gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

28 

Wie kann ich Ärzte dazu bringen meine Mutter gegen ihren Willen der Dialyse zuzuführen?

gefragt von SigridK am 11.09.2007 um 15:16 Uhr

Meine 85jährige altersverwirrte Mutter ist dialysepflichtig. Seit Kurzem lehnt sie aber die Behandlung ab. Sie begreift leider nicht, dass sie dann möglicherweise nicht mehr lange zu leben hat. Gegen ihren Willen wollen die Ärzte sie aber nicht der Dialyse zuführen. Was kann ich denn tun, damit meine Mutter notfalls auch mit Zangsmitteln behandelt wird? Ist es hier nicht unterlassene Hilfeleistung sie nicht zu dialysieren?


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Recht (33701)
Medizin (14098)
Dialyse (19)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


manu1979
beantwortet von manu1979 am 11. September 2007 15:20
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Solange sie das nicht möchte darf der Arzt sie nicht behandeln. Du kannst beim zuständigen Amtsgericht beantragen, dass du ihr Betreuer bist. Aber ich denke mal, das es in diesem Fall schnell gehen müsste. Frag doch mal deinen Hausarzt um Rat


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 11. September 2007 15:27
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es ist das gute Recht eines Menschen über seine Behandlung selbst zu entscheiden. Warum willst du deine 85jährige Mutter notfalls zwingen, sowas mit sich machen zu lassen, wenn sie nicht will? Mit 85 sollte sie das absolute Recht auf deinen Respekt haben und du solltest ihren Wunsch akzeptieren.


Luise
beantwortet von Luise am 11. September 2007 16:39
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Bist Du Dir sicher, dass sie altersverwirrt ist und es nur deshalb nicht möchte?

Falls Du sie zwingen willst, musst Dir klar darüber sein, dass man sie dann wohl fixieren muss, damit sie sich die Schläuche nicht rausreißt, da muss sie dann jeden 2ten Tag für ca. 3-4 Stunden am Gerät hängen und sieht, wie ihr Blut umgepumpt wird. Auch wird sie wohl zur Dialyse gefahren werden müssen, oder ist sie schon in der Klinik?

Das ist zwar schwer, aber ich weiß nicht, ob man das einem verwirrten Menschen zumuten kann, ihn zu fesseln und irgendwie damit Gewalt anzutun. Sehr schwere Entscheidung, ich wünsche Dir Kraft.


anonym
beantwortet von Rolfe am 11. September 2007 20:31
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das geht nur über einen Eilantrag an das Vormundschaftsgericht - einen Antrag auf Betreuung. Wenn die dringende medizinische Situation geschildert wird, gibt es binnen 24 Stunden eine richterliche Entscheidung. Dann wird ein vorläufiger Betreuer - meist Angehörige - eingesetzt, der die erforderliche Zustimmung für die Behandlung geben darf. Bei einer notwendigen Dialyse dürfte das noch schneller gehen.


DocRoc
beantwortet von DocRoc am 12. September 2007 10:29
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das geht nur mit der Übernahme der Betreuung. Früher "Entmündigung" genannt. Dan kann der eingesetzte Betreuer (gerne die Kinder) medizinische Entscheidungen für den zu Betreuenden treffen.



SandraBerlin
beantwortet von SandraBerlin am 11. September 2007 15:19
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Nein, ich denke nicht. Schliesslich kann sie ihre Entscheidungen noch allein treffen (auch wenn sie altersverwirrt ist).


luperi
beantwortet von luperi am 11. September 2007 20:49
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Warum muß man ihr das noch mit 85J. antun? Respektiere es!


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 11. September 2007 23:36
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Auch wenn eine Betreuung besteht, kann man einen Arzt nicht zu einer Therapie oder Eingriff zwingen, den er nicht für sinnvoll hält.Und ein altersverwirrter Mensch mit 85 ist kein Fall mehr für eine Dialyse . Man kann aus "menschlicher" Sicht nicht gegen den Willen eines Menschen dessen Leben verlängern!


anonym
beantwortet von kater1 am 12. September 2007 12:16
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Hallo, auch ein 85jähriger Mensch hat das Recht auf eine Dialyse. Es steht einem Arzt nicht zu, hier über sinnvoll und nicht sinnvoll zu entscheiden, wenn der Mensch ansonsten relativ gesund ist. Und Verwirrtheitszustände sind nun mal kein Grund, eine Dialyse abzulehnen. Ich weiss, es geht hier auch noch um ein recht heikles Thema, wann wird therapiert und wann nicht mehr. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder in die Zeiten der Euthanasie zurückfallen. Falls nicht geschehen, muss die Frau per Gericht und mit einem Psychiater entmündigt werden. Ausser sie bringt gute Argumente gegen die Dialyse an und möchte sterben. Das sollte man akzeptieren.


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.