Frage von Projekt649, 83

Wie kann es sein, dass so eine unbedeutende Nation wie Portugal damals im 15./16. Jahrhundert fast die halbe Erdkugel erobern konnte?

Antwort
von Fuchssprung, 21

Portugal war damals im Vergleich zu anderen Ländern außerhalb von Europa ein High Tech Land. Durch die dauernden Kriege war auf dem europäischen Kontinent war die Kriegskunst deutlich höher entwickelt als in fast allen anderen Kontinenten. Gerade einmal ein paar Asiatische Reiche konnten da mithalten. Über Jahrtausende hatte sich diese Kriegskunst entwickelt. Während die Indianer in Südamerika als Einzelkämpfer auf dem Schlachtfeld agierten, blieben die Portugiesen zusammen, kämpften Schulter an Schulter, wie es schon die alten Griechen gegen die Perser gemacht haben. Sie verwendeten Schwerter aus unglaublich gutem Stahl. Denn bereits die Römer waren in der Lage hervorragende Klingen zu schmieden obwohl ihre Schwerter als Massenware hergestellt wurden. Gegen dieses geballte Wissen der Portugiesen über die Herstellung von tödlichen Waffen und den Krieg hatten die Eingeborenen in Amerika, Afrika und in Teilen Asiens keine Chance. Da reichte auch eine relativ kleine Truppe um ein großes Heer zu schlagen. Diese kleine Truppe verbreitete in kürzester Zeit Angst und Schrecken, durch ihre für die Eingeborenen neue Kampftaktik und die Überlegenheit der europäischen Waffen. Niemand kann sich heute vorstellen wie effektiv ein guter Fechter von damals war. Den Eingeborenen ging das ganz genau so. Sie waren einfach ahnungslos. Erst als sie diesen Männern gegenüber standen und sie sahen wie die Portugiesen den Kameraden an ihrer Seite mit wenigen Hieben, fast ohne jeden Kraftaufwand Arme und Beine abschlugen, verstanden sie dass sie diesen Männern nicht gewachsen waren. Wenn es dann auch noch krachte und sich ein Blitz aus der Waffe eines Portugiesen löste und jemand getroffen zusammen brach, war die Niederlage der Eingeborenen so gut wie sicher. Wie soll man sich gegen Blitz und Donner verteidigen? Die Reste ihrer standhaften Gegner räumten die Portugiesen dann mit ihrer Kavallerie vom Schlachtfeld. Pferde hatten die Indianer ja noch nie gesehen. Woher sollten sie wissen, dass diese Tiere nicht direkt aus der Unterwelt kamen? 

In Asien sah die Sache ganz anders aus. Denn auch die Asiaten hatten eine Jahrtausende alte Kampfkunsttradition. Gegen diese Gegner half nur Pulver und Blei aus Kanonen und pure Gewalt. Nur so konnten sie diese Gegner beeindrucken und sie zu Verhandlungen zwingen. So richtig besiegen und besetzen konnten sie zum Beispiel das riesige Indien nie. Dafür waren sie einfach zu wenige. 

Antwort
von schelm1, 61

Das liegt schlicht daran, dass Sie die Bedeutung Portugals zur fraglichen Zeit wohl ein wenig falsch einschätzen!


Antwort
von archibaldesel, 18

Weil Portugal in der Zeit keine unbedeutende, sondern die bedeutendste Seefahrernation der Welt war. Das war der Schlüssel zu den Weltreichen für Portugal, Spanien und auch England.

Antwort
von skyberlin, 24

Die waren einfach besser, als die restlichen Nationen. Klarer Vorteil für den Sieger, der sich mit Kenntnis der Weltmeere, Navigation, Vorstellungsvermögen und Wagemut durchgesetzt hat.


Antwort
von Wolli1960, 12

Heute mag Portugal weniger bedeutend sein. Damals aber gehörte es zu den großen Seefahrer-Nationen.

Antwort
von Accountowner08, 12

gute Schiffe...

Antwort
von NickelPump, 55

Damals waren sie nicht unbedeutend, Zeiten ändern sich.

Antwort
von FGO65, 48

Weil Portugal damals keine unbedeutende Nation war

Antwort
von peace1287, 12

Im Mittelalter war Portugal nicht so bedeutungslos wie du denkst! Neben Spanien, Britanien, Frankreich, Niederlanden, Italien und dem Heilg. Römischen Reich Deutscher Nationen, war Portugal sehr einflussreich zu dieser Zeit. 

Vor allem die Niederlande, Spanien, Portugal und England waren bedeutende Seefahrernationen.

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