Frage von FahrradLecker, 63

Wie kann es sein das man bald bis 68,69 oder 70 arbeiten soll?

Aber Gleichzeitig die Bundesregierung heute Rentenerhöhungen wie Gummibärchen verteilt? Merken die überhaupt noch was?

Antwort
von Detlef32, 11

Ein 1950 geborener Mann hat, wenn er denn 65 Jahre alt wird, eine Lebenserwartung von ca. 13 Jahren. Seine voraussichtliche Rentenzeit ist also 13 Jahre.

Ein 2013 geborener Mann hat, wenn er denn 65 Jahre alt wird, eine Lebenserwartung von ca. 17,5 Jahren, also steigt seine Rentenzeit um 4 Jahre.

Also ohne Betrachtung der Berufsunfähigkeit, Witwenrenten usw. die die Rentenkasse auch länger belasten muss entweder jeder Beitragszahler ca. 30% mehr in die Rentenkasse zahlen damit der Rentner ca. 30% länger Rente bekommt oder der Rentner geht später in die Rente oder der Rentner bekommt weniger Rente. 

Und die aktuellen Gesetze machen einfach einen Mix aus den drei Stellschrauben. Eintrittsalter, Rentenhöhe, Beitragshöhe.

Und natürlich ist jeder unzufrieden. Der der in Rente gehen will, will jetzt gehen und nicht nächstes Jahr, der der einzahlt will weniger einzahlen und der der Rente bekommt will keine Abstriche sondern mehr Rente.

Statistik siehe: http://www.lebenserwartung.info/index-Dateien/ledeu.htm

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Dann schau mal bitte wie sich die Wirtschaftsleistung von 1950 bis 2013 entwickelt hat .. wo soll da ein finanzielles Problem sein? Nirgends, wenn man nicht nach hilft.

Kommentar von Detlef32 ,

Die Wirtschaftsleistung hat damit aber auch gar nichts zu tun.

Du hast einen Beitragssatz von ca. 20% des Arbeitseinkommens und Ausgabe in Höhe von 100% der Rente. 

Die Variablen sind die Anzahl der Rentner im Verhältnis zu den Arbeitnehmern und natürlich der Beitragssatz und die Rente in Prozent des Arbeitseinkommens.

Antwort
von eulig, 27

die Rentenerhöhungen sind ein umfassendes Rechenkonstrukt. vom Grundsatz her richtet sich die Rentenerhöhung nach der aktuellen Lohnentwicklung der Beschäftigten

in der Berechnung der Erhöhung werden zudem bestimmte Faktoren bereits einkalkuliert. dies ist u.a. der Nachhaltigkeitsfaktor, der die demografische Entwicklung berücksichtigt. dieser Faktor mindert bereits die Rentenerhöhung.

anstatt die Rentenerhöhungen zu kritisieren, sollte man sich zunächst mit dem Thema, wie die Rentenerhöhungen berechnet werden, beschäftigen. habe mal im Internet gesucht und diese Seite gefunden. sie erklärt es recht gut http://www.cecu.de/rentenerhoehung.html

Antwort
von wilees, 28

Betrachte allein nur die Absenkung des Rentenniveaus seit 1990:

Entwicklung des Netto-Rentenniveaus vor Steuern 1990 - 2029 und ...

www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_files/sozialpolitik-aktuell/_.../abbVIII37.pdf

Und ja, die Rente mit 70 wird kommen.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Dein Link geht leider nicht. Aber wenn man sich das anschaut ist es einfach nur ein Armutszeugnis.

Kommentar von wilees ,

Zieh den ganzen Text auf Google , dann geht`s.

Antwort
von LaQuica, 29

Find dich schonmal damit ab garkeine Rente zu haben. Wenn in dem Tempo das Alter weiter angehoben wird dann ist die Rente Geschichte und du fällst von der Arbeit ins Grab. 

Kommentar von Niklaus ,

Das ist leider eine populistische und falsche Aussage.

Kommentar von LaQuica ,

Was soll daran Populistisch sein.. Ich hab die Antwort auf seine Frage mit meiner eigenen Meinung verbunden. Da kannst du nicht kommen und sie als Falsch hinstellen da solange es nicht Eintritt es keinen Beweis für die Richtigkeit deiner oder meiner Aussage Existiert. 

Kommentar von Niklaus ,

Sie ist deshalb falsch, weil die Menschen immer länger leben und dabei gesund bleiben.  Schau dir die Sterbetafeln an, dann weißt du wovon ich rede. 

Kommentar von LaQuica ,

Dann haben wir wohl unterschiedliche Auffassungen von Gesundheit.. Die ganzen alten Menschen sind sicherlich alles aber nicht gesund. 

Kommentar von Niklaus ,

Natürlich sind ganz alte Menschen häufiger krank als jüngere Menschen. Aber das muss man differenzieren. Die Lebenserwartung in Deutschland steigt jedes Jahr. Woran liegt das.Bestimmt nicht daran, das die Menschen in Deutschland immer kränker werden.  An dem besseren medizinischen Versorgung, an der guten Ernährung, an den gesunkene Belastungen durch die Arbeit.  Vor 50 Jahren sind noch viel Menschen um 65-72 Jahren gestorben. D.h. die Menschen haben nur ein paar Jahre ihre Rente beziehen und genießen können. Heute ist die Sterblichkeit viel später. 

Antwort
von Niklaus, 15

Das ist ein logische Entwicklung unsere Demografie. Es gibt leider immer mehr Rentner und weniger Beitragszahler. Irgendwer muss das Geld zahlen. Außerdem leben die Menschen heute länger als noch vor 40-50 Jahren. Die 65 jährigen sind heute so gesund und fit wie damals die 55 jährigen. Die Lebenserwartung steigt Jahr für Jahr. Die Heilbarkeit von Krankheiten und unserer Gesundheit hat sich enorm verbessert. 

Etwas müssen wir ändern. Da führt kein Weg dran vorbei.

Meines Erachtens gehört ein festes Rentenalter abgeschafft. Stattdessen die Regel abschlagsfreie Rente für jeden, der 45 Jahre in die Rente eingezahlt hat. Menschen mit Lehrberuf und harter körperlicher Arbeit gehen dann früher in Rente und Menschen mit Büroarbeit oder auch Akademiker gehen später in Rente. Der Druck auf das feste Rentenalter ist weg. Das wäre meine Antwort auf die Demografie. Außerdem würde ich alle Menschen in Deutschland in die Rentenkasse ein zahlen lassen. D.h. außer den bisherigen Einzahlern auch noch Freiberufler, Selbständige, Beamte und Politiker. Das gibt es in anderen Ländern auch schon und es funktioniert. Natürlich müsste auch die Beitragsbemessungsgrenze abgeschafft werden. Jeder zahlt entsprechend seinem Einkommen.

Kommentar von LaQuica ,

Das ist leider eine populistische und falsche Aussage.! 

Kommentar von Niklaus ,

Fällt dir sachlich nichts dazu ein??

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Die gute alte Demographielüge. Wie kann man sich bitte ernsthaft jahrelang verarschen lassen und etwas glauben das jeder mit etwas grauer Hirnmasse widerlegen könnte.

Die Produktivität eines Landes ist sehr viel wichtiger als die Demographie. Ein umlagefinanziertes Rentensystem in das alle einzahlen würden und eine Erhöhung der Rentenbeiträge für AN und AG um 1-2% würden der Rente sehr viel mehr bringen als Riesterschwachsinn. 

Man muss sich einfach mal folgendes angucken .. die Rente sinkt Jahr für Jahr, Renter werden immer mehr, die Wirtschaftleistung die man führ Renten pro Jahr aufbringt sinkt ebenfalls Jahr für Jahr wobei die gesamte Wirtschaftsleistung steigt. Sehen sie da nicht einen kleinen Widerspruch? Ich schon.

Kommentar von Niklaus ,

Erklär mir bitte mal wie man die Produktivität einrechnen soll und wo damit die Beiträge herkommen soll.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Ist das Ihr Ernst? Googlen sie mal den Begriff und wofür er steht .. jetzt weiß ich jedenfalls warum sie daran glauben das Demographie tatsächlich ein Problem wäre.

Kommentar von Niklaus ,

Was ist dass denn für eine Antwort. Ich brauche keinen Tipp um zu. Beantworte einfach meine Frage. 

Antwort
von Fielkeinnameein, 14

Frag das die Leute die die Parteien gewählt haben die dafür gesorgt haben das die Rente mehr oder weniger "zerstört" ist.

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