Frage von strandparty 08.01.2012

Wie kann ein Richter moralisch handeln?

  • Hilfreichste Antwort von LilcookieMonsta 08.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    mein Professor (der Richter war) sagt immer das Bauchgefühl trifft die letzte entscheidung

  • Antwort von Mabely10 12.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wir haben zwar ein BGB und eine STPO und noch so einige Gesetzbücher, aber ausschlaggebend sind die Kommentare dazu. Das sind so dicke Wälzer, dass Du sie kaum tragen kannst.

    Zudem gibt es Ermessensspielräume im Rahmen der Kommentare.Allerdings sind auch die Kommentare zu den Gesetzen keine Moralinstanzen.

    Richter haben gelernt, damit umzugehen. Zumindest können sie hier die gefragte moralische Komponente mit einfließen lassen.

  • Antwort von Neunzehnter 08.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Richter ist doch ein Beamter und darf sich bei seinen Urteilen nur an das Gesetz halten. Im Extremfall ist es doch so: Wenn ein Mord geschieht und über den Mörder geurteilt wird und als Beweis liegt ausschließlich eine Videoaufnahme des Mordes vor, die jedoch aus verschiedenen Gründen vor Gericht nicht verwertet werden darf, dann weiß der Richter, wer der Mörder ist, muss ihn jedoch freisprechen (soweit keine anderen Beweise oder Indizien vorliegen). Meiner Ansicht nach würde er moralisch handeln, wenn er den Möder dennoch verurteilen würde. Er darf es jedoch nicht und wird es auch nicht machen. Dieses Phänomen kann schon sehr ungerecht sein und die Opfer zur Verzweiflung treiben. Ist aber Reailtät.

  • Antwort von Mabely10 12.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Recht und Gesetz sind zweierlei. Was Gesetz ist, muss nicht auch immer rechtens sein - Beispiele gibt`s da wohl genug.

    Ein Richter wird kaum damit argumentieren, dass ein Gesetz falsch ist. Er kann damit argumentieren, warum es in einem bestimmten Fall nicht zur Anwendung kommt.

    Es wird immer die Begründung deutlich machen, was (welche Gestzesgrundlagen) im Einzelfall bei der Beurteilung eine Rolle gespielt hat (haben).

  • Antwort von Snanifo 08.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Selbst wenn ein Richter nach deinen Vorstellungen "moralisch" gegen das Gesetz urteilen würde, kassierte die nächste Instanz dieses Urteil. Und spätestens beim BVG würde die Nicht-Verfassungsgemäßheit diese Urteils bzw. dieses dem Urteil zugrunde liegenden Gesetzes festgestellt werden. Also ein Richter kann gar nicht in deinem Sinne moralisch gegen das Gesetz urteilen.

    Er hat zugegebenermaßen einen gewissen Spielraum, weil ja ein Gesetz nicht immer auf einen bestimmten Fall genau zutrifft, aber das ist ja was anderes! Es geht nicht gegen den Wortlaut oder auch gegen den Sinn eines Gesetzes!

  • Antwort von oinefinity 08.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Der richter handelt a moralisch er weis das man gegen kein gesetz verstoßen hat aber ist "der festen überzeugung" das es eben doch so war

    Hier in Bayern hies es ausserdem vor gericht sie müssen ihre unschuld beweisen nicht wir ihre schuld

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