapeuten zu sprechen? Sie kennen dich doch inzwischen gut genug. Wenn du deine Befürchtungen mit der Klinik schilderst, vielleicht findet ihr gemeinsam eine Lösung, die auch für dich ok ist. 

Vertrau deinen Ärzten, dass sie wirklich für dich sorgen und auch wollen, dass du wieder ein ganz normales Leben führst. Vielleicht findet ihr auch Selbsthilfegruppen für junge Frauen, denen es eben genauso geht wie dir. 

Ich drück dir die Daumen, dass du schaffst, was du dir vorgenommen hast - du bist offensichtlich sehr mutig und bereit anzupacken was nötig ist um wieder gesund zu werden.

Antwort
von annxkasxhaefer, 16

Jetzt mal von den ganzen Therapeuten abgesehen, die dich "heilen können". Setzte dir selbst ein Ziel. Ein Tägliches. Wie viel Esse ich am Tag. Du dokumentiert das und versuchst es etappenweise zu erhöhen. Wenn du jedoch wieder zweifelst suche dir einen Plausiblen und wichtigen Grund, wie beispielsweise den Schulabschluss zu schaffen ohne in die Klinik zu müssen. Und wende ihn an um dein schlechtes Gewissen zu bezwingen. Das einzige was zählt ist der Wille. Der Wille ist stärker als jede Krankheit, so lange man ein Ziel hat für das es sich lohnt. Also Kämpfe dagegen an. Mach dir selbst bewusst wie wichtig es ist zu essen und auch zu trinken. Und nur weil man ein wenig isst ist man noch lange nicht dick. Man kann es immer ausgleichen. Mit Sport oder anderem. Es gibt immer Wege, man muss sie nur für sich nutzen können.

Antwort
von Wagnex, 18

Ich kann dir nur raten, eine Therapie zu machen,vielleicht auch mehrere, damit du gesund werden kannst. Alleine die Magersucht zu überwinden ist unfassbar schwer, ich denke ein Psychiater würde dir da echt helfen... Wünsche dir Alles Gute für die Zukunft. :)

Antwort
von BloondShadow, 9

Fang nicht damit an zu essen, nur weil du sonst wieder in eine Einrichtung musst. Eine Angst vielleicht sogar eine Phobie vor dem Zunehmen zu haben ist eine unbegründete Angst, denn nur weil du regelmäßig isst und das auch in gesunden Maßen tust heißt es nicht, dass du davon zunimmst und zunehmen ist ein Prozess, den du jeden Moment stoppen kannst, denn du hast ja die Kontrolle über deinen Körper.

Mach dir erstmal klar, warum du denn Angst vor dem zunehmen hast und danach überlegst du dir ob diese Angst wirklich notwendig ist.

Eine Phobie ist ein krankhaftes Umspringen des natürlichen Angsttriebs auf ein eigentlich harmloses Objekt oder Verhaltensschema.

Früher mussten die Menschen Angst haben um zu überleben heute ist das nicht mehr erforderlich, da es den meisten von uns so gut geht.

Das Essverhalten ist ein natürlicher Trieb und Angst davor zu haben dass zuviel gegessen wird und diesen deshalb zu unterdrücken ist ein ein heilbares Zwangsdenken.

Genau wie eine Spinnenphobie.

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