Wie kann ich mich besser meimem Psychiater /Neurologen öffnen?

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5 Antworten

Moin,

ich kann deine Hemmungen gut verstehen, allein da der Psychiater vermutlich ein Fremder für dich ist. Du würdest deine Lebensgeschichte ja auch nicht jedem beliebigen Menschen auf der Straße erzählen. Du kannst dir aber Folgendes vor Augen führen:

1. Der Psychiater ist ein Profi. Du bist nicht seine erste und einzige Patientin, mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte er schon ähnlich bis gleich gelagerte Fälle. Er wird Verständnis dafür haben, dass du bei den erstem Sitzungen zunächst zurückhaltend bist. Außerdem ist er ein Arzt, dessen Aufgabe es ist, dir zu helfen, und kein Polizist, der dich vernehmen soll. Entsprechend wird er sich die nötige Zeit nehmen, um zu dir ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Damit ist dir möglicherweise schon mal etwas Druck genommen.

2. Mach die Tatsache, dass du den Psychiater (noch) nicht gut kennst zum Vorteil. Stell dir vor, es sei wie ein Tagebuch zu führen. Egal was du sagst oder machst, es wird in diesem Raum bleiben, wie in einem Tagebuch. Nichts von dem, was du dort sagst, wird dir außerhalb dieses Zimmers nachhängen. Sobald du ein gutes Vertrauensverhältnis zu dem Psychiater aufgebaut hast, wird es noch einfacher werden, ihm von dir zu erzählen. Es ist, als würde dein passives Tagebuch zu deinem/r (besten) Freund/in werden, mit der/dem du ungehemmt über deine Sorgen und Nöte reden kannst. Auch wenn das jetzt pathetisch klingen mag, ich denke, mit dieser Einstellung im Hinterkopf werden dir Vertrauen und Reden leichter fallen.

Ich hoffe, dass ich dir einen einigermaßen hilfreichen Tipp geben konnte. :)

Lieben Gruß und angenehme Feiertage! 

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Erzähle dem Arzt genau das was du hier geschrieben hast, das ist wichtig für den Arzt. Bedenke du hast ein schweres Trauma erlitten. Die Therapie soll dir helfen dass du mit der Zeit die Misshandlungen verarbeiten kannst. Den Therapeuten ist nichts fremd. Du bist mit dem Arzt in einem Raum und was du da drin erzählst verlässt den Raum nicht. Ich selber wurde als Teenager missbraucht und das Trauma hat unter anderem dazu geführt dass ich in eine Magersucht gerutscht bin. In der Therapie lernst du dich besser kennen und mit der Zeit kannst du auch erkennen warum es dir psychisch und physisch nicht gut geht. Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen für die nächste Therapiestunde. Alles Gute und viel Kraft wünsche ich dir.

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Liebe sissilein1234,

ich kann deine Hemmung sehr gut nachvollziehen und auch verstehen. Aber das wird sich mit der Zeit legen und du brauchst wirklich keine Angst haben, dass du wieder nicht redest oder nur wenig, das ist denke ich am Anfang ganz normal, da das Vertrauen zum Therapeuten noch nicht so da ist.

Mir ging es am Anfang meiner Therapie genauso, konnte in den ersten paar Sitzungen auch wenig bis gar nichts sagen und der Therapeut musste mir jede Information aus der Nase ziehe. Bei mir hat es fast ein halbes Jahr gedauert bis ich mich meinem Therapeuten wirklich öffnen konnte und offen mit ihm geredet habe. Und auch jetzt nach fast eineinhalb Jahren gibt es immer noch bestimmte Themen, über die ich mit meinem Therapeuten nicht reden möchte und dann auch teilweise nicht darüber reden kann, weil diese Themen noch zu schmerzhaft sind. Und das ist laut meinem Therapeuten auch ganz normal! Eben weil es eine gewisse Zeit dauert bis man sich erstens an die "Therapiesitzungssituation" gewöhnt und zweitens bis sich zwischen Therapeut und Klient eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut hat, welche für den Therapieerfolg eine entscheidene Rolle spielt!

Ich denke, dein Therapeut hat Verständnis dafür, dass du noch nicht so viel oder gar nichts sagen kannst und wird dir die Zeit geben die du brauchst und das solltest du selber auch tun! Und dich bitte deswegen auf keine Fall verrückt machen, du hast einiges durchgemacht wahrscheinlich und brauchst deswegen einfach deine Zeit und die darfst du dir auch zugestehen und nehmen!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für deine Therapie!

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Diese Menschen hören so viele verrückte und surreale storys
Das wichtigste ist diese Person darf ohne dein Einverständnis niemanden davon erzählen
Du musst mit deinem Arzt ehrlich umgehen und ihn vertrauen können er will dir nur helfen

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Sag ihm einfach, dass es dir sehr peinlich ist, ünr deine Probleme zu reden. Wenn er das weiss, wird er dir sicher helfen.

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