mia68 am 28.12.2007 um 3:24 Uhr
Kurz zum Hintergrund der Frage: Im letzten Jahr um diese Zeit fanden wir in einem Haus, das wir renovierten, an allen möglichen und unmöglichen Stellen Schmetterlinge, die noch umherflogen... Ich konnte mir das überhaupt nicht erklären, war für mich fast wie ein kleines Wunder... Gibt es eine Erklärung, wie diese kleinen Wesen über "ihre Zeit" hinaus überleben konnten!? (falls nicht, bewahre ich mir gerne die schöne Vorstellung eines "Wunders";-) Es war und ist nämlich immer noch auch ein wundervolles und wunderbares Haus...)

Tagfalter wie Tagpfauenauge, Trauermantel, großer und kleiner Fuchs, Zitronenfalter sind in der Lage zu überwintern. Ideal hierfür sind kalte, aber frostgeschützte Dachböden. Werden die Schmetterlinge in dieser Zeit "geweckt", ist es sehr wahrscheinlich, daß sie sterben, da durch die Wärme ihr Stoffwechsel aktiviert wird und ihre Energiereserven verbraucht werden. Der Zitronenfalter kann bis zu 11 Monate alt werden.
Speziell Tagpfauenauge überwintern oft an geschützten Plätzen und legen im Frühjahr ihre Eier, um den Fortbestand zu gewährleisen.
Allerdings ist das - soweit mir bekannt ist - eine der wenigen Ausnahmen, wo der ganze Schmetterling und nicht nur Puppen überwintern.
Im letzten Jahr um diese Zeit, hat es in vielen Regionen Deutschlands noch keine Fröste gegeben. So haben auch noch (vereinzelt) Blumen geblüht. Die Böden waren nicht gefroren. Woher hätten die Schmetterlinge wissen sollen(außer Licht) das Winter ist? L.G.
mia68 am 28. Dezember 2007 03:45 ...leuchtet mir TEILweise ein!;-) Aber: Haben Schmetterlinge nicht auch nur eine begrenzte Lebenszeit, die im Winter eigentlich längst überschritten sein sollte!? Und wieso waren die Tiere dann nur IM Haus? Draußen im Freien waren ja keine mehr... Und, da fällt mir noch etwas ein: Wie und von was konnten die sich eigentlich ernähren!?
Die längste Zeit seines Lebens verbringt der Schmetterling als Raupe und dann als Puppe. Ist die Bodentemperatur entsprechend, schlüpft aus der Raupe ein Schmetterling. Zu diesem Zeitpunkt, braucht er nicht mehr viel Nahrung, dieses Stadium dient der Vermehrung. Vermutlich haben sich die Schmetterlinge durch Licht und Wärme in das Haus gezogen. L.G.
Ja, das stimmt! Wir hatten mal ein Tagpfauenauge, welches bei uns in der Wohnstube uebewinterte. Ich fuetterte es mit verduenntem Honig. Jeden Tag kam es aus seiner Ecke,kam auf meinen Zeigfinger, rollte den Ruessel/Zunge aus und nahm den Honig auf. Leider wurde der schoene Schmetterling Ende Winters von unserem Hund gefressen. Krrr!
...danke schön!;-)