Frage von BetterBeGood, 174

Wie kann ein Richter überhaupt ein neutrales Urteil fällen, wenn er Christ (oder Muslim ist) und der Prozess ist Christ vs. Andersgläubigen (oder Muslim vs. xy?

Sollten Richter nicht grundsätzlich unreligiös sein, damit sie objektiv sein können?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hallowasgeht16, 68

Der Christ gewinnt immer gegen einen Muslim. Muslim sind leider bekannt für ihrer Terror Attacken und haben dadurch bei einem Richter schon ein schlechtes Image.

Kommentar von BetterBeGood ,

Ja... ist aber unfair. Gibt auch normale Muslime

Kommentar von miss1708 ,

Dass solche dummen Menschen rumlaufen ist beängstingend. Gott sei Dank bist du kein Richter

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ich hoffe, außer an deinem Stammtisch erzählst du solchen Unsinn nicht rum.

Kommentar von hallowasgeht16 ,

wieso? ist doch leider die bittere nachricht...

Antwort
von Giustolisi, 50

Ein Richter, der sich von seinem Glauben beeinflussen lässt hätte eine sehr kurze Karriere. Das ist wie bei einem Wissenschaftler, der sich von seinem Glauben beeinflussen lässt, der hätte auch nur eine kurze Karriere als Wissenschaftler, denn seine Arbeit würde von allen richtigen Wissenschaftlern verrissen.

Als Richter oder Wissenschaftler lässt man seinen Glauben daheim, wenn man zur Arbeit geht. Das ist vergleichbar mit dem Kirchgang, bei dem man den logischen Teil des Verstandes daheim lässt.

Antwort
von MarkusKapunkt, 37

Wir haben in unserem Land das Prinzip der Gleichheit. Alle Bürger, egal ob Männer, Frauen, Christen, Moslems, Schwarze, Weiße, Heteros oder Schwule und Lesben sind vor dem Gesetz gleich. Ein Richter fällt also immer ein Urteil über einen MENSCHEN, nicht über dessen Rasse, Geschlecht, Religion oder sexueller Ausrichtung. Es ist völlig unerheblich, welcher Gruppe der Richter selbst zugehörig ist - sein Urteil ist immer objektiv und an die jeweiligen Gesetze gebunden. Ein Moslem wird niemals schärfer oder milder beurteilt als ein Christ, und umgekehrt - zumindest SOLLTE das der Fall sein.

Anhand der jüngsten Geschehnisse (Köln, Hamburg, Kiel...) darf man aber mit Recht die Frage stellen, ob der Gleichbehandlungsgrundsatz in Deutschland noch gilt oder bereits durch Vorgaben aus der Politik längst aufgehoben wurde.

Antwort
von Viktor1, 28

Richter könnten zwar Urteile nach ihrer Befindlichkeit fällen, also wenn sie z.Bsp. etwas gegen Muslime hätten einen Rechtsstreit (zivil- oder strafrechtlich) zum Nachteil dieser entscheiden.
(Wenn ihnen diese Befangenheit nachgewiesen wird, können sie aber abgelehnt werden.)
Aber warum sollten sie ? Richter sind es i.R. gewohnt, eigene Befindlichkeiten hintenan zu stellen. Das können ja die meisten Menschen auch, wenn sie "gerecht" beurteilen sollen, sie können "neutral" sein.
Richter sind drüber hinaus an das geltende Recht gebunden können also kaum beliebig urteilen. Sie stehen auch zwischen Anklage und Verteidigung. Sie müssen ihre Urteile begründen und urteilen auch i.R (außer in "Bagatellfällen") mit anderen (mind. zwei) zusammen.
Außerdem kann bei uns jedes Urteil angefochten werden welches dann durch andere Richter in einem neuen Verfahren bewertet wird.
Wie du siehst hätten Urteile - wenn sie denn so überhaupt zustande kämen - welche nur aufgrund pers. Befindlichkeit eines Richters so gefällt würden, kaum eine Chance rechtskräftig zu werden.
Warum sollte dann ein Richter, unter diesen Voraussetzungen, bewußt ein Urteil zu lasten eines Menschen anstreben, dessen "Nase ihm nicht passt" ?
Auch das es bei uns noch das "öffentliche Urteil" (Presse, öffentliche Gerichtsverhandlung) gibt machst dies i.R. sehr unwahrscheinlich.
Richtig ist, daß alles was möglich ist, auch das weniger Wahrscheinliche,  irgendwann mal geschieht.
Fehlurteile (bzw.Teile davon) gibt es aus anderen Gründen (Bewertung der Rechts- oder Beweislage) nicht wenige wehalb ja viele in weiteren Instanzen "gekippt" werden

Antwort
von saidJ, 6

Hallo
Kommt drauf an wie du die Frage meinst .
Meinst du einen Richter in einem muslimischen Land der über einen Vorfall richten soll in dem ein Muslim und ein nicht Muslim involviert sind ?

In diesem Fall wird nach dem islamischen Recht gerichtet und der Muslim hat weder Vorteile noch Nachteile gegenüber dem nicht Muslim .

Antwort
von KeaKe, 39

Ob ein Mensch im Babyalter durch seine Eltern Mitglied einer Religionsgemeinschaft geworden ist, sagt absolut nichts darüber aus, ob, an wen oder was und wie viel davon er im Erwachsenenalter glaubt. Ein Richter, der nie getauft wurde, kann sein Heil im Koran, der Bibel oder im Fußballstadion finden. Die Auskunft darüber, ob ein Richter einer Religion angehört, sagt nichts darüber, wie er damit umgeht. Du denkst in sozialen Gruppen in WIR und DIE. Sowas führt immer zu Verdruss.

Antwort
von interference, 84

Der Richter muss doch nicht entscheiden, welche Religion besser ist. Es geht dann um einen speziellen Sachverhalt, der Richter klärt ob sich einer falsch verhalten hat (wir haben Gesetze), und wenn ja, wie er dafür bestraft wird. Richter müssen nicht entscheiden, mit wem sie einen Kaffe trinken gehen.

Genauso kann ich sagen, dass man nur Zwitter oder Transsexuelle Richter zulässt. Denn ein Mann wird doch zugunsten des Mannes entscheiden?

Antwort
von tiffany058, 19

Der Richter muss nicht über die Religion entscheiden sondern über die Straftat

Antwort
von dereinedude, 71

Sollte ein Richter jemals aufgrund von sowas entscheiden, dann kann man immer noch Einspruch einreichen.

Ich finde es beängstigend dass du glaubst, dass Leute tatsächlich so etwas tun würden und so wenig Objektivität besitzen würden.

Kommentar von BetterBeGood ,

Ich finde es beängstigend dass du glaubst, dass Leute tatsächlich so etwas tun würden und so wenig Objektivität besitzen würden.

Ich finde deine Naivität beängstigend.

Kommentar von dereinedude ,

Hat nichts mit Naivität zu tun.
Ein Jurastudium ist lang und wird als das härteste Studium angesehen. Das danach dann Pappnasen die sich von der bloßen Religion einer Person beeinflussen lassen in einer Richterposition stehen halte, bzw hoffe ich nicht für sehr wahrscheinlich.

Kommentar von Zumverzweifeln ,

Dereinedude: du sprichst mir aus dem Herzen 

Kommentar von BetterBeGood ,

Björn Höcke als Richter.

Kommentar von rampe6 ,

...jetzt tun wir doch nicht so, als könnte jeder der sein Jurastudium hinter sich gebracht hat Richter werden!

Es ist sicher nicht immer alles optimal - aber so mancher Verschwörungsunsinn geht mir auf den Sa....

Dabei ist es mir völlig egal ob das dann religiös, sexuell, geschlechtsspezifisch oder wie auch immer geartet ist!

Und wer der Meinung ist, in diesem Land aus einem der genannten Gründe benachteiligt zu werden, dem steht es frei, sich ein land, bzw. eine Gesellschaft zu suchen, in dem bzw. der es ihm besser geht.

Die Suche kann aber durchaus länger dauern.....

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Um Richter zu werden muss du politisch auf der richtigen Seite stehen .Das ist in D nicht anders als anderswo auch .

Antwort
von Fabian222, 22

 Eines Tages ging Imam Ali (Friede sei mit ihm) zum Markt und sah einen Christen, der ein Schutzschild verkaufte. erkannte dieses Schild wieder und sagte zum Verkäufer: Das ist mein Schutzschild, lass uns deswegen zum islamischen Richter gehen. Der islamische Richter war Schuraih, den Ali selbst in diese Position eingesetzt hatte. Als sie nun zu Schuraih kamen fragte dieser: Was liegt an, o Befehlshaber der Gläubigen? Ali sagte: Das hier ist mein Schutzschild, das ich schon vor längerer Zeit verloren habe. Schuraih fragte den Verkäufer: O Christ, was hast du zu sagen? Der Christ sagte: Ich beschuldige den Befehlshaber der Gläubigen gewiss nicht der Lüge, aber das Schutzschild gehört mir. Zu Ali gewandt stellte Schuraih fest: Ich sehe nicht, dass du es dir von ihm nehmen kannst. Hast du vielleicht einen Beweis für die Richtigkeit deiner Behauptung? Da Ali keinen Beweis dafür hatte, sagte er: Schuraih hat Recht. Als er dieses Urteil hörte sagte der christliche Verkäufer: Ich bezeuge, dass dies die Gesetze der Propheten sind: der Führer der Gläubigen kommt zu einem Richter, den er selbst ernannt hat, und der Richter entscheidet gegen ihn; bei Gott, o Befehlshaber der Gläubigen, das Kettenhemd gehört dir. Ich folgte dir beim Feldzug und das Kettenhemd rutschte von deinem Kamel und ich nahm es. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und das Muhammad der Gesandte Allahs ist. Daraufhin sagte Imam Ali: Jetzt, wo du Muslim geworden bist soll es dir gehören. Dann ritt er auf einem Pferd weiter. Scha´bī sagt, dass er den Mann dann auch später im Kampf gegen die Ungläubigen sah. 

Kommentar von Agentpony ,

Nur geht es in dieser gar wunderlichen Geschichte gar nicht um den Richterspruch.

Kommentar von Fabian222 ,

Doch. Der muslimische Richter hat zwischen einem Muslim und einem Christ geurteilt.

Antwort
von Eselspur, 8

Ich verstehe nicht wie du darauf kommst das ein unreligiöser Richter automatisch objektiver sein sollte. 

Kommentar von BetterBeGood ,

Weil ihm z.B. der Koran oder die Bibel komplett unwichtig ist und er daher auch keinen Glaubensbruder bevorzugt.

Kommentar von Eselspur ,

ich möchte keinen Richter, egal ob gläubig der nicht, unterstellen, dass er irgendjemand bevorzugt. Aber ein ungläubiger Richter könnte ja genauso einen ungläubigen Abgeklagten bevorzugen. 

Antwort
von Schnoofy, 28

Da die Religionszugehörigkeit in der deutschenrechtsordnung keine Rolle  spielt, sind die Religionen oder Glaubensrichtungen der Beteiligten dem Gericht üblicherweise nicht einmal bekannt.

Deshalb gehe ich davon aus, dass sie bei der Urteilsfindung nicht in die Entscheidung einfließt. Das würde auch elementar gegen deutsches Rechrt verstoßen.

Antwort
von nowka20, 3

ein richter fällt sein urteil nur nach der stimmigkeit der anklage

Antwort
von Ichthys1009, 33

Nach deiner Theorie kann ein christlicher Richter nur zwischen 2 Christen richten; ein muslimischer Richter nur zwischen 2 Muslimen; und wenn 1 Muslim und 1 Christ einen Streitfall haben, muss es also ein atheistischer oder buddhistischer Richter sein.

Wenn vor dem Richter nun 2 Männer streiten, braucht es einen männlichen Richter; wenn 2 Frauen streiten, braucht es eine weibliche Richterin; wenn es um einen Ehestreit geht, wird das Urteil sowieso ungerecht oder wir müssen ein Zwitterwesen als Richter finden.

Es wäre ja schlimm, wenn ein Richter nur nach Sympathie ginge und für die jeweils eigene religiöse, staatliche, parteipolitische oder sonst eine Gruppierung Partei ergriffe.

Wenn ich hier bei gutefrage einen "Daumen hoch" (oder "Daumen runter") gebe und damit ein Urteil fälle, was gut ist (oder eben nicht gut), dann tue ich das als Christ bestimmt nicht nur bei Christen (oder bei Muslimen). Sondern einen Daumen hoch bekommt bei mir, wer gute Argumente und eine schlüssige und sachliche Darstellung liefert, sowie einen gut lesbaren und höflichen Stil hat.

Daher kann ich einer christlichen Position ebenso einen Daumen runter geben, wenn es hohl oder engstirnig ist - und einer muslimischen Position gebe ich ebenso einen Daumen hoch, wenn es sachlich korrekt und gut verstehbar geschrieben ist.

Antwort
von Malheur, 68

Stichwort Ablehnungsgesuch. Schau mal hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ablehnungsgesuch

Ein Ablehnungsgesuch, auch Befangenheitsantrag genannt, ist im deutschen Recht ein Antrag, durch welchen ein an einem gerichtlichen Verfahren Beteiligter die Besorgnis geltend machen kann, ein zur Entscheidung berufener Richter sei befangen.

Kommentar von BetterBeGood ,

Ist der Richter verpflichtet Auskunft darüber zu geben, welcher Religion er angehört? 

Kommentar von Zumverzweifeln ,

Nein, und er richtet übrigens auch als Mann über Frauen, als Vegetarier über Fleischesser als Akademiker über Analphabeten. Er richtet sich nach den geltenden  Gesetzen!

So einfach ist das !

Kommentar von BetterBeGood ,

Stell dir mal Björn Höcke als Richter vor, der einen schwarzen Muslim und einen deutschen, weißen Christen vor sich hat.... der findet schon seine Wege den Muslim zu verurteilen, egal wie die Gesetze sind.

Kommentar von interference ,

Es wird ja nicht jeder Dumme ein Richter.

Kommentar von Zumverzweifeln ,

Wenn Björn Wer-auch-immer ein Jurastudium schaffte und sein Referendariat mit zweitem Staatsexamen schaffte und eine Anstellung als Richter bekäme hätte ich kein Problem damit.

Mit dir als Richter eher - BetterBeGood!

Kommentar von BetterBeGood ,

Du kennst Björn Höcke nicht? Oh. Alles klar.

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