Wie kann es sein, das Autisten trotz guter Selbstreflexion eine schwache Theory of Mind haben?

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2 Antworten

Es ist ein großer Unterschied ob man das Verhalten anderer versteht oder emotional mitschwingt. Ich weiß ganz genau was bei mir los ist, ich bin sehr selbstreflektiert (was mir auch durch Ärzte und Therapeuten rückgemeldet wird), mir ist aber unklar was andere empfinden. Ich kann mir zb. selber auf die Finger haun und merke natürlcih "aha, tut weh" kann das aber auf jemand anderen nicht übertragen, da vermute ich dann, dass es demjenigen weh tun könnte kann es aber emotional nicht nachempfinden. Ich merke auch wenn jemand traurig ist, wüsste auch theoretisch was man tun sollte kann es aber nicht umsetzen bzw. nur äußerst schwer. Bei meinen Eltern könnte ich das überhaupt nicht, bei meinem Mann eingeschränkt.

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Kommentar von TonyMontana24
09.03.2017, 21:46

Das geht dann aber eher in Richtung soziopath. Wenn du die Emotionen bei anderen erkennst hast du kognitive Empathie / Theory of Mind, aber sie dich nicht Jucken bzw. dich nicht betreffen, hat das eher wenig mit Autismus sondern eher mit antisozialer PS oder narzisstischer PS zu tun...

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Zum Thema Selbstreflektion und Emotion: ich konnte bisher des öfteren beobachten, dass das Verbalisieren und Zuordnen eigener Emotionen (oder auch physische Schmerzen) bei Mitmenschen mit Autismus erschwert sein kann - ebenso wie das Wahrnehmen und reflektieren eigener Verhaltensweisen. 

Wie kann das bei Autisten so eingeschränkt sein, wenn sie sich über sich selbst und ihre eigenen Emotionen so im klären sind?

Das erscheint mir pauschal und unpräzise. 


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